Ich glaube, nicht jeder versteht unter dem Begriff "tight" das selbe. Vielleicht meinte der Kommentator nur, dass es halt fetzt, wo ich generell zustimmen würde.
Tatsächlich verwenden viele Wörter mit unterschiedlicher "eigener Sinngebung", da hast Du völlig recht. Im von mir ausgewählten Zitat bin ich aber sehr sicher er meint mit tight: enges/gutes Zusammenspiel, da er ja explizit auf die Instrumentalnummern! von Motörhead hinweist auf die man sich focussieren kann um die tightness jener Band festzustellen. "Fetzen" tut es mit Gesang bei Motörhead noch mehr, würde ich behaupten.
Nicht so wichtig für das Thema: Natürlich könnte sein Beitrag auch ironisch gemeint sein
Ich unterstelle aber auch hier aufgrund der Satzkonstruktion und Wortwahl von ihm zu 95%: Nein, er meint es ernst, denke ich... und das ist natürlich auch erlaubt. Jeder hat seine Wahrnehmung.
Man könnte massig andere Beispiele finden. Ich habe Motörhead nur gewählt weil es zur Wahrnehmungsdiskrepanzen der Story des Gitarristen gestern paßt, dessen Bandmitglied sich durch eine rigide Auslegung von "harmonisch" bei Akkorden lautstark einsetzt und mir heute früh Youtube solch ein (für meine Ohren) sehr untightes "Paradebeispiel" serviert und als einen Kommentar dann einen Youtuber der so konträr zu mir "hört" bzw. bewertet.
Was für eine geschwollene Überschrift. Und doch beschreibt sie das was Kollegen, Bandmusiker und Drumschüler mir fast wöchentlich berichten, und natürlich erinnere ich selbst auch dutzende biographische Epsioden und Anekdoten in der Interaktion mit anderen wo ich dachte (nicht sagte) "die Tatsache das wir so verschiedenen wahrnehmen, erklärt, warum wir so oft aneinander vorbei reden."
Oder mit einem Satz: Der eine hört/spürt nicht was der andere hört/spürt (oder jener zu hören/spüren glaubt ;-)). Fast wie in der Sexualtherapie
Jeder Mensch hat Stärken und eben auch die oft allzu gern verheimlichten Schwächen. In Sachen Lebensmittel-Inkridenzien-Zuordnung (der Wahnehmung jener nach Geschmack) bin ich z.B. der Looser vor dem Herrn. Vielleicht kann man auch von (m)einem Handycap sprechen. Ich esse etwas, es schmeckt oder schmeckt nicht, aber ob im Süßigkeiten-Riegel ein kleiner Anteil von Pflaume oder Pfirsich war, schmecke ich nicht! heraus. Ich sage dann allenfalls als workaround: "schmeckt nicht so trocken sondern irgendwie saftig". Menschen der nahen Umgebung können dann oft dezidiert schildern, was sie alles ganz konkret herausschmecken, in jener Süßigkeit. Oder: ob im kühl dargereichten Sommergetränk neben Tafelwasser eine Prise Zitrone oder Ingwer beigemischt ist...? ich vermag es nicht zu unterscheiden. Ich sage dann als workaround "das leicht saure erfrischt und schmeckt gut!" Was es wirklich war? ich weiß es nicht. Andere anwesende können jenes Getränk und dessen Inhaltsstoffe meist toll erkennen und differenziert benennen. Ich leider nicht... schnief.
Vergleichbar erlebe ich dies bei der Wahrnehmung von "Timingschwankungen". Ich kann mich an unzählige "Satellitenschaltungen" oder sonstige Zuspieler im TV aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern erinnern, wo ich sofort sagte "Die Lippen sind nicht synchron zum Ton." Es machte mich krank. Andere im Raum sagten sie bemerken nichts... mitunter dann nach 3 Minuten: "stimmt, jetzt sehe und höre ich es auch". Aber manche sahen es nie, obwohl Bild und Ton für mich so immens! abwich oder immens abzuweichen schien.
So hat jeder Stärken und Schwächen, die sich auf die (individuelle) Wahrnehmungsebene beziehen.
