Beiträge von Korki

    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann soll das Publikum 1x Gesang, 1x Gitarre und Schlagzeug hören.
    Gitarre geht über Gitarrenverstärker, Gesang über die Saalanlage.


    Mein Tipp: Mach dir keinen unnötigen Stress.
    Ohne den Raum gesehen zu haben bin ich mir sicher, dass das Schlagzeug ohne Verstärkung laut genug ist. Da würde ich für den ersten Auftritt rein gar nichts investieren. Vor allem, da Tontechnik kein Plug&Play ist, sondern eine gewisse Erfahrung benötigt, um gute Ergebnisse zu liefern. Natürlich muss man die Erfahrung sammeln, der erste Auftritt ist dafür aber denkbar ungünstig.
    Und sollte sich am Ende rausstellen, dass die Leute in der letzten Reihe die HiHat-Akzente nicht mehr raushören konnten, kann man sich beim nächtsten Mal ja was überlegen. ;)


    Mit einem zusätzlichen Mischpult ist es ja nicht getan. Dazu brauchst du noch Mikros, Mikroständer und Kabel.
    Dazu ist noch nicht gesagt, dass die Saalanlage den benötigten Frequenzbereich überhaupt mit genug Druck abdeckt. Es ist gut möglich, dass die nur für ein paar Ansprachen und CD-Musik da hängt. Dann kann das Schlagzeug sehr schnell sehr blechern klingen.


    Hier nochmal deine Signalkette:
    - schlecht stimmtes Schlagzeug (du schreibst, dass du Anfänger bist, da unterstelle ich das einfach mal, nicht übel nehmen, wenn es anders wäre, wärst du eine seltene Ausnahme) mit günstigen Becken
    - billiger Mikrofonkoffer an günstigen Kabeln
    - neues Mischpult
    - in vorhandenes, unbekanntes Mischpult eingesteckt
    - unbekannte, vermutlich unterdimenionierte Saalanlage


    Die Chance, dass ihr da als unerfahrene Musiker was Anständiges rausbekommt ist eher gering. Und das lingt nicht einmal nur an euch.



    Wie gesagt, ich halte das für unnötig.
    Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass die Bassdrum etwas untergeht, wenn Leute im Raum sind.
    Also würde ich ein vernünftiges Bassdrummikro in die Bass packen und das in die Saalanlage einstöpseln. Da ist ja noch ein Mikrofoneingang frei.
    Das würde ich auch schon bei der Probe im Vorfeld testen und schauen, ob die Lautsprecherboxen damit klar kommen oder verzerren bzw. es blechern klingt.



    Damit bist du dann sehr gut für den Gig aufgestellt.
    Meiner Meinung nach macht ihr das Ergebnis mit mehr Technik eher schlechter als besser.

    Beim Spielen bemerkte ich, dass an der Vier-Uhr-Position deutlich mehr Platz zwischen Fell und Spannreifen ist als anderenorts.


    Alle wahrscheinlich nicht rund, alle mit fühlbar unterschiedlichen Abständen zum Hoop. Das ist noch kein Kriterium, ich weiß, aber ein erster Anhaltspunkt.


    Ich würde fast behaupten, dass man von der Zentrierung des Fells nicht auf die Form des Kessels schließen kann. Da hat jemand das Fell einfach ein wenig schief aufgezogen. Wenn es im Laden schnell gehen muss, achtet der Fachverkäufer vielleicht nicht so genau darauf.

    Problem beim anspielen der E-Drums ist nur das die Musikgeschäfte hier in der Umgebung...


    Wo ist denn hier? Vielleicht hat ja jemand Tipps zum Testen in deiner Umgebung.


    ...meistens nur Roland ausgestellt haben und natürlich alle Billigeren Sets niedermachen.


    Meiner Erfahrung nach müssen das die Verkäufer gar nicht tun. Wenn ich die extrem günstigen Geräte anspiele, merke ich jedesmal (ich versuche es immer mal wieder, wenn ich die Gelegeheit dazu habe), dass die Teile einfach keinn Spaß machen. Die Triggern einfach nicht sauber genug. Und gerade am Anfang des Schlagzeuglernens ist es doch das Wichtigste, dass es zwischen dem ausgeführten Anschlag und dem zu hörenden Geräusch einen eindeutigen kausalen Zusammenhang gibt. 8) Es ist schon frustrierend genug, dass am Anfang die Schläge in der Regel nicht in der gewünschten Lautstärke und zur gewünschten Zeit gespielt werden können. Wenn zu dem eigenen Unvermögen auch noch technische Mängel dazu kommen, wird es schwierig... Für Anfänger ist deshalb solide Ausstattung extrem wichtig. Bei manchen Instrumenten oder Sportgeräten kann man zu Beginn Kompromisse eingehen, beim Schlagzeug ist das aber sehr ungünstig. Und wenn man dann seine eigenen Unfähigkeiten reduziert (oder akzeptiert ;-)) hat, macht solide Ausstattung immer noch genauso viel Sinn. Fazit: Es gibt für mich kein Szenario, in denen minderwertige elektronische Schlagzeuge als Musikinstrumente funktioniert. Ich sehe deren Einsatzgebiet eher als Spielzeuge.


