So einen Event wie den Bundesvision Songcontest finde ich persönlich recht langweilig, weil die Bands eben nicht live spielen. Gerade die Möglichkeit auf der Bühne spontan zu sein, die kleinen Unterschiede zum Original und vllt. das Agieren mit dem Publikum sind das, warum ich lieber Livebands sehe, als mir die CDs in den Player zu schieben.
Trotzdem habe ich natürlich genug gesunden Menschenverstand, um nachvollziehen zu können, dass gerade bei Sendungen mit einem Format in der Größenordnung des Songcontests die Aufwand/Nutzen-Rechnung bei weitem nicht aufgehen würde.
Wofür ich aber seinerzeit kein Verständnis hatte, war die Veranstaltung vom Herrn Raab "TV-total on ice". Da wurden die Toten Hosen ganz groß angekündigt und anstatt bei so einem Event mal richtig live zu rocken (man erinnere sich, dass die CDs der Kapelle unter der Rubrik Punk zu finden sind), performten die Herren einen Playback im gemäßigten 6/8 Takt.
Ob hier eine Liveübertragung möglich gewesen wäre, weiß ich nicht. Aber eine Band wie die Hosen, die immer Wert auf Authentizität, oder Street credibility wie es heutzutage so schön heißt, gelegt, hätte das meiner Meinung nach so nicht machen dürfen oder muss sich den Vorwurf der Kommerzialisierung machen lassen.
Ich sehe gerade, dass das schon fast 6 Jahre her ist. Ich bin wohl immer noch nicht drüber weg.
Vllt. wird es jetzt besser, wo ich drüber gesprochen habe.