Beiträge von Poet

    Ungewohntes Set ist ungewohnt; das ist normal, dass man dann mal ins Leere haut, weil da an gewohnter Stelle was fehlt.

    Aber sollten da wirklich nur 20% über bleiben (was ich weniger glaube), dann solltest du ein bisschen an deiner Flexibilität arbeiten. Es passiert immer mal wieder, dass man einen Gig an einem fremden Set spiel.

    Ja, ich muss zugeben, ich habe ein bisschen übertrieben mit den 20%. Es ist schon mehr, nur das geile Gefühl beim Schlagzeugspielen ist nicht mehr so stark oder fehlt. Es ist schön zu hören, dass es anderen auch so geht :S

    Das schöne an einer DoFuMa ist, dass man das, was man mit den Händen auf der Snare macht 1:1 auch auf die BD übertragen kann. Mir hat es koordinativ unheimlich geholfen mich damit zu beschäftigen. Auch sitze ich dadurch viel gerader, weil ich nicht mein Hihat-Fuß permanent als Standbein benutze. Und das mit den Baustellen wird immer mehr als das es abnimmt je weiter man kommt.

    Ja, mit das Schwerste am Double Bass Spiel ist besonders bei hohen Tempi nicht vom Stuhl zu fallen und das Gleichgewicht zu halten, während man natürlich oben mit den Händen auch noch aktiv ist.

    Ich musste vor kurzer Zeit an einem fremden Schlagzeug etwas begleiten. Das ging auch super, jedoch merkte ich wirklich, wie beschränkt ich ohne mein eigenes Set bin. Ich bin froh, dass ich nichts komplexes spielen musste. Besonders zu schaffen gemacht, haben mir die Trommeln, die in der Bassdrum steckten, da sich meine Trommeln an einem Rack deutlich weiter links befinden (symetrisches Double Bass Set) und die Kettenzugmaschine (ich spiele nur noch Direct Drive). Ich versuchte alles so gut wie möglich hinzustellen, aber dennoch konnte ich höchstens 20% geben. Wieder zu Hause gings aus Panik sofort ans Heimkit und die 100% waren wieder da.


    Fühlt ihr euch an fremden Schlagzeugen auch nicht zu Hause und könnt nur eingeschränkter spielen? Haben andere Instrumente dieses Problem auch (z.B. Gitarre) oder ist das nur ein Drummer Problem?

    Ich bin auch ein Freund des Direct Drive, kenne aber genügend andere, die damit Null zurecht kommen, weil es zu direkt für sie ist.

    Das ging mir so, bin mit "Chaindrive" (in den 80ern die Innovation schlechthin!) , spieltechnisch, quasi "sozialisiert" worden.

    Habe eine Weile mit "Direct Drive" (Gibraltar Intruder) rumgemacht, nicht mein Ding, alle meine Fumas`s haben jetzt wieder Chain Drive.

    Suche den Fehler nicht beim Equipment, das kann mann mit etwas Öl beheben. Wir alten Säcke haben mit, meistens, wirklich gruseligen Zeugs, unsere ersten "Gehversuche" gemacht, hat uns nicht interressiert.

    Ich bin überrascht. Kam Chaindrive wirklich erst in den 80ern? Ich bin nicht in dieser Zeit groß geworden und dachte Chaindrive war seit Entwicklung des Schlagzeuges dabei. Gab es vorher immer Bandzüge oder wie hat man das da gelöst?

    Ich spiele seit 2011 (jetzt 18 Jahre alt), und hatte bis 2017 aktiv Unterricht. Der Grund aus dem ich angefangen habe, war der Auftritt am Ende im Film "Gregs Tagebuch 2 – Gibt’s Probleme? (2011)" :D


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    Als 8 Jähriger findet man sowas eben cool :S

    Ich bin treuer Verfechter des Direct Drive Systems und kann es auch jedem empfehlen. Aber die unterschiedlichen Antriebe sind nicht schwerer oder leichter zu spielen. Natürlich eignen sich manche Pedale für manche Techniken besser, wenn es allerdings um die (standard) "Bass Drum Full Leg Strokes" geht, wird eine andere Fußmaschine kaum eine Rolle spielen.