    Was ich dir empfehlen würde, wäre ein gebrauchtes, solides Mittelklasse Set von Yamaha oder Roland (oder 2box). Es muss keine aktuelle Serie sein. Meiner Meinung nach gab es in den letzten Jahren in diesem Bereich keine nennenswerten Fortschritte an der Triggertechnik.
    Die Qualität der Sounds ist Geschmackssache. Da macht man zum heimischen Üben bei keinem der Geräte etwas falsch (allerdings auch nicht viel richtig), die sind alle auf einem Niveau.


    Ich persönlich mag kleine Meshpads nicht (8"). Da machen mir Gummipads viel mehr Spaß. Ich kann die Abneigung gegen die nicht recht verstehen.


    Wie Kaiser und viele andere vor ihm schon schrieb(en): Sieh das E-Schlagzeug als eigenständiges Instrument und du wirst viel Freude damit haben.


    Mir gefallen für den Einstieg Roland Td-3 und Roland Td-6 Sets sehr gut.

    Geh am besten mal in einen Laden und spiel verschiedene E-Kits an.


    Ganz wichtig: Nimm dir mal einen Tag Zeit und teste erst einmal, was dich mit einem E-Set überhaupt erwarten würde.
    Man merkt beim Testen zum Beispiel, ob Gummi-Pads tatsächlich soo schlecht sind oder ob die nicht doch mehr Spaß machen als billige oder kleine Meshhead-Pads.


    Konkret: Ich mag das Roland Td-6, das ist solide.
    Dieses Angebot finde ich fair: Biete E-Drum Roland TD-6V Set
    (Steht allerdings in Österreich. Vielleicht kommst du ja von da oder verbindest den Kauf mit einem Urlaub.)

    Keiner spielt Bumm Tschak so gut wie Herr Rudd.


    Oh, da sind wir uns definitiv einig.
    Wenn man allerdings ein wenig spitzfindindig wäre, könnte man anmerken, dass das nicht das einzige Kriterium sein muss, um der beste Schlagzeuger zu sein. :)
    Aber hey, was soll denn das überhaupt sein so ein "bester Schlagzeuger"? Wie kann man denn Kunst vergleichen? :thumbup:

    Ersetze "besten" durch "erfolgreichsten" und häng vielleicht noch ne Null an die Fünf und es gibt keine Diskussion. 8)
    Oder noch einfacher: Definiere, was einen Schlagzeuger besser als den anderen macht :D .

    Die Frage ist: Wie stramm darf es sein, dass es noch Spaß macht.
    Ums Reißen würde ich mir keine Sorgen machen. Je strammer das Fell allerdings ist, desto mehr Rebound hast du. Dieser "Tennisschläger-Effekt" fühlt sich im Vergleich zum Spielen auf einem Akustik-Schlagzeug sehr unnatürlich an.
    Wenn man kein Akustisches gewohnt ist, fällt es vielleicht nicht ganz so negativ auf. Aber bei weiniger Fellspannung lässt es sich einfach besser spielen. Also gilt es auch hier einen Kompromiss zu finden :-).


    Ist bei akustischen Trommeln aber ähnlich, nur umgekehrt. :) Da hat man bei großen Toms vielleicht gerne einen extrem tiefen Ton, muss sich den aber mit fehlendem Rebound erkaufen.

    Bei einigen Sets ist ein starker Kompressor auf z.B. der Snare.
    Bei diesem Highspeed oder so ähnlich. Bei dem dürftest du beispielsweise quasi keinen Hotspot hören, weil die Signale alle auf ein Level angehoben werden. Dadurch hat man natürlich quasi null Dynamik: Du kannst die Snare nicht leise spielen, sie ist überall und bei jeder Anschlagstärke gleich laut.



    Bei den Padeinstellungen könntest du mal mit der Sensitivität und insbesondere mit der Velocity curve spielen. Wenn du Letztere auf z.B. Loud2 stellst, sollte es schon merklich besser werden. Allerdings alles auf Kosten der Dynamik.

    Mit welchen Pads hast du denn die Probleme?


    Hotspots hat man immer, das ist prinzipbedingt: Die Piezo-Elemente befinden sich in der Mitte der Meshhead-Trommeln. Wenn man da drauf haut, ist das Signal natürlich "unnatürlich" höher als daneben.
    Mit der korrekten Zuordnung der Pads, gegebenenfalls weiterer Anpassung der Parameter und der Fellspannung kann man das schon ein wenig optimieren. Bei größeren Trommeln ist der Effekt auch nicht so groß wie bei kleineren. Vielleicht weil die Chance den Trigger zu treffen einfach kleiner ist :D . Mit den Pd-85 bin ich zumindest nie so richtig warm geworden wegen des Hotspots.