Um es etwas aufzulockern ein paar reale Beispiele mit gewisser Dynamik sei es für das Bandgeschehen, sei es für die persönliche Entwicklung als Musiker:
1.) Ein erwachsener Drumschüler spielte in einer Band. Es gab immer wieder Diskussionen bei einem! Song in diversen Bandproben. Der Drummer war sich sicher, es stimmt etwas nicht zwischen seinem Anschlag und jenem der Gitarre. Der Gitarrist sagte: "Nein, es ist alles korrekt." Mehrere Proben wurden bei jenem! Song somit völlig verschieden bewertet. Irgendwann wurde ein Proberaum-Mitschnitt jenes Songs gemacht um unter sachlich- höranalytischer Akribie, nach der Darbietung des Songs wie einer CD konzentriert zu lauschen. Nun wurde deutlich das im Verlauf des Songs an einer Stelle eine große Lücke zwischen dem Gitarren-Akkord und dem Crash klaffte. So groß, dass selbst der Gitarrist zugeben mußte "ok, das ist nicht 100 % synchron". Nun kommt es zum unvergeßlichen Satz zum Drummer (sicher mittlerweile weit über die Band hinaus kolportiert). "Was willst Du denn, das ist ja nur eine halbe Sekunde."
Tja, eine halbe Sekunde ist für den einen ein klitzekleiner, vernachlässigbarer Augenblick, für andere in der Musik die gefühlte Strecke von 15 Kilometern bei trockenem Mund und 50 Grad Außentemperatur bis zur nächsten Wasserstelle in der Sahara.
Alles ist sehr! subjektiv.
2.) Genauso bei der Wahrnehmung von Latenzen bei E-drums, oder der Pegelanzeige oder EQ-Balken-Anzeige mancher Hifi-Geräte. Bei letzteren gibt es oft Hochpreisgeräte wo die Analyser-Frequenzbalken oder Pegelanzeigen super-exakt zu dem Höreindruck der Musik zu passen scheinen, vs. Low-Budget China-Murks wo hingegen deutliche Latenzen bis hin zu "kein Zusammenhang zum Musiksignal erkennbar" sind. Mancher wird sich erinnern, dass Ende der Siebziger und den frühen Achtzigern als die meisten Tapedecks von VU-Metern auf LED oder Flüssigkristallanzeige umgestellt wurden (jene sogar einen 50 DM Aufpreis gegenüber der Ausstattung mit VU-Metern bedeuteten) das Qualitätskriterium die trägheitsfreiere!, schnellere Pegelanzeige war, gegenüber den prinzipiell eher trägen VU-Metern.
3.) Der Post heute ist fast "latenzfrei" getriggert durch einen neuen Drumschüler (Gitarrist seit Jahrzehnten) der mir aktuell erzählte, immer wieder Diskussionen mit einem Bandmitglied zu haben. Das Bandmitglied wird dann zuweilen sehr laut (nicht vom Instrument sondern von seiner Stimme, wenn er heftig polternd argumentiert im Proberaum).
Thema sind Wahrnehmungsunterschiede in Bezug auf "schräge Töne". Der laut werdende Kritiker hört Töne als eindeutig falsch, die so seine Worte, von der klassischen Harmonielehre abweichen, während der Gitarrist diese an wenigen Stellen bewußt! spielt um eine musikalische Spannung an jener Stelle im Song zu erzeugen. Er nutzt genau jene Töne um sich musikalisch auszudrücken. Was das andere Bandmitglied mit erhobener Stimme als "falsch" und verboten kritisiert, ist für den Gitarrsiten nicht! verspielt sondern geplant und genau so gewollt.
