Beiträge von Drumstudio1

    fwdrums


    Vielleicht Zufall... und Du kennst sie schon... aber das Ritchie Kotzen Instrumental-Debut 1989 mit einem "hyperaktiven" Steve Smith an den Drums und Stuart Hamm am Bass ist auch cool.


    Allerdings nur, wenn man auch "Gitarrenshred" erträgt - vielleicht sogar mag. Ich Liebe sowas... höre dann aber immer schon die Schreie im Hintergrund "mach´ das leiser, das ist nicht auszuhalten". Die hatte ich als Platte recht kurz nach dem release seinerzeit erworben. Dann ging er zu Poison... und ich war enttäuscht :)


    Wo wir gerade bei Gitarrenvirtuosen sind:


    Tony Macalpine hat mit Steve Smith eine rattenscharfe Instrumental-Platte eingespielt. 1986 glaube ich: "Edge of Insanity". First Track (Name entfallen) sowie der Song "Empire in the sky" sind meine Anspieltips. Tolles Drumming, deutlich heavier als man es von Steve Smith vermutet... aber schlichtweg klasse, sehr virtuos, technisch und doch heavy. Für mich die mit Abstand beste Macalpine Platte/CD...

    OK, hier mein 2. großer Post zum Thema Janus-Doppelpedal.


    Der Händler mit dem sehr günstigen Angebot von 219.- Euro war scheinbar in der Lage die Schrauben meines 2. Janus Doppelpedals zu lösen. Ich habe es vor wenigen Tagen zurückerhalten - mit neuen Schrauben. Der Händler hat meinem Wunsch entsprechend die Bandsysteme selbst angebracht. Sehr nett! Dankeschön nochmals. Scheinbar ein Laden mit engagierter Crew, wie auch die schnellen und makellos-kundenfreundlichen Umtauschmodalitäten bewiesen haben. Thumbs up!


    Merkwürderweise verfügte nun das 2. Doppelpedal sowohl bei Main- als auch Slavepedal über deutlich hörbare Laufgeräusche. Ich wollte schon am eigenen Verstand zweifeln, genau das super-positive im ersten Thread herausgestellte (nämlich absolute Laufruhe) soll hier nicht mehr vorliegen? Mit Fahrradöl war es in 20 Sekunden gerichtet. Also keine Beanstandung!


    1.) Das "Spiel" des Mainpedals im Bereich der Achse bzw. Schlegelaufnahmestelle ist auch hier deutlich gegeben. Sogar noch mehr als bei meinem anderen Janus Doppelpedal. Das verwundert mich wirklich. Also kein Einzelfall. Da sollten die Konstruktions-Ingenieure von Mapex eindeutig noch mal ganz neu ansetzen. Es ist mir völlig rätselhaft, warum das vorher noch kein Besitzer dieser Doppelpedale gepostet hat. Zumal man es deutlich sehen kann! Bei meinem neuen Doppelpedal war dieses Spiel sogar hörbar (bis das Öl zum Einsatz kam). Auch bei diesem Pedal ist bei leichtem hin- und herwippen mit dem Fuß ein deutliches "schlackern" und "verrutschen" spürbar. Und nochmals, das kommt nicht von der Trittplatte oder gar dem Fersenschanier sondern der Achse bzw. der Schlegelaufnahmestelle oder dem Übergang zum Kugellager rechts am Mainpedal. Das ist nicht besonders vertrauenserweckend und auch nicht wirklich professionell. Ich unterstelle nicht einmal, dass es im Laufe der Zeit schlimmer wird - das wäre dann ein Fiasko - aber so wie es scheinbar konstruktionsbedingt schon bei Werksauslieferung bei der Janus am Mainpedal vorliegt, ist es zumindest unter professionellen Gesichtspunkten schwer zu akzeptieren. It´s easy as this! Analog zu meinem anderen Janus Doppelpedal ist das "Spiel" des Schlegels des Slavepedals deutlich weniger vorhanden.


    Ich habe auch um dem Vorwurf zu entgehen "etwas Spiel gibt es bei anderen Profi-Pedalen auch" nochmals im A/B-Vergleich meine beiden Pearl Doppelpedale gecheckt. Hier muß man schon sehr kräftig ziehen um irgendetwas wahrzunehmen. Aber selbst dann ist es deutlich!!!! weniger als bei beiden Janus Doppelpedalen. Und da gibt es nicht dieses ominöse "Schlackern". Das ist mir in 25 Jahren Drumming noch bei keinem Marken-Pedal untergekommen.


