Sehr pragmatische Ansicht.
Daneben schon ein, wie ich meine, nicht uninteressantes und individuelles Phänomen.
Sehr pragmatische Ansicht.
Daneben schon ein, wie ich meine, nicht uninteressantes und individuelles Phänomen.
Dann habe ich jetzt ein Beispiel dafür, wie sich Orchestrierung und Handsätze auf das individuelle Spielgefühl auswirken und damit das Microtiming beeinflussen können.
Am Ende schön, wenn ich es bewusst einsetzen könnte.
Hier jetzt der monierte Wechsel von der Snare (+ Woodblock) auf das Ride Becken (hat Nieten, ist groß und dünn) in einem Shuffle Groove als Hörbeispiel.
Shuffle-Swing-Wechsel-auf-Ride-Becken.mp3
Bin gespannt auf Eure Meinungen. Auf ihn mit Gebrüll! ![]()
Viele Grüße
Christian
Das Thema wurde für mich auch wieder aktuell, weil ich mich mit Bill Haley und seiner Band beschäftigte.
In den Videos der Auftritte ist in einigen Songs zu sehen und zu hören , dass beim Wechsel auf das Ride Becken das Swing Pattern „double Hand“ (also gleichzeitig auf der Snare und dem Ride Becken) gespielt wird. Es entsteht kein Sound-Loch oder Energieabfall, aber eine neue Klangfarbe.
Ich habe beim Wechsel bisher auf der Snare nur die Backbeats gespielt. Das ist wohl, wie hier schon für mich verständlich erklärt, die Ursache für die gefühlte „Lahmheit“.
Es funktioniert jetzt auch mit dem dirketen Anschluss an das Uher Report Tonbandgerät dank der Hilfe eines sehr freundlichen Tonband-Fans:
"...die XLR-Weibchen wie üblich verlötet: 1 = Masse/Schirm, 2 = hot, 3 = cold. Am DIN-Ende musste ich dann nur den kalten Draht mit dem Schirm zusammen an Pin 2 löten und den heißen an Pin 3."
Ich bedanke mich für die Ratschläge. Für die Umsetzung brauchte ich dann doch noch praktische Hilfe.
Auf Twitter gibt es einen interessanten Account nur über ausgemusterte - meist völlig schrottige - Drumsets:
"A celebration of drum kits for sale set up by non-drummers or the damn lazy or odd. Revelling in the mental attempt to play these monstrosities. Send your pics."
https://twitter.com/mangledtubs
Fazinierend, wie so mache Trommeln und Becken an ungeeigneten Orten abgelagert und vergessen wurden.
Same! Ich fürchte, dass man die Sticks nicht retten kann. Bei kleineren Absplitterungen an den Köpfen kann etwas Sandpapier an einem „Drehmel“ die Lebensdauer erhöhen.
Genau das habe ich mir heute überlegt! trommla Ich werde das am Wochenende mal zur Probe aufnehmen.
Ja, rhythm memory , interessant, dass es die Erfahrung gibt. Bei mir waren es zwei Rock-'n'-Roll Bands, die den Wechsel auf das Ride zur Abgrenzung eine A-Teils von einem B-Teil nicht ertragen konnten. Nun muss ich dazu sagen, dass diese Bands die ganzen guten Klassiker auch nach meinem Empfinden im viel zu schellen Tempo "rutergebraten" haben und die ganze Zeit mit Volldampf spielten. Ein "scharfer" Klang der Snare spielt bei Adrenalinausschüttungen wohl auch eine Rolle. ![]()
Vielen Dank für Eure Antworten! Ich nehme am Wochenende das Swing-Pattern mir dem Wechsel als Video auf.
Das mit dem Sound Loch Seelanne empfinde ich auch so. Gerade beim Boogie. Ansonsten: Mein MikroTiming ist schon nicht immer so, wie ich es gerne hätte.
Viele Grüße, bis bald
Christian
Ich habe eine Frage zum Timing (-Gefühl) bei dem Wechsel eines auf der Snare gespielten Shuffle Groove zum Shuffle auf dem Ride Becken oder der leicht geöffneten Hi Hat.
Öfter erlebe ich es, dass die Band meint, dass beim Wechsel eines Shuffle Snare Grooves zum Ride Becken (z. B. zur Absetzung eine A Teils vom B Teil einer Komposition) das Tempo (bei mir) langsamer wird.
Ich habe das mit einem Metronom im Ohr einmal aufgenommen und der Band den Wechsel ohne Temposchwankungen vorgespielt. Dennoch wurde das gleiche Pattern auf der Snare als schneller gegenüber der Spielweise auf dem Becken empfunden.
Hat jemand eine ähnliche Erfahrungen gemacht? Woran kann es liegen, dass die Orchestrierung eines Swing Grooves auf das wahrgenommene Tempo Auswirkungen hat? Das ist mir über einige Jahre öfter als Kritik im Zusammenspiel begegnet. Nicht nur bei einer bestimmten Band.
Meist hört man die Hi-Hat in den alten Aufnahmen auch nicht. Dann, wenn die Backbeats auf der Snare recht energisch mitgespielt werden. Aber das ist ja auch im „alten“ Swing nicht so sehr durchgehend üblich gewesen.
Wenn man sich die inzwischen zahlreichen Videos auf YouTube des frühen Rock’n’Roll mit den energischen Backbeats anschaut, staune ich immer wieder, wie sehr diese Drummer konsequent die Hi Hat auf der 2 und der 4 getrennten haben. Selbst die Session Drummer von Chuck Berry und Bill Haley. Das waren Jazzmusiker. Sie hatten es so gelernt.
Ich habe es auch so (leider sehr spät) unterrichtet bekommen. Nicht damit die Hi Hat einen deutlichen rhythmischen Effekt hat, sondern wegen des Gleichgewichts des Körpers beim Swingen.
Interessantes Thema, finde ich. Soll auch keine Kritik an dem guten Video sein.
Generell stimme ich die BD so, daß das Fell keine Wellen wirft,
aber möglichst wenig Rebound für die Beater erzeugt.
Vielleicht liegt es an der Spannung des Schlagfells der BD? Auch eine BD kann sehr gut klingen, wenn das Schlagfell hörbar mitschwingen kann. Ich habe eine 24er Renown (Gretsch Imitat) BD und bin sehr zufrieden mit dem Sound für "meine" Musikrichtung.
Das kann doch umkippen. Und überhaupt, ich ertrage schon das Bild kaum.
Ja, ist schon ekelhaft und sehr belastend für die Gemeinschaft. Meine dunkle Seite.
Wenn man keinen Lehrer will, dann hilft vielleicht ein Buch den Felsen - auf dem Musik steht - zu finden?
Was begeistert Dich Pauline am Schlagzeugspiel?
Ich bin wohl (auch) ziemlich bekloppt mit meinen Vorstellungen über das Schlagzeugspiel. Für mich ist es möglichst besoffen zu werden von einem swingenden Groove.
Interessant ist doch, wie viele verschiedene Motivationen es für die Entscheidung zum Schlagzeug gibt. Warum tut man sich das an als Hobby?
Das Schöne ist doch, dass jedes Hobby frei von für andere Menschen erkennbaren Sinn sein darf. Man kann nur nicht immer auf Verständnis und Anerkennung der Anderen hoffen.
Mach einfach Dein Ding, Pauline. Ich kann mit Akrobatik am Set leider nur wenig anfangen. Aber wenn es Dir wichtig ist, dann gibt es irgendwo dafür einen Grund.
Danke, Oliver. Mikro ist in Ordnung. Habe jetzt einen kleinen gebrauchten Mischer mit XLR Anschlüssen erworben und mir für das „In“ zum Uher Report 4000 IC Mono ein Kabel bauen lassen. Für die Uher Mikros habe ich funktionierende Adapter, so dass diese Mikros jetzt auch über das Mischpult genutzt werden können.
Also, jetzt geht alles gut!
So, nun geht der Adapter aus vergangenen Tagen auch nicht. Wieder was für die Kabelkiste Abteilung Elektroschrott.
Meine Lösung: Profi mit Ing. Titel die zu verbindenden Geräte genau beschreiben. Recherche und Antwort abwarten. Auftrag erteilen. Geld überweisen. Paket abwarten. Dann einstöpseln und loslegen.
Geht mit der Firma „Retrokabel“ gegen faire Vergütung.
Die Benennung erschließt sich mir nicht. Kann nur auf Sicht einen 2. Adapter nachbauen. Und was soll der schwarze Draht? Ist das + oder - ? 🤔