4.) Ich kannte mal einen Keyboarder der viele Jahre lang extrem Harmonielehre-streng war. Viele klassische Klavieretüden notentreu über Jahre spielte mit mathematischer Präzision, die Notenbilder wiedergab. Wir verloren uns aus den Augen nach einem gemeinsamem Bandprojekt um uns dann nach einer "Latenz" von etwa 6 Jahren wieder zu begegnen. Er hatte sich für mich völlig überraschend zwischenzeitlich für historisch recht frühe Boogie-Woogie Klavierspieler der zwanziger und/oder dressiger Jahre interessiert und sich in diese Thematik mit viel Recherche-Akribie und stundenlanger Übe/Spielzeit am Klavier hineingearbeitet. Ich dachte: "Holla, was für eine Veränderung der Hör-Interessen". Früher sprach er oft von Tonalitäten von Bach und Beethoven und genau festgelegte Strukturen und nun sprach er über uralte verrauschte Aufnahmen der Frühzeit der Aufnahmetechnik mit hoher Improvisationskunst an nicht selten leicht verstimmten alten "Saloon"-Klavieren ;-), die Atmosphäre hätten. Doch nun wurde es interessant: er sagte diese für ihn neu-entdeckte Musik hätte zu einem ganz neuen Zugang zur Harmonielehre für ihn geführt. Denn in jenen alten Boogie Woogie Aufnahmen wären diverse Akkorde zu hören, die nach klassischer Harmonielehre eindeutig falsch und unbedingt zu meiden respektive verboten sind. Er empfinde jene mittlerweile aber nicht mehr als falsch, je mehr er diese Musik höre, sondern empfinde diese als musikalischen Ausdruck!, Reibung und Spannung! erzeugend.
Es ist in all den Jahrzehnten und unzähligen Schilderungen von Kollegen und vielen eigenen Erlebnissen immer wieder erstaunlich,
I wie unterschiedlich, hoch-individuell Menschen wahrnehmen
und mehr noch:
II wie wenig den diskutierenden Menschen bewußt ist, dass es die unterschiedliche Wahrnehmung bzw., das negieren dieser Unterschiede ist, die zu leichter Mißstimmung, bis zu bad vibes oder letztlich lautstarkem Diskussionsbedarf im Proberaum führen.
Beenden möchte ich den Post mit einem Höreindruck eines Motörhead-Songs (den mir vorhin! Youtube vorschlug und der mich mit der gestrigen Story siehe Punkt 3 oben zu diesem Thread veranlaßte. Ich mußte! geradezu aufgrund des zufälligen Zusammenfallens dieser zwei "Ereignisse" diesen Thread zur Wahrnehmung eröffnen). Nur beiläufig erwähnt: ich wußte bis vorhin gar nicht, dass die Band Instrumentalsongs machte.
Mir fielen aber sofort die Latenz(en) in den ersten Sekunden zwischen drums. bass und Gitarre auf. Es geht mir nicht darum jemandem "Fehler" nachzuweisen oder zu unterstellen, jeder von uns hat schon (noch dazu völlig unerfolgreich!) bei Songs daneben gespielt. Motörhead war eine Kultband ob man sie mag oder nicht, und kaum ein sterblicher wird deren Erfolg auch nur annähernd erreichen können. Das Video-Beispiel "nur" deswegen, weil ich einen Kommentar eines Youtubers las, der so viel weiter von meinem subjektiven Höreindruck ist, als die Erde vom Rand des Universums. .
Es geht nicht! um rechthaben sondern um abweichende Wahrnehmungseindrücke. Er hat in seiner subjektiven Wahrnehmung womöglich irgendwie recht und ich womöglich auch in der meinen ebenso subjektiven Wahrnehmung. Für den einen ist wenig viel, für den anderen ist wenig noch weniger.
Wer (aus Spaß) meine Wahrnehmungsebene bei jenem Song betreten will, kann vielleicht mal von 0:11 bis 0:15 hören.
Ich persönlich höre die rauhe, rotzig-freche, schwankende Punkattitüde
Ein anderer bei Youtube postet dies:
I dig a lot of their instrumental tunes, let's you really focus on the instruments and realize just how tight these guys were.
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Ich gehe davon aus, dass in einer Welt wo mit akustischen Instrumenten/Drums nicht allzu viel abgesetzt wird/nicht allzuviel Gewinn erwirtschaftet wird und elektroafine Firmen sich mitunter etwas schwer tun mit dem "Metallurgie"/Hardwaresektor, man sich durch solch einen Zusammenschluß diverse Vorteile verspricht. Nicht zuletzt durch Synergien und Einsparpotentiale durch gemeinsame Hardware-Produktion/Einkäufe.
Ich erinnere bestens mich im Jahre 2008 bei einem namhaften japanischen Drumhersteller gewundert zu haben, als deren Mitarbeiter keine Drumstative, sondern Kamera Stative für einen japanischen Firmen-Giganten montierten. Auf meine Frage, dass ich nichts davon wußte, dass jener Drumhersteller für den namhaften Kamerahersteller fertigt (montiert) sagte man sinngemäß: solche Nebenaufträge nimmt man zugunsten der Auslastung mit.
