Hier nun ein kleiner Bericht, wie der Gig im Biergarten gelaufen ist:
Am Tag vor dem Gig hatte ich mein MLX neu befellt - die BD (22x16") bekam ein EMAD clear mit einem geschlossenen Powerstroke 3 als Reso verpasst, die auf zwei reduzierten Toms (12"+ 16") bekamen neue G2 clear über die Amba Clear Resos. Mit dem Set ging es am Dienstag auf die 3x3 m² Bühne. Zwei Stunden vor dem Aufbau hatte es noch heftig geregnet bzw. gewittert, aber als wie im Biergarten ankamen, war alles trocken. Zu unserer großen Freude blieb das dann auch den ganzen Abend so, obwohl der Himmel manchmal doch sehr sehr grau und bedrohlich aussah... 
Der Aufbau lief soweit reibungslos - ich hatte mal wieder die A-Karte Trommler und Techniker zu sein, aber einer muss es ja machen. Wir hatten letztlich wie geplant die Gesangsanlage mit zwei 12/2er Topteilen dabei, allerdings drei Monitore auf der Bühne (für jeden Gitarristen einen und einen für mich). Der Bass lief über seinen eigenen Amp und das Schlagzeug war komplett unverstärkt. Eine Besonderheit war, dass die Gitarristen beide ohne Amps und stattdessen über ihre NUX MG-300 spielten - direkt ins Pult. Das war ein Zugeständnis an die Platzverhältnisse, aber es ging erstaunlich gut.
Nach dem Aufbau des Schlagzeugs konnte ich mich etwas entspannen, denn der Sound war auf der Bühne fett und im Biergarten zumindest nicht pappig. Subwoofer-Bässe waren dort nicht zu erwarten, weil keine da waren... 
Der Soundcheck verlief so, wir zunächst die Lautstärke vom Bass zum Schlagzeug angepasst haben und dann konnte ich zunächst vorne mit dem iPad die Gitarren und Vocals mit dem Bass in Relation bringen. Später hat dann unser einer Gitarrist die Master-Lautstärke an das Schlagzeug angepasst. Etwas umständlich, aber es ging. Nach dem ersten Set gab es noch den Hinweis eines anwesenden Musikers, dass die eine Gitarre zu leise sei, die wurde dann noch etwas angehoben und ansonsten ging alles statisch durch.
Ab 18:00 Uhr strömten die Besucher in den Biergarten - und das trotz des Wetters und später des Halbfinal-Spiels Italien-Spanien. Das war natürlich überaus schön, vor einem Publikum von ca. 100 Leuten zu spielen. Wir hatten unglaublich viel Spaß auf der Bühne und haben es regelrecht gefeiert, das erste mal in dieser Besetzung zusammen auf der Bühne zu stehen (nachdem zwei Gigs letztes Jahr Corona zum Opfer fielen). Wir haben 4 Sets und somit knapp 2,5h gespielt und am Ende waren alle (Publikum, der Gastwirt und wir) überaus zufrieden. Es gab sofort das Angebot, im Winter ein weiteres Konzert dort zu spielen, dann jedoch drinnen in der Kneipe, die eine feste Bühne mit vorhandener Anlage und Licht hat.
Wie war jetzt der Drumsound? Ich habe ihn vorne nur einmal kurz gehört, als unser Bassist (der früher auch Schlagzeug gespielt hat) kurz reingehauen hat - erstaunlich leise(r), aber das konnte ich mit reinkellen kompensieren. Die Bassdrum war nicht platt und zwischen dem zweiten und dritten Set kam eine Delegation von Muckern aus dem Publikum an die Bühne, um das Mikro der Bassdrum zu suchen und die Subwoofer. Gab es beides nicht, was zu allgemeinem Staunen führte. Die Toms büßten auf die Entfernung jedoch ihre Fülle ein, da blieb wenig vom Ton über. Snare (die 6.5. DW Maple) war ok vorne - sowohl vom Sound als auch von der Lautstärke.
Mein Fazit: mit Abnahme ist natürlich geiler, aber wenn es sein muss, geht es auch mal so.
Vielen Dank nochmals für alle Hinweise und Tipps, die ich zwar nicht einzeln zitieren konnte hier, aber doch jeden gelesen habe und meine Schlüsse daraus gezogen habe.