    2.) Ich weiß, es wirkt wie ein Widerspruch: Trotzdem, die Laufeigenschaften des 2. Doppelpedals sind abgesehen von dem unguten Gefühl bei Punkt 1.) sehr gut. Sie sind sogar besser als bei meinem anderen Janus Doppelpedal, da die Abrollwinkel glücklicherweise absolut identsch sind. Zur Erinnerung: bei meinem anderen ist es dauerhaft unmöglich zwisschen Slave und Mainpedal ein identisches Feel bzw. identische Übersetzungsabrollwinkel einzustellen. Dieser Punkt ist vielen Drummern sehr wichtig, darum verweise ich gerne nochmals auf den ausführlichen Post vom Thread-Start.


    3.) Die Kardanwelle hat bei diesem Pedal glücklicherweise weniger Spiel. Auf mich macht sie trotzdem keinen sonderlich soliden Eindruck, dass sei nicht verschwiegen, da sie "billig" wirkt. Aber immerhin, bei diesem Pedal scheint sie recht "spielfrei" und tut ihren Dienst.


    4.) Beide Trittplatten haben am Fersenteil-Schanier bislang "Null Spiel". Gut so.



    Zwischenstand:
    a.) Ich mag die Laufeigenschaften sehr (mit Einschränkung des für mich nun doch etwas besorgniserregenden Punktes 1.). Sie sind sogar noch besser als bei meinem anderen Janus Doppelpedal mit den unterschiedlichen Abrollwinkeln.


    b.) Ich mißtraue der Janus Kardanwelle grundsätzlich: diese erinnert frappierend an Billigwellen aus Fernost (noch dazu segnete sie das zeitliche bei meinem Schüler, außerdem belegbar auch zusätzlich bei einer früheren Janus-Generation eines Bekannten und auch bei einem meiner Janus-Doppel-Pedale weist sie direkt ab Werk zuviel Spiel auf).


    c.) Ich mißtraue aus gutem Grund einzelnen Schrauben der Janus bzw. ihrer Material-Qualität. Eine war mir ja beim Versuch das Bandsystem anzubringen sofort ausgefranst... die zweite hätte höchstwahrscheinlich dasselbe Schicksal ereilt, wenn ich es länger versucht hätte. Ähnliche, recht eindeutige Materialverlust-Hinweise in Bezug auf Mapex-Schrauben und Nieten hatten mich vorab in mehreren Emails und Anrufen von Drummerkollegen in den letzten zwei Jahren erreicht.


    d.) Einen bislang verschwiegenen "Bock" haben aber die Entwicklungsingenieure des Pedals geschossen... oder womöglich eine nachgeschaltete Mapex-Abteilung, die deren Ideen nicht konsequent umsetzen wollte? Am Janus Ergo-Pedal kann man (wie auch in allen Produktprospekten selbstbewußt herausgestellt) auf die Trittplattengestaltung Einfluß nehmen. Also Teil-Ebenen der Pedal-Tritt-Oberfläche entfernen, mit anderem Inlay ersetzen etc. Eine interessante, lobenswerte Idee wie ich finde. Ich persönlich z.B. hasse Fußstopper und war beruhigt zu wissen, dass sich auch diese bei Mapex besonders eigenwillig gestaltete Anhebung am vorderen Teil der Janus-Trittplatte abschrauben läßt. Wie auch andere "Ebenen" der Trittplatte. Die Pointe, die mich unschön an (hoffentlich) unzutreffende Klischees von Reiswein-Orgien in Fernost erinnert, ist folgende: Man hat vergessen ein Inlay für dieses vordere Fußteil zu konzipieren oder jene den Janus Pedalen beizulegen. Will heißen, wenn ich den Fußstopper abmontiere, rutschen meine Zehen in eine unschöne "Kuhle". Für diese nun entstandene "Kuhle" gibt es nämlich KEIN Inlay. Für andere Fußauflage-Stellen schon - nur für jene nicht. Obwohl dieser Fußstopper mit einer entsprechenden Schraube die letzteres zuließe, ausgestattet ist. Es ist zum Haare raufen. Sowas darf nicht passieren. Das muß spätestens beim Erstellen, der Produktfaltblätter auffallen, dass man eine Option des Abschraubens theoretisch ermöglicht, aber ein die Ebenen-angleichendes-Teil vergißt. Es muß darüberhinaus aber auch dem erstbesten Produkttester, Endorser, Zeitschriften-Reviewer... whatever auffallen, denn das Feel für die Zehen ist nicht besonders behaglich sobald man den Fußstopper entfernt. "Hühneraugensalbe ick´ hör dir tapsen". Eigentlich intolerabel und ehrlich gesagt irgendwie auch peinlich. Ich bin bestrebt darüber zu lachen, aber es ärgert mich auch, da es mir absolut unverständlich und gleichsam unprofessionell erscheint.. und mich faktisch beim Drumming stört. Das muß Mapex dringendst nachbessern!