Genau hier (ich mag irren) bei Hardware bei 2 verschiedenen Produkt-Sparten (noch dazu da sich Akustik vs. E-Drum nichts vom Kuchen wegnehmen), die aber beide hohen Hardwarebedarf haben, kann ich mir nützliche Synergien vorstellen. Das dann beide auch im Hochpreissektor einen fetten und lange etablierten Namen haben oder gar Platzhirsche sind, dürfe im Sinne einer "Doppelvermarktung" bzw. Vereinfachung von Logistik und Vertriebsstrukturen nochmals förderlich sein.
Stimmt schon Burned_Destroyer, als einzeln erhältlicher Boom-Arm gibt es das von Pearl seit 3-4 Jahren. Als Stand "erst" ein gutes Jahr. Vielleicht hat die Frage nach der Sinnhaftigkeit sich auch im bisherigen Kaufverhalten/der Verbreitung abgebildet oder der stockende Corona-Transportlogistik-Transfer aus Asien?
Techmoan, der coolste Brite überhaupt, bietet quasi das erotischste Programm abseits nackter Haut. Vorrangig formschöne, funktionale (oder dysfunktionale) oder selten-bizarre Hifi-, Elektronik- oder Alltags-Gadgets werden von ihm seit Jahren herrlich unaufgeregt und mitunter wundervoll ironisch unter die Lupe genommen. Ein Channel ohne den ich mir ein Leben nicht mehr vorstellen könnte. Gerade die Unaufgeregtheit bewirkt bei Schwüle und Hitze ein wundervolles biorhythmisches herunterkommen für den Zuschauer und man kann so nebenbei sein Wissen um Produkte obengenannter Kategorien und das elektromechanische Zusammenspiel der im Geräteinneren verbauten Komponenten immens! erweitern.
Das im Hi-End-Sektor der Hifibranche von manchem Akteur jenseits jeglicher Wissenschaft das blaue vom Himmel gelogen wird, um Produkte überteuert zu verkaufen ist nichts neues.
Wundervoll absurd ist allerdings das Relikt das er letzte Woche vorstellte, um CDs, SA-CDs etc. "klanglich aufzuwerten.
Das lustige ist der eklatante Widerspruch: Eine unter hohen Fertigungsauflagen erzeugte CD wird mit einem archaisch aussehenden kloben Metalklotz und brutaler antiker Abschleife "verbessert". Schon alleine das ist dermaßen absurd, dass man beinahe an einen Aprilscherz glauben will.
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Ja, das Lied lebt von Allanahs großartigem Gesang und dem 6/8 Takt. Nimmt man eins von beidem weg, ist es irgendwie kaputt... .
Beim Fernsehgarten war von jeher so einiges "kaputt". Ein furchtbares Fernsehformat. Die realisierte Dystopie dessen was Fernsehen einmal werden würde.
Beim Anheben des Bass-Reglers beim Hifi-Verstärker wird die Tonlage des gespielten Basslaufes auch nicht tiefer, aber er bekommt mehr "Nachdruck" bzw. wird fülliger... "bassiger".
Fakt ist: der Tiefbass-Anteil nimmt durchaus (etwas bis deutlich hörbar) zu.
Ein bewußt stark veranschaulichender, vereinfachter Vergleich mit Hifi-Verstärker-Klangregelung:
20 x 8 wie Bass Regler auf - 2 db Stellung
20 x 14 wie Bass-Regler auf 0 db Stellung
20 x 18 wie Bass Regler auf + 1 db Stellung
Man kann das "Prinzip" (der Bass-Anhebung) oftmals noch wesentlich deutlicher bei Toms feststellen:
Tama Hyperdrive 12 x 7 Tom vs. 12 x 11 (X-Tra) oder 12 x 12 "Powersize"
Es ist mehr Bass-Fundament da. Aus Fahrerposition im Raum wie aus Zuhörer-Position im Raum vor dem Drumset.
Diese Unterschiede sind weniger bis dramatisch weniger oder im worstcase gar nicht im Close-Mike-Modus hörbar (deswegen scheitern auch sehr häufig viele zwar sicher gut gemeinte aber faktisch leider irreführenden Close-Miking Hör-Vergleiche, verschiedener Kesseltiefen und/oder Materialien im Web/Youtube.
