Beiträge von Oliver_Stein

    Die Mehrfachsteckdosen schalten nur einpolig. Je nachdem, wie herum der Stecker der Mehrfachsteckdose in der Wandsteckdose steckt, wird entweder der Neutralleiter oder der Leiter mit der Phase geschaltet. Es kann also sein, dass trotz ausgeschalteter Mehrfachsteckdose die Phase noch in die Netzteile der angeschlossenen Geräte kommt. Dann reicht ein Kriechstrom irgendwo, damit die LEDs flackern. Oder das Netzteil der Microanlage setzt das Gehäuse unter Strom. Wenn Du das verhindern willst, musst Du die Mehrfachsteckdosen so herum einstecken, dass sie die Phase trennen. Kannst Du mit einem Phasenprüfer in den Dosen der Mehrfachsteckdose prüfen, der darf nirgendswo mehr angehen, wenn der Schalter aus ist. Geht er an, musst Du den Stecker in der Wanddose drehen.

    Eine Überlegung ist auch die Kabel am Teppich mit Klett Kabelabdeckungen zu fixieren und im Teppich zu transportieren. Hier müsste man dann gar nichts aufwickeln

    Das finde ich eine coole Idee! Voraussetzung ist aber, dass alles immer exakt gleich aufgebaut wird, denn die Flexibilität so eines Setups ist äußerst gering. Dann könntest Du die Längen der Kabel wirklich exakt ablängen und der Kabelsalat ginge gegen Null. Mein Teppich lagert in der Regel im Schuppen - Kabel würde ich dort nicht lagern wegen der Feuchtigkeit.

    Ein klitzekleines Problem sehe ich nun doch noch mit dem Testansatz: der Verstärker sieht hier natürlich immer eine nahezu ideale Last.

    Das stimmt - ein MIkrosignal wäre realistischer, aber...

    Daher fällt mir auch keine schlaue Methode ein, um dies mit dem selben Quellsignal vergleichen zu können.

    ...mir auch nicht. Ich frage mich ernsthaft, wie das bei "seriösen, wissenschaftlichen" Vergleichstests gemacht wird. Sobald ich ein Mikrosignal auf zwei Wege aufteile, muss ich ja mit Differenzen durch z.B. den Übertrager rechnen. Und wenn man es elektronisch macht, dann stimmen die Impedanzen wieder nicht.


    Ich habe jedenfalls gestern nochmal Sprache mit verschiedensten Mikrofonen aufgenommen (M201TG, RE320, KM184, C414) und dabei festgestellt, dass es feinste Unterschiede zwischen den PreQs und dem Preamp im Clarett gibt (das war mir allerdings vorher klar). Die PreQs klingen immer etwas fetter als der sehr nüchterne Preamp im Clarett. Je nach Mikro kann das gut oder schlecht sein. Außerdem meine ich gehört zu haben, dass der modifizierte PreQ etwas mehr Höhen mit dem M201TG hatte - aber das kann auch genauso an meiner unausgebildeten Sprechstimme und wechselnder Einsprache in das Mikro gelegen haben... So oder so sind es alles nur Nuancen, die viel (also ganz viel) weniger als das Mikrofon ins Gewicht fallen.

    Die PreQ stammen noch aus der Zeit, wo Behringer in D gefertigt hat uns sind sicherlich den nachfolgenden Geräten weit überlegen. Heute die Preamps in den X32 sind wieder auf ähnlichem Niveau, kein Boutique, aber brauchbar.

    Und übrigens, weil wir im Drummerforum sind und der Thread selbstverständlich nicht entgleisen bzw. eskalieren soll, ein meiner Meinung nach "Wunderhörrohr" vom Uli:

    Grenzfläche: Behringer BA 19A :: Bonedo

    Ich habe diese Grenzfläche seit einiger Zeit in der Bassdrum und zum ersten Mal guten Sound out of the box.

    Ich nehme mal an, Du hast meinen Bassdrummikro-Shootout nicht verfolgt, sonst wüsstest Du, dass Du Eulen nach Athen trägst… ;)

    Super interessante Rückmeldungen von euch - vielen Dank dafür! Ich löse dann jetzt mal auf:


    Nr.1: PreQ #1 nach Modifikation

    Nr.2: Originalfile

    Nr.3: PreQ #1 vor Modifikation


    Nachdem der Blindtest draußen war, ist mir eine kleine Schwäche aufgefallen: Das Originalfile hätte ich eigentlich zum faireren Vergleich einmal durch ein leeres Kabel aus dem Interface heraus- und wieder hereinführen müssen - dann hätte es wie die anderen Signale die DA und AD-Wandlung im Bauch gehabt, aber nicht den Preamp. Ich hatte es direkt aus dem Projekt heraus gerendert, was etwas "unsauber" war. Ich liefere das File nochmal nach, nur um zu sehen, was die doppelte Wandlung noch beeinflusst hätte.


