Beiträge von Oliver_Stein

    Macht denn das Holz wirklich keinen großen Unterschied? Ich spiele ein 18 jähriges Magnum Rocket Carbon Set. Ohne Tuning nicht auszuhalten... Aber nach Tuning besser als alles was ich sonst aus Holz so gehört habe.Ich liebäugle gerade mit nem Holzdrumset (Tama Starclassic Maple) aber dann lese ich hier, daß Holz ganz weit unten bei Soundeinfluß ist. Hintergedanke: Wenn ich Carbon so gut tunen kann, dann wirds mit Holz noch besser

    Was Du mit Tuning meinst, ist mir nicht so ganz klar - jede Trommel klingt verstimmt schei..e. Oder meintest Du etwas anderes?
    Das Material des Kessels ist tatsächlich ziemlich nachrangig, sofern die anderen Eigenschaften gegeben sind: Kessel sind rund, Gratungen sind plan und gleichmäßig ausgeführt. Hier gibt es aber eine Verbindung: totales Schrottholz (weich, faserig, leicht) bekommt man nicht gut gefräst, daher sind bei den billigsten Kesseln aus dem schlechtesten Holz meistens die Gratungen ebenfalls schlecht und damit auch der Sound.
    Wir haben mal bei einem Drummerforum-Treffen einen Blindtest gemacht: zwei identisch gestimmte und befellte Pearl 12x10 Toms, einmal Birke, einmal Maple. Keiner konnte einen Unterschied hören (ca. 10 Drummer dabei). Dieses Ergebnis darf wohl nicht verallgemeinert werden, aber es zeigt die Richtung. Das Kesselmaterial bei einer ansonsten gut gebauten Trommel ist vielleicht noch für ein paar % des Klangs zuständig, aber schon im Bereich unter ferner liefen...
    Dein Magnum Carbon Set ist wirlich aus Carbon Fieber? Oder sind das in Carbon-Optik beklebte Holzkessel?

    Mei, jetzt hab ich echt den Höhepunkt verpasst, welches Set du heute abholen könntest / abgeholt hast. Der Link ist vernünftigerweise schon wieder raus, eher es dir wer wegschnappt.


    Es war ein Stage Custom Advantage von 2006 mit ZBT Blechen und Hardware für 450,-. War in Köln Nippes meine ich... Findest Du, wenn Du nach Yamaha Schlagzeug suchst in Nippes.


    Ich glaube, der Kollege muss jetzt mal ein paar eigene Erfahrungen machen. Dann kann er die Tipps hier auch besser einordnen/würdigen.

    Das erste Yamaha ist Schrott, das kannst Du abhaken. Das Stage Custom mit den Becken ist genau das richtige für Dich!!! Du musst aber die Toms exakt so ausrichten, wie es der Verkäufer gezeigt hat, sonst ist es nicht Reggae!
    Nimm das zweite, kauf Dir einen Satz neue Schlagfelle dazu und fang erstmal an zu lernen. Die Newbeat kannst Du Dir später immer noch (gebraucht) dazu kaufen. Man kann übrigens auf jedem Schlagzeug Reggae spielen, falls das noch nicht erwähnt wurde...

    Wenn ein Anfänger es sich leisten kann, spricht nichts gegen teure Becken. Bei einer New Beat musst Du jedenfalls nicht wegen der Qualität später wechseln, wenn, dann nur wegen eines geänderten Geschmacks. Du könntest Dir eine New Beat gebraucht holen, dann hast Du kein finanzielles Risiko dabei, weil Du sie immer für den annähernd gleichen Kurs verkauft bekommst. Kaufst Du eine neue, sind mindestens 30% des Neupreises weg in dem Moment, wo Du anfängst darauf zu spielen. Dafür funkelt sie Dich aber schön an...
    Eine Hihat Maschine sollte eine verstellbare Feder haben und eine Clutch (die Aufnahme für das obere Becken), die im Bereich des Beckens kein Gewinde hat, also glatt ist. Die Mittelklasse Modelle der großen Hersteller sollten das bieten (bin nicht sicher bei den Clutches, aber man kann auch eine gute Clutch nachrüsten).
    So ganz schlüssig ist es für mich immer noch nicht, was Du willst und wohin der Weg geht. Du hattest irgendwo oben geschrieben, dass ein A-Set zu laut ist, suchst aber jetzt nach einer Profiklassen Hihat, die zusammen mit dem Hihatständer die Hälfte Deines Budgets verschlingt. Und das alles, obwohl Du noch garnicht spielen kannst. Versteh mich nicht falsch, aber die teure und in Deinen Ohren gut klingende Hihat wird Dir das Erlernen des Schlagzeugspiels nicht leichter machen.