    Mein Fazit:
    Die Laufeigenschaften der Janus Doppelfußmaschine sind mit Einschränkungen (wie erwähnt) sehr gut. Allerdings befindet sich meiner Meinung nach diese Maschine in Sachen Ausgereiftheit/Engineering, Materialqualität und Professionalität eindeutig NICHT auf Iron Cobra oder Eliminator-Niveau... um nur 2 gutverkaufte Mitbewerber zu nennen. Es ist mir völlig unerklärlich, wie einige geschätzte Kollegen bei nüchterner Betrachtung zu einem anderen Schluß kommen (konnten).


    Aber, die Janus kostet auch deutlich weniger. Es wäre unfair und schäbig von mir das nicht deutlich herauszustellen. Für 219.- würde ich sie vielen empfehlen, die wissen, dass 219.- Euro ihre absolute Schmerzgrenze ist. Jene, die also nicht mehr ausgeben können bzw. wollen. Wer bislang plante eine No-Name für 150.- oder 200.- zu kaufen, würde ich raten die wenigen restlichen Kröten noch bei der Omi zu erbetteln und eher die Janus zu kaufen... eben da ich weiß, dass viele Billig-Pedale oftmals deutlich schlechter sind. Auch das soll nicht verschwiegen werden. Mit den Materialausfällen und hahnebüchenen Engineering-Fehlern diverser Billigfußmaschinen bzw. No-name-Pedale könnten wir aus dem Stand heraus deutlich!!! längere posts als diesen hier, erstellen. Auch das muß der Fairnis halber Erwähnung finden.


    Also, (eingeschränkte) Kaufempfehlung bis 220 Euro... prinzipiell "ja, schon" denn trotz der erwähnten Mängel bietet die Janus tolle Features. Die Einschränkung die ich hierbei aber trotzdem machen muß: sofort ab dem Kaufdatum sehr kritisch auf die Materialeigenschaften des Pedals achten und die genauen Garantie-Ablaufzeiten im Auge behalten. Meine 2 Pedale sind bislang keinesfalls ein Fehlkauf. Nur das ein oder andere deutliche Fragezeichen hat sich bei mir recht schnell gebildet.


    Ich klemme mir hier den irgendwo vom Kollegen geposteten Spruch eines Händlers "so noch nie vorgekomment". Ich kann nur immer wieder warnen, "wie sichere ich weiterhin die Absatzzahlen dieses Produktes"-Strategien mancher Händler irgendeinen Glauben zu schenken. Mir persönlich sind auch bei diesem Pedal Ausfälle zugetragen worden, wo Händler solche Statements 1 zu 1 zum besten gaben. Ich behaupte andererseits keinesfalls (oder zumindest nicht immer :) das jene Händler lügen. Da muß jeder von uns selbst im Kopf die Festplatte rotieren lassen und sich einen Reim ´drauf machen.


    Jenen, die finanziell solider bestückt sind, und auch Hochpreisprodukte nicht scheuen, solange ein Höchstmaß an Professionalität geboten wird (sowohl in Sachen Endkontrolle, Materialqualität und ganz wichtig: ENGINEERING!) würde ich eindeutig zu den teureren Konkurrenz-Produkten raten. Und nochmals: ich behaupte nicht, das bei diesen Produkten dann niemals Mängel auftreten. Wer das folgert hätte diesen letzten Abschnitt falsch verstanden... Ich berufe mich also eher auf "Auftretenswahrscheinlichkeiten" und wirklich bis ins letzte Detail durchdachte Produktkonstruktion, wie sie die Mitbewerber bieten... und gegenwärtig leider (noch) nicht Mapex.

    Übrigens:
    über Langzeitnutzung bzw. Effekte der Janus werde ich sicher zu einem späteren Zeitpunkt nochmals posten. Ich bin selbst gespannt.


    Final-Statement...
    Janus = Billig-Fußmaschine ? Ist nicht zutreffend!
    Janus = Profi-Fußmachine ? Ist auch nicht wirklich zutreffend!

    @Pomke...

    Zitat

    Was mich aber noch interessieren würde,wäre,was aber wahrscheinlich noch Zeit braucht,mal ein klares Statement á la "kaufbefehl" oder "finger weg",bzw. was dazwischen.


    Zitat


    Ich muss dich aber um eins bitten: die Frage- und oder Ausrufezeichen mitten im Satz,ohne dann einen neuen anzufangen stören den Lesefluss,man solls nicht glauben,ungeheuer.vielleicht lässte die weg,zumindest bei solchen langen posts.