    Ansonsten habe auch ich das Originalfile Nr. 2 als etwas klarer im Höhenbereich empfunden, aber einen Unterschied zwischen Nr. 1 und Nr. 3 konnte ich nicht ausmachen. Interessant der Phasen-Auslöschtest - dazu muss man allerdings die Stereofiles auftrennen und nur linke und linke oder rechte und rechte Kanäle vergleichen, denn bei der manuellen Aussteuerung der Testaufnahmen kann es Abweichungen zwischen L/R gegeben haben, die man sonst nicht wegbekommt durch Pegeln auf größte Auslöschung. Aber auch, wenn man das macht, bleibt das Ergebnis so, wie Rampen es beschrieben hat. Nr. 1 weicht nur im Bassbereich ab, während Nr. 3 über weite Teile des Spektrums anders abbildet. Demnach wäre der modifizierte Preamp etwas besser geworden. An dieser Stelle möchte ich aber ein etwas ernüchterndes File präsentieren, nämlich den Verstärkten Rauschteppich des Amps vor und nach der Modifikation:


    PreQ1_Rauschteppich-vor-Mod.mp3

    PreQ1_Rauschteppich-nach-Mod.mp3


    Zunächst ist der Rauschpegel nach der Modifikation ca. 1,5 dB höher (die beiden Files sind durch gleich große Verstärkung um ca. 93 dB entstanden). Das alleine ist schon enttäuschend, aber es kommt noch eine wesentlich qualitative Änderung des Rauschens dazu: während der PreQ vor der Mod ein ganz normales gleichmäßiges Rauschen abgegeben hatte, hört man im Rauschteppich nach der Modifiktation so etwas, das ich "Ripple" nennen würde - unschöne Sprünge und Knackser. Auch sind die Kanäle unterschiedlich im Spektrum.

    Vielleicht hat jemand Ahnung von Elektronik - können diese Nebengeräusche an den IC-Fassungen liegen? In den Modder-Beiträgen war noch die Rede von kleinen Kapazitäten, mit denen man die + und - Spannungsversorgen gegen Masse brücken sollte (irgendwas im nF-Bereich) - aber meine Bastelllust ist momentan erstmal ziemlich im Keller.


    Vorläufiges Fazit: durch das reine Austauschen des Mikrofonvorverstärker-ICs im PreQ haben sich Veränderungen, aber nicht zwingend Verbesserungen ergeben. Den zweiten PreQ werde ich so lassen, wie er ist. Beide Geräte sind nach meiner Einschätzung brauchbar, zumindest für unkritische Signale wie z.B. Toms oder ähnliches. Signale, wo im weiteren Bearbeitungsverlauf der Rauschteppich weiter verstärkt wird (Vocals mit Kompression o.ä.) empfehlen sich für diese Preamps wohl eher nicht.


    Das sind alles Gerätschaften an der Schwelle zwischen SemiPro und Pro.

    Lass das mit der Behringermodifikation und steig, bezüglich der PreAmps, "weiter oben" ein.

    Ich gebe Dir soweit recht, als das ein Behringer PreQ von 1990 vielleicht von der Klasse nicht so richtig zu KM184 oder auch meinen C414B-ULS passt - trotzdem sind diese Geräte in meinem Park vorhanden und ich habe sie schon sehr oft auch bei professionellen Aufnahmen eingesetzt. Die Modifikation war Neugier-getrieben und meine Erwartungshaltung war nicht, damit einen Sprung im Niveau der Behringergeräte zu erreichen (auch wenn manche Modder diesen beschrieben haben - für mich jetzt nicht mehr nachvollziehbar nach meinen eigenen Versuchen).


    Und ja, in den Recordingforen wird man das auch so beraten. Warum ist das wohl nur so?

    Dort wird man bei Erwähnen des Namens Behringer überhaupt nicht mehr beraten, sondern nur noch gebascht. Ob die Leute immer selber einschlägige Erfahrungen mit den Geräten haben, sei mal dahingestellt...

    SemiPro ist der angagierte Hobbymusiker (der/die tiefer in sein Equipment investiert).