    Signatures sind die absoluten Oberklasse High End Becken, die jeder Paiste Endorser spielt, aber das stimmt ja gar nicht

    Die Signatures gehören sicherlich immer noch in die Reihe der Topserien von Paiste, aber seit 1989 (!) ist wirklich viel dazu gekommen, im High End die „ernsthaften“ Signature Ableger Dark Energy und Traditionals, dann natürlich die Fo602 ME und die ganzen B20er aus der Masters Serie. Für mich fallen die Signature Precision da raus, weil sie im Vergleich zu den Signatures schon deutlich abfallen und eben auf Kosten der Klangqualität billiger hergestellt werden.
    Ich persönlich spiele mittlerweile bei den Crashes ein 16 Full Crash Signature in Kombination mit einem 18er DE Crash. Das DE hat zwar deutlich mehr Rauschanteile im Klanggefüge, aber so richtig dunkel ist das nicht. Ansonsten bin ich für meinen Zweitsatz Becken jetzt zu den Modern Essentials Crashes gekommen in 16 und 18. Das sind tolle Becken, die nicht ganz so brilliant wie die Signatures sind, aber trotzdem eindeutig nach Paiste klingen und auch genauso wie die Signatures von Mikros geliebt werden. Das 20er ME Ride ist auch toll und die 15er HH genauso - die fallen mir vielleicht auch noch mal in den Korb.

    Zu dem Thema Power Crashs...meint ihr, es hat auch Gründe, dass gerade Heavy Hitter wie Tico Torres oder Nicko McBrain auf Paiste und die Klangkonstanz schwören, weil sie auch mal ein Power Crash kaputt schlagen und am nächsten Abend gleich ein neues brauchen, dass gleich klingt?

    Es ist bei Paiste wirklich beeindruckend mit der Konstanz: ich hatte neulich mal eine Aufnahme meiner beiden neuen ME Crashes gemacht und mir die Soundsamples aus dem Paiste Soundroom als File heruntergeladen und sie direkt mit meiner Aufnahme zusammengeschnitten. Die klangen vom Pitch her identisch und vom Klangcharakter bis auf die leicht unterschiedliche Räumlichkeit der Aufnahmen auch. Sicher ein Argument für Touringdrummer, wenn gleichklingender Ersatz einfach verfügbar ist.

    Was ist denn ein akustisch "schlechter" Raum?

    Ein niedriger Betonkeller z.B. Generell alle Räume, die im Mulmbereich zwischen 200 und 700 Hz viel Nachhall haben. Räume mit vielen Glasflächen und wenig Inventar.
    Größere Räume mit vielen unregelmäßigen Holzflächen und etwas Bedämpfung durch Möbel oder gezielt eingebrachte Absorber gefallen mir am Set dagegen meistens gut. Dort klingen die Trommeln jede für sich fett und rund.

    Im Startposting steht an 2. Stelle nach dem Raum und noch vor der Stimmung der Drummer. Was für mich im Prinzip gleichbedeutend mit der Performance ist.


    Ich habe das anders verstanden: der Drummer beeinflusst mit der Art und Weise, wie er die Trommeln anschlägt den Sound. Bei einem guten Drummer werden die Trommeln tendentiell besser klingen als bei einem Anfänger. Performance wäre für mich dann das, was ein Musiker musikalisch abliefert.

    Den Raum noch über den Klangerzeuger und dessen Bediener zu stellen finde ich wirklich etwas fragwürdig. Auch wenn man von Mikrofonierung absieht. Der Raum ist "nur" für den Nachhall verantwortlich.Nimmt man ein Szenario ohne abgeschlossenen Raum und mit ordentlich verstärkter Nahmikrofonierung ist ein natürlicher Raumanteil quasi nicht existent.


    Es ging um den Einfluss auf den Sound, nicht um die Performance. Nach meiner Erfahrung spielt der Raum eine übergroße Rolle für den akustischen Sound eines Sets. Es ging nicht um nahmikrofonierte Sets, sondern um den akustischen Sound. Abgesehen davon spielt der Raumklang auch bei Mikrofonierung eine wesentliche Rolle. Aber es steht Dir ja frei, eine andere Wichtung vorzunehmen.

    Raum
    Drummer
    Tuning
    Felle
    Kesselqualität (darunter würde ich Rundheit, Planheit der Gratung, Hochwertigkeit des Materials zusammenfassen)
    Hardware (darunter fällt für mich, dass die Spannreifen plan und rund sind und die Böckchen funktionieren, also die Stimmung halten)


    Alles weitere hat nur noch sehr geringen Einfluss, das Holz hört man wahrscheinlich am wenigsten raus, die Bauart des Kessels vielleicht ein bisschen mehr (5 mm Kessel vs. Deutsche Schrankwand in 12mm).

