Zum Cadeson...
seit einigen Jahren fällt auf, dass sie auf der Messe wirklich recht schöne Sets ausstellen. Bei der teuren Hochpreis-Serie "Blast" sind schon einige am vermuten, ob es Zufall ist, das gegenwärtig diese recht exotische Tomholz-Kombination ausschließlich Cadeson und Mapex verwenden??? ... nix genaues weiß man nicht 
Bei aller Begeisterung für "Neuzugänge" (obwohl Cadeson pocht ja auf ihre lange Geschichte des Trommelbaus, und das sie von Zulieferen unabhängig sind und selbst fertigen und entwickeln etc.) - fällt mir seit Jahren bei Cadeson auf:
1.) Selbst in den Hochpreisserien (das ist die Blast Serie monetär betrachtet zweifelsohne) gelingt es nicht in Bezug auf die Hardware eine einheitliche Linie zu fahren. Wenn man sich den Gesamtprospekt anschaut (oder wenn es sein muß nur das eine Blast-Photo im web) fällt auf, dass einige Teile immer nioch wie billige Kopien aus Fernost aussehen und es keine einheitliche Design-Linie in Sachen Hardware-Gestaltung gibt- noch schlimmer vieles klobig und antiquiert wirkt. Das Auge ißt mit!
2.) Die Preise sind für eine No-Name Marke zu hoch. Für dieses Geld kann man auch ein Markenset kaufen. Auch ein nettes Beispiel ist die Glockengußsnare bzw. die Flexi Bronze Cast snare. Zum Preis der Cadeson kann ich die Sonor kaufen. Warum dann ein No-name Produkt???
3.) Leider werden schlimmste Vorurteile gegenüber Fernost-Herstellern auch im aktuellen Katalog wiedermal bestätigt. Die Serie direkt unter der Blast (R-Class, 6-ply maple) richtet sich ja scheinbar auch nicht an low-Budget Kunden. Aber sofort wird man offenbar, dass innerhalb dieser Serie zwischen Seite 2 und 3 unterschiedliche Böckchen für die Stimmschrauben verbaut werden. Ich weiß, dat is´kleinlich von mir... aber diese Fehler in Produktgruppen kennen wir seit Jahrezehnten zur Genüge von jenen Firmen, die noch viel Aufholbedarf oder zu früh erblindete Mitarbeiter bzw. im schlimmsten Fall kein zeitgemäßes Qualitätsmanagement haben.
Fiktiver Photo-Shooting-Dialog:
Mitarbeiter 0815: "Mensch Liu, ich habe nur noch ein Set vom Vorgänger Modell"
Mitarbeiter Liu " Egal, merkt doch ohnehin keiner, mach´ endlich das Photo!"
Doch man merkt es!!!
Mein Eindruck ist: Cadeson kann eines Tages mitmischen, wenn sie konsequenter auf Aufholjagd gehen.
Gegenwärtig würde ich zu den in dt. geltenden Preisen nichts kaufen. In den USA gelten für diese Sets teilweise (warum auch immer) deutlich günstigere Preise. Obwohl das ist gemein von mir, das gilt ja für viele Produkte in den Staaten.
Auch ein Wiederverkauf wird (da diese Firma immer noch - auch gemeinerweise von mir - als No-name Marke gehandelt wird) einen riesen Verlust einbringen.
Unlängst erhielt ein Bekannter von mir ein Cadeson Tom der Blast Serie zum Test vom Vertrieb. Da war (als hätte der Vertreib auch schon Probleme die Cadeson Qualtität angemessen zu würdigen) ein Remo UT-Fell aufgezogen. Und das bei einer Hoch-Preis-Serie.... irgendwie ergibt das für mich ein recht klares Bild.
Nochmals, selbst wenn ich zu streng bin kann ich von einem Punkt nicht ablassen: warum sollte ich Produkte einer No-name-Marke kaufen, wenn ich zum selben Preis oder günstiger designtechnisch ausgereiftere ansonsten mindestens gleichwertige Produkte von etablierten Markenfirmen erhalte, die mir auch im Falle eines etwaigen wiederverkaufs weniger Verluste bescheren werden??? Ich habe Zweifel ob im gesättigten Markt für Drumsets der Konsument dieser Marke zu diesen Preisen eine Chance einräumen wird.
Bislang galt immer, dass man als No-Name Anbieter bei gesättigter Marktlage nur dann eine Chance hat, wenn man bei identischer oder besserer Qualität! im vergleich zu den etablierten Markenfirmen deutlich günstigere Preise bietet...
Trotzdem sollte man die Marke langfristig! wohlwollend im Auge behalten... wer weiß zu was sie in 5 oder 10 Jahren, wenn sie sich mit der schwierigen Marktsituation besser vertraut gemacht haben und produkttechnisch aufholen, fähig sind...
edits... wieder zu viele Schreibfehler