Beiträge von Oliver_Stein

    ...man könnte das Mikro ja auch ans Schlagfell stellen - oder zwei Mikros benutzen vorne und hinten. Ist vielleicht etwas aufwändiger als die Mikrophonierung von innen, aber geht auf alle Fälle auch.


    Ich bin bei solchen Sachen etwas gespalten zwischen Techniker-Rolle und Schlagzeuger-Rolle: ich kann das Argument nachvollziehen, dass jemand live auch sein gewohntes Spielgefühl haben will. Ich verstehe auch den Techniker, der ein sauberes Signal ohne viel Aufwand haben will. Wenn das Reso nicht nur aus purer Unwissenheit über die Gepflogenheiten im Live-Business geschlossen ist, dann sollten in so einer Situation beide das beste draus machen: Der Drummer muss ggf. in Kauf nehmen, dass der BD-Sound nicht so trocken und sauber ist, wie von einer gelochten BD - der Techniker muss eben mal vom Üblichen abweichen und mit zwei Mics und ggf. etwas anderem EQing arbeiten.

    Paiste Formula 602 Flat-Ride Becken in 16" Wert sein könnte ?Ich habe das durch Zufall bei einem Proberaumwechsel & Umbau gefunden & der Vorbesitzer konnte nicht mehr ermittelt werden.


    Wie kann man so etwas in einem Übungsraum "vergessen"??? 16" ist eine kleine Größe für ein Ride, aber da es genug Leute gibt, die die 602er sammeln, würde ich denken, dass 200,- drin sein sollten...

    Ach so. Um alle Klarheiten zu beseitigen: Die Mittenachse ist die Linie, von ca. 10 nach 4 Uhr geht? Was genau ist mit "Drehen nach rechts" gemeint?


    nee - ich meine mit Mittenachse die von 7:00 nach 01:00 gehende Linie - bei einem Zuhörer wäre das die Richtung, in die er schaut und Schallquellen, die auf dieser Linie liegen, würde dieser imaginäre Zuhörer als in der Mitte liegend wahrnehmen (sofern Raumreflektionen nicht schon alles zunichte gemacht haben).


    Bei deinem jetzigen Setup läuft diese Mittenachse durch die Snare ziemlich gerade nach vorne. Mit "Drehen nach rechts" meine ich, diese gedachte Linie durch die Snare, aber nicht nach vorne, sondern nach schräg rechts laufen zu lassen. In der Praxis bei Dir hieße das, die Mikrofone auf dem Kreis um die Snare herum etwas im Uhrzeigersinn zu verschieben (siehe Skizze). Die roten Mikros in der Skizze sollen Deine jetzige Position sein, die blauen die vorgeschlagene neue...


    Theoretisch müsste dadurch Dein hohes Tom etwas im Panorama nach links wandern und das tiefe Tom etwas mehr zur Mitte hin rücken. Die HH sollte dann klar links sein...


    PS: wenn Du heute nochmal probierst, dann mach doch mal folgendes: bevor Du irgendetwas verstellst, nimmst Du nochmal einen Take auf, auf dem jedes Teil Deines Sets mit Pausen von ein paar Sekunden einzeln angeschlagen wird. Wenn Du es ganz gewissenhaft machen möchtest, könntest Du vor dem Einzelschlag noch kurz die Sticks an der Position des jeweiligen Instruments zusammenschlagen - dieser Click lässt sich in der Aufnahme noch viel besser orten als der Einzelklang des Instruments.
    Dann machst Du das gleiche auch, nachdem Du etwas an der Mikroposition geändert hast. Ich finde diese Einzelschläge zum analysieren von Stereopositionen sehr hilfreich. Man kann das auch für einzelne Instrumente dann mal gegenüberstellen (z.B. Tom 1 aus der ersten Aufnahme und direkt danach aus der zweiten Aufnahme) - dann hört man sofort, wie sich die neue Aufstellung in Bezug auf die Position dieses einen Instruments ausgewirkt hat.
    Für den Gesamteindruck kannst/musst Du dann natürlich alles normal anspielen...

