Beiträge von jakobs

    Hier ein Bericht bei dem auch zu sehen ist, wie das Ding aufgebaut wird. Der Pluspunkt ist mit 5,8 kg für ein Set mit Sitz, so dass es auch von einem Kind transportiert werden kann. Oder zum Mitnehmen in den Urlaub oder in die Natur. Das Set sieht allerdings aus und klingt wie Mülleimer - und leider nicht wie erfolgreiche Versuchen, Mülleimer als Schlagzeug zu verwenden (z.B. hier). Ich finde es trotzdem inspirierend. Meine kleine Snare, Hi-Hat-Becken und Sitzfläche lassen sich noch in einer 18" Bass-Drum stapeln, aber die Hardware braucht eine zweite Tasche und insgesamt wiegt es bestimmt mehr als das Fünffache der des Nuvo ZIP Kit.

    Interessant finde ich vor allem, dass ich noch nie irgendwas davon in echt auf irgendeiner Bühne gesehen habe

    Gemessen an der Zahl der Spieler*innen sehe ich auch sehr wenige Blockflöten auf Bühnen. Es gibt eben noch andere Szenarien, Musik zu machen als Band-Gigs & Bühnen.

    Danke, sieht gut aus, passt! Die Beispiel-Noten sind allerdings recht einheitlich; wie sieht es bei unterschiedlichen Längen bzw. Pausen in einem Takt aus und mit Triolen? Wenn nicht alle Schläge gespielt werden, hängt es von der Taktart ab, ob ein längerer Notenwert oder ein Pausenzeichen gesetzt wird, das ist nochmal eine Größenordnung komplexer.

    ich werde mich ans Projekt Onlinegenerator wagen

    Das ist vermutlich eher ein eigenes Thema, aber so läuft die Diskussion. Ich bin selbst Softwareentwickler und habe Anfang des Jahres mit einer Webanwendung für Rhythmen begonnen (hier noch nicht vorgestellt, da mir noch nicht ausgereift genug): das ist etwas weniger kompliziert aber trotzdem komplex. Ich würde mich gerne als Tester beteiligen oder auch etwas an Funktionalität beitragen. Allerdings könnte es sinnvoller sein, nicht wieder etwas ganz Neues zu bauen, sondern auf Bestehendem aufzubauen: die Webanwendung Groove Scribe ist Open Source und bietet schon mehr als sich mal so eben selber entwickeln ließe (abgesehen von Vibe-Coding mit KI, da bin ich dann raus).

    Der Titel "Mädels in den Drum" ist kann auch (ggf. ungewollt) diskriminierend sein, wenn damit allgemein Frauen gemeint sind, aber in manchen Fällen passt es: so bin ich gerade über Nandi Bushell gestolpert, die mit 5 Jahren angefangen hat. Zehn Jahre später hat sie nicht nur knapp eine halben Millionen Follower auf YouTube, sondern auch mit und vor zahlreichen Größen live gespielt. Nicht zuletzt hat sie ein Kinderbuch veröffentlicht, in dem sie Ihre Geschichte auf einer Seite darstellt und die Begeisterung fürs Schlagzeug-Spielen weitergeben möchte. Begeisterung ist auch das was nach meinem Eindruck als Erstes bei ihren Videos rüberkommt: diese reine Spielfreude ist sicher auch einer der Gründe für Ihren Erfolg.

    Beziehst du dich auf das fünfte Konzept?


    Die ersten beiden Konzepte scheinen nicht ganz zum Schlagzeug zu passen, die anderen beiden sind nach Gehör Spielen/Transkribieren und Mitsingen, oder?

    Das müsste eigentlich mit jedem einfachen Standardpedal gehen

    Ach super, danke für die Bilder! Es geht aber nach meinem Verständnis nur wenn sich 1.) der Winkel des Beaters einstellen lässt - das sollten fast alle aber nicht die billigst Millenium-Maschine die ich hier auch rumfliegen habe - und 2.) die Kette oder das Band zumindest an einer Seite (Trittbrett oder Rolle) abgemacht werden kann, um sie einmal um 180 Grad zu drehen. Vielleicht hilft auch ein Kettentrenner aus dem Fahrradbedarf. Oder habe ich etwas übersehen?

