Beiträge von Oliver_Stein

    Ich habe nach ähnlichen Threads gesucht, aber nicht so richtig etwas gefunden...


    Mich würde interessieren, ob es anderen hier ebenso geht wie mir: es geht um die Suche nach dem (oder besser: den) Traum-Ride(s). Wieviele und welche Becken habt ihr schon durch auf diesem Weg und ist ein Ende in Sicht?


    Mein erstes Ride war ein Paiste 505 Black Label in 20". Ich würde es heute gerne wiederhaben, aber es ging bei einem Neukauf in Zahlung 1984.. Gekauft hatte ich dieses Becken, weil es erstens in meiner Nähe gebraucht angeboten wurde und zweitens ich es mir leisten konnte. Internet gab es damals noch nicht. Ich konnte es damals nicht ertragen, das es kein 2002 war...


    Es folgte 1984 ein Paiste 2002 Power Ride in 22". Warum ich genau dieses kaufte, weiß ich heute nicht mehr - wahrscheinlich weil 2002 drauf stand und es ein 22er war und weil es schön dick war. Jedenfalls war dies noch keine bewusste Soundentscheidung. Dieses Becken habe ich dann tatsächlich bis ca. 2000 als alleiniges Ride gespielt, auch in Jazzformationen. Heute für mich schwer nachvollziehbar...


    Irgendwann Anfang der 2000er Jahre folgte ein Paiste Signature Power Ride, dass mir besser als das 2002er gefiel. Auch dieses war noch kein bewusster Kauf nach Klang, sondern nach der mir bekannten Marke und nach Typ. Mit diesem Becken habe ich viele Jahre in einer Bluesband gespielt, dafür war es eigentlich aber zu schwer und auch zu laut.


    2006 oder 2007 kam dann das erste Ride dazu, dass ich aufgrund seines besonderen Klangs haben wollte: ein Paiste Dark Energy Dark Dry Ride MkI in 21". Dieses Teil hatte mich beim Antesten in einem Laden mit seinen vielfältigen Sounds total fasziniert. Es war das exakte Gegenteil des Power Rides: dünn, leise und dunkel vom Timbre. Dieses Teil habe ich noch heute und es gehört wohl zu den Becken, die auf Dauer bleiben werden.


    Bei einem Komplettkauf eines Sets fiel mir irgendwann ein 18" K Custom Ride in die Finger, dass mir zu klein vom Durchmesser war, aber eine geniale Bell hatte. Das 18er ging und es kam ein 20" K Custom Ride. Das habe ich länger gespielt, aber irgendwann gegen ein 22er K Custom ersetzt, welches mir vom Grundton besser gefiel. Das 20er hatte jedoch die schönere Glocke von beiden. Das 22er K Custom war dann länger mein "laut& Bühnen" Ride, im Team mit dem 21" Dark Dry Ride für die leiseren Sachen.


    Vor ein paar Monaten hatte ich in einem Laden ein 20er K Ride angetestet, das mir wegen seines reinen und unaufdringlichem Tons sehr gefallen hätte. Es passte leider von der Tonhöhe nicht zu meinen Crashes, so wurde es dann letztlich ein 22" K Light Ride, welches ich seitdem meistens bei den Proben meiner Funkband spiele. Es hat eine geniale Glocke, aber keinen sehr tragenden Ping bei etwas mehr als leise angespielt. Trotzdem ein tolles Teil, dass ich derzeit auch nicht wieder hergeben möchte. Das 22er K Custom sollte eigentlich gehen, im letzten Moment habe ich den Verkauf dann noch gestoppt und es erstmal als lautes Ride behalten... Könnte ja mal notwendig sein auf großer Bühne...


    Und jetzt aktuell habe ich schon wieder ein Becken, dass mir im Laden ganz hervorragend gefiel: Ein Paiste Masters 24" Deep Ride. Dieses wurde ganz sicher das 22er K Custom aus meinem Set verdrängen... Ich Frage mich aber natürlich auch: ist das jetzt schon GAS oder ist das wirklich notwendig, drei Rides zu haben? Die Antwort darauf werde ich wohl erst dann bekommen, wenn ich das Dingen mal ein paar Tage bearbeitet habe...