    Ich befürchte ich schaffe das nicht. Ist nicht böse Absicht.


    Nun, zu ersterem Zitat: Du hast total recht! Ich bin seit Tagen am Überlegen. Mein "Problem" ist folgendes... je deutlicher ich werde, desto mehr kommen wieder Meldungen ala "ich habe die aber auch und die ist SUPER!". Außerdem möchte ich keinesfalls einem Hersteller, der sich bemüht für weniger Geld ein interessantes Produkt auf dem Markt zu lancieren "eine Reinwürgen". Schwierige Situation, eben gerade da die Janus ja deutlich günstiger angeboten wird als die Konkurrenzprodukte. Andererseits möchte ich aber schon aus Eigeninteresse dezidiert jene Dinge nennen die gut sind und genauso deutlich, jene Dinge, die absolut unprofessionell sind und sich eindeutig nicht auf Iron Cobra oder Eliminator-Niveau befinden.


    Fest steht, ich habe mein zweites Doppelpedal seit wenigen Tagen wieder. Der Händler hat nun netterweise die Bandsysteme selbst angebracht. Ich werde sie nun ausprobieren und dann noch mal ein umfassendes Update posten. Ich werde dann ein möglichst konkretes Statement abgeben im Sinne von "Kaufen" oder "nicht kaufen". Ich wußte das der bisherige Post auf manche sehr verwirrend wirkt. Mein erstes Ziel war aber, jenen, die ganz kurz vor dem Kauf dieses Pedals stehen, zumindest noch einige Dinge mitzuteilen, die mir recht schnell auffielen. Und was die Laufeigenschaften bei Fußmaschinen angeht, behaupte ich schon etwas arrogant :-), mich sehr gut auszukennen, da ich nicht nur unzählige besaß, sondern in jungen Jahren auch öfters mal Materialprüfungsanstalten und/oder Maschinenbauprofs Fußmaschinen zur Prüfung vorlegte.


    Stay tuned... und sorry wenn es noch ein paar Tage dauert. Aber ich hasse Schnellschüsse und ich möchte sicher gehen welche Mängel des ersten Doppelpedals, sowie denen des Schülers nun auch bei meinem zweiten Doppelpedal Vorliegen (bei letzterem war ja bereits der Hauptmangel, dass sich 2 Schrauben nicht lösen liessen).

    Eine Rechnung oder Kopie, Durchschlag oder was auch immer sollte aber beim Händler zu finden sein. Versuchen kannst Du es mal.


    Also, ich würde Reklamation probieren, Shop kontaktieren (auch ohne Rechnung) Buchhaltung bitten nachzusehen, ob sie noch was finden. Sehr nette Händler machen das (manchmal). Wenn nicht, dann mit Haftstahl oder besseren Methoden fixieren.


    Es ist möglich, dass JB recht hat. Es kommt auf die Konstruktion an. Das ist alles so schwer in Worten zu beschreiben. Ich gebe es auf :)
    Hier mal ein Bild wie es bei Pearl gelöst ist.

    Eben drum...


    würdest Du Hardrock oder Metal Spielen wäre das nicht passiert.
    Komische Meinungen werden hier vertreten... nix für ungut.


    Also, sowas kann passieren, wenn eine Materialschwäche/Materialermüdung, Fertigungsmängel etc. vorliegen.


    "Falsche Handhabung" schließe ich mal aus...


    Solltest Du noch Garantie haben, schnellstmöglich mit dem Händler Kontakt aufgeben. Falls nicht... ich kannte mal ´nen Drumfreak der solche Fußmaschinen-Verluste mit "Haftstahl" jahrelang gekittet hatte.


    Aber wirkliche Metallverarbeitungsfreaks haben sicher bessere Lösungsmöglichkeiten.


    Ich kenne dieses Pedal nicht! Selten, aber hier wirklich der Fall. Ich würde aber darauf "tippen", dass das Mainpedal faktisch eine 2-Säulen-Konstruktion ist. Diese Achse ist also nun nicht mehr wie vom Hersteller ersonnen, stabilisiert. Das kann natürlich noch Wochen gutgehen... ob sehr viel länger? Da habe ich Zweifel, besonders wenn ich an die Halbwertszeit mancher ähnlicher Artikel denke.

    @ Homer
    Beatboy26

    Zitat

    Ich habe mich gefragt, was du mit deinen Mails bezwecken wolltest.
    Einsicht, Entschuldigung und Wiedergutmachung?


