Hallo,
hier geht es ja drunter und drüber.
Ein Schlagzeug-Solo als eigenständiger Programmpunkt ist
etwas ganz anderes als die Frage nach der Interpretation
einzelner Stücke.
Zum Solo gilt: man kann es tun, man muss es nicht tun.
Je nach Genre, Kapelle, Publikum und Trommler kann
das für die Beteiligten mehr oder weniger befriedigend
sein, pauschal kann man es nicht beantworten.
Beim Interpretieren von Liedern stellt sich auch schnell
die Frage, ob die selbstgemacht oder nachgespielt sind
und was man letztendlich damit will.
In der Tat gibt es Cover-Kapellen, wo man halbwegs
Originalität verlangt, da ist das Thema schnell klar geregelt.
Es gibt aber noch die Grenze der Möglichkeiten, die man
selbst hat und da verhält es sich manchmal sehr merkwürdig:
anfangs musste ich ja geben, was ich konnte, denn ich
konnte gar nicht viel. Heute ist das anders, da wäre es gar
nicht möglich, alles irgendwo einzubauen, wobei ich auch
da relativ kreativ bin und es eben möglichst kurz halte, so
dass es viele gar nicht merken.
Manchmal spiele ich aber ganz bewusst extra primitiv, gerade
auch dann, wenn die Kapelle sonst auseinanderzufallen
droht, gerade bei komplizierten Sachen kann es daher notwendig
sein, Musik zu vergessen und auf Sicherheit zu setzen.
Es kommt aber immer auf die konkrete Situation an:
... das kommt sehr darauf an, ob ich bei einer AC/DC- oder einer Rush-Tribute Band spiele.
So kann man es wohl zusammenfassen.
Wenn die Frage aber darauf abzielt, zu erfahren, ob mir meine
Kapellen in mein Handwerk hinein reden, dann muss ich sagen:
meistens nicht und je mehr ich selbst übe, desto weniger kommt
da.
Grüße
Jürgen