    Vielen Dank für die Tipps. Ich habe inzwischen alle meine drei Fußmaschinen einmal auseinandergenommen und wieder zusammengebaut. Konstruktionsbedingt lässt sich nur eine so umkehren, dass der Schläger von unten nach oben schlägt und auch das mit einigen Nachteilen verbunden (wenig Spielraum bei der Einstellung, Fuß schlägt bei festem Tritt auf dem Metall auf, und Stellung der Kette sieht nicht gesund aus). Gleichzeitig finde ich es sehr angenehm und flexibel, die Trommel auf eine weitere Weise anschlagen zu können - wenn es nicht so unpraktisch wäre, hätte ich unter der Floor-Tom immer eine zusätzliche Fußmaschine.

    Ich denke ich werde mir daher zusätzlich eine passende Fußmaschine (Tama HP30CJ) besorgen. Das Set von Gibraltar scheint dagegen nur für 14" Toms zu passen.

    Während andere Stand-Toms zur Bass-Drum umbauen habe ich Standbeine an meine 18er Bass-Drum geschraubt. Ursprünglich um ein Setup á la Moe Tucker auszuprobieren, aber dann ist mir aufgefallen, dass die Bass-Drum nicht nur von oben mit Mellets sondern auch von unten mit der Fußmaschine angeschlagen werden kann. Prinzipiell lässt sich das so spielen - quasi Tripple-Bass - aber der Schläger muss so eingestellt werden, dass er fast schon auf dem Fuß liegt um durch Tritt in die Vertikale gegen das Fell bewegt zu werden - und prallt dann unbequem zurück gegen den Fuß. Hat jemand eine Idee wie eine Fußmaschine eingestellt sein könnte, um damit von unten gegen die Bass-Drum zu schlagen?

    über die Erkennung von Notenwerten (Enote, Klangio KI) für Gitarren, Geige, Blasinstrumenten, Piano (leider keine Schlagzeugnoten)

    Als ich warte noch auf die KI, die mir die Schlagzeugnoten aus Songs raus hört und auf mein Niveau aufschreibt! :S

    Klang.io kann inzwischen auch Schlagzeug. Ich hab's noch nicht selber ausprobiert, nur einige Forschungsarbeiten zum Thema gesehen. Im Gegensatz zu manch anderen KI-Prognosen hier und anderswo sollte Musik-Erkennung mit sehr hoher Qualität umsetzbar sein. Wenn die Ergebnisse nicht den eigenen Anforderungen genügen ist es entweder nur eine Frage der Zeit oder liegt daran, dass die Noten zwar alle richtig sind, es aber verschiedene Möglichkeiten gibt das gleiche Stück aufzuschreiben (bspw. 12/8 Takt mit reinen Achteln statt 4/4 mit Triolen). Ob und wo der Einsatz von KI zur Transkription sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

    Rhythm Bot schaut eher automatisiert aus oder

    RhythmBot (Android & Apple) ist bisher die einzige App, die ich je gekauft habe und bin sehr zufrieden. Die App deckt aber nur einen Teil des Lernens ab und zwar das (schnelle) Lesen und Spielen nach Noten mit Metronom. Oder das das Transkribieren nach Gehör. Und das Rhythmusgefühl allgemein. Ich nutze RhythmBot weniger mit/am Schlagzeug sondern wenn ich irgendwo zwischendurch ein paar Minuten warten muss. Gamification ist durch verschiedene Level/Einstellungen möglich, du musst dir aber selber Ziele setzen wie: X-Minuten oder Schläge fehlerfrei bei Tempo Y.

    Es gibt inzwischen aktuelles Material von Takaichi und das sogar zusammen mit dem Südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung:


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    Und bevor sich jemand abschätzig über das musikalische Niveau äußert: denkt daran, was Politiker sonst so abliefern!

    Ich höre (!) euren Podcast inzwischen regelmäßig, wenn auch oft mit etwas zeitlichem Abstand. Zur neuen Rubrik "Übung des Monats" kann ich nur sagen, dass die Idee zwar gut ist aber an meinem Nutzungsverhalten vorbei geht. Um irgendwelche Shownotes und zusätzlichen Videos aufzusuchen, muss mich das Thema schon sehr interessieren. Wenn ich Podcast höre, kann oder möchte ich gerade nicht auf einen Bildschirm schauen oder von Querverweisen abgelenkt werden. Daher wäre zumindest eine Kurzversion der Übung im Podcast hilfreich oder noch viel besser: das Thema direkt im Podcast in 2-4 Minuten so erklärt, dass gar kein zusätzliches Video notwendig ist. Auf YouTube gibt es unzählige Übungsvideos, wieso sollte ich mir gerade Eure ansehen? Wenn die Übung Teil des Podcast wäre (ist sie nicht, nur verlinkt) würde zumindest mir das mehr bringen. Das ist keine Kritik an euren Lehrkompetenzen, ich nutze u.A. regelmäßig Dirks tolles Buch der Drumstile.

