Alles anzeigenMan sollte das historisch betrachten: Der Click ist keine "Erfindung" des Drummers oder der restlichen Musiker für den Drummer, sondern des Tontechnikers/Produzenten für sich selbst.
Denn erst damit konnte er völlig frei Musik schneiden, loopen und editieren.
In den 60ern, 70ern und frühen 80ern hat kein Mensch einen Klick verwendet.
Die Musik hat bestenfalls gelebt und geatmet, schlimmstenfalls geeiert. Das hat niemanden interessiert und es wird kein Mensch behaupten, "Satisfaction" , "Hey Jude" oder "Smoke on the Water" wären noch größere Hits geworden, wenn sie tighter gespielt worden wären.
Dann kamen bessere Produktionsmöglichkeiten und die Sequencer und vorbei war's mit der Freiheit ...
In den meisten Spielarten von Jazz und Blues wird bis heute nicht geklickt. Man recordet den einen "magischen" Take und gut ist.
Überlegt euch, ob ihr die Master eurer Musik sein wollt oder die Sklaven eines Technikers. Seht zu, dass ihr als Band tight seid, dann sind ein paar Beats mehr im Refrain und eine etwas entspanntere Strophe für niemanden ein Problem, schon gar nicht für Zuhörer.
Sorry, aber jetzt wirds lächerlich.
"Click" = eine Erfindung der Tontechniker?
https://de.wikipedia.org/wiki/Metronom
Soviel dazu.
Das wurde seit jeher nicht nur in Studios verwendet.
Es geht auch überhaupt nicht um Mensch "gegen" den bösen Klick,
mit regelmäßigem Üben wird ein Klick eher dein bester Freund.
Fakt ist: ein unsauberer Drumtrack verkompliziert (manchmal: versaut) die Arbeit aller anderen Beteiligten.
Und wenn sich dann ein Drummer auf ein paar der weltbesten Drummer der 60er/70er Jahre rausredet "(die haben das auch so gemacht, das muss so"), tja,
da möchte ich zumindest nicht der Tontechniker oder ein Mitmusiker sein.