    Wie ist eure Ride-Evolution verlaufen? Ab wann habt ihr mit den Ohren gekauft statt nach Marke? Was blieb, was ging? Ich bin gespannt auf eure Geschichten...

    Ich reaktiviere mal diesen Thread hier, weil es für meine kurze Frage nicht lohnt, einen neuen aufzumachen und das Thema hier schon anklang:


    Sind die Paiste Masters Becken identisch mit den Paiste Twenty Masters? Es geht mir konkret um das Masters 24" Deep Ride, das ich in Hamburg bei Justmusic angetastet habe und seitdem nicht mehr aus dem Kopf bekomme. Das Teil ist nicht wirklich günstig... Allerdings gibt es in der Bucht ein Twenty Masters 24" Deep Ride zum guten Kurs... Also, hat sich nur der Name geändert?

    Die Aufnahme ist zwar schon in diversen Threads hier aufgetaucht, aber der Vollständigkeit halber hier nochmalig der endgültigen Fassung (zwei Kameraperspektiven und finale Mischung aus Samplitude:


    [video]

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    [/video]


    Der unsaubere Fokus der Überkopf-Kamera ist bereits als wichtigster Punkt zur Verbesserung erkannt. Ein Handy ist halt keine richtige Kamera...

    Hier eine für die älteren Semester unter uns:


    Wir schreiben das Jahr 1988 und meine damalige Band nimmt eine EP in einem Studio in Hannover auf. Es ist noch Analogzeitalter, aufgenommen wurde dort in 16-Spurtechnik auf 1/2" Band (Fostex B16 hieß die Maschine damals), den SMPTE Timecode immer schön auf Spur 16. Gemastert wurde auf Schnürsenkel (1/4" Tonband).


    Als wir also am Mischen waren kam auf einmal das Angebot, digital auf einem ganz neuartigen Videorecorder zu mastern. Das Gerät gehöre dem Techniker, der in dem Studio die Bandmaschinen wartet und wir könnten es gegen Zahlung eines gewissen Betrages benutzen. Also wurde unsere EP mit vier Titeln zu 3/4 auf diesem Hightech-Gerät gemastert... Zu drei vierteln deshalb, weil irgendwann jemand herausgefunden hatte, dass der vermeintlich digitale Recorder ein ganz schnöder HiFi-Videorecorder war, der unser Master wunderbar analog in einem Format gespeichert hatte, das damals kein Presswerk annahm als Master für eine 45RPM EP. Also wurden die Mixe der drei Stücke auf dem Videorecorder wieder auf Schnürsenkel kopiert und das Kapitel schnell verdrängt. Dass der Videorecorder unserem Mastermix natürlich die für Video typischen Artefakte beigefügt hatte und die nochmalige Kopie auf das damalige Standardmedium 1/4" Band auch nicht gerade hilfreich war, diese Einsicht hatte ich erst viele Jahre später... damals reichte das Wort "digital" aus, um alle in Erregung zu versetzen... :)

    Ich will die leidige Diskussion B8 vs. B20 hier nicht wieder hochkochen, aber diese pauschalen Aussagen zum Material hier bringen mich wie immer auf die Palme.


    Es gibt von Paiste billige Einsteigerserien, die auch ich nicht hören mag (302, PST 3 und ähnliche). Es gibt aber von Paiste auch Becken aus B8, die international einen hervorragenden Ruf haben (allen voran die 2002er). Oder die Signature Serie, die aus B15 ist.


    Ich kann Dir gerade gebraucht folgende nicht-B20 Serien empfehlen, die es sich auf alle Fälle lohnt anzuhören: Paiste 2002, Paiste Giant Beat, Paiste Big Beat. Alle B8 und aktuell am Markt. Dann alles, was den Namen Signature bei Paiste trägt, dazu auch die ältere Serie Sound Formula (alles B15). Weiterhin tolle Becken sind die älteren Paiste 505 (sowohl mit schwarzem als auch mit grünem Aufdruck). Paiste Rude sind die Vorbilder für die Raker von Meinl gewesen und Paiste 2000er und 3000er sind auch gut. Bei neuen Becken kann ich Dir auch die Meinl Pure Alloy (B15) ans Herz legen, die fand ich im Laden für den Preis wirklich gut! Lass Deine Ohren entscheiden, nicht die hundertmal wiederholten Pauschalierungen der Legierungspolizei... :D


