Beiträge von Oliver_Stein


    Müssen die Bass Traps von ganz oben nach unten reichen, oder reichen die in der Mitte so 60cm hoch? Und sollten sie in alle Ecken?

    Ich kann Dir einen Tipp geben, wie Du den Effekt von Basstraps ohne Aufwand und finanzielles Risiko erstmal abschätzen kannst: Geh in den Baumarkt Deines Vertrauens und kaufe ein oder mehrere Pakete Trennwandplatten aus Glaswolle - die Dicke ist egal, weil Du die Pakete so wie sie sind in eine Ecke stellst (dann vorzugsweise die unteren, weil sie oben nicht bleiben ohne Befestigung. Der Basstrap-Effekt funktioniert auch durch die Verpackungsfolie - die kann die tiefen energiereichen Frequenzen nicht abhalten. Ich würde Dir für Deinen Raum erstmal vier Pakete testweise empfehlen - stell sie einfach mal in eine oder mehrere Ecken und hör Dir an, was das mit der Akustik macht. Schön machen und bauen kannst Du dann immer noch.


    Wie komme ich auf diesen Tipp? Wir haben einen Übungsraum mit den Maßen 5 m x 5 m x 5 m - einen größeren akustischen Gau kann man fast nicht haben. Extreme nervige Resonanz im ganzen Raum, völlig unbespielbar mit einem Schlagzeug. Wir haben dann diese Dämmplattenpakete oben in den Raumecken fixiert (ging einfach, weil schon eine Stoff-Abhängung mit Holzrahmen oben auf ca. 3,5 m Höhe drin war. Es klemmen jetzt in allen vier Ecken jeweils 3 bzw. 4 Pakete von diesen Trennwandplatten, die wir vor dem Einbringen natürlich mit Folie und Aluklebeband an den Schmalseiten staubdicht verschlossen haben. Das Ergebnis ist absolut frappierend: die störenden Mulm-Resonanzen sind komplett weg - es lässt sich wunderbar in dem Raum trommeln und mit Band Proben. 2 1/2 Wände sind mit Molton abgehängt - eine Wand ist vom Raum her schon schräg zulaufend und akustisch unbehandelt. Einer der besten Übungsräume von der Akustik her, die ich je hatte. Es gibt einige Fotos davon in diesem Thread: https://www.drummerforum.de/fo…-nachher.html#post1182114

    Hab die Snare (PAL 146) heute endlich bekommen und muss sagen, dass ich auf den ersten Blick echt sehr begeistert bin. Die Optik ist sowieso überragend, dann aber auch die vielen Feinheiten wie zum Beispiel dass man auf jeder Seite den Teppich einstellen kann.

    Ging mir genauso! Wenn man den Karton aufmacht, springt sie einen optisch wirklich an. Die Verarbeitung ist auch echt hervorragend.

    Nur dem mit G1 Fell auf der Snare bin ich bis jetzt nicht zufrieden. Wollte mal von euch wissen, ob ihr 1 oder 2 lagige Felle auf einer Alu bevorzugt? Schwanke gerade ein wenig zwischen dem Evans Genera (1 lagig) und dem Genera HD (2 lagig). Da wäre ich über eure Erfahrung echt dankbar.

    Ich hatte bei meiner noch vor dem ersten Schlag auf's Fell das Werksfell runtergenommen und durch ein Aquarian Texture Coated ersetzt - das hatte ich hier noch neu zu liegen. Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass die PAL 146 einen extrem weiten Stimmbereich hat und auch richtig tief gestimmt noch gut klingt - normaler weise verlasse ich die tiefen Gefilde immer sehr schnell, weil ich den Sound dann oft zu "eimerig" finde. Aber die Starphonic überzeugt auch in der tiefen Lage sehr. Dann ist mir aufgefallen, dass sie extrem sensibel auf Dämpfung reagiert - ein voll auf dem Fell aufliegendes Sky-Gel ist schon viel zu viel. Ich lege es jetzt so am Rand hin, dass es mit der Kante am Fell liegt und der Rest auf dem Rim - so kann man sehr fein die Dämpfung regulieren. Vom Werk ist ja auch ein Muffle-Ring dabei, den habe ich jetzt gerade für eine Recording-Session genutzt, zusätzlich lag auf dem Ring noch ein Sky-Gel. Damit klang die Snare schon in Natura wie zu besten 70er Disco-Zeiten - auf der Aufnahme kommt das echt klasse rüber! Die Alu Starphonic ruft förmlich "Nimm mich auf!".

    Ich spiele eine Joyful Noise Luminary 14"x6,5", die ist ebenfalls aus Alu, und verwende aktuell ein Aquarian Texture Coated Powerdot. Letztendlich ist das alles Geschmackssache, aber ein Fell mit Dot steht dem Alukessel jedenfalls sehr gut, wie ich finde. Macht den Attack etwas präsenter und trockener, kann ich mir gut auf der Starphonic vorstellen. Bin grundsätzlich Aquarian-Fan, da die Felle für meinen Geschmack recht kontrolliert und fett klingen (nicht dumpf).