    Pro sind, wie richtig bemerkt, Musiker die mit Musik ihr Geld verdienen.

    SemiPro, Pro - das sind in Bezug auf Equipment sehr dehnbare Begriffe. In Bezug auf Musiker noch mehr...


    Wenn das Maß der Dinge das Geld verdienen ist, dann wären die PreQs bei mir Pro-Equipment, weil sie ihren Preis mehrfach schon wieder reingespielt haben... :) Objektiv gesehen sind sie sicher nicht Highend...


    Bezüglich der Qulität von Recordingforen würde ich euch @drummerjoerg und m_tree bitten, dass per PM zuende zu führen, denn ich lese erhebliches Eskalationspotential heraus, dass diesen Thread wahrscheinlich sprengen würde.

    DIN-Stecker 3polig male Schaltung L

    Impedanz: niederohmig, 50 Ω bis 300 Ω
    Anschluss: unsymmetrisch
    Stift 1: nicht belegt
    Stift 2: Masse und Signal -
    Stift 3: Signal +


    Auf der XLR-Seite liegt das +Signal auf Pin 2, - auf Pin 3, Masse an Pin 1.


    Ich würde es so verdrahten. Bilder

    Die richtige Schaltung hast Du in diesen beiden Beiträgen gezeigt bekommen. Dafür braucht es keinen Dr. Ing.


    Der Adapter, den Du da irgendwo aus Altbeständen gekauft hattest, war falsch verdrahtet.

    Bist Du eigentlich sicher, dass das RE20 funktioniert? Theoretisch hätte der Adapter nämlich ein in der Phase gedrehtes Signal liefer müssen...


    Du hast mich bald soweit, dass ich Dir den Adapter zusammen brate... :D

    So, ein PreQ ist modifiziert! OP geglückt, die originalen SSM2017 mussten dran glauben beim Ausbau, denn ich habe sie mit meinen Mitteln nicht heile herauslöten können. Also habe ich die Beine abgeschnitten und sie geopfert...

    Von den neuen SSM2019 habe ich bei einem ein Bein verbogen beim Einstecken in die Fassung - den habe ich erstmal beiseite gelegt. Ansonsten hat alles soweit geklappt und der Funktionstest ist positiv verlaufen.


    Damit ihr ein bisschen Spaß habt, habe ich euch drei Files vorbereitet: einmal das Originalfile, dann die Aufnahme mit dem PreQ vor der Modifikation, dann die Aufnahme nach der Modifikation. Alle drei Files sind auf Lautheit normalisiert - die Unterschiede bei der Aussteuerung sind aber marginal gewesen (max 0,5 dB). Ich biete euch die Files als Blindtest an - vielleicht erstmal nur hören und vergleichen, bevor ihr mit irgendwelchen technischen Analysen nachhelft.

    Die Files sind als Wavedatei in 96 kHz und 24 Bit abgelegt und jeweils ca. 395MB groß.


    PreQ Modifikation Blindtest

    Wie sieht denn die Referenzmessung vom Interface aus, kommt der Hochpass bei tiefen Frequenzen vom Preamp oder vom Interface?

    Das war die Cal-Messung des Interfaces. Bei 20 und 20k Hz hat es jeweils -0,1 dB, der Tiefpass bei den Messungen mit Preamp sollte also tatsächlich mit dem Focusrite Clarett auch messbar sein. THD+N war bei 1kHz 0,00045% - das liegt in der selben Größenordnung wie der von Rampen genannte Wert für das RME Fireface ("Ein RME Fireface liegt z.B. bei 0.00063%.").


    Zur Kontrolle hatte ich auch das Kabel einmal leer gemessen nach der Kalibrierung in Erwartung einer Null-Linie - so sah die aus:


    Die Welligkeit unterhalb von 10 Hz sieht dramatisch aus, beträgt aber nur etwa 1 dB und lässt sich wohl nicht auskalibrieren. Im Bereich von 20-20.000 Hz Ist die Kontrollmessung linealglatt bei Freqenzgang und Phase - das dürfte ja aber auch anders nicht sein.

    Was du noch messen könntest ist die Verzerrung abhängig vom Pegel, also ab welchem Pegel treten Verzerrungen auf. Der SSM 2019 hat bei 15V Versorgung einen möglichen Output Swing von +/- 13,9 V während der 2017 nur 12,3 V bietet. Das ist der nutzbare Bereich im Verhältnis zur Versorgungsspannung, einmal 1,1 V und einmal 2,7 V weniger.

