Beiträge von Oliver_Stein

    Schon klar, es gibt Ausreißer nach oben und unten. Und nicht immer kann man so agieren wie im von dir genannten Idealfall. 2 Beispiele: ...


    Du darfst Dich da nicht an Leuten orientieren, die seit 20+ Jahren spielen, womöglich die ganze Zeit in verschiedensten Bands. Vergleich das mal mit Auto fahren: wenn Du schon eine halbe Million Km auf den Straßen dieser Welt runtergerissen hast, dann stellt Dich auch eine komplexe Situation auf einer Dir unbekannten Strecke erstmal nicht vor ein Problem, weil Du auf einen sehr reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen kannst und mit Analogienbildung durch kommst. Erst die Aufgabe, mit 300 km/h den Hockenheimring zu befahren, lässt Dich scheitern, weil es schlicht das eigene Können und den Erfahrungshorizont übersteigt. So ähnlich ist es beim Trommeln und beim „Erhören“ von Stücken auch. Jemand, der schon ewig spielt und viel Erfahrung hat, hört ein Stück ein- zweimal und hat die wesentlichen Hooks erfasst. Z.B. die Betonungen auf der 4 und bei Warrior, die sind dort einfach musikalisch prägnant für das Stück und daher wichtig zu spielen. Ob nun mit Crash oder anders betont ist eigentlich egal, aber sie müssen halt kommen, sonst wäre es wie Honky Tonk Woman ohne Cowbell... Ein Anfänger muss das Stück 100x hören und erfasst vielleicht trotzdem nicht, welches die prägnanten Parts sind und was im Gegensatz dazu nur standardmäßig abläuft. So wie der Fahranfänger auf einem komplizierten Autobahnkreuz - der ist froh, wenn er ohne Crash [!] da wieder raus ist... :D Wenn ich jetzt z.B. die Black Page covern sollte, würde ich grandios scheitern, weil ich das schlicht und ergreifend technisch nicht beherrschen kann. Ich müsste es 300x hören und dann könnte ich es immer noch nicht richtig. Also lasse ich das und ziehe die Vetokarte, wenn jemand das in der Band vorschlüge...


    Es klingt vielleicht etwas Oberlehrerhaft, aber im Grunde genommen macht nur stete Übung das Trommlerleben irgendwann einfacher. Stete Übung z.B. darin, immer wieder Stücke so zu erarbeiten, dass man sie sicher mit Puffer für Aufregung und Lampenfieber auf der Bühne beherrscht. Ab und zu mal stretchen und etwas anspruchsvolles erarbeiten bringt einen spieltechnisch nach vorne. Und die wahre Kunst liegt darin, zu erkennen, was man weglassen kann und was nicht... :)

    Ich habe am Wochenende bei mir in meiner „Regie“ mal gemessen mit REW und hatte neben der bekannten heftigen Raummode bei 52 Hz auch eine ausgeprägte lange Nachschwingung bei 180 Hz, die man beim „anpingen“ mit einem Sinusburst auch deutlich hören konnte. Es war meine 14x6,5 Free Floating Snare, die auf dem Boden hochkant stand. Nach abdämpfen mit einem Lappen war die Resonanz weg. Will sagen: wenn Du eine aussagekräftige Messung Deines Raumes machen willst, muss da alles raus, was von sich aus schwingt (Trommeln, Gitarren, ...). Zumindest muss es so abgedeckt werden, dass es nicht nachschwingen kann.


    Ansonsten ist mir beim Betrachten des Bildes Deiner Abhörsituation auch als erstes „Kopfhörer“ in den Sinn gekommen. Ich stelle es mir absolut schwer vor, einen Mix mit der vorhandenen Abhöre in der gezeigten Aufstellung zu machen. Es ist ja schon fast unmöglich, da im Sweet Spot davor zu sitzen. Die Regalbretter oberhalb der Boxen verbiegen den eh schon eingeschränkten Frequenzgang vermutlich nochmals ordentlich... Dazu kommen unsymmetrische Reflektionsflächen, vor allem rechts der Diffusor und links das ungedämpfte Drumset. Wenn daran nichts optimiert werden kann, dann hilft wahrscheinlich tatsächlich nur ein guter offener Kopfhörer.

