Beiträge von jakobs

    Wir hatten noch ein Trampolin mit 25cm Stahlrohren im Garten, jetzt baue ich mir erstmal ein Glockenspiel - Bilder kommen noch! Darüber hinaus gibt es hier einen Vergleich des Staatsorchester Stuttgart von Glocken, Röhrenglocken, Plattenglocken und Orchesterschalen. Weitere Bilder von Orchesterschalten gibt's beim der Glockengießerei (auch Einsatz zusammen mit Drumset), die schreibt:

    Zitat

    Zum Vergleich: eine Orchester-Schale mit dem Ton a/0 wiegt nur 170 kg, die entsprechende Glocke jedoch ca. 4.400 kg.

    Na, da soll sich noch jemand beschweren, dass das Drumset zu schwer ist!

    Danke für die vielen Antworten! Ich bin inzwischen in ein Rabbit Hole bezüglich der Berechnung von Chimes gefallen und bei der Analyse von Schwingenden Metallstangen mit Spektrogrammen angelangt. Kurze Zusammenfassung der Recherche:

    • Feierliche Weihnachtsglocken klingen ähnlich wie Kirchenglocken, die sind aber nicht praktikabel. Selbst AC/DC (Hells Bells) und Metallica (For Whom the Bell tolls) nutzen in der Regel live keine echten Glocken. Ich meine mal irgend ein Video einer größeren Band gesehen zu haben, die als Effekt eine echte Glocke mit dem Hammer geschlagen hat. Für Weihnachtsmusik braucht es aber mindestens 2-3 zueinander gestimmte, kleinere Glocke
    • Professionell werden als Konzertglocken Röhrenglocken aka Tubular Bells verwendet. Wenn in Aufnahmen von Weihnachtsstücken Glocken zu hören sind, gehe ich davon aus, dass es meist solche sind. Die Dinger sind aber teuer und groß, also nur als einzelnes Instrument zu spielen.
    • Bezüglich Klang und Praktikabilität ist ein Sample-Pad sicher die beste Lösung (Keyboard geht auch, ist aber nicht so gut vom Drumset aus zu spielen)
    • Wenn es akustisch und bezahlbar sein soll, ist ein Glockenspiel (Metall-"Xylophon") ein guter Kompromiss. Crotales sind etwas teurer aber flexibler.
    • Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, sich aus Metallrohren selber ein Metallophon zu bauen. Je nach Aufwand und Umfang kommt dann etwas zwischen Röhrenglocken und Glockenspiel heraus. Ich habe noch ein Kupferrohr vom Heizungsbauer gefunden und es klingt machbar.

    Die einzige Band, die anscheinend alle diese Instrumente live spielt(e) ist wohl Rush. Neil Peart ist später aber auch für das Extra-Gedöns auf elektronisch umgestiegen.


    Zwischenfazit: Entweder professionelle Tubular Bells, oder getriggerte Samples oder mit verschiedenen Metall(ophonen) nach eigenem Bedarf herumexperimentieren.

    Ist das musikalische Umfeld denn definiert? Ich habs noch nicht erfasst.

    Ihr habt einen anderen Hintergrund. Bei mir geht es um eine schöne Weihnachtsfeier mit Musik. Von den genannten Lösungen habe ich bisher keine. Zur Not hat irgend jemand ein Glockenspiel/Röhrenspiel oder ich baue etwas selber.

    Chimes sind aber keine Weihnachtsglocken und klingen nur, weil sie aneinanderklimpern. [...] Wer kommt in deinem musikalischen Umfeld biddeschön auf die Schnapsidee, von dir Weihnachtsglocken zu verlangen [...] Keyboard-Fraktion. Bei Einzelteilen oder sehr schlichter Melodie ginge vielleicht auch ein Sampling Pad.

    Die Bezeichnung Chimes ist mehrdeutig, du meinst ein Windspiel. Wenn die Röhren der Reihen nach angeordnet und gestimmt sind, lassen sie sich auch einzeln anspielen, schlagen aber leicht unbeabsichtigt gegeneinander, das scheint mir nicht praktikabel - vielleicht lassen sich die Röhren mit einer zusätzlichen Vorrichtung trennen und dämpfen. Ich finden den Klang von Glocken für Weihnachtslieder songdienlich und niemand verlangt Perfektion. Danke für den Hinweis auf Keyboard und Sampling Pad, das wären zwei Möglichkeiten, mit Glocken zur Musik beizutragen.