    Das linke Mikro würde dann also außen über dem 18er Crash und das rechte zwischen 14er Tom und 14er Crash hängen, oder?
    Wenn die Mikros dann - wie bei AB üblich - senkrecht nach unten zeigen, werden definitiv wieder mehr Crashbecken zu hören sein. Ich glaube, dass die Snare dann zu wenig Druck hat.


    In meiner Zeichnung ist die senkrechte Linie zur Mittenachse eine der möglichen Positionen - defacto könnte man diese Linie z.B. nach hinten schieben um damit die Becken zu dämpfen und die Snare und HH zu pushen. Der Abstand und der Winkel der Mikrofone auf der Linie ist ebenfalls variabel (von XY über ORTF über klein-AB bis groß-AB), solange es symmetrisch zur Mittenachse bleibt.


    Mich würde interessieren, wie ein Drehen der Mittenachse nach rechts bei sonst gleicher Position und Winkeleinstellung das Stereobild bei Deinem Set ändern würde...

    Du schreibst, Du möchtest "ein Set das was her macht,super klingt und es wirklich Spaß macht darauf zu spielen" - ich sehe irgendwie nicht so recht, warum dies alles nicht für Dein jetztiges BRX gelten sollte, denn das ist beileibe kein schlechtes Set.


    Ich würde vielleicht etwas anders an die Sache herangehen (vorausgesetzt, Du willst das BRX behalten): Überleg Dir, was Du jetzt hast - ein Set aus Birke mit relativ dicken Kesseln (7,5 mm). Alle Sets, die genauso vom Kessel her konstruiert sind, werden keinen großen Unterschied zu jetzt machen. Das gilt z.B. für das Yamaha Oak Custom (übrigens ein absolut geil klingendes Set) - dieses ist durch die Eiche vielleicht ein bisschen bassiger als das BRX, aber ansonsten recht ähnlich vom Charakter: laut mit guter Projektion eher ins Publkum als zum Fahrer... Das Prolite (vormals Delite) wäre dazu das Kontrastprogramm - dünne Maple Kessel mit Verstärkungsringen, die dir auf der Fahrerposition maximalen Spass bieten und auch jedwedes Mikrofon (sei es live oder im Studio) beglücken. Ähnlich wäre das MMP von Pearl (vormals MMX). Auch das BMP (Auslaufmodell, Birke mit dünnen Kesseln) könnte eine Alternative sein, zumal es teilweise erstaunlich günstig unterwegs ist. Ansonsten gibt es noch Sets mit dünneren Kesseln aber ohne Verstärkungsringe - z.B. Pearl Masters Legend oder Reference Pure (und sicher auch von anderen Herstellern, da bin ich nicht so im Bilde gerade).


    Über eines solltest Du Dir allerdings im klaren sein: Wenn Du von einem Oberklasse-Set wie dem BRX kommst, sind die Unterschiede nur noch Geschmackssache - gut klingen die anderen Oberklasse Sets alle! Und neue/andere/anders gestimmte Felle verändern den Klang mehr als das Kesselmaterial. Um das Spielen der jeweiligen Kandidaten kommst Du m.E. nicht herum...

    Ich finde das klingt insgesamt nicht schlecht, aber die Sache mit der HiHat finde ich auch extrem störend: bei mir sind die geschlossenen Anschläge eindeutig links außen, halboffen und offen dann auf der anderen Seite rechts außen zu hören. Sowohl über die Genelec 1031 als auch über die diversen Kopfhörer hier (DT990, K271).


    Ich kenne Deinen Raum nicht, aber ich finde, es ist erstaunlich wenig Raum auf den Drums mit drauf. Der Limiter macht manchmal komische Sachen mit dem Panorama (Verschiebung nach rechts) - soll das so?