    In diesem Fall lass dir gesagt sein, dass dafür das Anliegen von der ersten is zur letzten Zeile freundlich und sachlich dargestellt werden musst, egal wie groß dein Ärger ist. Mit Beschimpfungen kannst du es knicken....


    Gut, über Formulierungen und den Grad der (nötigen) Diplomatie kann man streiten. Die Tatsache, dass es offensichtlich zum Dialog kam, zeigt aber das Homer schon was erreicht hat. Ich finde derartige Kontaktaufnahmen prinzipiell gut und wünschte so was würde noch öfters erfolgen bzw. gepostet.

    Meine Erfahrungen: sowohl sehr positive, als auch in einem Fall sehr negative mit dem Musik Store in der großen Budengasse:


    Die negative: schon etwas länger her… about 1999
    Ich wollte sehr dünne, schwarze Reso-Felle, noch dazu Evans erwerben. Deren Serie war damals im Musicstore Katalog als „Black Gold“ bezeichnet und in vielen inch-Größen gelistet.


    Ich rufe an und bestelle meines Wissens 2 oder 3 in verschiedenen Größen sowie einen anderen Artikel der Drumabteilung. Gedächtnisprotokoll:


    Gerald: Hallo, ich würde gerne Evans Resonanzfelle bestellen. Black Gold in 12” und 15“ inch sowie Artikel XY” (war also eine kleine Kombi-Bestellung 2 Felle + ein anderer Drumartikel… eines der Felle hatte ein etwas ungewöhnliches Maß… ich meine es war 15“)


    Mitarbeiter der Drumabteilung: „Ahhhhhhhhhhhhhhh Black Goooooooooooooooooooooold, super!“ „Warum sollen es denn die Black Gold Felle sein?“ (Verkäufer kichert ! Das Wort „Gold“ wird von ihm 2 Sekunden langgezogen und tieffrequent in den Telefonhörer geröchelt… nein es war nicht die Karnevalszeit!)


    Gerald: “Ich möchte möglichst dünne Resonanzfelle, außerdem passt die Farbe schwarz optisch ideal zu meinem Drumset.“ (Anmerkung: damals ein customized Kit von Stegner)


    Mitarbeiter der Drumabteilung: „Warum muß es denn schwarz sein? Nimm doch Remo Felle“


    Gerald: „Um ehrlich zu sein, ich möchte aber die Evans. Wie gesagt, die Farbe würde gut zu meinem Kit passen. Ihr habt sie ja auch im aktuellen Musikstore-Prospekt beworben bzw. gelistet. Es ist für mich auch mal eine gute Möglichkeit die Sound-Unterschiede zu den Remo Diplomat rauszufinden.“


    Mitarbeiter der Drumabteilung: “hmmmmm, die haben wir aber nicht da. Das kann lange dauern mit der Bestellung, ich weiß nicht ob der Vertrieb sie vorrätig hat.“


    Gerald“ Gut, dann bestelle ich sie hiermit.“


    Nach einiger Zeit, kam der Artikel XY aber leider nur ein Fell. Das kleinere. Das größere kam nie. Weder eine zweite Sendung noch irgendeine sonstige Info erreichte mich, dass man sich darum bemüht. Bezahlt habe ich damals leider alles. Ein Teil der bezahlten Lieferung hat mich also bis heute nicht erreicht. Da ich seinerzeit total im Streß war, Berufsstart, 2 Wohnorte parallel inklusive Equpiment von A nach B schaffen und bei C zwischenlagern, diverse Bands etc. konnte ich mich nicht darum kümmern. Verübelt habe ich dem Store sowohl die unvollständige (und somit überbezahlte) Evans-Fell-Lieferung, als auch den kindischen Ablauf am Telefon („zugekifft“ war meine erste Assoziation). Ich war auch kurz am Überlegen dies dem dt. Evans Vetrieb mitzuteilen… fand das aber dann doch zu „rentnermässig“ bzw. pedantisch und habe es gelassen. Obwohl ich weiß dass statistisch in jeder Firma auch mal ein zugekiffter Bruder mit senil-debilem Humor vorkommen kann. Auch behaupte ich nicht, dass er es faktisch war… er verhielt sich „lediglich“ so. Ich fand jenen Drumverkäufer seinerzeit allerdings nicht nur arrogant, unfreundlich, faul, irreführend und unkooperativ in seinen Äußerungen sondern nachweislich wurde die Bestellung intern auch nicht korrekt bearbeitet. Das hat möglicherweise ein ganz anderer Mitarbeiter verschuldet? Jeder macht mal einen Fehler und wäre die Bestellannahme nicht so dreist gewesen, hätte ich das auch längst verziehen.