    Ach, ist ja schon fast wieder Weihnachten! Bei Weihnachtsliedern machen sich Glocken gut (Beispiel: Do They Know It's Christmas?), die Glocken der Becken eignen sich aber nicht, um eine einfache Melodie darauf zu spielen, da sie sich nicht wie Toms aufeinander stimmen lassen. Habt ihr (außerhalb des voll ausgestatteten Orchesters) etwas passendes am Drumset im Einsatz? Das Ideal wären Röhrenglocken, die sind aber aber zu groß und teuer und lassen sich schlecht sitzend vom Set aus spielen. Machbar wäre wohl ein Glockenspiel, das ist nur etwas zu klein, um es ohne Wechsel der Mallets oder Sticks zu spielen - dafür ist es ein eigenständiges Instrument, also immer eine sinnvolle Anschaffung. Crotales klingen dagegen in meinen Ohren eher Richtung Triangel. Ich überlege aus Kupferrohren selber etwas zu bauen - Josh hat das für Mark Tree gezeigt und scheint für DIY eigentlich ok zu klingen. Was nutzt ihr für den Klang von Weihnachtsglocken?


    P.S: Darüber hinaus gibt es noch Schellen/Glöckchen/Sleigh Bells, das sind die runden kleinen, die bei "Jingle Bells" nicht fehlen sollten, die meine ich nicht. Als Ersatz für letztere reicht auch ein montiertes Tamburin oder etwas fizzeliges auf der Hihat.

    Hast du inzwischen etwas gefunden? Ich habe mich gefragt, warum Ride-Becken praktisch nur ab 18" angeboten werden. Im Cymbal-Wiki habe ich ein einziges 14" Ride gefunden (Paiste 2002 14" Ride), einige Crash/Ride und ein paar 16" Ride - alles ältere Modelle. Spielt niemand mehr kleine Ride-Becken? Und die paar wenigen, die das tun (welche Art von Musik?) kaufen sich keine neuen Becken sondern Becken von früher oder funktionieren eine Hihat um?

    Hier ein Bericht bei dem auch zu sehen ist, wie das Ding aufgebaut wird. Der Pluspunkt ist mit 5,8 kg für ein Set mit Sitz, so dass es auch von einem Kind transportiert werden kann. Oder zum Mitnehmen in den Urlaub oder in die Natur. Das Set sieht allerdings aus und klingt wie Mülleimer - und leider nicht wie erfolgreiche Versuchen, Mülleimer als Schlagzeug zu verwenden (z.B. hier). Ich finde es trotzdem inspirierend. Meine kleine Snare, Hi-Hat-Becken und Sitzfläche lassen sich noch in einer 18" Bass-Drum stapeln, aber die Hardware braucht eine zweite Tasche und insgesamt wiegt es bestimmt mehr als das Fünffache der des Nuvo ZIP Kit.

    Interessant finde ich vor allem, dass ich noch nie irgendwas davon in echt auf irgendeiner Bühne gesehen habe

    Gemessen an der Zahl der Spieler*innen sehe ich auch sehr wenige Blockflöten auf Bühnen. Es gibt eben noch andere Szenarien, Musik zu machen als Band-Gigs & Bühnen.

    Danke, sieht gut aus, passt! Die Beispiel-Noten sind allerdings recht einheitlich; wie sieht es bei unterschiedlichen Längen bzw. Pausen in einem Takt aus und mit Triolen? Wenn nicht alle Schläge gespielt werden, hängt es von der Taktart ab, ob ein längerer Notenwert oder ein Pausenzeichen gesetzt wird, das ist nochmal eine Größenordnung komplexer.

    ich werde mich ans Projekt Onlinegenerator wagen

    Das ist vermutlich eher ein eigenes Thema, aber so läuft die Diskussion. Ich bin selbst Softwareentwickler und habe Anfang des Jahres mit einer Webanwendung für Rhythmen begonnen (hier noch nicht vorgestellt, da mir noch nicht ausgereift genug): das ist etwas weniger kompliziert aber trotzdem komplex. Ich würde mich gerne als Tester beteiligen oder auch etwas an Funktionalität beitragen. Allerdings könnte es sinnvoller sein, nicht wieder etwas ganz Neues zu bauen, sondern auf Bestehendem aufzubauen: die Webanwendung Groove Scribe ist Open Source und bietet schon mehr als sich mal so eben selber entwickeln ließe (abgesehen von Vibe-Coding mit KI, da bin ich dann raus).