    Ich bin auch ein Fan des TC mit Dot - ich spiele das auf allen meinen anderen Snares und werde es mit Sicherheit auch auf der Starphonic testen. Ich habe sogar noch ein neues hier liegen, glaube ich. Ich teile die Empfehlung - sollte man probieren (auf jeder Snare).

    Ich bleibe beim Ambassador Coated. Finde ich am flexibelsten/formbarsten vom Klang und musikalischsten für Jazz und Bossa. Aber auf der Snare geht sicher so einiges an Kombinationen ganz gut. Ich würde die Snare aber erstmal in den Proberaum mitnehmen, ein wenig mit Simmungen + Dämpfungen (auch unterm Mikro) probieren, statt "blind" ein anderes Fell raufzubappen.

    In der Tat muss man sich mit dem Teil erstmal ein bisschen auseinandersetzen - sie reagiert sehr sensibel auf verschiedene Stimmungen und Dämpfung -viel mehr als meine anderen Snares! Bei dem Teil gibt es viel zu entdecken...

    Die nächste Stufe wären z.B. Pearl MMX (heute Reference genannt),


    OT: Die dünnen Kessel mit Verstärkungsringen des MMX gab es danach als MMP (Masters Maple Premium) und aktuell als MRV (Masters Maple Reserve). Reference ist ein anderes Konzept mit verschiedenen Hölzern je nach Durchmesser, gibt‘s in dick und dünn (dann Reference Pure), aber immer ohne Verstärkungsringe...

    Ein richtig gut gemachtes Video, dass die Facetten der Becken zeigt statt Effekte zu haschen! Großes Lob dafür!


    Beide Becken sind hochwertig, das hört man sofort. Es geht also hier eher um den persönlichen Geschmack. Für meine Ohren hat das Evo etwas im Ton, was ich nicht so gerne mag - es klingt für mich wie ein Unterton (nicht unbedingt ein tiefer Ton), der mir irgendwie unangenehm ist. Icn bin sicher, dass das im Bandkontext völlig weg ist und das Evo sich dort mit seinem brillianterem Oberton deutlicher und präziser durchsetzt. Das Complex klingt so pur ohne Musik extrem ansprechend für meine Ohren - es hat viel weißes Rauschen mit drin und keine penetranten Obertöne, es klingt warm und voll und reagiert offensichtlich sehr sensibel auf jede Nuance des Anspielens. Auch wenn der Vergleich hinkt, kann man es ein bisschen mit den Dark Energys von Paiste vergleichen. Wie diese kann ein solches Becken mit viel Rauschanteil im Klang im musikalischen Kontext die Definition verlieren - bei lauten Stilrichtungen eher als im leiseren Jazzkontext. So trocken ohne Musik wäre das Complex meine Wahl, vielleicht wäre für mich tonal ein 18er noch schöner. Das Evo sehe ich eher im Pop/Rock/Blues/Soul Kontext, wo es sich vielleicht besser durchsetzen kann. Auf beiden Becken könnte ich ohne das geringste Problem musizieren - der Geschmack entscheidet!


    Ich erwarte mit großer Spannung Dein Video von dem kompletten Complex-Satz! :D


    Edit: ok, nochmal am anderen Rechner über Studioboxen gehört und dabei festgestellt, dass Du 18er und 19er verglichen hast - wer hinschaut, ist im Vorteil! Bei beiden Größen gilt aber das oben geschriebene für meinen Geschmack - die Evos sind so pur nicht mein Klang, werden aber sicherlich im musikalischen Kontext super funktionieren. Von den Complex gefällt mir das 18er besser.

    Ferner bräuchte ich eine Snare. Was würde sich da anbieten? 13 oder 14"? Welche Tiefe? Eher Piccolo oder viel Tiefe? Welches Material? Kann jemand konkrete Modelle empfehlen, wenn die Preisobergrenze so bei ca. 300 Euro liegen würde?


    Da würde ich Dir die Pearl Special Reserve-Modelle (nur erhältlich beim großen T) ans Herz legen - gibt es in 5", 6,5" und 8" zum gleichen wahnsinnig guten Preis von 289,-. Empfehlen für Deine Anwendung würde ich die 5":










    Hier kannst Du in meinem Vorstellungsthread darüber mehr lesen: Vorstellung Oliver_Stein - Pearl Special Reserve 14"x5" Snaredrum

    Ich habe das 22er Power Ride etwa zwei Jahrzente lang gespielt und kann Dir folgendes dazu sagen: das Teil ist sehr laut und hat eine Glocke, die selbst ein 100W Marshall Stack in seine Schranken weist. Es funktioniert auch gut bei Aufnahmen, auch im Pop oder Blues. Es ist nicht crashbar und für Jazz würde ich es auch nicht nehmen wollen, dafür ist es zu dick. Mir erscheint das Power Ride für Dein angepeiltes Genre geeignet. Das normale 2002 Ride ist in 22“ auch ein schönes Teil, aber für laute Stile vielleicht schneller am Limit. Das Heavy Ride kenne ich persönlich nicht, es wird wahrscheinlich irgendwo zwischen Classic und Power liegen.