    Ein Tama Rockstar ist m.E. kein Sammlerobjekt, da ist Kürzen kein Frevel. Ob sich das finanziell lohnt, musst Du selber für Dich abwägen. Es wären ja vermutlich nur die beiden kleineren Hängetoms, oder?

    Uppss! Ich hatte mich an der Höhe des Crashsounds orientiert durch Vergleich der beiden Becken im Paiste Soundroom. Da hat das Big Beat ganz klar den tieferen Pitch beim crashen, daher war ich mir so sicher... Ich finde, das zweite Becken in Deiner Aufnahme klingt tiefer vom Pitch beim Crashen.

    Tomaten sind aus der Dose manchmal besser als jede frische Frucht, besonders wenn diese unreif geerntet wird. Am Ende zählt nichts anders: Der Song muss ein Publikum erreichen können und ein Charisma besitzen, das klar macht, dass alle Parts für dieses Ziel brannten. Daher ziehe ich nun mein Dosenschlagzeug allen Live-Versuchen vor. Das ist nicht nur legitim, es ist auch eine professionelle Grundhaltung. Ich halte nichts von einem fundamentalistischen Tunnelblick.


    Ich habe durch das Wort „Dosenschlagzeug“ meine Aussage in eine wertende Richtung gedrückt, das war nicht Sinn der Sache: was ich meinte, war, dass die Nutzung einer selbstprogrammierten Schlagzeugspur in diesem Fall sicher die beste Lösung ist, zumal wenn sie Deine professionellen Ansprüche erfüllt. Ich wünsche Dir viel Erfolg mit dem fertig gestellten Song!

    Bisher hatte ich diese „Geschichte“ nur im Stillen kopfschüttelnd verfolgt, aber jetzt muss ich doch mal etwas schreiben: ich wundere mich sehr darüber, wie der TS hier erst einen Playalong Contest zu einem vorhandenen Playback startet, dann aber nie offen in dem Thread die Ergebnisse kommentiert und jetzt hier in einem neuen Thread eine der Einsendungen zur Beurteilung einstellt - falls das die Drums von mt_tree sind, hoffe ich, dass wenigstens seine Erlaubnis für diese Vorgehensweise vorliegt...


    Aus den bisherigen Beiträgen in dem anderen Thread konnte man herauslesen, dass der TS durchaus professionelle Ansprüche an die Produktion und damit an die Drums stellt. Inwieweit auch kommerzielle Absichten damit verfolgt werden, ist für mich bisher nicht erkennbar. Eine Bezahlung in welcher Höhe auch immer für das Einspielen eines Drumtracks sollte es offensichtlich nicht geben. Bleibt damit stehen, dasss es primär darum ging, sich eine bestmögliche Drumspur kostenlos erstellen zu lassen? Und jetzt sollen wir hier die Einspielung eines einzelnen (ungenannten) öffentlich kommentieren? Sorry, da bin ich raus...


    PS: zwischenzeitlich wurden die Threads zusammen geführt von den Admins. Ändert nichts an meiner Kritik an der ganzen Sache...

    Kannst Du alles kaufen, sind professionelle Teile. Die 2002 SE besitze ich selber seit 1984 und habe sie bis zum Kauf einer K Custom Dark Hihat exclusiv gespielt. Ein echter Klassiker. Die Wellen im unteren Becken bewirken einen sehr deutlichen Chick-Sound beim Treten und verhindern einen Luftstau. Die SE klingen immer etwas crisper als ihre Pendants ohne Wellen. Eine alte 2002 wie die im Angebot klingt noch etwas runder als die jetzt neu verkauften. Die funktionieren von Blues über Soul Funk bis Rock für viele Stile. Die Signature kenne ich persönlich nicht, aber es wird massenhaft Videos davon geben.


    So, wie Du durch die unterschiedlichsten Hihats zappst, würde ich Dir zum Kauf der 2002 raten, um damit Dein Gehör zu schulen. Es ist die günstigste professionelle Hihat, die Du bisher aufgerufen hast. Wenn Du die dann mal 5 Jahre gespielt hast, kannst Du weiter gehen, dann vielleicht sogar mit konkreten Soundvorstellungen.