    Ansonsten muss man wohl oder übel die Spielweise ein wenig anpassen: Einfach nicht auf den Sensor hauen ;) Oder immer voll auf den Sensor, dann gibt es auch keine ungewollten Dynamikunterschiede. :)



    edit: Pd-85, nicht 80.

    In dem von Zwaengo beschriebenem Menü gibt es links eine große Zahl: Das ist die Nummer der Bank. Wenn du mit dem Cursor auf diese Zahl gehst, kannst du mit + und - die Bank ändern. Jede Zahl steht für eine Bank.
    Die Bank, die angezeigt wird, ist auch aktiv. Und die Bank ist dann für alle deine Kits und für alles, was du mit dem Td-12 machst, aktiv. Du musst da nichts mehr auswählen oder zuweisen. Einfach die gewünschte Zahl auswählen und das Menü verlassen.


    In deinem Fall musst du eigentlich nur 1x die erste Bank nach deinen Wünschen / entsprechend deines Setups einrichten. Du brauchst ja nicht mehrere Bänke.

    Der eine oder andere benutzt sein Drummodul mit unterschiedlichen Trommel-Konfigurationen.
    Man hat vielleicht im Proberaum ein anderes Set stehen als zu Hause und transportiert nur das Modul.
    Dann ist es praktisch, nicht alle Einstellungen neu vornehmen zu müssen sondern einfach die Trigger-Bank umstellen zu können.


    Dementsprechend muss nur die aktuell ausgewählte Bank deiner Trommel-Konfiguration entsprechen. Die anderen haben keinen Einfluss.

    Ich wollte schon schreiben, dass man ein unbekanntes Set genauso stimmen kann, wie ein bekanntes. Auf die Frage der Herstellerfirma hätte ich Remo, Evans oder Aquarian geschrieben.
    Dann habe ich das "be" gesehen und mich entschieden, besser gar nichts zu schreiben, weil ich nichts Sinnvolles beisteuern kann. :)

    Bloß nix abkleben.
    Ein sauber gestimmtes Set klingt immer gut. Das ist dann Deine einzige Aufgabe.


    Meiner Erfahrung nach funktioniert das so einfach nicht immer.


    Wenn die sauber gestimmten Toms z.B. die Resonanzfrequenz von irgendwelchen eingebauten Sachen im Raum anregen, ist das ziemlich doof.


    Bei Konzerten mit band sollte es nicht das Ziel sein, dass das Schlagzeug besonders gut klingt, sondern dass die Band besonders gut klingt. Das können schon mal zwei ziemlich unterschiedliche Dinge sein.


    Wenn das Schlagzeug in einem kleinen Raum eine enorme, unangenehme Lautstärke vorgibt und der Rest der Kapelle nachziehen muss, dann kann das Ergebnis für den Zuhörer kaum angenehm sein. Rock'n'Roll ist da für mich auch kein Argument.
    Gleiches gilt, wenn das Schlagzeug durch lange, von mir auch saubere Resonanzen einen Soundbrei verursacht, so dass der Bandsound nicht mehr differenziert sein kann sondern nur noch matscht. Alleine mag das Schlagzeug toll klingen, im Kontext vielleicht gar nicht mehr.
    Man sollte halt nicht vergessen, dass alles von den Wänden widerkommt. Da macht es für mich schon oft Sinn, lieber das Set zu dämpfen und dessen Klang zu beschneiden, als den Gesamtsound kaputt zu machen.


    Und wenn es sein muss, dann lege ich mir ein Handtuch auf die Snare. Dann kann ich mit Energie draufhauen ohne Schädel zu sopalten.
    Und im Notfall klebe ich auch meine Becken ab. Wenn überhaupt, dann stört es nur mich. Alle anderen freuen sich, dass sie keinen Tinitus bekommen (Cympads helfen auch ein wenig).




    Und was der Veranstalter oder Ladenbesitzer sagt, ist immer mit Vorsicht zu genießen. Die haben meisten schlichtweg keine Ahnung ;)
    "Volle Pulle rocken, Jungs. Wird super." Wenn man nachher einen zu lauten Soundbrei produziert kann man den Leuten ja sagen, dass das a) Rock'n'Roll ist und b) der Restaurantbesitzer so bestellt hat. Dann seid ihr aus dem Schneider :D


    Ernsthaft: Meiner Meinung nach sollte man banddienlich und Zuhörer-orientiert denken und klingen. Das hat nichts mit unecht oder unrockig zu tun. Das Gegenteil nur etwas mit unprofessionell.