Hallo,
wenn die Situation genau so ist, wie sie sich hier darstellt, wäre ich sehr entspannt.
Einen Zettel halböffentlich auszuhängen, wo etwas von gerufener Polizei steht, die
entweder nicht gerufen wurde oder aus gutem Grunde nicht kam und einem Initiator,
welcher noch nicht einmal dem Grußwort zugänglich ist, da würde ich einfach so
weiter machen wie bisher.
Den Zettel würde ich meinem Anwalt zur Bearbeitung geben und der kann dann auch
mal ermitteln, ob es schon Anzeigen gab und wie diese verlaufen sind.
Wenn der Zettelmeister dann einen netten Brief bekommt, wird er künftig entweder
schweigen oder sich so aufregen, dass er das Schweigen letztendlich von der Obrigkeit
her auferlegt bekommt.
Wer meine Beiträge kennt, weiß, dass ich sonst immer auf den Weg des Sprechens verweise.
Ob und was man hört, hat mit der Bausubstanz zu tun, Ruhestörung ist in der Tat nicht jedes
Geräusch und ein gewisses Maß (siehe Rechtsprechung, das Gesetz ist da nicht wirklich ergiebig)
ist nun einmal zumutbar.
Ganz nebenbei: Ordnungswidrigkeit wegen Ruhestörung ist eine Sache: da handelt der Staat gegen
den Bürger, meist initiiert durch einen anderen Bürger, der sich gestört fühlt.
Im Mietrecht hat noch der Mieter jeweils zu seinem Vermieter ein Verhältnis, daraus kann sich auch
das ein oder andere ergeben. Ein sich gestört fühlender Mieter wird grundsätzlich über Mietminderung
nachzudenken haben, ein damit belästigter Vermieter gegenüber einem anderen Mieter über Abmahnung
und Kündigung. Dass die Rechtsdurchsetzung dabei nicht eben mal von hier auf jetzt möglich ist, sondern
letztendlich über ein Gericht laufen würde, das sich den Sachverhalt dann je nach Parteivorbringen ansehen
darf, sollte man auch nicht vergessen. Und so ein Richter, dessen Tochter Klavier und desse Sohn Geige
(und er selbst vielleicht E-Gitarre) spielt, sollte man auch nicht unterschätzen (außer in Bayern, da spielen die
Richter nur Tuba).
Noch nebenbeier haben wir ja schon etwas von db gehört, so ein Messgerät ist sehr lustig.
Neulich habe ich mal gehört, dass da ein Büro, wo der Zug dran vorbei fährt, im Lärmmittel (Mittel!) ja gut
zumutbar wäre. Ja, hier ist es auch immer ganz ruhig, wenn die Müllabfuhr wieder weg und die zehn Flugzeuge
gen Norden verschwunden sowie der Handwerker von schräg gegenüber seinen Hammer hat fallen lassen.
Grüße
Jürgen
PS
Weil es so schön ist und weil es stimmt:
Fakt ist, man darf in seiner Wohnung Geräusche machen, das nennt sich im Allgemeinen "Leben".
Edith: nachdem ich nun Beiträge Nrn. 21 ff gesehen habe, insbesondere Nr. 22 würde ich mir gar keine Gedanken mehr machen und mich an allgemein übliche Gegebenheiten halten wie bisher auch.