    Positiv:
    Nun eine Music Store-Story (einer ganz anderen Abteilung… ich traue mich nicht so recht sie zu nennen… ich finde aber der Mitarbeiter hat sich fantastisch verhalten) die wesentlich aktueller ist about 2004... und die obere deutlich aufwiegt. Preise sind gerundet… um das Produkt nicht zu verraten :)


    Ich wollte ein Produkt erwerben, dessen Listenpreis deutlich jenseits der 10.000 Euro Grenze lag. Glücklicherweise hatte der Store jenes Produkt schon seit Monaten für ca. 6000.- Euro gelistet. Das war für mich aber immer noch ein riesen Batzen. Aber ich wollte unbedingt einmal im Leben so ein wertiges Gerät haben. Ich hatte also innerlich schon damit abgeschlossen soviel Geld zu verbraten. Trotzdem noch gewisse Skrupel: Also in ganz Deutschland rumtelefoniert, u.a. beim offiziellen Europa-Vertrieb des Produktes (der gab (s)einen ersten vagen Tip nach 40 minütigem Gespräch, betonte aber verwirrenderweise die 6000 Euro seinen doch schon ein toller Preis, eigentlich sollte ich ihr Produkt nun kaufen) sowie mehreren anderen Händlern. Dann aufgrund des vagen Tips der finale Anruf beim Store. Ich wusste, wenn der Mitarbeiter keinen Euro runtergeht, werde ich in den sauren Apfel beissen und 6000.- Euro löhnen.


    Gerald: “Hallo ich habe ein riesen Interesse an Produkt XY, ich habe total lange geträumt einmal im Leben so ein Teil zu besitzen. Es ist bei Euch für 6000.- Euro gelistet. Nun habe ich lange mit dem Vertrieb telefoniert. Die sagen ich solle bei Dir nachmal nachfragen. Was ist denn der aktuelle Preis?“


    Supernetter Kölsche Jung bzw. Verkäufer:
    „Also, wenn du mir versprichst, dass nirgendwo im Web oder sonstwo zu schreiben... in unserem System ist der Preis 6000.- noch wochenlang eingetragen. Wir haben aber vor wenigen Tagen das gesamte Europa-Kontingent des Produktes aufgekauft. Wir werden in 6-8 Wochen liefern können. Zu einem Preis von 3000.- Euro. Diese Wochen müßtest Du dich aber noch gedulden!“


    Gerald: „Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas????“ Das gibt es doch nicht. Ich könnte sie heiraten!“


    Supernetter Kölsche Jung bzw. Verkäufer:
    „Soweit sollten wir vielleicht nicht gehen“ (Anmerkung von mir: auch ich stehe nur! auf Frauen)


    Es folgte eine genaue Abstimmung (inklusive Aufnahme meiner Adresse, des definitiven Preises). Ich habe trotzdem noch 2 mal nach diesem Telefonat bei ihm angerufen. Weil ich es nicht glauben konnte und in meinem eigenen Interesse ganz sicher gehen wollte. Stets erinnerte sich der Verkäufer an mich, und versicherte mein Mißtrauen sei unbegründet, ich sei unter den ersten an den dieses Hochpreis-Produkt vom Store zum Preis von 3000.- Euro geliefert wird. Und genau so kam es auch. Sowas positives in Sachen Kundenfreundlichkeit hatte ich bis dato noch in keinem Shop erlebt. Ein riesen Lob an diesen Mitarbeiter. Natürlich habe ich daraufhin öfters und gerne bei diesem Mitarbeiter Produkte bestellt.


    Trotzdem muß auch eines erwähnt sein: Das Musicstore-Konzept, quasi mit akribischer Recherche Restbestände oder überfüllte Lager der Vertriebe zu ermitteln, denen dann einen Preis vorzuschlagen der die gesamte Lagerleerung beinhaltet, ermöglicht natürlich letztendlich für den Endkunden oftmals tolle, niedrige Preise. Ist aber für den etablierten Musikalienhandel vor Ort ein ganz, ganz schweres Brot. Es tut mir um viele lokale Musikgeschäfte (die ich, zumindest dann, wenn das Team nett und kompetent ist :) bis heute auch durch Käufe „unterstütze“, manchmal sehr leid. Einige werden die Preiskämpfe der großen (z.B: Musicstore, Thomann) nicht überleben. Eine ganz fatale Entwicklung die mich selbst ohne Paranoia an internationale Fusionen und Verdrängungswettbewerbe erinnert. Ich weiß, ich bin Dinosaurier und vielleicht auch altmodischer Moralist :)

    Poste ein Bild, dann wird es konkreter.