    Edit: hier nochmal ein paar grundsätzliche Gedanken zum Stereobild: Wenn die Prämisse für eine Stereomikrofon die mittige Abbildung der Snaredrum ist, dann kann das Stereobild des Sets nur verschoben sein, denn aus der Perspektive der Mikrofone hängt alles auf der rechten (Standtom) Seite. Bei Deinem Setaufbau ist eine Aufnahme, die die Snare in der Mitte hat, die Toms von links nach rechts verteilt und die Becken ausgewogen links und rechts mit einem Stereo-Mikrofon schlicht unmöglich. Da soll keinesfalls Kritik an Deinem Setup sein - im Gegenteil - das Problem haben viele Setups mehr oder weniger ausgeprägt. Ich wollte das nur mal mit in die Überlegung einwerfen...
    Ich habe mal vor längerer Zeit anhand einer Zeichnung meines Setups über möglichst optimale Mikrofonpositionen nachgedacht - dabei war folgendes rausgekommen:



    Die Mittenachse der Mikrofone müsste bei mir gedacht von hinten links nach vorne rechts laufen, damit Snare und BD ungefähr mittig drauf sind. Der Rest wäre dann immer noch leicht rechtslastig verteilt (vor allem die Toms, die ab dem 12er bereits rechts liegen). Vielleicht kannst Du dies ja etwas auf Deine Situation übertragen und mal damit experimentieren, die gedachte Mittenachse der Mikros nach rechts zu verdrehen, ohne Abstand und Winkel zueinander und relativ zur Snare zu verändern...


    Leider habe ich in meinem Übungsraum nicht den Platz, um zu diesem Konzept mal ein paar Aufnahmeversuche zu machen. Es steht aber fest auf der Liste, wenn ich mein Set mal irgendwo frei im Raum stehen habe...

    ...warum lasst Ihr ihm denn nicht den Spass, ein neues Set zu kaufen? Es weiß doch bisher auch keiner, welche Becken er schon hat - vielleicht sind das ja schon ordentlich Teile. Außerdem hat er doch klar Prioritäten gesetzt (neues Set, Becken im Moment nicht so wichtig).


    Also mal eine Antwort zur Frage: Die Aussage, dass sich für das Budget kein ordentliches Set kaufen lässt, gilt nur für den Neukauf. Wenn Du Dich auf dem Gebrauchtmarkt umschaust, dann gibt es für das Geld nicht nur Mittelklasse, sonden solide Oberklasse zu kaufen - speziell, wenn das Set einen kleineren Umfang haben kann. Du kannst Dich mal umschauen nach Yamaha Oak Custom - da gibt es momentan z.b. in der Bucht ein Set in 12-13-16FT-22 für 599,- Startpreis und 849,- Sofortkauf. Wenn Deine Beckenständer und sonstige Hardware noch ok sind, dann wärst Du mit so einem Set ganz locker in der Oberliga dabei. Neue Felle sind auf dem Ding auch schon drauf (das ist ein Gegenwert von ca. 50,-).


    Andere Sets, nach denen Du suchen könntest: Pearl BRX (oder auch BLX bzw. MLX), Yamaha Maple Custom, Tama Starclassic, vielleicht auch ein Sonor Delite.


    Nur wenn Du mit neuem Set die Kessel, Snare und die ganze Hardware meinst, dann geht 800,- natürlich nicht auf - da müsstest Du halt in Salamitaktik eins nach dem anderen machen. Generell fände ich es sinnvoller, in ein gebrauchtes Oberklasse-Set zu investieren als in ein neues Mittelklasse-Set - ersteres bringt Dich nämlich locker 10 Jahre weiter, bei der Mittelklasse bist Du in 3-4 Jahren wieder am Suchen und hast jede Menge Geld verloren.


    Schau auch mal hier in die Kleinanzeigen - da sind immer wieder tolle Kits dabei für kleines Geld.

    Geile Nummer! Mir gefällt auch der Schlagzeugsound überaus gut - ist das ein Reference Pure?


    PS: ...und wieder hängen an den Toms Beta 98er - jedesmal wenn ich denke: das klingt aber lecker, sind diese Mics beteiligt...

