Beiträge von Oliver_Stein

    Was versprichst du dir von der Modifikation? Um welches Gerät geht's?

    Es handelt sich um den Behringer PreQ Mic502, der Anfang der 90er noch in Deutschland gefertigt wurde. Er ist mit einem Audio Devices SSM2017 als Frontend bestückt, die ich durch AD SSM2019 ersetzen möchte. Im Idealfall sollte der Preamp danach etwas transparenter klingen, das jedenfalls berichten andere Modder…

    Ich würde, um eine ernsthafte Wiederholbarkeit/Vergleichbarkeit herzustellen, und Einflüsse spielerischer Performance auszuschließen, ganz ohne Mikrophone testen, sondern den Preamp mit vorgefertigten Signalen durch eine DI-Box hindurch füttern. Nur eine eite des Preamps modifiziert, die andere im Original

    Muss ich mal probieren, ob ich ein Signal aus einer DI-Box heraus erzeugen kann, dass zwar hochwertig vom Signal bleibt, aber vom Pegel her so niedrig ist, dass ich den Preamp auch in einen realistischen Arbeitsbereich bringen kann.

    OSM (free)

    Sieht interessant aus. Aber wer viel misst, misst Mist. Audiomessungen habe ich bisher nur sehr begrenzt gemacht, da müsste ich mich komplett einarbeiten. Selbst wenn ich vernünftige Messungen hinbekomme, muss ich sie ja auch richtig interpretieren können…

    Ich bräuchte mal ein paar Tipps zum Dokumentieren von Soundänderungen bei einem Gerät durch eine Modifikation der Schaltung:


    Ausgangslage ist wie folgt: ich habe zwei jeweils zweikanalige Mikrofonvorverstärker, die ich durch einen Austausch eines ICs pro Kanal modifizieren möchte. Es handelt sich bei dem Austauschtyp um einen pinkompatiblen Nach-Nachfolger des orginalen Schaltkreises, der deutlich besser von der Performance her sein soll. Das IC stellt das Frontend in dem Preamp für den Mikrofoneingang dar - es gibt noch einen anderen Baustein in der Schaltung, der sich um den Line-Eingang kümmert - dieses fasse ich nicht an, weil ich den Line-Eingang nicht benötige für meine Anwendungen.


    Langer Rede kurzer Sinn: der Austausch ist relativ einfach (ein 8-füßiges IC je Kanal auslöten, Fassung einlöten, neues IC einstecken und fertig) - ich möchte aber in sinnvoller Form dokumentieren, ob die Modifikation tatsächlich etwas gebracht hat.


    Ich hatte bisher an folgende Optionen gedacht:


    1. Vor der Modifikation eine Aufnahme des Schlagzeugs machen, dabei die Position der Mikros dokumentieren, damit sie reproduziert werden kann. Dann nach der Modifikation das gleiche nochmal und die Aufnahmen vergleichen.
    2. Die Mikros so nah wir irgend möglich zueinander anbringen und vor der Modifikation eines Kanals eine Aufnahme über dem Set machen - dann einen Kanal modifizieren und danach nochmal mit dem Mikrofonpaket aufnehmen. Vergleich des Sound über Abweichungen zwischen den Kanälen vorher>/nachher.
    3. Vor der Modifikation mit beiden Geräten Aufnahmen machen vom Set - dann ein Gerät modifizieren und danach nochmal mit beiden Aufnehmen. Abweichungen vorher/nachher zwischen den Geräten beurteilen.

    Alle Varianten haben den Nachteil, dass es immer anderes Ausgangsmaterial ist, dass aufgenommen wird - dazu fällt mir zumindest bei echten Instrumenten keine andere Lösung ein. Aufnahmen vor einem Lautsprecher wollte ich vermeiden, da sie zwar reproduzierbar sind, aber als Quellmaterial schon deutlich reduziert sind was Transienten-Abbildung und Räumlichkeit angeht.


    Fällt euch noch eine andere Testvariante ein?

    Selber schon gespielt (auf nem vernünftigen Set, nicht auf einem Xdrum)?

    Das ist das Problem: wahrscheinlich hat noch keiner hier diese Felle selber gespielt. Wenn Du experimentierfreudig bist, kannst Du ja mal beim nächsten Fellwechsel die Teile testen und dann hier der Allgemeinheit berichten!