    So, jetzt Feuer Frei für die B20-Jünger...:)

    Verstehe ich es richtig, das egal wie viele Spuren man aufnimmt diese immer in so eine einzelne Mehrspur-Datei geschrieben werden?

    ja, alle Spuren sind immer in so einer Container-Datei. Ich bin da ganz froh drüber, denn das Handling ist für mich so einfacher. Das einzig blöde daran ist, dass man je nach tatsächlich benutzter Spurenzahl viel Speicherplatz auf der HDD verschenkt. Wenn ich z.B. 18 Spuren für eine Aufnahme genommen habe, dann sind im Container 14 Spuren mit lauter Nullen, die aber in 32 Bit Auflösung 8) Da würde es sich schon lohnen, in einzelne Waves zu Wandeln und den Ballast zu entsorgen.

    verstehe ich ferner richtig das in deinem Beispiel die Datei 001.wav und 002.wav jeweils die
    Mehrspurwave jeder Karte enthällt?

    nein, das sind zwei aufeinanderfolgende Dateien von einer Karte. Die erste hatte die 4 GB Grenze erreicht, deshalb wird automatisch die nächste aufgemacht. In der DAW lädt man diese einfach nahtlos hintereinander ein.
    Wie das ganze bei einer Aufnahme über die Kapazität der ersten Karte hinaus aussieht, muss ich demnachst mal probieren...

    Hier habe ich mal ein Beispiel, wie die Dateien auf der SD-Karte abgelegt werden:


    Auf der SD-Karte ist erstmal ein Verzeichnis "X_LIVE", darin findet man dann folgende Struktur:

    Jeder der Unterordner stellt eine Aufnahmesession dar.


    In einem der Ordner sieht es dann so aus:

    In dem BIN-File sind die Marker und ggf. noch weitere Informationen zur Session abgelegt, die die X-Live zur Wiedergabe benötigt. Für die DAW braucht man dieses File nicht!



    Ich habe unter diesem Link hier mal ein Original-File von der X-Live hochgeladen:


    X-Live Mehrspuraufnahme Drums - ca. 102 MB


    Wer mal schauen will, ob seine DAW die Broadcast-Wavedatei direkt öffnen kann, hat hier geeignetes Testmaterial.

    Habe ich das jetzt überlesen, oder fehlt tatsächlich noch das Ergebnis des Stromabschaltens?


    Hast recht, das habe ich vergessen :) war wohl doch schon zu spät...


    Also, ich habe wie geschrieben mitten in einer laufenden 32-Spuraufnahme an der Steckerleiste den Strom ausgeschaltet und dann nach ca. 20 Sekunden wieder eingeschaltet. Danach habe ich geschaut, ob die Aufnahme bis zum Zeitpunkt des "Stromausfalls" brauchbar war bzw. die Session überhaupt lesbar. Die Antwort: zweimal ja! Es ist bis zur letzten Sekunde alles in der Datei und sowohl im X32 als auch nach dem Import in den Rechner ist alles lesbar und fehlerfrei. Wenn ich dran denke, was für einen Aufwand man beim HD24 treiben musste, um für den Fall des Stromausfalls gewappnet zu sein (ging nur durch Aufnahme eines leeren Projekts vor der eigentlichen Aufnahme, so dass alle File-Header schon vorher da waren)... Die Variante hier ist dann tatsächlich narrensicher, wenn es mal wirklich drauf ankommt, dass die Aufnahme auf jeden Fall da ist. In so einem Fall liefe bei mir parallel zur X-Live-Karte auch der Mitschnitt auf dem Notebook - beide Geräte sind beim Stromausfall batteriegepuffert und können ihre Files in Ruhe abschließen.

    Die Marker lassen sich aber sowohl bei der Aufnahme als auch später noch setzen?

    Marker lassen sich sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Wiedergabe setzen.


    Hat man dann pro Marker ein separates File auf der Karte?

    nein, die Marker zerteilen die Wave-Files nicht


    Die Karten lassen sich nicht über USB direkt auf den Rechner auslesen?

