diesmal wird im Schlagabtausch mal über den Tellerrand geschaut.
Was passiert, wenn klassische Perkussion auf Elektronik, Improvisation und Performance trifft? Und wie kann Schleifpapier oder Druckluftspray zu musikalischem Material werden?
In unserer neuen Folge sprechen Dirk und ich mit Vanessa Porter und Emil Kuyumcuyan über ihr gemeinsames Projekt BETTER ME. Beide kommen aus der zeitgenössischen Percussion, gehen aber sehr offen mit Genres, Klängen und künstlerischen Formen um: von Grooves und Minimal Music bis zu freier Improvisation und elektronischer Musik.
Uns interessiert dabei auch der Weg dorthin: Vanessas Wechsel vom Drumset zum klassischen Schlagwerk, Emils musikalische Entwicklung von Istanbul bis nach Frankfurt und die Frage, wie viel Raum Musikhochschulen für eigene Ideen und ungewöhnliche Projekte bieten.
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wir haben 150 Podcast-Folgen geschafft! Das feiern wir zumindest mehr oder weniger mit Flo Dauner und dem zweiten Teil unseres großen Interviews mit ihm.
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Wie wurde Flo Dauner zum Drummer der Fantastischen Vier? Warum zog er mit 18 nach Berlin und weshalb entschied er sich trotz laufender Karriere noch für ein Studium am Berklee College of Music?
In unserer 150. Folge hört Ihr Part 2 des großen Interviews mit Flo. Es geht um seine ersten Schritte als Profi in Berlin, Studiosessions, seine Zeit in Boston und natürlich ausführlich um seinen Weg zu den Fantastischen Vier: vom ungewöhnlichen Vorspielen bis zu den frühen Herausforderungen, akustische Drums, Samples und Hip-Hop live zusammenzubringen.
Flo erzählt außerdem, wie es war, als Sohn von Wolfgang Dauner aufzuwachsen, mit den Chancen, aber auch den Erwartungen, die sein Name mitbrachte. Und er verrät, warum er zwischenzeitlich dachte, seine Zeit bei den Fantas sei schon wieder vorbei.
Zum 150. Jubiläum gibt es auch eine Verlosung mit Preisen von der Schlagabtausch-Akademie, RhythmApp, Rohema, Vic Firth und mehr. Die Details und die drei Fragen findet Ihr in der Folge.
Es wird noch einen dritten Teil mit Flo geben. Wenn Ihr Fragen an ihn habt, schreibt sie gerne hier in die Kommentare oder schickt sie an
Ich habe selten bis nahezu nie solch einen netten Kommunikationsstil wie von Dir beherzigt, verfolgen können/dürfen. Das finde ich nicht nur wundervoll zu lesen sondern auch beispielhaft.
Wow, vielen Dank! Mehr kann ich dazu gerade gar nicht sagen, außer dass es mich natürlich freut, das zu lesen. Danke!
Und danke, dass ihr das Interview von meinem Alter Ego ipo (ein Wort) mit Flo als Quelle genannt habt.
Vielen Dank für die Glückwünsche! 😊 Es war für uns selbstverständlich, Dein Interview zu erwähnen, meine Nachlässigkeit musste schließlich ausgebügelt werden.
Herrlich, was wir hier Flo angerichtet hat. Jetzt kriechen die Leute schon auf dem Bauch vor ihren Plattenregalen herum. 😂 Danke Euch für diesen Austausch!
Das empfinde ich ehrlich gesagt überhaupt nicht so. Es ist vielmehr, dass Flo beim Erzählen einfach unglaublich viele Dinge und Zusammenhänge einfallen und er deshalb vom Hundertsten ins Tausendste kommt. Für mich ist das eigentlich das Gegenteil von unkonzentriert: Man merkt, dass er die Dinge möglichst genau und vollständig darstellen möchte, damit auch wirklich nachvollziehbar wird, was er meint.
Kann es sein, dass die Einstiegsfrage mit Flo sich auf das Interview hier im Forum bezieht? Wenn dem so ist, dann schade, dass ihr das Drummerforum nicht erwähnt habt.
Du hast recht! Das Drummerforum hätten wir an der Stelle auch erwähnen müssen. Da steckte überhaupt keine böse Absicht dahinter, ich habe es in dem Moment schlicht und einfach vergessen. Sorry dafür! Das werde ich aber auf jeden Fall im nächsten Podcast noch einmal aufgreifen und entsprechend nachreichen.Danke für den Hinweis! 👍
ch finde auch toll, wie sehr er das Spielen zu Musik betont (so übe ich auch meistens, natürlich auf viel niedrigerem Niveau).
Ja, das ist tatsächlich auffällig: Eigentlich betonen alle namhaften Drummer, mit denen wir darüber sprechen, wie wichtig das Spielen zu Musik ist. Und das funktioniert übrigens auf jedem Niveau. 🥁
spargelimschnee: Vielen Dank für Deinen Kommentar! „Schade, dass er so schnell vorbei war“ ist bei einem Podcast von knapp zwei Stunden eines der größeren Komplimente, die man uns machen kann.