    Auch wenn ich kein Bandzug- und Kettenspieler bin, würde ich im Zweifelsfall immer zum Band greifen, da man keine schmierigen Finger bekommt und das "Spiel" etwas geringer ist.

    Das ist jetzt keine Kritik am Spielen selbst, aber ich versuche (um unter anderem vor anderen Drummern etwas anzugeben XD) bei allen Figuren, die nicht auf der HiHat stattfinden die HH mitzutreten. Sowohl bei Fills als auch natürlich immer beim Ride.

    Ich hatte Unterricht bei einem der wenigen Lehrer, die das heute noch so machen (auch D. Agostini) . Paradiddle in allen Sorten auf alle möglichen Trommeln verteilt mit HH und BD etc. Es war lange eher anstrengend aber im Nachhinein bin ich unglaublich froh darüber.


    In meiner Gegend gab/gibt es mehrere Musikschulen an denen damals 2 meiner Freunde Unterricht hatten (und auch ich hatte dort eine Probestunde). Die waren schon nach kurzer Zeit in der Lage (nach einer Anfänger Auffassung) "Hammer" Beats und Soli zu spielen. Im Nachhinein war das natürlich nur sinnloses Gekloppe.


    Deshalb: Unbedingt alles bezüglich Technik konsequent durchziehen! In wenigen Jahren siehst du was es dir Unglaubliches gebracht hat. Lass dich nicht von diesen "Nach einem Monat kannst du das und das spielen" Werbesprüchen locken.

    Man sagt ja immer für Beginner reicht eine Anfänger Doppelfußmaschine und das ist auch vollkommen richtig, aber wenn du SICHER weisst, dass du dabei bleibst, würde ich empfehlen lieber etwas mehr zu zahlen und dann auch ne gute Kardanwelle zu haben. Dennoch sind günstige Maschinen trotzdem eine gute Option. Als Anfängermaschine würde ich eine der TAMA IRON COBRA empfehlen. Wenn du bereit bist gute 400€ auszugeben, bekommst du mit der TAMA SPEEDCOBRA eine mit Abstand der besten Fußmaschinen auf dem Markt.


    Wenn dein Plan aber nur z.B. maximal 160 BPM sind, reicht das günstige Modell absolut aus.

    Erstmal herzliche Dank für die freundliche Aufnahme und die zahlreichen, detaillierten Antworten. Damit hab ich jetzt auch erst mal für die nächsten Jahre ausgesorgt. Ich nehm' dann mal den Resturlaub.

    Ich werde mich auch mit den einzelnen Nachfragen und Trainings-Tipps auseinandersetzten; für den Ostersonntag-Abend habe ich nur eine technische Frage zu Heel-Toe: Mir ist die Abfolge des Laufes nicht klar. Das Video hat ja schön gezeigt, dass es eine Abfolge von Heel-Down-Stroke und Heel-Up-Stroke ist. Ist es eine Aneinanderreihung von Doubles (Heel-Up Rechts - Heel Down rechts - Heel-Up Links - Heel-Down Links) oder zwei versetzte Ketten (Heel-Up Rechts - Heel Up Links - Heel-Up Rechts - Heel-Down Links)?

    Ich dachte immer ersteres.

    Es gibt beides. (Heel-Up Rechts - Heel Down rechts - Heel-Up Links - Heel-Down Links) beschreibt die Heel Toe Double Stroke Technik. (Heel-Up Rechts - Heel Up Links - Heel-Up Rechts - Heel-Down Links) beschreibt die Heel Toe Single Stroke Technik. Diese Techniken sind von der Bewegung sehr ähnlich und ein Wechsel oder Umstieg ist vergleichsweise einfach. Am besten natürlich ist es beides zu beherrschen, denn damit kann man richtig nette und präzise Figuren spielen.

    Zum Thema Double Bass kann ich dir dieses Video zur Heel Toe Single Stroke Technik empfehlen. Auch wenn du nicht vom Speed her bis ans Limit willst, trainiert man damit sehr gut die benötigten Muskelgruppen für saubere Heel Toe double Strokes. Ausgeweitet kann das dann auf eine beliebige Anzahl an Strokes, natürlich auch auf double-single Kombinationen.


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    Ich antworte mal ohne die Beiträge vorher gelesen zu haben.


    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Beater zu 100% kompatibel mit den Pearl Fußmaschinen sind. Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen.