Beiträge von Drumstudio1

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    Und im Mix am Ende verschwinden meiner Erfahrung nach viele kleine Ecken und Kanten

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    (oder sie fangen an richtig zu nerven)


    Bei mir immer letzteres! Ich habe nie erlebt, dass untightness besser wurde. Selbst mit langer Hallfahne 'drauf, blieb untight immer untight. Es hat "nur" mit Hörerfahrung zu tun. Der sehr erfahrene hört die Stellen immer und wird sie nie überhören!


    Das zwischen Crashes von Mitch Mitchell und Gitarrenakkorden von Hendrix oft "gefühlte Sekunden" lagen, ist dem Zeitgeist und Hörerfahrungen von damals nebst den Produktionsbedingungen seinerzeit geschuldet. Heute sind viele Genres viel strikter. Es ist natürlich eine Perversion was heute erwartet wird. Das hatten wir als Thema schon oft. Es ist pervers und doch wird es erwartet und prägt wiederum unsere Wahrnehmung. Ein Teufelskreis!

    Ich finde es toll wie sich hier Kollegen ins Zeug legen und schöne Ergebnisse vorlegen.


    Das Problem (und eben für erfahrene Ohren schnell hörbar) ist, dass der Nashville-Profi Drummer von 1985 so was zwar perfekt einholzte, also auch unter schwierigen Produktionsvorgaben ein Profi-Ergebnis zauberte...
    ... für tolle! normalsterbliche Drummer (wie die meisten bei uns hier) so eine "legato"-Gitarre (bzw. eben solche Töne die mit total weichem, diffusem kaum zeitlich zu ortenden "Anschlag" eingespielt sind) irre schwer mit einem Drumset HINTERHER eingespielt, tight!!! zu bekommen ist.


    Es wird eben für normalsterbliche Musiker nicht tight, wenn man unter solchen Produktionsbedingungen einspielen soll/muß. Und je nach Musikerfahrung hört man das eben sofort, dass die noch so schönen Ansätze nicht 100 % tight sind. Mal ist die Kick nicht 100% auf der Gitarre, mal die Snare. Eben weil es sehr, sehr schwer ist zu dieser Gitarre hinterher zu trommeln...


    Ich weiß wir drehen uns hier schon lange im Kreis, aber ich sehe nur 2 Möglichkeiten:
    a.) Profi buchen (dann eben diesen womöglich auch angemessen bezahlen oder eben darauf hoffen, dass sich hier oder woanders ein Timing-Ass findet mit Robin-Hood-like-Gratis-Ambitionen)
    b.) Von mir favorisiert: back to square one. Den Song neu machen, zu einer Pilotspur mit dem Drumset anfangen und dieses schön einspielen und erst danach! die finale Gitarre dazu einspielen, so wie es richtig gemacht wird bei 95 % aller annähernd professionell-motivierten Musikprojekte.

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    Das zweite File klingt in meinen Ohren gruselig, total nicht mein Geschmack. Und Plastik ist auch nicht so meins, so hätte ich die zweite unter Acryl eingestuft. Aber da es ein Ratedings ist (ich nicht einmal Ahorn von Behorn unterscheiden kann) und Acryl kein Plastik ist, meine ich daß die erste Acryl ist und die zweite Birke.


    Also entweder stehe ich heute auf dem Schlauch... oder verstehe das Spiel grundsätzlich nicht. Beides ist aufgrund infernalischen Stresses sehr gut möglich.


    Ich dachte im ersten File sind beide Bassdrums zu hören (ohne andere Einflüsse, also nur Kick-Mikro).


    Im 2. FIle sind auch beide zu hören (hier aber nicht nur das Bass Mikro sondern jenes signaltechnsich noch unterfüttert mit Overhead Mikros)... gerade beim 2. File hört man hier bei einer der Bassdrums durch die Overheads insbesondere ein Tom infernalisch dissonant mitschwingen. :D


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    Die erste macht Pök, die zweite Bumm. Da gefällt mir die zweite besser. Aber ich fürchte auch, dass die Stimmung hier mehr Unterschied macht, als das Material...


    Meine Rede, right from the start. Und die Dämmung würde mich noch interesssieren, ob identisch! :thumbup:

    Es sind ja viele Modi denkbar.
    Wäre die erste Kick tiefer gestimmt, würde sie wesentlich besser als am File-Anfang klingen... und manche der hochfrequent-nervigen Kesselresonanzen wären dann auch nicht da.


    Alles vorausgesetzt, dass die Dämpfung in den Kicks identisch ist.
    Sollte die Dämmung aber abweichen... dann erübrigt sich die Diskussion um trockeneren Sound.


    Was viele sicher auch unterstellen, dass der Wechsel (bei vielen Drummern) zur besser klingenden Trommel geht.


    Bei mir persönlich ist es kurioserweise auch oft anders herum. Manchmal wurden tolle Hi-End-Sets verkauft, um Einstiegskisten Platz zu machen ;)

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    Die erste Datei klingt so vollgestopft, dass Holz oder Acryl eigentlich egal sein sollten. Bei der zweiten tippe ich einfach mal auf Acryl - aber eher geraten oder geschlitzohrt, weil: Die ist ja noch neu und noch nicht totgedämpft.


    Sorry, den Post verstehe ich nicht.


    Es sind 2 Dateien.


    Ich denke, jede der Dateien hat am Anfang die eine Bassdrum und in der 2. Hälfte der Spielzeit die andere Bassdrum.

    Ich sage es mal etwas humorig-anarchisch:
    Die erste Hälfte der Files, so stimme ich ein Floortom, aber keine 22" Bass ;)
    Der Eindruck entsteht wahrscheinlich auch deswegen weil hier (im Unterschied zur letzten Hälfte des Files) hörbar u.a. unschöne Kesselresonanzen auftreten. Basketball-Effekt, den höre ich auch, da hat der Kollege sicher auch recht. Aber es scheint mir hier wirklich noch mehr als das, also nervige Kesselresonanzen die manchmal bei sehr glatten Oberflächen auftreten können und wirklich in meinem Ohr hier bei der unbearbeiteten Aufnahme nerven. Könnte man natürlich durch EQ-Nachbearbeitung alles wieder zurechtbiegen und letztlich den Sound doch noch sehr schön machen.


    Ab der 2. Hälfte der Files hat man zumindest schon mal den Verdacht "es kann eine Bass sein" :D , da tiefer im Tuning (oder weniger fest reingetreten, was in Sachen resultierende Tonhöhe ja das selbe bewirkt) und wirklich trockener! Deutlich weniger (bis keine) nervende Kesselresonanzen.


    Und jetzt die Crux:
    Normalerweise würde der Höreindruck für erste Hälfte der Files Acryl... 2. Hälfte: Holz sprechen. Das hätte ich vor Jahrzehnten vielleicht sogar beschworen :D .


    Dummerweise habe ich aber einmal! im Leben (somit abweichend zur These oben) kurz in einem mir unbekannten Proberaum (also wo ich die Raumanteil-Effekte auf den Klang nicht so gut einschätzen konnte) einmal eine (irgendwie suboptimale) Acryl-Bass von Kirchhoff unter den Füßen, die mausetot klang. Sie klang steril aber zusätzlich total trocken. Ich bin sicher die hatte ein Manko. Es war mit Tuning wenig zu retten. Sie war zuuuu trocken. Während die 2 Hängetoms des damaligen Acryl-Sets recht vital klangen und nicht tot. Bei diesem Proberaum-Besuch war aber in der Bass kein! Mikro 'drin sondern es war nur der Höreindruck im Raum. Den darf ich sicher nicht mit dem Soundfile hier vergleichen. Was ich nur sagen will: manchmal kann es Ausnahmen geben.

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    Die Spannschrauben sind zwar Vierkant, scheinen aber minimal kleiner als der Standard zu sein. Der Evans Drehmomentschlüssel passt nicht mehr


    Gilt seit Jahren bei diversen Snares auch für manche "Verstimm-hemmer". Die passen bei den verkleinerten Schraubenköpfen auch nicht bei jeder Snare sondern "drehen durch". Es ist eigentlich nur ein Detail, aber irre schade, dass man nicht mal die Schraubenköpfe von Stimmschrauben in der Drumindustrie standartisieren kann. Ich ärgere mich da seit vielen Jahren 'drüber, weil es eigentlich so lächerlich ist, dass es hier noch häufig zu Inkomaptibilitäten kommt. Muß wirklich nicht sein!

    Eigentlich kann ich die ganzen Corona-Videos schon lange nicht mehr sehen. Ich fühle mich überflutet mit dem Zeug.


    Eures finde ich aber klasse!
    Nicht nur von der Machart und dem Understatement...
    ... der Sänger ist der Hammer. Erst denkt man, naja, unscheinbare Kombo... und spätestens nach dem 3 Wort, ist man massiv beeindruckt. Mega-cooler Kerl, offensichtlich. Tolles Timbre, leicht angezerrt, prima!


    Daumen hoch! :thumbup:

    Wenn jemand heute erstmals in seinem Haushalt Internet einrichten will...
    aber keine schnellen Video-Streams braucht... etc.


    Ziel also nur Unternet und möglichst niedriger Preis ist...


    welchen Anbieter bzw. welches Tarifmodell würdet ihr aktuell empfehlen?

    Schön demonstriert im Video, klasse! :thumbup:


    .... aber nun stark sein:


    Uralt. :D


    Zig Drummer machen das seit vielen, vielen Jahren.
    Ich liebe es (selbes Prinzip) seit Jahren noch subtiler. Ich nehme einen Beckenfilz oder ein Cympad das hüpt :D schön leicht hoch (schon bei recht geringem Impact), läßt somit noch mehr Obertöne zu und dämpft nur ganz subtil.
    Ist mir die Dämmung mal zuuuu subtil platziere ich im Mitteloch einen kleinen Gummipropfen. Dann wird der Filz etwas schwerer, hebt immer noch ab aber liegt schneller wieder auf (weil er nicht soo hoch sprang).


    Nochmals: Du zeigst es toll, :thumbup: aber diese Idee hatten locker hunderte auf dem Erdball (ich vermute eher zig tausende) vor vielen Jahren.

    Wenn es Dir gefällt ist alles bestens.


    Ich kenne diverse Becken mit mehr maschinellen Produktionsanteilen mit solchen Mankos (oder "Mankos"), und diverse klangen schlechter als ihr Pendant, der selben Serie, das völlig plan auflag.
    Mehrere die ich hörte hatten im A-B Vergleich zum makellosen Serienmodell-Zwilling seltsame Disharmonien im Sustain. Andere hatten diese Disharmonien und hörbar verkürztes! Sustain... und es gibt noch 1-2 andere Effekte.



    Aber vom Video her würde ich auch sagen, es klingt doch nach einem super-tauglichen Jazz-Ride. Deswegen meine obigen Anmerkungen NICHT auf Dein Cymbal anwenden. Zumal ja bei Deinem alles handgehämmert ist. Da finden wir dann ohnehin kein wirkliches Referenzbecken zum Vergleich, weil gottgebenen ja viele Toleranzen zwischen den Becken auftauchen.

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    Und die leidige, alte Frage, weshalb die Hersteller nicht von sich aus deutlich nachlegen, kann wieder mal nur damit beantwortet werden, dass es offensichtlich reicht, um die Mehrheit der Kunden zu bedienen, ohne zusätzliche Mittel in die Entwicklung stecken zu müssen. Ich gehe schwer davon aus, dass die Verantwortlichen auch nicht blöd sind, sondern sehr genaue Marktanalysen durchführen und exakt wissen, was die Zielgruppe erwartet.


    Für Roland und eventuell noch Yamaha mag das gelten.


    Hier beim Gewa-Produkt melde ich Zweifel an, ob die Entwicklungskosten wieder 'reinkommen. Wünschen tue ich das jedem. Aber es hat schon seinen Grund, warum es zwar viele E-Drum Brandnames gibt (selbst Carlsbro und Simmons tauchen wieder auf), aber nur wenige echte/annähernd autarke Entwickler von E-Drums. Der Entwicklungs-"Spaß" ist teuer und (wenn es gut werden soll) langwierig. Dieses Risiko gehen viele gar nicht (mehr) ein.


    Randnotiz: das vor einigen Jahren schon angedachte (und in Flyern beworbene) Drumcraft E-Drumset hatte ja sicher auch schon Entwicklungskosten verursacht. Nach Aussage der G9-Leute ist das aber alles in die Tonne gewandert und man hat nochmal ganz von vorne angefangen. Auch dies ist ja Indiz dafür, dass alles wohl nicht so ganz einfach ist. Viele and me kritisieren ja auch seit Dekaden diverse E-Drumsets, die hinter unseren Erwartungen weit zurückbleiben. Die Kritik vieler alleine bedeutet aber eben leider nicht, dass man es besser kann. Und vor allen Dingen die Finanzmittel hat...
    ... insofern mutig und ausdauernd alle Mal, das man es nun bis zum Marktstart durchgezogen hat. Alles andere wird nun die Zeit zeigen.

    Schwierig, ein Urteil zu fällen.


    Als ich "damals" das Modul auf der Messe an einem Pad antestete (und 2-3 mal vom geduldigen Mitarbeiter resetten liess, weil ich fand, dass etwas mit der Dynamikumsetzung nicht stimmt und sicher gehen wollte, dass nicht vielleicht ein Messebesucher vorher ausversehen was verstellt hat...) war ich etwas irritiert. Das Modul wirkte optisch-technisch erlesen und mit sehr viel Liebe & Herzblut designed, aber die Trigger-bzw. Dynamikumsetzung schien mir etwas seltsam. Aber es war schon unruhig auf der Messe und vielleicht war manches auch den Umgebungsgeräuschen geschuldet? Ich war nicht sicher...


    Nun bei diesem Demo, fällt mir SOFORT mein damaliger Sinneseindruck wieder ein. Das ist doch ein interstellarer Drummer. Seine Bewegungsmuster würden auch hier (behaupte ich) bei einem akustischen Drumset in viel differenzierteren Lautstärke- bzw. logischerweise auch Klangunterschieden resultieren (Tonhöhe, Obertonspektrum etc. etc.).


    Vielleicht spinne ich auch... aber da ist was mit der Dynamik. Vielleicht ist auch zuviel Kompressor `drauf? Aber ich wiederhole mich. Genau so kam es mir auf der Messe vor, da wirkt etwas irgendwie etwas unnatürlich.


    Positiver: faktisch ist dies technisch in jedem Falle vielversprechender als die Videos die ich vorher sah. Wo meist Drumbeats zu irgendeinem Hintergrundlayer gespielt wurden. Da wäre manches auch mit einem Alesis D4 (hahaha...) machbar gewesen.
    Also jetzt ohne Ironie: dieses Video hier, ist schon besser als die bisherigen und zeigt gewisses Potential. Wenn dies hier allerdings schon ausgereitzt wäre... dann wäre ich auch eher enttäuscht. Aber das weiß ich noch nicht.

    Von Billy Squier gibt es unzählige überragende Songs.


    Der hier ist auch überragend. Für mich das schönste Song-Outro überhaupt. Den Chor könnte ich noch eine halbe Stunde länger als Loop hören. Wahnsinnsmelodie!
    Drums wie fast immer bei Squier, irre fett. Ludwig 3S-Sticks... sagt alles! Da wirkt jeder! Snareschlag wie das zertrümmern eines Wandschrankes. :D Drums: Bobby Chouinard R.I.P.

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    Dann haue ich auch in die Kerbe der Nostalgie bzw. unserer Kindheit.


    "Die folgende Sendung ist für Kinder und Jugendliche nicht geeignet".


    Egal ob 8,9 oder 10 Jahre alt: stets hatte ich meinen Eltern so lange die Ohren abgequatscht, bis ich bei jener verheißungsvollen Ankündigung diese Filme schauen durfte.
    Those were the days.


    Heute sehe ich es viel kritischer und bin dafür Kinder und Jugendliche zu schützen. Aber als Kind hatte ich es NIE eingesehen.