    MIr gefällt Version Y besser, weil der Raum authentischer klingt - in X ist mir zuviel Weichspül-Hall, der besser zu Kenny G. passen würde :) Allerdings ist es auch bei Y noch nicht ganz stimmig - auf dem Sax ist ein Tick zuviel - es klingt nicht wie in einem Raum. Das Panning des Saxophons beim Solo in der MItte ist für mich passender als irgendwo außen rechts...


    Bei beiden MIschungen sind die Bläser teilweise sehr laut und tun fast weh im Ohr - da könnte man etwas Spitzen rausnehmen (EQ und oder Compressor).

    brauch ich ein 5 poliges xlr oder dmx kabel ?


    und davon brauch ich dann dmx oder xlr auf klinke. aber das find ich nirgendwo! ich hoffe jemand von euch kann mir helfen. ?(


    Lies mal bitte in Deinem anderen Thread nach - was du vor hast, funktioniert nicht! Ein Triggerpad kann man nicht direkt an ein Midi-Interface anschließen. Du brauchst immer ein Drum-to-MIDI Interface dazwischen oder aber ein Gerät, was diese Funktionalität bereits eingebaut hat (wie das Alesis Percussion Pad).


    DMX und XLR brauchst Du im Zusammenhang mit Drum-to-Midi ganz sicher nicht. Beide Kabel ähneln sich von außen (sie haben beide dreipolige XLR-Stecker/Buchsen) - haben aber unterschiedliches Kabelmaterial "im Bauch" (das DMX-Signal ist ein digitales Signal und daher wird 110Ohm-Kabel wie bei der Übertragung von digitalen Audiosignalen verwendet).

    Ein schlichtes "ja"


    Ich glaube, hier liegt ein Mißverstandnis vor: ein Drumpad alleine (was nur das Triggersignal rausschiebt) kann man nicht direkt an ein Midi-Interface für den PC anschließen... Daher auch die merkwürdige Frage nach den Kabeln im Parallel-Thread...


    Das Alesis-Teil und ein Midi-Interface - das geht. Zum Verbinden der beiden Teile reicht ein standard MIDI-Kabel (5 polig DIN). Wenn es unbedingt ein externes Pad sein soll, dann würde dieses mit einem Standard-Klinkenkabel an das Alesis Percussion Pad angeschlossen werden. DMX, XLR - das sind Kabel, die Du hier komplett vergessen kannst...

    Bei Ikea gibt es sehr günstig diese Seilsysteme zum Aufhängen von Gardinen. So ein Stahlseil kannst Du oben in der Raumecke spannen und dann die Schaumstoffmatten daran aufhängen. Wir haben das mal in einem Raum so gemacht, es hat gut gehalten und es hatte den Vorteil, dass man die Matten problemlos entfernen kann (auch um die Akustik zu verändern).
    In unserem jetzigen Übungsraum haben wir die Matten an die Fermacell-Wände getackert - das geht aber bei Putz nicht.
    Eine Lattung wie oben vorgeschlagen solte auch gut in Verdindung mit dem Tackern gehen.


    Wenn du es richtig gut machen willst, dann zieh die Schaumstoffmatten auf 15mm Weichfaserplatten auf (mit Kleber) - diese schraubst du dann mit Abstandsklötzchen an die Wand (Abstand hinten ca. 20mm). Das Verhindert Schimmel und erhöht die Wirkung der Matten ungemein (vor allem im problematischen Bereich unter 2500 Hz, wo die Dinger sonst überhaupt nichts bringen.

    Ich habe mir für mein 14er Tom (14"x12" Pearl MLX mit Masters-Lugs und den Reference Optimounts) ein 14er SKB-Case gekauft (innen gepolstert, graue Gurte könnte sein...) und das passt da perfekt rein. Mann muss die Aufnahme für den Tomarm halt so hindrehen, dass sie in einer der "Nasen" des Cases sitzt. Das 14x12 von meinem anderen Set (BLX mit RIMS) passt auch rein.


    Wie es bei den kleineren Größen aussieht, kann ich mangels eigener Erfahrung nicht beurteilen.