Sschön finde ich, welche Erinnerungen Flos Erzählungen bei Dir ausgelöst haben. Deshalb mag ich auch solche Nebengeschichten in Interviews, sei es Jon Hiseman, das erste Schlagzeuglehrbuch oder irgendein anderes Detail aus der eigenen musikalischen Biografie. Plötzlich öffnet sich eine Tür und bei jedem Zuhörer hängen ganz andere Erinnerungen daran.
Und keine Sorge: Wir geben sogar Vollgas! Teil 2 kommt in 14 Tagen, wenn wir unsere 150. Jubiläumsfolge haben. Und vielleicht gibt es sogar einen Flo Dauner Teil 3😄👍🥁
in den letzten Wochen habe ich hier nicht so regelmäßig gepostet, das möchte ich nun wieder ändern. Beginnen möchte ich mich unserer neuen Podcast-Folge mit niemand Geringerem als Flo Dauner.
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Seit 1993 sitzt Flo bei den Fantastischen Vier am Schlagzeug, seit der ersten Staffel gehört er außerdem zur Band von The Voice of Germany. Als Sohn des Jazzpianisten und Komponisten Wolfgang Dauner wuchs er zwischen Bühne und Tonstudio auf, machte bereits als 15-Jähriger erste Aufnahmen und studierte später Schlagzeug und Komposition am Berklee College of Music in Boston.
Im ersten Teil unseres Deep-Dives geht es um eine zentrale Frage: Was macht einen guten Schlagzeuger eigentlich aus?
Für Flo spielt das Timing eine entscheidende Rolle, allerdings keineswegs im Sinne eines möglichst perfekten Spiels auf dem Grid. Er erklärt, warum Timing für ihn vielmehr ein musikalisches Gefühl ist, wie sich Energie innerhalb eines Songs steuern lässt und weshalb ein Refrain nach vorne gehen kann, obwohl das Tempo unverändert bleibt.
Wir sprechen darüber, wie Flo gelernt hat, bewusst vor, auf oder hinter dem Klick zu spielen, warum er auch heute gerne ohne Klick aufnimmt und wie sich dadurch Energie und musikalisches Gefühl beeinflussen lassen.
Flo erzählt von seiner musikalischen Kindheit. Schon als kleiner Junge begleitete er seinen Vater Wolfgang Dauner zu Konzerten und Studiosessions. Ein Konzert des United Jazz + Rock Ensemble mit John Hiseman wurde zum Schlüsselerlebnis für seinen eigenen Weg zum Schlagzeug.
Flo erzählt auch von den frühen Jahren bei den Fantastischen Vier. Anfang der 1990er-Jahre gab es für die Verbindung aus Live-Schlagzeug, Samples, Loops und Rap kaum Vorbilder. Flo musste selbst herausfinden, wie ein akustisches Drumset mit programmierten Beats verschmelzen kann, und leistete dabei Pionierarbeit in Sachen Dynamik, Timing und Sound.
Nach über einer Stunde waren wir gerade einmal an diesem Punkt seiner Geschichte angekommen. Deshalb war schnell klar: Dieses Gespräch braucht einen zweiten Teil. Flo kommt bereits in der nächsten Ausgabe von Schlagabtausch zurück.
Aber auch sonst ist in Folge 149 einiges los:
Im Smalltalk sprechen wir über Timos Nominierung beim Modern Drummer Readers Poll 2026 in der Kategorie „Best Educational Product“ sowie über die weiteren deutschen Nominierten Claus Hessler, Noah Fürbringer und Anika Nilles.
Mac meldet sich noch einmal zu Dirks BOOM CRD Gearcheck und berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Bassdrum-Tool.
Zum Abschluss gibt es unsere Empfehlungen der Woche: Timo empfiehlt ein Drumeo-Video und Dirk holt einen Klassiker aus dem Bücherregal.
ich freue mich, Euch eine besondere Nachricht mitteilen zu dürfen:
Mein Buch „Jazz Standards on the Drumset – The Art of Interpretation“ wurde bei der Modern Drummer Readers Poll 2026 in der Kategorie Best Educational Product nominiert.
Und es gibt weitere deutsche Nominierte, denen ich ebenso herzlich gratuliere:
Claus Hessler ist als Best Educator nominiert.
Annika Nilles ist gleich zweimal nominiert: in den Kategorien Prog und Tour.
Noah Fürbringer ist in der Kategorie Jazz Fusion nominiert.
Das ist doch eine tolle Gelegenheit, die deutsche Drum-Community zu unterstützen. Wenn Ihr einen oder mehrere von uns unterstützen möchtet, könnt Ihr noch bis zum 30. September abstimmen:
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Diesmal werfen wir einen Blick auf zwei spannende Workshop-Angebote mit brasilianischem Schwerpunkt. Außerdem gibt es Neuigkeiten von ProMark und Pearl. Für alle, die ihr eigenes Spiel weiterentwickeln möchten, stellen wir ein neues E-Book von Hudson Music vor. Und zum Abschluss haben wir noch einen Hör-Tipp, der Euch vielleicht sogar dazu inspiriert, selbst einmal mit einem anderen Drummer gemeinsam Musik zu machen.
War was für Euch dabei?
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