    Mir ist der Preisabstand zu Markenware nicht groß genug, um damit rumzupingeln. Ich lande bei allen meinen vielen Felltests immer wieder bei G2 oder Emperor clear auf den Toms…

    Der Rechner ist gut. Um Ausprobieren kommt man trotzdem nicht herum, denn es bleibt die Variable des Klangs, der sich je nach Abstand der Mikros zum Set (oder Teilen davon) deutlich ändert. Ich möchte z.B. nah ran an die Toms, wenn ich ohne Stützen aufnehme so wie im obigen Beispiel. Dann brauche ich einen möglichst großen Aufnahmewinkel. Gehe ich bewusst weiter weg von Set, kann ich ein System mit engerem Winkel wählen (wenn der Raum passt).

    (Das BA19a bleibt für mich dennoch interessant für die Mikrofonierung eines Klaviers.)

    Hierbei müsste man dann das Rauschverhalten nochmal anschauen. Das BA19a rauscht signifikant mehr als das Beta91a oder das TGD71.

    In den Kombinationen überzeugte mich des MT88 + Beta 91A bzw. RE320 + Beta 91A, da sie kurz und kontrolliert sind, dennoch ausreichend Bass haben. Dennoch beindruckend im Lowend war dafür die Kombination MT88 + BA19a, wenn gleich man da im Mix schon mit bedacht arbeiten muss

    Würdest Du mir verraten, welche Positionen der dynamischen Dir am besten gefielen?

    Das Beta 52a + Grenzfläche wäre mir wohl etwas zu viel.

    Das Beta52 schiebt schon ziemlich bloß untenrum, das stimmt. Ich werde für mich jetzt nochmal das RE320 innen mit dem Beta52 vor dem Reso testen. Das RE320 ist am Ende wegen seiner Vielseitigkeit geblieben von der Auswahl.

    Das M201TG gefiel mir in den Kombinationen mit Grenzflächen nicht. Ich empfinde es als etwas zu hart.

    Das M201TG wäre für mich auch nur ein absoluter Notnagel in der BD. Ich wollte eigentlich auch nur mal den Vergleich mit dem M88TG haben. Ich hatte mal gedacht, die Kapseln wären mehr oder weniger identisch (so wie beim SM57 u. 58) - dem scheint aber nicht so zu sein. Beide Mikrofone strauchelten mit dem Schalldruck im Resoloch, trotz großem Windschutz beim M88. Ich bin mir nicht sicher, ob das MIC dort auf Dauer überleben würde…


    Danke Greb für Deine detaillierte Auseinandersetzung mit den Files!

    So steht es in der Bedienungsanleitung:


    Die Anschlüsse


    Buchsen „Mikro I" und „Mikro II"

    Für den Anschluss niederohmiger Mikrofone (200 Ohm, Steckerschaltung L nach DIN 45594). Bei Verwendung der Fernsteuermikrofone M514 und M814 ist auch gleichzeitig die notwendige Verbindung für die Fernsteuerung von Stop und Start des Bandlaufes hergestellt.


    Ich würde von der Verwendung von Chinchbuchsen und Steckern bei Mikrofonkabeln dringend abraten, denn das sind gerade in der Billig-Plastikausführung die schlechtesten Verbinder überhaupt. Mach Dir ein Adapterkabel von dreipolig DIN Stecker auf XLR-Kupplung mit vielleicht 1m Länge nach der oben von mir beschriebenen Verdrahtung. Dann gehst Du vom Mikrofon mit XLR Anschluss (welches ist dann egal, solange es keine Phantomspeisung braucht) mit einem beliebig langen Standard-XLR Kabel da ran.


    Du solltest bedenken, dass die unsymmetrischen Eingänge der Uher Report empfänglich für Brummeinstreungen sind. Halte Deine Mikrofonkabel daher fern von allen Stromleitungen und auch von Trafos.

    Das RE 20 hat laut Wikipedia eine Impedanz von 150 Ohm. Also wäre die Schaltung N von dieser Seite die richtige. Sprich: Masse in der Mitte, + und - rechts und links. Also anders als bei XLR, da musst Du die Leitungen entsprechend vertauschen.

    Das Uher Report hat aber unsymmetrische Mikrofoneingänge laut der Bedienungsanleitung. Daher ist die Beschaltung L die richtige Variante.


    DIN-Stecker 3polig male Schaltung L

    • Impedanz: niederohmig, 50 Ω bis 300 Ω
    • Anschluss: unsymmetrisch
    • Stift 1: nicht belegt
    • Stift 2: Masse und Signal -
    • Stift 3: Signal +


    Auf der XLR-Seite liegt das +Signal auf Pin 2, - auf Pin 3, Masse an Pin 1.

