Ah, ein Thread zum BLX! Was für ein schöner Grund, mal aus der Passivität aufzutauchen…
Ich selbst habe ein BLX seit 1989, ...
Auch wenn die Frage nicht direkt auf die BLX/MLX bezogen ist, sind diese ein gutes Untersuchungsobjekt, weil sie wahrscheinlich DIE Sets sind, deren Longlugs am meisten ersetzt wurden. Ich habe mein BLX seit 1988 und seit 2003 oder 4 ein MLX.
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ZitatKuriosität am Rande, die aber sicher mehr an mir als am Instrument liegt:
Es gelang mir wirklich nie, das 13er Tom signifikant anders als eine Waschmitteltrommel
klingen zu lassen. Der Frust ging sogar so weit, dass ich schließlich nur noch mit einem
Hängetom, dem 12“, gespielt habe.
OT, aber war bei mir exakt genau so! Das 13er war nicht in den Griff zu bekommen, mit RIMS dann etwas besser, aber immer noch Mist. Ich habe meins dann gegen ein 14er ersetzt und das 13er später zersägt und eine Snare draus gemacht...
ZitatAlles anzeigen
– Die Lugs wurden damals als „Hi Tension Lugs“ vermarktet, was wohl schon auf ihren
eigentlichen Zweck hindeutet – nämlich, die auftretende Spannung, auch wenn sie hoch ist,
gleichmäßig auf den Kessel zu übertragen. Das klang für mich schlüssig, aber „Hi Tension“
galt leider nicht für das Material der Böckchen an sich: in riesiger Zahl brachen die
Gewindehülsen aus. Daraus lässt sich schließen:
- Ja, die Hi Tension Lugs klingen anders – weil in den meisten Fällen nach jedem Schlag
noch eine oder mehrere lose Schrauben auf dem Resofell tanzen.
Spätestens hier lag ich am Boden vor Lachen, auch dies ist mir im Ü-Raum, auf der Bühne und im Studio passiert... als ich noch nicht die RIMS dran hatte, konnte man den Müll durch die Tomhaltelöcher rausbekommen, nach der Umrüstung musste ich immer ein Fell demontieren. Da habe ich dann meist auch gleich das Böckchen ersetzt...
Hat Oliver Stein nicht mal die Böckchen an seinem Blx gewechselt? Vielleicht kann er ja was dazu sagen....
Back to topic: ja, das stimmt, es war aber am MLX. Ich habe jedoch gleichzeitig auf Optimounts umgerüstet, was zweifellos sehr viel mehr (positiven) Einfluß auf den Klang hatte.
Ich hatte neulich schon mal so eine Forschungsidee: aus meinen beiden Sets würde ich jeweils das 12er Tom nehmen und sie exakt gleich ausrüsten. Beide bekämen Optimounts und die gleichen Böckchen ( beide Varianten gehen: die originalen Longlugs oder die Masters Lugs). Dann könnte man bei identischer Befellung mit neuen Ambas erstmal den Unterschied zwischen Birke und Ahorn testen. Bei dieser Aktion könnte man dann auch testen, ob die Lugs eine klangliche Auswirkung haben. Allerdings muss man dazu immer beide Felle abnehmen und für absolute Vergleichbarkeit hinterher wieder identisch stimmen - das macht die Sache sehr sehr komplex und am Ende weiß man nie, ob man tatsächlich die Veränderung nur der Böckchen hört oder eben auch andere Einflüsse...
So sehr mich mein Forschergeist anspornt, ist so eine Aktion immer mit viel Zeitaufwand und auch einigen Kosten verbunden, ob und wann ich mal dazu komme, steht also in den Sternen...
Noch eine persönliche Meinung zum Ursprungsthema: die neuen Masters Lugs sind ohne Frage technisch den alten Longlugs überlegen, vom Material her als auch von der Funktion. Ich finde sie am MLX optisch sehr ansprechend (das Set ist in Liquid Amber lackiert). An meinem BLX in Piano Black finde ich die Longlugs sehr schön, deshalb verusche ich dieses Set nicht mehr soviel zu transportieren und werde so noch sehr lange mit meinen Ersatzteilen vom MLX auskommen. Ich nutze das BLX im Übungsraum und liebe es noch wie am ersten Tag, auf der Bühne kommt dann das MLX mit den modernen Lugs als Workhorse zum Einsatz.