    Ich verstehe, worauf Du hinauswillst, aber ich kann das mit meinem Interface nicht messen. Dafür bräuchte ich echtes Audio-Meßgerät...

    uf der anderen Seite wäre auch die Versorgungsspannung interessant, der SSM2017 ist bis 22 V spezifiziert und der SSM2019 bis 18 V. Wenn der PreQ intern 20V hat ist das vielleicht nicht so klug den 2019 daran zu betreiben.

    Guter Punkt, das werde ich vor dem Auslöten nochmal nachmessen, wie die Spannung im PreQ real aussieht. Edit: nachgemessene +-18V, sollte also gehen.

    Und dann wäre noch das Grundrauschen, also einfach ohne Signal aber an den Ausgang vom Interface angeschlossen. (Offener Eingang bedeutet Widerstand gegen unendlich bedeutet hohes Rauschen.) Beim 2019 müsste das Grundrauschen etwas geringer sein. Aber das ist die Frage ob du das messen kannst und ob es das Netzteil vom PreQ hergibt.

    Das habe ich gemacht - nachdem ich den Preamp auf Unity-Gain (allerdings mit -20 dB Pad gedrückt) eingestellt hatte, habe ich einfach leer gemessen. Der Rauschpegel liegt nach Samplitude bei -90,31 dB. Diese Messung kann ich nach der Modifiktation reproduzieren, weil ich die Verstärkung genau wieder identisch einstellen kann durch einen Testton. Mein Verständnis ist, dass der absolute Wert nicht mit externen (professionellen) Messungen vergleichbar ist, aber ich die Werte vorher/nachher relativ zueinander schon vergleichen kann.

    Interessant wäre m.E. dann auch tatsächlich noch ein praktischer Vergleich - und dafür kann man ja ruhig die ganzen sensiblen Ohren hier zu Rate ziehen. ;)

    Wenn man überhaupt Unterschiede hören kann :/

    Ihr bekommt die Testaufnahmen mit Audiomaterial als Blindtest auf die Ohren! ;)


    und nett vergessen das Armband anzulegen.

    Ich habe kein ESD-Armband - also werde ich mich mit einem Klinkenbabel an die Hauserde anschließen (nein, den Stecker klemme ich mir unter das Uhrarmband, nicht woanders hin...). Letztlich ist ja nur der Moment kritisch, wo ich die neuen Chips aus den Antistatik-Beuteln nehme und in die Fassungen einsetze. Vielleicht noch beim Handling der alten Teile, sofern ich die lebend ausgelötet bekomme...

    Ob man da wirklich was merkt ..naja jetzt hast du angefangen und jetzt wollen wir es auch wissen

    So ungefähr geht es mir jetzt auch, nur das die Erwartungshaltung deutlich reduziert ist! :D

    Da ich ja IC-Sockel einbaue ist weiteres Experimentieren mit That 1510/1512 auch noch möglich... diese Teile werden von RME glaube ich z.B. in den neuen Generationen Quadmic II und Octamic II eingesetzt. Dort ist allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das drumherum besser als bei dem 30 Jahre alten Behringer Design.

    Es stellt sich beim PreQ die Frage, ob der Austausch des Behringer gebrandeten Doppel OPs ggf. eine Verbesserung darstellen würde, aber da würde man wieder viel Geld und Zeit mit ungewissem Resultat in die Hand nehmen.

    Hmmm... klingt für mich nach: Don't fix it if it ain't broken. :/

    Vielleicht sind die Berichte über Modifikationen durch Austausch des SSM2017 dann getrieben durch die reine Erwartungshaltung. In einem Bericht wurde davon geschrieben, dass der modifizierte PreQ im High End Bereich mitspielt - aufgrund der nahezu identischen Daten der beiden Bausteine dürfte es sich bei dieser Einschätzung wohl ziemlich sicher um reines Wunschdenken handeln.

    Da ich die Teile schon hier habe und auch nicht mehr zurück geben kann, werde ich einen der PreQs trotzdem umrüsten - und wenn es nur dazu ist, den Mythos zu widerlegen.

    Aus dem Rest was ich nicht durch ESD zerstöre kann mein Sohn vielleicht batteriegespeiste Preamps für dynamische Mikros zusammen löten.