    Du hörst die Flöhe husten! :D

    Drei Kabel über die Kante des Resolochs sind natürlich nicht ideal, aber durch die Fleece-Auflage waren sie schon beweglich gelagert. Mir ist nicht aufgefallen, dass irgendwo Geräusche der Kabel auf einer Aufnahme zu hören wären - ich halte das auch für sehr unwahrscheinlich, denn die Pegelverhältnisse sind "sehr laut" zu "sehr leise, wenn überhaupt da".

    Du hast mit Deiner Annahme recht, dass die drei Grenzflächen immer bei allen Takes in der Trommel waren und immer mitliefen bzw. aufgezeichnet wurden.


    Der zweite Teil ist übrigens gerade fertig geworden:


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    Bin noch nicht ganz fertig mit dem Durchhören, finde aber jetzt schon großen Gefallen an den Aufnahmen.

    Interessieren würde mich jetzt, mit welchem Rohmaterial sich am besten mixen läßt.

    Danke Bruzzi! Das mit der MIschbarkeit das Rohmaterials würde ich ja gerne mit euch teilen, aber die Playbacks, die ich verwendet hatte, sind leider Coverversionen von geschütztem Material, die ich deshalb nicht öffentlich zum Download stellen kann.


    Nach den Anregungen oben zum Prototyp eines Videos ist jetzt der erste Teil einer Serie fertig - dort werden erstmal nur die dynamischen Mikrophone im Resoloch vorgestellt und verglichen im Back-To-Back Teil.


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    Die weiteren Parts folgen so nach und nach, wenn mich nicht irgendwann die Lust am Schnippeln verlässt. Heute habe ich die Mikrofone, die ich nicht behalten werde, wieder eingetütet und für den Rückversand verpackt - ein bisschen schlechtes Gewissen dabei bleibt, obwohl ich dem Händler vorher ganz klar geschrieben hatte, dass es sich um eine Auswahlbestellung zum Testen handelt. Ein Mikro von dem Versender (das EV RE320) habe ich behalten, weil es mir gut als Kontrast zum existierenden Bestand gefallen hat. Daher BA19a hatte ich von einer anderen Quelle bezogen - das bleibt auch.

    Danke euch Beeble und greb - das sind gute und wertvolle Hinweise. Mich nervt es auch immer, wenn bei YT noch irgendwas zwischen zu vergleichenden Klangbeispielen ist. Also werde ich die Fotos rausschmeißen und das Audiomaterial raffen und direkt hintereinander weg schneiden - das sollte bei vertretbarem Aufwand möglich sein.

    Was ich nicht machen werde, ist eine neue Mischung zu machen (Bassdrum lauter) - nicht, weil es an sich schwer wäre (ist ja nur ein Anpassen in der DAW), sondern weil ich dann alle Files neu schneiden müsste - das hat mir das eine mal gereicht... :D Was ich vielleicht anbieten werde, sind die Spuren aus der DAW als Stems (Testmikro zzgl. die drei Grenzflächen in eigene Spuren, Rest des Schlagzeugs OH, Snare und Raum zusammen als ein Stem). Wer sich das in seine DAW lädt, kann beliebig hin und herspringen und vergleichen nach Gusto. Da man Wavefiles nicht richtig mit Metadaten bestücken kann, müsste ich es allerdings nach Takes auseinandernehmen (z.B. Beta 52a Resoloch, dann Beta 52a halb drin usw.).

    Ich hatte bei den Aufnahmen zum Vergleich auch noch eine Kamera mitlaufen - hättet ihr Interesse daran, solche Videos auf YT zu schauen, wenn ihr auf der Suche nach Mikrofonen wärt?


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    Was wäre euch wichtig? Die Bilder z.B. zwischen den einzelnen Film-Sequenzen - sollten die drin bleiben oder raus? Ich würde wahrscheinlich am Ende noch eine Back-To-Back Einstellung reinschneiden, wo schnell zwischen den verschiedenen Mics umgeschaltet wird (jeweils Solo - mit OH - Groove).

    Und - alles in ein Video (das wir dann aber ein Stundenwerk)? Oder sinnvoll in einzelne Videos aufteilen (z.B. Alle Mics im Reso-Loch, alle Positionen eines Mikros, alle Grenzflächen zu einem Mic-Positon)?


    Edit: ich glaube, die Groove Sequenz kürze ich ein - der ganze Ride Part kommt weg. Oder braucht man das mit Ride auch, um das Mic zu beurteilen?

    Meine Aufnahmen mit dem Beta 52a in verschiedenen Positionen brachten zu Tage, dass im Reso-Loch zwar ordentlich Tiefbass kommt und der Sound dementsprechend fetter, moderner und (meistens) Bandmix-freundlicher wird. Allerdings auch, dass ansonsten dann nicht viel Fleisch im Bassbereich übrig bleibt, eher nur noch ein "Plöck" deutlich darüber. In meinem Fall bei ca. 150 Hz, glaube ich.

