Wenn wir über die ganz alten Constantinoples reden, dann sind das eventuell die Becken mit der größten Streuung überhaupt. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Schmiede mehrere Rohlinge übereinander gelegt haben, wenn sie sie in Form gehämmert haben, um Zeit zu sparen. Dadurch variieren die Glocken und Profile wohl sehr stark. Falls jemand mehr weiß, bitte korrigieren. 
Ich konnte bisher nur 3 oder 4 richtig alte Exemplare in Natura hören, aber keins davon hatte eine besonders tiefe Hämmerung. Eins war wirklich absolute Spitze, die anderen naja bis gut. Leider kostet ein gutes Ride - wenn man es denn findet - 1000€ oder mehr. Da kaufe ich mir lieber 10 gebrauchte, aktuelle Rides und behalte das Beste. Und auch wenn ich nur ein paar Exemplare der alten Ks kenne, rauschen die mir bekannten dünnen As wesentlich stärker. Wie die Becken damals klangen lässt sich aber auch schwer rekonstruieren. Über 100 Jahre wird sich der Klang vermutlich etwas ändern.
Zu David's Abhandlung sage ich lieber nix ("die waren so gut, dass sie der osmanische Sultan für gut befand" ääh, ja...).
Ohne den guten Sultan zu kennen, unterstelle ich ihm, sich mit Becken in etwa so gut auszukennen wie Fürst Uranov mit Wodka.