Ich fasse Seelannes Post etwas subjektiv verkürzt zusammen:
Einstellung ändern, es ist die derzeitige Einstellung oder Erwartungshaltung die wirkliche Fortschritte kategorisch ausschließt. Alles andere ist sekundär bzw. irrelevant.
Hatte das Starclassic mal Plastikspannreifen auf der BD?
Ja, die ganz frühenStarclassic Performer bei Markteinführung 1994 bei Erstvorstellung der Starclassic Performer hatten diese günstigeren Starclassic Accutune bass-Hoops. Ich erinnere es genau. Jene hatten auch... hust.... billigere Hölzer. Jene frühen Sets nicht mit den späteren Starclassic Performer verwechseln. Es gab zig Versionen! im Laufe der Dekaden unter diesem Namen.
Eine wundervolle Rede von Ian Gillan gespickt mit unterhaltsamen Episoden biographischer Art zum Thema "The Parallax Effect on Long Hair", Reisen durch Jahrzehnte, die Welt (als Rockmusiker) sowie frühe Prägungen durch Elternhaus, Schule und soziales Umfeld.
Abseits der Anekdoten ist die Schlußpointe oder "Kreisbahn" des Lebens" ebenso überraschend wie offenbarend/erhellend wie der ganze Vortrag: Mind Blowing. Das Video wirkte bei mir nach dem ersten Sehen noch lange, tagelang nach!
3.) Video Ian Gillan "The Parallax Effect on Long Hair"
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Trotz Workaholic-Attitüde zwingt auch mich die Hitze/Schwüle der letzten Wochen irgendwann auf die Pritsche.
Da mir aber das Niveau diverser TV-Formate selbst bei steigender Hitze und mentaler Abgeschlagenheit nicht immer gefällt, warum nicht eine Empfehlung für Youtube-Videos geben, die mein Denken irgendwie erweitert oder gar Mindblow-artig bereichert haben, insbesondere da vorher von mir nicht für möglich gehaltenes dargestellt oder berichtet wird?
Ich kann und möchte mich nicht auf ein Thema oder eine Sparte festlegen, insofern wird es einfach Videos geben, die ich für irgendwie "bildend" oder erkenntnisgewinnend als toll erachte.
Jeder kann natürlich wiederum völlig anderes posten, Vorlieben sind nun mal individuell.
1.) Video:
"Traue keinem Scan, den Du nicht selbst gefälscht hast."
Dies ist mein persönlicher Spitzenreiter seit Jahren. Glaubte ich schon vorher sehr abstrahiert und um die Ecke denken zu können (klassische Selbstüberschätzung ;-)), fiel mir bei diesem Video die Kinnlade herunter, da ich die hier nachgewiesenen Fakten und technischen Abläufe niemals für möglich gehalten hätte. Teilweise war ich geschockt, im Bewußtsein, welche vielen Unterlagen wahrscheinlich auf Papierbasis unwiederbringlich vernichtet wurden, im Glauben "war haben ja alles nun als Scan auf Festplatte".
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"
2.) Video (Ausschnitte):
"Viy" (Spirit of Evil)
Schon als Kind (ab 2. oder spätestens 3. Klasse) Gruselfilm-Fan. Ab da alles getan um jenes zu schauen was im Fernsehen die Anmoderation erhielt: "Die folgende Sendung ist für Kinder und Jugendliche nicht geeignet".
Und dann zu meiner Überraschung offenbarte mir erst vor wenigen Jahren Youtube das es einen russischen Film der sechziger Jahre mit atemberaubender Tricktechnik gab (nur sehr, sehr wenige Grusel- bzw. Horrorfilme erhielten im Ostblock staatliche Dreherlaubnis, da die Härte der Diktaturen im Alltag ja schon Horror genug war und staatliche Stellen lieber Propaganda und Stimmungsaufhellung den Bürgern medial verordnen wollten). Dieser Film "Viy" hat tricktechnisch das beeindruckendste und verstörend-mystischste/surrealste was ich jemals sah und nie und nimmer in den sechzigern filmisch bzw. tricktechnisch für möglich gehalten hätte. Wer allerdings genau hinschaut bemerkt, dass vieles real ist. Also viel weniger Tricktechnik angewendet wurde als zunächst vermutet, sondern massig dämonisch geschminkte Akteure nebst Tieren, timingtreu & sensationell choreographiert aus ihren Klappen und Löchern schlüpfen/fliegen. Für mich mind blowing umgesetzt insbesondere ab 4:15 (und folgende Sekunden) und vielleicht biographisch besser so, dies noch nicht schon als Grundschüler gesehen zu haben.
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Bei PC`s auch sonstigen Geräten, evtl. besser vorher die Speicherbatterie (z.b. Bios) erneuern, bevor die ganz vom Netz gehen.
Sonst ist meist (zumindest nich selten) Neu einrichten angesagt.
Das ist ein sehr wertvoller Tip. Daran hatte ich noch nicht gedacht. Vielen Dank!
Zitat
bei IP basierter kabelgebundener Telefonie, (also Telefon steckt im Router) den Router nur abschalten ausstecken (vom Strom nehmen) wenn man Nachts nicht, telefonisch belästigt werden will. und keinen Notruf ö.ä. von Wem auch immer erwartet.
Ja, bis auf Router nehme ich seit 30 Jahren auch aus Überzeugung alles (Hifi, Audio, Computer, TV) völlig vom Netz. Also kein Standby -Verbrauch.
Haare Föhnen auch seit 30 Jahren nicht mehr.
Noch ein kleiner Tip, auch wenn Gourmets manchmal widersprechen.
Wenn es mal zu einer Tiefkühlpizza kommt, dann mache ich den Ofen viel früher aus als in der Bauanleitung (Backanleitung) beschrieben und lasse die Restwärme wirken. Ich habe da niemals eine geschmackliche Verschlechterung bemerkt. Faktisch ist aber der Ofen viel früher aus!
Da wir hier eine Off-Topic Rubrik haben, fände ich es klasse, wenn in dieser Rubrik User Anregungen teilen.
So schlimm bis schrecklich vieles (geo)politisch ist, so sehr kann man (wenn man will) ja konstruktiv individuell versuchen Strom, Gas etc. einzusparen.
Mir fällt da einer meiner besten Freunde ein, der vor wenigen Monaten auf E-Auto umstieg, sein Dach großflächig auf Solar umrüstete. Durch seinen Solarstrom, und mittlerweile weit über 3000 gefahrenen Kilometern mit dem neuen Auto hat er bislang 0 cent "Spritkosten" und speist zusätzlich in den Sommermonaten durch seine recht hohe Stromerzeugung! beim Stromprovider ein (er verdient also in den Sommermonaten Geld).
Das ist natürlich nicht jedem möglich. Ist aber vielleicht auch nicht so zwingend. Mich würden auch kleine Einsparpotentiale interessieren, die vielleicht über das Jahr gerechnet auch ein paar Euro sparen bzw. Stromverbrauch/Gas etc. reduzieren.
Ganz konkret folgende Frage: Im Netz finden sich teilweise Hinweise (deren Richtigkeit ich nicht beurteilen kann) das manche W-Lan-Router im Haushalt 5 - 15 !!! Watt ziehen, selbst Nachts wenn keiner am PC sitzt.
Selbst wenn es nur 3 Watt wären, würde mancher sich diesen Verbrauch in Phasen wo man kein W-lan nutzt gerne sparen. Kann man technisch Abends die Kiste immer abschalten oder an Wochenenden wenn man nicht da ist?
Es gibt Gegenstimmen die behaupten dauerndes (tägliches) Ein- und Ausschalten täte den Routern nicht gut.
Ich erinnere zwar das eine Vielzahl (zweistellig) von Geräten die ich im Leben besaß genau beim Einschalten ihren Geist aufgaben (ob durch "Überspannung" oder nicht vermag ich nicht zu beurteilen), trotzdem würde mich interessieren wie es IT-Kenner (die wir hier ja auch haben) bewerten.
Fazit: Spricht etwas dagegen Router am Ende des Arbeitstages regelmäßig vom Netz zu nehmen bzw. an Wochenenden oder Phasen im Jahr wo man garnicht zu Hause ist, tagelang vom Stromnetz zu nehmen?