    ...

    Die Position im Reso-Loch kann also dazu führen, dass die Bassdrum auf Tiefbass-schwachen Lautsprechern und Kopfhörern alles andere als fett klingt, obwohl sie das auf entsprechenden Anlagen durchaus tut.

    Das kann ich bestätigen - ich hatte mit dem Signal vom Resoloch in einer sehr tief gestimmten Bassdrum große Probleme, diese auf allen Anlagen hörbar zu machen - genau wie Du schreibst, klang es auf Bass-starken Boxen super, auf allen anderen war die Bassdrum schlicht weg. Allerdings habe ich bei der Aufnahme auch doppelt bzw. dreifach geschlafen: zunächst war die Trommel einfach zu tief gestimmt - dann stand das Beta 52a im Resoloch und das zweite Mic (C414) ebenfalls vor dem Reso. Ergebnis war dann, dass keins der Signale die Durchsetzungskraft für den Bandmix liefern konnte... Ich habe später das Beta52 in die Trommel verlagert (relativ weit zum Batter, aber fast unten auf der Dämpfung und mit der Nase Richtung Beater - das war um Längen besser in den Mix zu bekommen.

    Das Beta52a klingt im Resoloch toll bei Aufnahmen des Drumsets alleine - bei Aufnahmen für den Bandkontext würde ich nächstes mal auch anders aufnehmen (vielleicht dann RE320 in der Trommel und Beta52a vor dem Reso).

    Ich würde übrigens auch das RE320 behalten. Zum einen weil du es sowieso favorisiert, zum anderen aber auch wegen seiner speziellen Eigenschaft des unterdrückten Nahbesprechungseffekts. Das macht das Mikro ja schon fast exklusiv.

    Ist das RE20 eigentlich der Vorgänger?

    Nach dem, was ich bisher so rauslesen konnte, ist das RE320 eine Mischung aus RE20 und RE27N/D - es soll die Kapsel des 27ers haben incl. des Neodym-Magneten, aber das Gehäuse sieht aus wie das des RE20. Dann hat es diesen passiven EQ drin statt des Hochpasses im RE20 und der Schalterorgie im 27.

    Zusammengebaut wird das ganze jetzt in China - daher kostet es nur die Hälfte des RE20 und ein drittel des RE27N/D. Letzteres habe ich ja interessanterweise schon besessen und viele Jahre nur noch für tiefes Gebläse genutzt (Bariton-Sax, Tuba). Dann habe ich es verkauft. Und jetzt kommt es in abgespeckter Form wieder ins Haus. :D Interessant ist noch, dass das RE27N/D (obwohl wirklich hochpreisig und von EV als das beste dynamische Mikrofon auf dem Markt überhaupt beworben) eine sehr ausgeprägte Gehäuseronanz hatte, die gerade bei impulsiven Klängen wie Snaredrum schon mal stören konnte. Das ist mir beim 320er bisher nicht aufgefallen.

    Das Variable-D ist beim RE320 im Vergleich zum M88TG an der Snare deutlich zu hören gewesen - während letzteres bei nahem Abstand schon anfing, boxig zu klingen, war beim 320 nichts davon zu hören. Im Netz liest man allerdings, dass das 320 im Vergleich zum RE20 und RE27N/D einen ausgeprägteren Nahbesprechungseffekt haben soll - das Variable-D also nicht ganz so gut umgesetzt ist wie bei denen. Mir egal, so wie es ist, passt es für mich :)

    Muss man das?

    Natürlich nicht. Es war aber mein Ziel bei dieser Runde.

    "Spezialmikros" haben halt oft den Vorteil, dass sie nicht mehr viel Nachbearbeitung brauchen. Der Sound ist schon schön vorgeformt und bei Bassdrums will heutzutage sowieso selten noch jemand bspw. den "Plöck", den man von außen mit einem SM57 oder MD421 aufnimmt.

    Für die Bassdrum ist das richtig. Aber der Vorteil dort ist der Nachteil der Spezialmikros im Allgemeinen. Mit einem D6 eine Gesangs- oder Sprachaufnahme machen? Eher nicht…

    Deshalb wollte ich Allrounder wie das RE320 oder das M88TG dabei haben und keine extremen Spezialisten.

    Für Aufnahmen sehe ich da aber ein bestimmtes Problem - zumindest war es beim Beta 52a so.

    Welches denn?