    Luxor war ein Label eines ehemaligen japanischen Drumherstellers (wohl aus Nagoya/Japan) der zwar auch Hoshino hiess aber nicht mit Hoshino Gakki (Tama) verwechselt werden darf. Recht komplizierte Geschichte...

    Ja, das mit dem "geklaut" oder "alt und schon mal dagewesen" ist ja das interessante...


    Die Janus-Idee zum Beispiel, mit der Doppelpedal-Hihat Lösung... völlig crazy.


    Irgendwann in den frühen neunzigern hatte mal bei mir ein mir unbekannter Drummer gebraucht Drumequipment erworben. Der berichtete von einem Kumpel der ein sehr kreatives Konzept entwickelt hätte mit lediglich 2 Pedalen sowohl Doublebass als auch Singlebass + Hihat spielen zu können. Er sagte sein Kumpel hätte das Sonor Ingenieuren bzw. Productmanagern vorgestellt, angeboten, vorgeführt... wie auch immer. Die hätten den Prototyp bzw. die Konzeptidee als solche wirklich gut gefunden aber abgelehnt mit den Worten "leider viel zu speziell - keine absatzrelevante Käufergruppe". Die Story klang kurios und ich hätte sie längst vergessen, wenn nicht einige Jahre ´drauf Mapex "plötzlich" ihre Janus-Gereration vorgestellt hätte. Klar die Idee ist sicher noch viel älter, aber die angebliche Sonorbegründung (sofern sie stimmt... wie gesagt das wurde mir so nur berichtet, Jahre bevor es die Janus gab) ist ja fast schon wieder Ironie des Schicksals wenn man die aktuellen Besitzverhältnisse bzw. Firmen-Verflechtungen berücksichtigt. Oder sollte man sagen "der Kreis schließt sich"? :)

    Meines Wissens "Ja".


    Ich habe in Natura allerdings in meinem ganzen Leben nur 1 mal ein reales HiPercussion Set gesehen. Ich weiß nichteinmal mehr wo.... ich glaube es war in irgendeinem versifften Bandkeller abseits in einer Ecke. Insofern kann ich über Sounds nichts sagen. Ich erinnere mich nur noch das es real doch noch etwas "klobiger" und (sorry) primitiver wirkte als auf Bildern. Allerdings war das Ende der achziger und da mußte HIPercussion im Vergleich mit damaligem Design-Zeitgeist erstrecht den kürzeren ziehen. Insofern also eher unfaires Statement von mir.


    Edit: um ganz sicher zu gehen. Das Bild ist keine Photomontage. Das was da "in der Luft hängt" befindet sich alles auf der Bassdrum und wird stabilisierungstechnisch durch ein recht dickes Basisrohr durch die Bassdrum "geleitet". Nicht das mir jemand unterstellt, ich hätte irgendwelche Stativbeine weg-editiert :)

    Ich dachte ein Thread "Kurioses der Drumhistorie" könnte sowohl uns alte Haudegen vor verblassenden Gedächtnisinhalten bewahren, als auch wissensdurstigen Rookies Einblicke in Innovationen von "Vor-Vorgestern" geben.


    Nicht ganz verschwiegen werden soll auch, dass die Drumindustrie ja auch aus marketing-gründen mit viel Hype uns alle paar Jahre etwas als "innovativ" oder "neu" verkaufen will... was einem manchmal verdächtig bekannt vorkommt.


    Aktueller Anlaß, ein Drummer berief sich mir gegenüber auf ein fahrbares Gretsch-Set, welches aktuell in der Drumgazette "Sticks" vorgestellt wird. Sofort schoß mir durch den Kopf "HIP". Nicht als aufjauchzendes "Bewerten" der Idee mittels dieses Modewortes, sondern in Anlehnung an eine alte italienische Drummarke, die heute kaum noch einer kennt, und deren eigenwilliger, schier unerschöpfliche Innovationsgeist nicht nur Lichjahre abseits der damaligen Marktlage war, sondern auch aus heutiger Sicht sehr gewöhnunsbedürftig ist.


    Trotzdem, ein paar Ideen waren wirklich kurios und teilweise im Ansatz (keinesfalls deren realer Umsetzung!) auch super-kreativ. Ich erinnere mich noch an stimmbare Standtoms (ala Pauke bzw. Remo-Rototom-Fuß-Add-on), rollbare Bassdrums, rackartige-monströse Hardwareaufbauten, wüste Setmischungen aus Toms und Concertoms, die eher optischen als spieltechnischer oder ergonomischer Logik zu folgen schienen etc. etc.


