Beim kurzen Überfliegen drängt sich mir der Verdacht auf, dass eigentlich alle einer Meinug sind.
Praktizierende Musiker achten gerne (oder unwillkürlich) auf die handwerkliche Seite der Musik und interessieren sich deshalb oft für weitere Details wie eben die Bandbesetzung.*
Bei Personen, die Musik nicht praktizieren, liegt der Schwerpunkt beim Hören von Musik sicher auf dem künstlerichen Aspekt. (Auf die Tatsache, dass die Grenzen natürlich verschwimmen, möchte ich nicht eingehen. Die bisherige Diskussion hat ja gezeigt, dass der Aufwand einfach nicht lohnt.)
Diese Unterscheidung, wenn man es überhaupt so nennen will, ist aber trotzdem vollkommen wertfrei. Luna sagt, meiner Meinung nach zurecht, dass Nichtinstrumentalisten möglicherweise viel freier und offener an Musik herangehen. Reed (hier mal als Beispiel missbraucht) hat aber im Prinzip nichts Anderes gesagt, das Pferd (oder hohe Ross
) nur von der anderen Seite aufgezäumt: Instrumentalier bzw. "Musiker" betrachten Musik differenzierter.
Keiner von beiden hält eine der Herangehensweisen für besser. Wo liegt also das Problem?
Ein Schauspielschüler achtet bei einem Film sicher auch auf andere Details als ein Laie. Wenn ich ein Gemälde sehe, dann weiß ich, ob es mir gefällt, aber nicht ob die Farb- und Materialwahl die Herstellung besonders schwierig gemacht haben.
* Weiterhin interessiert sich natürlich der Fan für die Bandbesetzung. Die Gründe für das Mögen müssen hierbei ja bekanntermaßen nichts damit zu tun haben, wie gut das Mitglied das Instrument beherrscht. Bandmember sind schwer zu ersetzen, wenn sie die Erscheinung der Band prägen, egal ob musikalisch, optisch, oder sonst wie. Welche dieser Eigenschaften wichtiger ist, ist stark Genre-abhängig.