    Der Inhalt der SD-Karten kann nicht wie bei fast allen Kameras über die USB-Verbindung zwischen Rechner und X-Live ausgelesen werden. Die Verbindung ist „Audio-only“.


    Die Dateien werden auch so sinnvoll benannt das man sie hinterher auseinanderklamüsern kann?

    Die Dateiablage ist auf der SD-Karte nicht unbedingt archivier-freundlich angelegt. Die Dateien liegen in einem kryptisch bezeichneten Ordner, dessen Dateiname aber zumindest eindeutig ist. In dem Ordner liegen dann die Wavefiles aufsteigend nummeriert. Allerdings heißt die erste Wavedatei auf Karte A immer „A1.wav“. Solange die Wavefiles in ihren übergeordneten Ordnern bleiben, ist alles eindeutig. Sonst ist Chaos vorprogrammiert... Man kann die übergeordneten Ordner nur dann nach Belieben umbenennen, wenn man sie nicht mehr auf einer SD-Karte zum Abspielen in der X-Live nutzen will. Ist ein Ordner umbenannt, gibt das X32 eine Fehlermeldung aus und spielt nichts ab.


    oder wird sogar pro Marker/Track ein eigenes Verzeichniss angelegt?

    Es wird pro Session ein Ordner angelegt. Die Marker sind in einem kleinen Begleitfile abgelegt. Alle Spuren sind unabhängig von der tatsächlichen Anzahl (8, 16 oder 32) in dem einen Broadcast-Wavefile zusammengefasst.

    Ich habe diese Frage von Gerald aus meinem Galeriethread hier mit rüber genommen:


    Ist es möglich vom X32 zwei oder 3 oder 4 Spuren abzuspielen und gleichzeitig 8, 16 oder mehr Spuren aufzunehmen? Also ist sowas wie einen Roughmix abzuspielen und gleichzeitig einige Spuren aufnehmen nur am X32, ohne! PC-Unterstützung, möglich?


    So, wie die Frage gestellt ist, ist die Antwort „nein“. Es ist mit der X-Live nicht möglich, etwas bereits Aufgenommenes abzuspielen und gleichzeitig neue Spuren dazu aufzunehmen.


    Was geht (bzw. gehen müsste - siehe unten EDIT) ist folgender Workaround: man nimmt einen Take in Mehrspur auf die SD-Karte auf und fertigt dann davon im X32 einen Roughmix an. Diesen nimmt man mit dem USB -Recorder auf. Im nächsten Durchlauf spielt man den Roughmix vom USB- Recorder ab und spielt dazu neue Spuren auf die SD-Karte ein. Dazu muss man den Ausgang des USB-Recorders als Aufnahmesignal für die X-Live routen. Wenn man alles eingespielt hat, muss man natürlich alle Einzelspuren im Rechner wieder zusammen setzen. Besonders komfortabel ist das daher nicht und echtes Overdubbing mit Drop-Ins und Drop-Outs geht so auch nicht.


    Etwas anders ist es, wenn man als Trommler zu einem Playback trommeln will: dann kann man sich das Playback gleich über den internen USB-Recorder zuspielen lassen und mit in die Mehrspuraufnahme einbinden. Bei jedem neuen Take startet man den USB-Recorder neu und spielt den nächsten Durchlauf ein. Erst wenn man ein Stereo-Playback mit einem separaten Clicktrack haben möchte, geht das mit dem USB-Recorder nicht mehr, weil er nur Stereo kann.


    Edit: Abspielen vom internen USB-Recorder und gleichzeitig Aufnehmen auf die X-Live-Karte (SD-Karte) geht - ich habe es ausprobiert. Die beiden "Maschinen" sind unabhängig voneinander und laufen einfach parallel. Der oben genannte Workaround funktioniert also!