    Ich hatte die beiden Anbieter der Genelec 1031 angeschrieben und gefragt, warum die Bilder und Seriennummern identisch sind in ihren Anzeigen. Gestern und heute habe ich von EBay Kleinanzeigen für beide eine Warnung bekommen... Die Anbieter hatten nicht auf meine Frage reagiert.


    Man muss wohl offensichtlich immer eine Bildsuche machen, um herauszufinden, ob ein Verkaufsgegenstand schon mit gleichen Bildern bei EBay war.

    Schau mal auf der Vic Firth Homepage. Dort gibt es ein paar Playalongs mit Noten dazu. Ansonsten gibt es bei Roland auch etliche Playalongs in der E-Drumabteilung. Bei Spotify kann man auch mal nach Drumless suchen, da gibt es einiges...

    Leider hat der Verkäufer nichts über die exakte Größen der Bassdrum oder Snare geschrieben. Größer als 22x18 sollte die Bassdrum nicht sein. Snare mit 14x5,5 reicht auch.


    Die Bassdrum ist 22x16, die Toms sind 10x8, 12x10 und 14x12. Die Snare sieht für mich nach 5“ aus.

    Soundproben des "Pearl MLX" konnte ich jetzt auch keine finden. Bei älteren gebrauchten Sets ist es immer schwierig etwas darüber herauszufinden, denn sobald man anfängt zu googeln, stößt man überwiegend auf Angebote aus verschiedenen Kleinanzeigen, dabei hätte ich doch sehr gerne etwas mehr Informationen über das angebotene Set oder zumindest mal etwas gehört oder gesehen.


    https://youtu.be/5HqG7BhqrVw
    https://youtu.be/j1N9EvggTew
    https://youtu.be/7Am1fMCkPXQ Ist das gleiche Set, ich habe nur die durchgehenden Böckchen gegen Single Lugs ausgetauscht.


    MLX sind 6-lagige Maple Kessel in Oberklassenqualität, klanglich über jeden Zweifel erhaben. Der einzige Haken können die durchgehenden Böckchen sein, wenn bei denen die Gewinde zum Verschrauben am Kessel ausbrechen. Manche Sets hatten damit große Probleme, andere weniger.

    Wo wir schon gerade bei Pearl sind: wie wäre es mit einem weißen MLX? Das ist dann von den Kesseln her Oberklasse, von der Hardware auch, wenn die Böckchen ok sind (die Gewindehülsen brechen gerne mal ab). NRW passt auch...
    https://www.ebay-kleinanzeigen…agzeug/1479433230-74-1532


    Oder hier - das ist auch eine Option: ein Pearl Session mit einem 8x8 BLX Tom für 300,- Das 8er BLX kannst du für ca. 150,- weiter verkaufen (die sind recht gesucht), dann bezahlst Du für den Rest 150,- Da ist noch viel Luft für Snare, Becken und nen Hocker...
    https://www.ebay-kleinanzeigen…dware-/1445700346-74-5318


    Noch ein Pearl: Session von 2018, für 650,- incl. Snare. Da gibt es auch noch reichlich anderes Zeug bei ihm, aus Dortmund.
    https://www.ebay-kleinanzeigen…wertig/1487190168-74-1097

    Das Pearl hat eine 18 Zoll Bass Drum, das ist ein kleines Bebop-Set mit ganz anderen Größen als das Thomann-Angebot. Und auf Soundfiles bei Thomann solltest du nicht zu viel geben. Das zeigt dir bestenfalls, wie man ein Set unter optimalen Studiobedingungen aufnehmen KANN, sagt aber wenig bis nichts über die Qualität dieses speziellen Sets.

    Wobei diese Aufnahme jetzt nicht unbedingt nach optimalen Studiobedingungen klingt, jedenfalls für meine Ohren nicht. Das Decade mit guten Fellen drauf könnte vernünftig abgenommen wahrscheinlich deutlich besser als auf der Thomann-Aufnahme klingen - die wiederum finde ich klingt genauso, wie Reggae klingen muss - dumpf und kurz. Das war aber bestimmt nicht die Absicht der Thomänner... :D

    Stimmt, genauso tot wie Bob Marley. (oje, jetzt gibt's gleich Mecker hier wegen Geschmacklosigkeit)
    Pinstripes reichen da aber auch, die haben wenigstens noch etwas Ton.

    Klar, Pinstripes mit Taschentüchern drauf gehen natürlich auch... :D


    Das von Two berlinkte Basix Custom dürfte für den Preis immer wieder weggehen, also im Prinzip kein Risiko. Ein Hardwareset von Yamaha dazu, einen B20 Beckensatz ala Troy ö.ä. und vielleicht noch neue Felle drauf - fertig!