    Der Titel "Mädels in den Drum" ist kann auch (ggf. ungewollt) diskriminierend sein, wenn damit allgemein Frauen gemeint sind, aber in manchen Fällen passt es: so bin ich gerade über Nandi Bushell gestolpert, die mit 5 Jahren angefangen hat. Zehn Jahre später hat sie nicht nur knapp eine halben Millionen Follower auf YouTube, sondern auch mit und vor zahlreichen Größen live gespielt. Nicht zuletzt hat sie ein Kinderbuch veröffentlicht, in dem sie Ihre Geschichte auf einer Seite darstellt und die Begeisterung fürs Schlagzeug-Spielen weitergeben möchte. Begeisterung ist auch das was nach meinem Eindruck als Erstes bei ihren Videos rüberkommt: diese reine Spielfreude ist sicher auch einer der Gründe für Ihren Erfolg.

    Beziehst du dich auf das fünfte Konzept?


    Die ersten beiden Konzepte scheinen nicht ganz zum Schlagzeug zu passen, die anderen beiden sind nach Gehör Spielen/Transkribieren und Mitsingen, oder?

    Das müsste eigentlich mit jedem einfachen Standardpedal gehen

    Ach super, danke für die Bilder! Es geht aber nach meinem Verständnis nur wenn sich 1.) der Winkel des Beaters einstellen lässt - das sollten fast alle aber nicht die billigst Millenium-Maschine die ich hier auch rumfliegen habe - und 2.) die Kette oder das Band zumindest an einer Seite (Trittbrett oder Rolle) abgemacht werden kann, um sie einmal um 180 Grad zu drehen. Vielleicht hilft auch ein Kettentrenner aus dem Fahrradbedarf. Oder habe ich etwas übersehen?

    Vielen Dank für die Tipps. Ich habe inzwischen alle meine drei Fußmaschinen einmal auseinandergenommen und wieder zusammengebaut. Konstruktionsbedingt lässt sich nur eine so umkehren, dass der Schläger von unten nach oben schlägt und auch das mit einigen Nachteilen verbunden (wenig Spielraum bei der Einstellung, Fuß schlägt bei festem Tritt auf dem Metall auf, und Stellung der Kette sieht nicht gesund aus). Gleichzeitig finde ich es sehr angenehm und flexibel, die Trommel auf eine weitere Weise anschlagen zu können - wenn es nicht so unpraktisch wäre, hätte ich unter der Floor-Tom immer eine zusätzliche Fußmaschine.

    Ich denke ich werde mir daher zusätzlich eine passende Fußmaschine (Tama HP30CJ) besorgen. Das Set von Gibraltar scheint dagegen nur für 14" Toms zu passen.

    Während andere Stand-Toms zur Bass-Drum umbauen habe ich Standbeine an meine 18er Bass-Drum geschraubt. Ursprünglich um ein Setup á la Moe Tucker auszuprobieren, aber dann ist mir aufgefallen, dass die Bass-Drum nicht nur von oben mit Mellets sondern auch von unten mit der Fußmaschine angeschlagen werden kann. Prinzipiell lässt sich das so spielen - quasi Tripple-Bass - aber der Schläger muss so eingestellt werden, dass er fast schon auf dem Fuß liegt um durch Tritt in die Vertikale gegen das Fell bewegt zu werden - und prallt dann unbequem zurück gegen den Fuß. Hat jemand eine Idee wie eine Fußmaschine eingestellt sein könnte, um damit von unten gegen die Bass-Drum zu schlagen?

    über die Erkennung von Notenwerten (Enote, Klangio KI) für Gitarren, Geige, Blasinstrumenten, Piano (leider keine Schlagzeugnoten)

    Als ich warte noch auf die KI, die mir die Schlagzeugnoten aus Songs raus hört und auf mein Niveau aufschreibt! :S

    Klang.io kann inzwischen auch Schlagzeug. Ich hab's noch nicht selber ausprobiert, nur einige Forschungsarbeiten zum Thema gesehen. Im Gegensatz zu manch anderen KI-Prognosen hier und anderswo sollte Musik-Erkennung mit sehr hoher Qualität umsetzbar sein. Wenn die Ergebnisse nicht den eigenen Anforderungen genügen ist es entweder nur eine Frage der Zeit oder liegt daran, dass die Noten zwar alle richtig sind, es aber verschiedene Möglichkeiten gibt das gleiche Stück aufzuschreiben (bspw. 12/8 Takt mit reinen Achteln statt 4/4 mit Triolen). Ob und wo der Einsatz von KI zur Transkription sinnvoll ist, ist eine andere Frage.