    Heute ist meine bestellte X-Live SD-Recordingkarte für das X32 angekommen und während der Installation habe ich ein paar Bilder gemacht, die ich hier teilen möchte. Natürlich habe ich auch gleich nach der ersten Verzweiflung (...mist, USB Interface geht nicht mehr... siehe unten) Testaufnahmen gemacht (16 und 32 Spuren) sowie die Stromausfall-Funktion der Karte getestet, indem ich mitten in einer 32-Spur-Aufnahme den Strom an der Steckerleiste einfach ausgeschaltet habe... :D Aber erstmal der Reihe nach:



    So sah der Tatort vor Einbau der Karte in mein X32 Compact aus - die X-Live kommt in einem Pappkarton mit Schaumpuffer innen, eingeschlagen in einen Antistatik-Verhüterli. Die beiden SD-Karten hatte ich vorher schon woanders besorgt. Behringer spezifiziert als maximale Größe der Karten 32GB und schreibt Formatierung in FAT32 vor. Zwei solche Karten in den beiden Slots der Karte ergeben dann bei 32 Spuren eine ununterbrochene Aufnahmezeit von 3:30 h:mm. Es gibt Berichte aus dem Netz, dass man auch größere Karten verwenden kann, wenn man diese mit irgendwelchen schmutzigen Tools in FAT32 formatiert bekommt. Ich werde das ausprobieren, aber vorerst halte ich mich schön an die Empfehlung von Behringer dazu.
    Die Fotobatterie (CR123A) kommt auf die Karte, um im Falle eines Stromausfalls die Daten ordnungsgemäß abschließen zu können - mehr dazu unten!



    So sieht's im Innern der Schachtel aus!





    Die Karte nach dem Auspacken aus dem Antistatik-Beutel und eine Nahaufnahme von dem Batteriehalter mit eingesetzter CR123A.




    So sieht die serienmäßige X-USB im X32 aus - montiert und ausgebaut (man vergleiche die Anzahl der Bauteile auf der X-USB und der X-Live 8| )



    Die montierte X-Live im X32 - keine wilde Sache, die Montage, dauert keine 5 Minuten...



    Als nächstes nach dem Einbau habe ich die Firmware auf der Karte auf den aktuellen Stand gebracht - sie kam mit Version A9 und die A11 ist die aktuelle Version zum Download bei Behringer. Zum Update der Firmware zieht man das bin.-File mit der Firmware auf einen USB-Stick, steckt diesen in das ausgeschaltete X32, hält beim Einschalten die View-Taste des USB-Recorders gedrückt und alles weitere geht automatisch (sieht dann aus wie auf dem Bild oben). Danach einmal rebooten und fertig ist es - Dauer: 3 min.


    Was hier nicht in Bildern dokumentiert ist, aber auch notwendig: die Firmware des X32 muss auf mindestens Version 3.08 gebracht werden (das hatte ich vorher schon gemacht). Diese Version enthält die notwendigen Bildschirme für die Steuerung der X-Live vom Pult aus (siehe nächstes Bild). Außerdem muss man auf dem PC den ASIO-Treiber für die X-Live installieren, damit die Kommunikation mit dem Pult über USB (32in, 32out) funktioniert.
    X32-Edit (das Fernbedienungsprogramm für den PC) sollte die Version 3.2 sein für den Support der X-Live. Die App für's IPad X-Mix ist Version 3.1.0. Beide "Fernbedienungen" unterstützen alle Funktionen der X-Live-Karte, sogar noch etwas komfortabler als am X32.