    Sieht gut aus, auch wenn ich nicht mehr auf Wohnzimmerschrank stehe.


    Die Folie von DC-Fix, die Du nicht verarbeitet hast (Nussbaum glaube ich), habe ich 1984 auf mein Hoshino-Schlagzeug geklebt, nachdem ich die geile "Brushed copper" Folie entfernt hatte. Später habe ich dann nochmal weiße DC-Fix Folie drüber geklebt, die ich dann mit Spraydosen aus dem Autozubehör knallrot lackiert habe (BMW Tornado-Rot oder so...). Mein Vespa-Roller hat die gleiche Farbe auch bekommen, sah damit aber besser aus als das Hoshino! Sorry für OT...

    Das hier war für mich DAS Nokia Handy - unzerstörbar! Und der große Akku hielt 7 (!) Tage.



    Heute ist Nokia nur noch ein alter bekannter Markenname, der von einem anderen Laden ausgeplündert wird - wie Blaupunkt, Telefunken und Grundig.

    +1 für das Complex! Das Evolution ist mir zu mittenbefreit - ähnlich den Signatures von Paiste, aber nicht so gut :D Aber das Complex könnte mir auch gefallen. Bei den Hihats hat mir in einem anderen Vergleichsvideo die 14er irgendwie besser gemundet - obwohl ich ansonsten in letzter Zeit sehr auf 15er stehe. Irgendwann steht bei mir eine Dark Energy 15", ich glaube fest dran! :)

    Krass - ein Handy mit mechanischer Tastatur! Gibt es sowas noch?


    Wenn ich Nokias Anleitung richtig interpretiere, muss Du mehrmals auf # drücken, um Zahlen eingeben zu können. Wenn du ein bisschen eher dran gewesen wärst, hätte ich Dir umgehend ein gerade abgelegtes Motorola Play Smartphone geschickt - das hat aber seit ein paar Wochen unsere Sängerin, damit sie auch mal in unserer Band-WhatsApp-Gruppe mitlesen kann. Sie hatte auch noch so ein Ding kleiner als ein moderner Autoschlüssel...

    Ich habe mal von einer Musikinstrumentenversicherung die Aussage erhalten, das man insolchen Fällen Analogien zu heute erhältlichen Drums und deren Neupreis bilden soll. Tama Superstar würde man dann vielleicht mit einem heutigen Starclassic vergleichen können. Ob Deine Versicherung das akzeptiert, musst Du aber konkret mit denen klären.

    Schau mal, ob die alternativ auch das Post-Ident Verfahren anbieten. Sonst müsstest Du irgend jemanden mit einem modernen Handy bitten, ob Du die Freischaltung Deiner SIM-Karte über sein Gerät machen kannst.

    +1 für das Real Feel (das große). Das ist schon sehr leise und prima auf der Snare zu benutzen. Wenn ich es auf meiner Snare liegen habe, schalte ich manchmal den Teppich dazu, das geht erstaunlich gut und ist trotzdem noch flüsterleise.

    1 und 2 geht wegen des Basketballs für mich überhaupt nicht - aber den kannst Du wegdämpfen, ohne groß den restlichen Sound zu beeinflussen: kauf Dir eine Fleece-Decke, so eine, die es für unter 10,- in jedem Laden hinterher geschmissen gibt. Von der schneidest Du ein paar Stück ab und legst sie in die untere Hälfte des Kessels so, dass sie nicht oder nur ganz leicht die Felle berühren. Weg ist der Basketball.


    3 und 4 sind schon sehr stark gedämpft - da ist der Kicker vielleicht etwas zuviel des Guten. Etwas Raum wie in 4 finde ich persönlich gut, aber wenn Du das ganze Set spielst, hast Du natürlich auch alles andere da drauf. Versuch doch mal etwas mit dem Abstand und der Position des Mikros zu spielen - ich habe das Mic in der BD oft nicht direkt vor dem Schlagfell, sondern eher zu 2/3 hinten im Kessel. Etwas außermittig geht auch gut. Oder Du lässt es so wie es ist und stellst noch ein Mic außen dazu, ca. 5 cm vom Reso entfernt, aber keinesfalls genau in der Mitte, sondern ca. bei 1/3 vom Rand. Dort bekommst Du Tiefbass ohne Gedröhne, die Fellmitte klingt da nicht so nett.