    Die Twenty Custom Full Hihat ist mit der in den Kleinanzeigen angebotenen nicht identisch! Mehr Details zu den Twenty Custom kannst Du hier lesen: https://www.sticks.de/equipmen…llection-cymbals-im-test/


    Für mein Ohr klingt die Twenty Hihat sehr viel besser, aber das ist wie immer absolute Geschmackssache. Fakt ist: wenn Du nicht eine beschädigte Hihat untergejubelt bekommst, kannst Du die gebrauchten Teile immer wieder ohne großen Verlust verkaufen. Manchmal braucht es etwas Geduld, aber irgendwann beißt jemand an...

    Für mich wären es die Paiste Twenty Becken. Sie klingen äußerst lecker im Paiste Soundroom (unter Discontinued Cymbals abrufbar). Außerdem sehen sie sehr gut gepflegt aus. Die Sounds der A Custom haben mich nicht so angesprochen, aber das ust erstens total subjektiv und außerdem von den Videos abhängig, die man auswählt. So richtig falsch liegst Du mit keiner der beiden Hihats...


    PS: http://www.paiste.com/products…unds/discontinued/twenty/

    Hier ein Video zum Vergleich Encore vs. Remo USA, allerdings für die Pinstripe-Variante:


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    Mir kommt das USA Fell etwas punchiger vor, aber es ist auch immer schwierig, solche Nuancen aus dem Videoton herauszuhören...

    Zwischen den von Dir genannten Trommeln gibt es rein konstruktiv einen Unterschied beim Kessel:


    Masters MCX hat 6-ply Maple mit 7,5 mm Stärke
    Masters Complete hat ebenfalls 6-ply Maple, aber in 5,4 mm Stärke


    Das ist vom Qualitätsniveau sicherlich gleichwertig, aber klanglich nicht gleich. Dazu kommen dann noch die Gussreifen bei der MCX, die damit und durch den dickeren Kessel tendentiell mehr knallt und vermutlich gefühlt etwas lauter ist. Ob man Gussreifen auf der Snare mag, ist Geschmackssache - ich mag Triple Flanged oder besser noch die Varianten mit nach innen gebogenem oberen Rand auf der Snare lieber, da die Gussreifen bei Rim-Shots für mich einfach zu laut sind. Da stimmt für mich die innere Dynamik der Trommel nicht mehr, aber ich habe auch schon Leute auf Gussreifen-Snare spielen hören und es klang gut.


    Die Masters Complete wird etwas gemäßigter zur Sache gehen, aber das sind nur Nuancen - aus beiden Snare kannst Du professionellen Sound heraus holen mit den richtigen Fellen und der richtigen Stimmung.


    Ich finde es bei Trommeln enorm wichtig, dass einem das Finish gefällt - und wenn zwei gleichwertige Mittelklasse-Modelle zur Auswahl stehen, dann wiegt das Finish noch mehr. Das würde für die MCX sprechen.


    Eine Anmerkung noch - Du erwähnst, dass Du mal eine Masters Custom Snare hattest, die Dir sehr gefiel. Die Masters Custom (MMX) hatten dünne 5 mm Kessel mit Verstärkungsringen - wieder anders als die beiden Snares oben. Wenn Du diese spezielle Kesselvariante wieder haben willst, check mal die Pearl Masters Special Reserves Snares bei Thomann aus - die gibt es in 5, 6,5 und 8" leider jeweils nur in einem Finish. Die Trommeln sind aber echte Oberklasse und kommen für einen wirklich attraktiven Preis daher. Ich habe mir die 14x5" geholt und war für den Preis echt platt ob der gebotenen Qualität. Du lägst damit nur unwesentlich über dem MCX-Preis, hättest aber eine nagelneue Trommel, die m.M.n. noch über dem Niveau der MCX/Complete liegt.

    Habe nun das Aquarian Texture Coated Powerdot aufgezogen. Reso Fell spiele ich immer sehr straff, Schlagseite mitteln bis hoch. Tja was soll ich sagen.... es kommt ziemlich schnell dieser Wow-Moment beim Spielen. Unglaublich sensible Ansprache, die Rolls laufen gefühlt von ganz allein und werden von der Snare praktisch mitgetragen und mit nem Rimshot ist das Teil wirklich ein Brett! Ich bin ja sowieso in der härteren Gangart unterwegs und bisher war ich von meiner Gretsch Classic Maple echt überzeugt. Aber wenn man die beiden nebeneinander hört ist die Starphonic einfach eine Liga höher anzusiedeln.


    Da bekomme ich ja spontan Lust, das hier noch rumliegende Texture Coated w/ Powerdot aufzuziehen... Das mit den Stimmschrauben ist mir unterbewusst auch aufgefallen - mein Pearl-Stimmschlüssel, den ich immer am Set habe, war auch etwas mit viel Spiel. War mir nicht klar, dass das keine genormten Vierkant-Weiten sind...

    Ein neues Problem ist aufgetreten: Ich hab den Drumtrack mit der Guidespur an einen Kumpelt geschickt und bei dem wird das alles langsamer abgespielt (und dabei auch schön runtergepitscht. Was ist das denn? (Ein Loch ohne Boden)


    Die wahrscheinlichste Erklärung: deine Datei war mit 48 kHz Samplefrequenz aufgenommen worden, er hat es in ein Projekt mit 44,1 kHz importiert und entweder die Warnungen des Programms ignoriert oder eins benutzt, das bei sowas nicht warnt. Er muss einfach nur auf die gleiche Fs einstellen wie Du, dann sollte es laufen.

    Tolles Feedback, über das ich mich sehr freue! :)


    Sehr nette Nummer!

    Danke!


    Und auch interessant, wie ihr das gemacht habt. Die beiden Gitarristen haben also ohne Klick gespielt, aber gleichzeitig? Wie genau kann ich mir das vorstellen? Ich frag deshalb so nach, weil meine Mädels mir auch etwas ähnliches unkonventionelles vorgeschlagen haben, und ich gleich mal abgewedelt hab, dass das nicht funktionieren wird. Erzähl doch mal bitte Details zu den „Nabelschnüren“ :D der Bassist und du, ihr hattet dann die Gitarrenaufnahme im Ohr? Die Gitarren wurden gleich mit dem Gesang über das Gesangsmikro aufgenommen? Also 1 Spur war dann Gitarre plus Gesang in einem?

    Also, zur Technik muss ich ein bisschen ausholen... Du hast es richtig erkannt, die beiden Gitarristen haben ohne Click, aber gemeinsam eingespielt. Jeder saß in seinem Auto, die bei mir auf dem Hof ca. 2,5 m voneinander entfernt standen. Die Türen waren aber zu, jeder war so akustisch für sich in seinem Auto alleine.
    Die "Nabelschnüre" für jedes Auto bestanden aus vier gebündelten XLR-Kabeln, zwei für das Stereo-Inear-Monitoring und zwei für die Signale, die ich aus dem Auto raus brauchte für die Aufnahme. Das war einmal das Gitarrensignal, das vom Pickup über eine DI-Box rausging und zum anderen das Mikrofon-Signal. Die Mikrofone hatten eine Doppelfunktion - zum einen natürlich um den Gesang und die Harp aufzunehmen - zum anderen aber auch, um überhaupt vernünftig kommunizieren zu können. Die Jungs hatten an ihren IEM-Kabeln je ein Behringer P1 Bodypack hängen, wo sie ihre Ohrhörer einstecken konnten. Der dritte im Bunde war dann ich, der in der etwa 15 m entfernten Regie saß und ebenfalls über ein Mikrofon mit den beiden kommunizieren konnte. Beide hatten jeweils einen eigenen Stereo-Mix über je zwei Busse des X32 und konnten so selber ansagen, was sie wie laut hören wollten. Im Prinzip wie kabelgebundenes Stereo IEM auf der Bühne, nur dass die iPhone-Stöpsel dort natürlich nicht funktioniert hätten. Die Kommunikation lief prima - ich hatte einen User-Button mit FX-An/Aus belegt und konnte so schnell nach Ende der Stücke auf Kommunikation umschalten - ging nach 5 min wie selbstverständlich. Nur wenn einer im Auto seine Stöpsel nicht im Ohr hatte, war er für die anderen beiden unerreichbar... Ist einmal passiert, aber es gibt ja auch noch wildes Gestikulieren :)
    Die beiden haben also zusammen den Song eingespielt, 2x Gitarre und Vocals in einem Rutsch auf 3 Spuren (bei anderen Stücken gab es auf der 4. Spur noch die Harp). Bis zu dem Moment war nie die Rede von Schlagzeug und Bass gewesen - die Idee kam mir dann erst später beim Mischen der Tracks. Beim Einspielen hatte ich den Mix aus den Gitarren und den Vocals über meine IEM-Stöpsel im Ohr und habe dazu getrommelt. Der Bassist hat glaube ich bei sich zu Hause das Playback über normale Kopfhörer abgehört oder auch über Boxen - sein E-Bass-Signal war ja unabhängig von Hintergrundgeräuschen. Wir beide hatten an den gleichen 2 Stellen extreme Schwierigkeiten mit dem Timing der Gitarren, aber wir haben uns eben drüber weg gemogelt. Für das spätere Anlegen der zusätzlichen Spuren (4x vom Schlagzeug, 1x Bass) hatten wir vorne immer den Vorlauf von der Gitarrenaufnahme mit drauf - die beiden Gitarristen haben von mir bei der Aufnahme immer die Take-Nr. angesagt bekommen und die ins Mikro wiederholt, dazu haben sie noch kurz geklatscht, so dass man die Hände im Video sehen konnte und der Ton den Klatscher sowohl auf dem Video als auch auf der Aufnahme bei mir hatte. Das hat die ganze Anlegerei enorm vereinfacht - sonst kann man da schnell den Überblick verlieren. Ich hatte meine Drums über mein Focusrite Clarett direkt auf das Samplitude-Projekt gespielt, aber zusätzlich zu den 4 Mikrfonen (2x OH, 1x BD, 1x SN) habe ich auch noch das Playback separat auf zwei Kanäle aufgenommen. So konnte ich später die Latenz auf's Sample genau ausgleichen. Insgesamt ist der Aufwand höher, also man erstmal so denkt...


    Das ist doch gut gelaufen. Modal genug bist du ja um die Schwankungen aufzufangen, ich hab jedenfalls beim ersten hören keine bemerkt :thumbup: Und deine Snare klingt ja auch schön fett und nass.

    Danke! =) Die Snare ist die Tama Starphonic Alu, die bei mir ihre Recording-Premiere hatte für diesen Take. Sie klang schon im Raum unglaublich fett und trocken - ein tolles Ding.


    Eures finde ich aber klasse!

    Danke Gerald!


    ... der Sänger ist der Hammer. Erst denkt man, naja, unscheinbare Kombo... und spätestens nach dem 3 Wort, ist man massiv beeindruckt. Mega-cooler Kerl, offensichtlich. Tolles Timbre, leicht angezerrt, prima!

    Ja, der Stephan singt auch bei unseren Rocknummern sehr gut, aber bei diesen Akustikstücken fand ich es auch überragend. Ich hatte auch nicht gedacht, dass das aus einem Auto heraus so gut rüberkommt. Ein Auto scheint nicht die schlechteste Recording-Umgebung zu sein, sofern man sich mit den beengten Platzverhältnissen arrangieren kann.


    Wer etwas von der Technik im Hintergrund sehen will, dem sei dieses Video aus der Serie empfohlen - ohne Schlagzeug, aber mit Videomaterial aus der Regie und von da zum Hof mit den Autos und den Kabeln. Ab 1:13 ist die Technik zu sehen... Anyway - Car Recordings (mit Technik)


    Wer die anderen zwei Videos auch noch sehen will - hier die Links:
    One - Car Recordings
    Can't make you love me - Car Recordings (Dies Stück ist übrigens mein stiller Favorit, der mich schon beim Aufnehmen in der Regie ziemlich emotional erwischt hat. Dieses Stück löst bei mir ein Kopfkino ohne gleichen aus...)

    Heute mal etwas von einer meiner Bands - auch wir haben uns in Zeiten von Corona gefragt, was man machen könnte und es entstand die Idee, unsere beiden Gitarristen jeweils im eigenen Auto sitzend aufzunehmen, während sie ein paar Akustik-Nummern spielen. Gesagt, getan, am Karfreitag war es soweit, die Auto wurden mittels der vorbereiteten "Nabelschnüre verbunden und es entstanden Aufnahmen von insgesamt fünf Stücken. Drei Videos waren vor diesem schon online gegangen - dort waren ausschließlich die beiden Jungs zu hören mit Gitarren, Gesang und Harp. Bei diesem Stück haben wir noch nachträglich Bass und Schlagzeug zu den Akustikgitarren und dem Gesang aufgenommen, was eine kleine Herausforderung war: ich musste wirklich oft üben, bei den Timingschwankungen der beiden nicht aus dem Stück zu fliegen - zwei eierige Stellen sind drin, die fast unspielbar waren für mich und unseren Bassisten. Interessant ist auch, dass Bass und Drums zwar zeitgleich an einem Sonntag Nachmittag eingespielt wurden, aber völlig unabhängig voneinander und ohne das der eine wusste, was der andere spielen würde. Ein sehr interessantes Experiment war das!


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    Wer Interesse hat, schaue sich gerne noch die anderen drei Videos mit den reinen Gitarren/Vocal/Harp-Stücken an auf dem Kanal der Band - mich hat es am Pult sitzend umgehauen, was die Jungs da kreiert haben! Feedback sowieso immer willkommen! :)

    Steinwolle hat eine höhere Schalldämmung als Glaswolle bei gleicher Dicke.
    Abgesehen davon gilt Glaswolle als sehr krebserregend und sollte wie auch Steinwolle immer staubdicht verpackt werden.

    Das kann sein, heißt aber nicht, dass Glaswolle nicht „taugt“. Das staubdichte Verpacken sollte man auf alle Fälle machen - so habe ich es ja auch dokumentiert in dem verlinkten Thread. Die heute verkaufte Glaswolle ist zwar immer noch nicht biologisch abbaubar, aber hat auch nicht mehr die lungengängigen Fasergrößen. Der von mir genannte Trick funktioniert auch mit Steinwolle, die in Verkaufspaketen gebündelt und komprimiert ist. Gibt es in Rollen und quaderförmigen Paketen und man kann diese auch an der Decke in eine Ecke bringen. Dann ist der Verlust an Bodenfläche gleich Null, wenn der Raum nicht gerade nur 1,80 hoch ist. Bei uns waren die räumlichen Gegebenheiten natürlich mit den fast 5m Deckenhöhe und 25 m^2 Grundfläche deutlich günstiger, aber einen Versuch ist es in dem kleinen Raum bei Null finanziellem Risiko allemal wert.


    Müssen die Bass Traps von ganz oben nach unten reichen, oder reichen die in der Mitte so 60cm hoch? Und sollten sie in alle Ecken?

    Ich kann Dir einen Tipp geben, wie Du den Effekt von Basstraps ohne Aufwand und finanzielles Risiko erstmal abschätzen kannst: Geh in den Baumarkt Deines Vertrauens und kaufe ein oder mehrere Pakete Trennwandplatten aus Glaswolle - die Dicke ist egal, weil Du die Pakete so wie sie sind in eine Ecke stellst (dann vorzugsweise die unteren, weil sie oben nicht bleiben ohne Befestigung. Der Basstrap-Effekt funktioniert auch durch die Verpackungsfolie - die kann die tiefen energiereichen Frequenzen nicht abhalten. Ich würde Dir für Deinen Raum erstmal vier Pakete testweise empfehlen - stell sie einfach mal in eine oder mehrere Ecken und hör Dir an, was das mit der Akustik macht. Schön machen und bauen kannst Du dann immer noch.


    Wie komme ich auf diesen Tipp? Wir haben einen Übungsraum mit den Maßen 5 m x 5 m x 5 m - einen größeren akustischen Gau kann man fast nicht haben. Extreme nervige Resonanz im ganzen Raum, völlig unbespielbar mit einem Schlagzeug. Wir haben dann diese Dämmplattenpakete oben in den Raumecken fixiert (ging einfach, weil schon eine Stoff-Abhängung mit Holzrahmen oben auf ca. 3,5 m Höhe drin war. Es klemmen jetzt in allen vier Ecken jeweils 3 bzw. 4 Pakete von diesen Trennwandplatten, die wir vor dem Einbringen natürlich mit Folie und Aluklebeband an den Schmalseiten staubdicht verschlossen haben. Das Ergebnis ist absolut frappierend: die störenden Mulm-Resonanzen sind komplett weg - es lässt sich wunderbar in dem Raum trommeln und mit Band Proben. 2 1/2 Wände sind mit Molton abgehängt - eine Wand ist vom Raum her schon schräg zulaufend und akustisch unbehandelt. Einer der besten Übungsräume von der Akustik her, die ich je hatte. Es gibt einige Fotos davon in diesem Thread: https://www.drummerforum.de/fo…-nachher.html#post1182114