    So sieht die Steuerseite im X32 für die X-Live aus: man kann festlegen, ob ein Playback von der SD-Karte oder vom USB-Interface erfolgen soll. Diese natürlich notwendige Einstellung hatte ich nach der Installation der Karte nicht bedacht und weil der Schalter auf "SD-Card" stand, spielte mein X32 nichts von dem aus, was über die USB-Karte rein kam. Hat mich ungefähr 10 min. graue Haare gekostet...
    Weiter legt man wie vorher für die X-USB fest, wie das Interface konfiguriert sein soll (also die Zahl der Ein- und Ausgänge). Meinen Studiorechner (Intel Core I7) interessiert das nicht die Bohne, mein betagtes Notebook mit einem Core Duo 2x 2,2GHz frisst mit Reaper ebenfalls 32 Kanäle In- und Out ohne jeden Dropout. Allerdings liegt die Prozessorlast beim Notebook dann konstant bei ca. 35% - beim Studiorechner kann man das nicht messen an der Prozessorlast.
    Auch für die SD-Karte kann man gesondert festlegen, wie viele Spuren aufgenommen werden sollen (8-16-32). Probiert habe ich 16 und 32 - funzt beides gleich gut! Es gibt eine Anzeige für die vorhandenen Sessions auf einer SD-Karte, die man leider nicht umbenenen kann. Weiterhin werden die Marker angezeigt, die man gezielt anspringen kann, so man sie denn vorher gesetzt hat. Hier sollte man wissen, dass es ziemlich nervig sein kann, wenn man eine lange durchgehende Aufnahme auf der Karte hat (ich will immer noch "auf dem Band" schreiben) und keine Marker gesetzt hat. Marker kann man übrigens sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Wiedergabe jederzeit setzen mit einem Druck auf "Add marker". Zumindest am X32-Compact habe ich keine Möglichkeit zum Spulen in den Files gefunden. Angeblich soll es in der großen Variante des X32 die Möglichkeit geben, sich mit den frei programmierbaren Encodern der Assign-Section ein Jog-Wheel zu basteln. Da die Compact-Version diese Encoder nicht hat, geht das dort auch nicht. Macht aber nichts, denn sowohl die PC-Software X-Edit als auch die IPad-App erlauben mit einem "Anfassbalken" bzw. mit einem echt guten Jog-Wheel in der App das beliebige Navigieren in der Aufnahme!




    So sehen die beiden Steuerfenster in der PC-Software X-Edit und in der App X-Mix aus. Beide erlauben den Zugriff auf alle Funktionen der X-Live sowie das komfortable herum-joggen in der Aufnahme.


    Wie oben schon geschrieben habe ich Aufnahme mit 16 Spuren und dann auch mit 32 Spuren gemacht - absolut problemlos! Die Wiedergabe von der SD-Karte ermöglicht virtuelle Soundchecks und man kann natürlich auch die Sessions auf der Karte mit dem X32 mischen. Da ich zum Mischen mit Samplitude Pro X2 arbeite, hat mich natürlich besonders interessiert, wie man die Files in den Rechner bekommt. Nichts einfacher als das: die X-Live speichert die Daten in Broadcast-Wave-Files ab, die alles 8, 16 oder 32 Spuren wie in einem Container im Bauch haben. Eine solche Datei kann man in Samplitude einfach per Drag&Drop auf eine Spur ziehen, das Programm "entfaltet" daraufhin den Container automatisch und zeigt die Einzelspuren und die dazugehörigen Wellenformen an. Cubase und Reaper sollen das auch können und viele andere DAWs wahrscheinlich auch. Für alle hartnäckigen anderen Fälle soll es auch ein Tool von Behringer geben, um die Files zu knacken...
    Da die Dateigröße in FAT32 auf 4GB limitiert ist, schreibt die X-Live die Daten einer längeren Aufnahme in mehrere 4-GB-Dateien, die man dann in der DAW einfach nahtlos hintereinander weg aneindander hängt. In Samplitude hört man keine Artefakte an den Schnittstellen und in anderen ernstzunehmenden DAWs sich auch nicht. Beim Abspielen der Files von der SD-Karte ins Pult zurück setzt die Software im Pult die Fragmente auch nahtlos aneinander - da hört man nichts am Übergang!


    Was gibt es negatives? Nun - systembedingt kann man mit der X-Live im SD-kartenbetrieb keinerlei Overdubs machen. Es gibt schlichtweg keine Möglichkeit, ohne einen PC und die Zuspielung via USB bereits bestehende Spuren abzuspielen und gleichzeitig neue aufnzunehmen. Wer sowas machen möchte, kommt nicht mit der X-Live im Standalone-Modus mit SD-karten aus. Wer aber ein Notebook am X32 hängen hat (was alleine schon wegen X32-Edit eigentlich ein Muss ist), der kann sowas sehr einfach durch eine Zuspielung via USB-Interface machen und gleichzeitig auf die SD-Karten aufnehmen und wenn gewollt auch noch gleichzeitig auf USB.
    Ansosnten ist die Benennung der Mehrspurfiles etwas "sperrig" - da ist man auf das angewiesen, was die Karte macht. Eigene Namen werden nicht akzeptiert...


    Das erstmal als erster Überblick - weitere Infos folgen, wenn ich mehr mit der Karte gemacht habe! Wer Fragen hat: immer rein in diesen Thread heir!