Hallo,
langer Ausklang = stabile Kessel, möglichst steif = heavy
Allerdings wird man mit der richtigen Stimmung dazu Ausklänge erleben, die man wahrscheinlich gar nicht gebrauchen kann.
bauchig = viel Volumen (da kommt es auf die Größe an)
fett = etwas mitschwingend, Obertöne etwas dämpfend: dünner Kessel (thin, vintage), eher weicheres Holz (Ahorn/Buche/Birke/Acryl)
viel Druck = Hartholz, gute Weitergabe von Höhen und Tiefen = Birke/Acryl/Buche/Ahorn
bei tiefer Stimmung trotzdem einen klaren Ton = stabil, glatt = Acryl/Buche/Birke/Ahorn
Dass der Klang 1. vom Spieler, 2. vom Raum, 3. von der Stimmung und 4. von den Fellen geformt wird, wissen wir alle.
Die Trommel wird dann noch von den Beschlagteilen und der Montage beeinflusst, von daher ist das Kesselmaterial
niemals der Grund, dass es nicht klingt, jedenfalls nicht bei der Auswahl im Falle SQ2.
Eher ist noch die Kesselstärke relevant, wobei es da eigentlich drei Aspekte gibt:
dick = Projektion, dünn = schönerer Klang direkt am Objekt, Verstärkungsringe = etwas mehr Fokus;
Mein Schlagzeug hört man auch ohne Verstärkung meistens ganz gut und in der Entfernung recht sauber,
vor Ort ist es ein bisschen mittig-langweilig. Bei modernen Konstruktionen ist das umgekehrt, die klingen
beim Fahrer bis zum Bühnenrand wie ein Gedicht und hinten am Tresen wird es fahrig.
Mein Lieblings-SQ2 sieht jedes Jahr ein bisschen anders aus, aber der Trend geht ja zum Zweitschlagzeug.
(Bei mir aus Kostengründen halt das, was ich habe).
Grüße
Jürgen