    Es war genau zu meiner Startzeit als Drum-Rookie ca. 1979 als mir ein Flyer und ein Gesamtprospekt jener Firma in die Hände fielen. Der Flyer berief sich auf den ersten internationalen Endorser und Saxon-Drummer ("Gill" glaube ich?) und seinen Chart-Erfolg mit "747 Strangers in the night" in Großbritannien und seinem HiPercussion Ser, welches man auf dem entsprechenden Longplayer der Band hören könne. Von dieser Band hatte ich bis dato noch nix gehört... was sich aber schon wenige Wochen später durch die große Medienpräsenz änderte. Die kuriose Drumfirma hingegen verschwand recht kurze Zeit danach im "nirgendwo". Ich weiß aber, dass es eine ZDF ? Konzertfernsehübertragung gab, wo ein HiPercussion Set von Saxon bearbeitet wurde. Wenn davon jemand noch einen Mitschnitt hätte.... würde ich Tränen der Nostalgie-Rührung weinen!


    Das Bild zeigt leider nur einen eher moderaten Aufbau. Ich "schwöre", im Hauptprospekt gab es viel wüstere Dinge zu sehen! Andererseits reicht das Bild sicher für einen ersten Einblick. Wohlgemerkt ca. 1979

    Das ist prinzipiell nicht zuviel. Leider gibt es aber gerade heutzutage einige Veranstalter die sich auf Festgage (besonders bei noch nicht etablierten Bands - also jenen ohne berechenbaren durstigen "Fan-Followship" bzw. Bierumsatz) z.B. 250.- Euro Fix, garnicht mehr einlassen. Leider...


    Insofern werdet ihr ausprobieren müssen, wo ihr Chancen habt und wo euch hingegen ein "No way" entgegenschlägt. In letztem Falle könnt ihr ja trotzdem vorab für euch schon mal die absolute Schmerzgrenze festlegen. Denn es gibt ja auch immer wieder mal locations mit nettem Ambiente oder gutwilligem Publikum wo das "spielen als solches" schon ein Teil der Entlohnung darstellt.


    Trotzdem nochmals: Dein Zahlenbeipiel "Fix plus X" ist für gestandene Herren nicht zu viel... und doch manche werden es nicht zahlen... siehe oben.

    Ja, wußte ich. Trotzdem thanks für den Hinweis. Das war mein Lieblingslied als ich 8 oder 9 war. Auch später fand ich es noch super. Aber dann hatte es irgendwann jede Coverband des Erballs ins Programm aufgenommen... und ich kann es (so gut es im Prinzip ist) leider nicht mehr hören. Selbst wenn es der tolle Soto interpretiert. Mein persönliches Problem :)

    Bitte mal posten wo die DVD offiziell erhältlich ist. Muß ich haben. Jacob war immer einer meiner Lieblings-Basser. Das er seit ein paar Jahren in Schweden Psychologie studiert macht ihn mir aus biographischen Gründen (schmunzel...) noch sympathischer.


    Noch ein kleiner Hinweis... viele Menschen haben JSS auch in ihrem CD Schrank ohne es zu wissen...


    Er findet sich z.B. auch auf auf Tributes wie "Dragon Attack" a Tribute to Queen und auch nicht selten als "ad-lip" bzw. Chorus-Harmony-Singer im kleingedruckten der Booklets. Selbst bei... hust... Stryper z.B. "Believe" vom "Can´t stop the Rock Album"... wo er übrigens wie nicht anders zu erwarten rattenscharf singt... und besser bei selbigem Song alle Vocalparts übernommen hätte :)

    Kleine Anmerkung noch:


    Ich hasse eigentlich marktschreierische Superlative... aber:


    Jeff Scott Soto ist einer der besten, ausdruckstärksten und beeindruckendsten Vocalisten des Erdballs. Seit 1985 singt er tolle CD´s ein (sowohl als Fulltime-Member für diverse Bands als auch als "Legionär" für diverse Projekte)


    JSS ist tragischerweise einer der besten Sänger der Welt von dem das breite Publikum noch nie etwas gehört hat... trotz dutzenden internationalen Top-Produktionen! Völlig tragisch und auch ungerecht, wenn man sich manche "Träller-Lerchen" anschaut, die in den letzten Jahrzehnten von den Medien gehypt wurden.


    Hier ein kleiner Ausschnitt seiner internationalen Bandstationen und CD-Projekte:
    Yngwie Malmsteen´s Rising Force
    Eyes
    Panther
    Axel Rudi Pell
    Talisman
    Takara
    Soul Sirkus
    Brian May (Queen)
    Kuni
    Alex Masi
    Human Clay


    Wer aucn nur ansatzweise etwas mit "Rock"- Musik verbindet muß! hingehen.