    Hier noch RTA-Messungen von THD+N:


    PreQ1 - Kanal 2


    PreQ1 - Kanal 1


    PreQ2 - Kanal 1


    PreQ2 - Kanal 2


    Ich denke, ich habe alles dokumentiert, was ich dokumentieren kann mit REW. Verstehen bzw. interpretieren kann ich die Kurven nur zum Teil - Frequenzgang und Phase ist klar, bei den THD+N Kurven ist mir nicht so ganz klar, was der Verlauf bedeutet... Aber das kann mir bestimmt jemand hier erklären. :)

    Ich werde heute anfangen, einen der PreQs auseinander zu nehmen...

    Habe mir aus reiner Neugier mal einen Satz Encore Amba coated bestellt. 10-12-14-16 für 30,- ist schon wirklich günstig. Ich habe die Dinger gestern bekommen und noch keine Gelegenheit gehabt, sie aufzuziehen. Von der Verarbeitung her sind sie aber topp, kommt mir fast besser als Remo USA vor. Mal sehen, wie die klingen - ich werde sie als Resos mit Emperor Suede als Batter nutzen.

    Es gibt zu diesem Thema schon sehr gute und aktuelle Threads hier - hast Du da schon nachgelesen?


    Ansonsten: wie hoch ist Dein Budget, wie viele Trommeln sind abzunehmen, welcher Recher ist da, soll auch die Band mit aufgenommen werden, für Studio oder Live.... Ohne diese Infos kann es keine guten Empfehlungen geben.

    Gestern Abend war es dann doch noch sehr fruchtbar mit den REW-Messungen: ich habe die DI- Box rausgeschmissen aus der Messekette und stattdessen den -20dB Pad am Gerät aktiviert. Die Verstärkung der Vorstufe ist damit immer noch in einem für Schlagzeug realistischen Bereich.

    Ich habe jeden Kanal der Preamps einzeln je 3x gemessen und die Messungen zeigten eine hohe Reproduzierbarkeit bis auf die THD+N Kurve eines Kanals. Die Kurven stelle ich heute Abend hier noch ein, vielleicht kann jemand mit Sachkenntnis zu solchen Messungen mal drüber schauen. Ich kann auch die Messfiles und das Cal-File bereitstellen falls jemand in REW drauf schauen möchte.

    Die Frequenzgänge sind von 20-20.000 Hz linealglatt. Der Phasengang ist unauffällig, zumindest was ich da raus lesen kann. Die Phase steigt zu den tiefen Frequenzen auf ca. 4° an. THD+N ist bei beiden Geräten unterschiedlich, das eine Gerät ist in dem Bereich auf dem halben Niveau des anderen. Den absoluten Wert kann ich nicht einschätzen, dazu fände ich auch eine externe Einschätzung prima. Ich liefere die Kurven heute Abend.

    Was meinst du mit reproduzierbarer Aufnahme? Du hast doch nur eine Aufnahme mit beiden Preamps gleichzeitig gemacht?

    Habe ich vielleicht schlecht ausgedrückt: ich meine damit, dass ich Musik von der DAW abspiele, die ich dann durch die oben beschriebene Kette wieder aufnehme. Reproduzierbar ist das, weil ich über die gesamte Kette Pegelgleichheit durch einen 1 kHz Sinuston einstellen kann. So kann ich vor und nach der Modifikation die gleichen Verhältnisse herstellen und vergleiche nicht Äpfel und Birnen.

    Wozu eine DI mit -30dB PAD?

    Ich wollte die Vorstufen mit einem Pegel beschicken, der in etwa auf dem Niveau liegt, wie sie auch aus Mikrofonen kommen. Im Moment arbeitet der Preamp bei 40 dB Verstärkung - das passt also. Wenn ich mit einem Line-Signal reingehe, kann ich keine weitere Verstärkung durch den Preamp reingeben - dann läuft das Frontend im Leerlauf bei Unity-Gain.

    Die DI wäre doch insoweit gar nicht notwendig, da der 502 sowohl ein -20 db Pad hätte und auch zwischen Line/Mic umschaltbar wäre?

    Ja, die Pad-Schaltung am PreQ könnte ich aktivieren. Der Line-Eingang wird jedoch im Gerät durch ein anderes IC "bedient", das ich nicht austauschen werde. Sobald ich auf Line umschalte, liegt das, was ich austauschen möchte, nicht mehr im Signalweg. Aber mit dem bordeigenen Pad könnte ich die DI-Box komplett umgehen, was wahrscheinlich die Qualität des Rohsignals im Vergleich zur Variante mit der DI-Box verbessern würde.


    Ich werde heute nochmal ein wenig experimentieren - dann ist es irgendwann soweit, dass der Lötkolben rauchen muss... :D