    Ich kenne die Noten mit einem Strich ( nicht jene mit drei, die einen Wirbel darstellen) als "Faulenzer", weil man die Noten nicht einzeln notiert.

    Soweit ich weiß sind Faulenzer die Symbole 𝄍 , 𝄎 oder 𝄏 die anzeigen, den vorherigen Teil (z.B. letzter Takt) nochmal zu spielen. Den Strich durch einen Notenhals kenne ich als Zeichen für einen Trommelwirbel allgemein oder als Zeichen, die entsprechende Note als (closed roll?) Wirbel bei n Strichen 2ⁿ mal zu wiederholen, da ist die Interpretation aber eher uneinheitlich. In Stick Control stehen zwei Striche mal für 4 Noten (Seite 32, Nr 61 Links, 𝅘𝅥𝅮 + 𝅫 = 𝅘𝅥𝅰 𝅘𝅥𝅰 𝅘𝅥𝅰 𝅘𝅥𝅰), mal stehen drei Striche mal für 5 Noten als Quintole über eine halbe Note (Seite 38 Nr. 21), mal die gleiche Notation für 8 Schläge über eine halbe Note (Seite 43, Nr 13), mal für 10 Noten (Seite 39, Nr. 13).


    P.S: Ich würde die Striche als Tremolo- oder Wirbel-Striche bezeichnen mit der Semantik ein Strich=verdoppeln, zwei Strich=Vervierfachen, drei Striche=irgendwas mehr als vier. Nur als Presswirbel würde ich das nicht interpretieren, dafür gibt's das kleine 𝆎 (nicht von allen Notensatzprogrammen unterstützt).


    P.P.S: Hier hat jemand im Detail die verschiedenen Notationen für Schlagzeugwirbel auseinander genommen und eine Tabelle der Symbole gibt's im Unicode-Standard.

    Sieht interessant aus, kannst du noch etwas mehr dazu sagen? Was für eine Bassdrum ist das? Kommen noch Becken dazu? Wie sicherst du das Brett gegen wegrollen? Vielen Dank & frohes Fest!


    P.S: Das mit dem Snare Kick Riser ist ein ganzes Rabbit Hole: offensichtlich lässt sich auch ganz ohne Arme Schlagzeug spielen:

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    Mein Senf hier nur, weil ich ebenfalls "Anfänger auf die 50 zugehend im Raum Südniedersachsen" bin: der teuerste Einzelkauf meines Equipments war bisher das Practice-Pad (Meinl Split Tone Practice Pad Anika Nilles, noch bevor sie zu Rush gegangen ist, der Kauf hat sich also anscheinend gelohnt!). Ansonsten waren der größte Posten neue Felle und ein Drumhocker. Dann Kleinkram wie Sticks, und Bücher, Hardware-Zubehör und zuletzt ein Metronom (10€ geht aber immer zu langsam wenn ich Fills spiele). Für das Drumset selber habe ich nur 60 € ausgegeben (bzw. einmal 50 € für ein halbes Vintage-Set, und einmal 10 € für ein billiges Anfänger-Sets). Du bekommst für 100 € komplette Sets gebraucht hintergeschmissen wenn die Kinder keine Lust mehr haben oder es den Eltern zu laut ist. Die klingen auch etwas scheiße aber mit neuen Fellen schon ok und der begrenzende Faktor ist erstmal sowieso nicht das Instrument sondern die eigenen Fähigkeiten. Außerdem sind billige Instrumente Punkrock! Mehr als 300€ würde ich zum Anfangen nicht für ein Set ausgeben, lieber neue Felle und später mal eine neue Snare und bessere Becken. Die Prioritäten und Präferenzen sind aber natürlich individuell, also hör lieber auf die Altvorderen als auf mich!

    Zitat

    einer meiner lieblingsschlagzeughersteller hat seit längerem drums aus recycletem Holz Und Fischernetzen die 3d gedruckt werden im angebot

    Die Idee ist schon toll aber so lange mit 3-Druck ein stinknormaler runder Kessel produziert wird, verstehe ich den Sinn nicht ganz. Es lassen sich doch genau so andere Formen wie die von Djembe und Conga oder komplexer Muster, verdrillte Bäuche etc. herstellen, die mit herkömmlichen Herstellungsverfahren nicht möglich sind.