Beiträge von Jürgen K

    Hallo,


    es wurde ja schon von einem weisen Kundigen gesagt:
    das Geld wird in der Masse und im Einstiegsbereich verdient.
    Flaggschiffe sind nur für das Marketing, da kann man einfach nicht so viel Geld hineinstecken, deshalb muss es der Kunde ja bezahlen.


    Im Sektor der Instrumente ist es momentan doch genauso: da gibt es auch keine Entwicklungen mehr.
    Lediglich das China-Einstiegssegment wird auf Mittelklasse und Oberklasse erweitert, mit bunten Farben,
    um den Käufer zu vernebeln. Inhaltlich wird aber seit Jahren gespart, da wird nichts mehr besser, sondern
    nur noch ausgedünnt.


    Kabel-Hi-Hat-Maschinen gibt es immer weniger. Vor vielen Jahren hätte man gedacht, das entwickelt mal jemand weiter, so dass es
    reibungsloser läuft. Umgekehrt: die großen Hersteller verabschieden sich nach und nach.
    Parallelabhebung: einst der Stern der Göttlichkeit, inzwischen komplett weg, nur noch einfache Abhebungen auf dem Markt
    RotoToms: 16" und 18" komplett eingestellt, Remo praktisch nicht mehr im Geschäft, da hätte man doch denken können, ein 20er für die Füße wäre lustig.
    Octobans: warum nicht mal 16 statt 8. Nein, gibt es nicht. Pearl gibt sich mit 4 statt 8 zufrieden, ansonsten Spezialanfertigung.
    Ferromanganstahl: gibt es nicht mehr
    12 Stimmschrauben: zu teuer, weg.
    Dreifachgalvanik: zu teuer, weg.
    Gerüst mit Rollen: muss man selbst bauen.
    11" Toms: kauft keiner
    17" Standtoms: dito


    Was erwarten wir?


    Im Elektrobereich wird vor allem an Zuhausetrommler verkauft, da spielen professionelle Anforderungen keine Rolle, da geht es um den Preis und darum, dass es (dem Anschein nach) leise ist, denn die Eltern wollen ja fernsehen, während das Kind im Kinderzimmer tobt.
    Das ist die Wahrheit.


    Und ganz nebenbei: wozu auch?
    Wenn ich ein Symphonie-Orchester sehen und hören will, kommt auch keiner auf die Idee zu fragen, warum die eigentlich keine elektrischen Geigen, Bratschen, Celli, Kontrabässe, Klaviere, Gongs, Große Trommeln, Triangeln, Pauken, Flöten, Oboen etc. haben. Und das mit was? Genau. Mit Recht.


    Elektrotrommeln sind im Profibereich lediglich in der Unterhaltungsmusik (Last Night of the Nokia - Best of Schlager) oder eben als Ergänzung für bekloppte Klänge interessant. Für alles andere gibt es ja schon etwas. Und wer das nicht will, muss eben leiden.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    dann solltest Du mit dem Trommeln definitiv aufhören.


    Ich bekomme schon Gefühle bei billigeren Trommeln.
    Bei der HLD 590 wäre ich explodiert, hätte den UO
    standrechtlich kampfunfähig gemacht und das Teil
    wie Gollum zu seinen besten Zeiten in die heimische
    Höhle geschleppt.


    Selbst vor meiner billigen D 528 mache ich jeden Tag
    einen Kniefall und meine 24er werden fünf Mal täglich
    angebetet.


    Grüße
    Jürgen
    verständnislos

    Hallo,


    ich hatte schon immer den Eindruck, dass Zildjian und Sabian ihre Einstiegsserien absichtlich aus B8 und vor allem schlecht machen,
    um besser behaupten zu können, dass B20 das einzig Wahre ist. In der Tat kann man bei Beiden offensichtlich auch nur Letzteres
    kaufen.
    Wenn B8, dann Meinl oder Paiste, die wissen, wie es geht.


    Dennoch würde ich die Spielweise überprüfen, nicht dass haltbarere Becken dann zwar länger halten, aber eben doch zeitig das
    Zeitliche segnen.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    danke für die Rückmeldung.
    Bei der Bemerkung "geiles Gefühl" frage ich mich dann allerdings, warum man über einen Verkauf nachdenkt.
    Man hat zwar "nur" eine verbastelte Stahltrommel, aber das Ding ist - wenn die Farbe sich nicht auf den
    Klang auswirkt - eine Macht. Und der erzielbare Verkaufspreis ist dagegen schon eine Beleidigung.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Falls sie dennoch verschenkt wird, ich habe gerade ein paar Zentimeter im Regal freigeräumt.

    Wie würdest Du hier 2 Trommeln einsparen wollen?


    Hallo,


    die 20er bleibt in der Mitte mit dem Spezialpedal,
    links die 22er, rechts die 24er (oder umgekehrt)
    mit jeweils einem Doppelpedal (rechts bzw. links),
    das Zweitpedal ("slave") dann jeweils etwas weiter
    ausgezogen, so dass das Zweitpedal von der rechten
    Bass Drum rechts neben dem linken Teil des Mitteldoppel-
    pedals und das Zweitpedal von der linken Bass Drum
    links nbeben dem rechten Teil des Mitteldoppel-
    pedals zu stehen kommt.
    Herausforderung dabei sind die sich in der Mitte
    kreuzenden Wellen, da müsste man evtl. das ein
    oder andere Pedal leicht erhöhen oder anderweitig
    (verstellbare Säulen?) basteln.
    Manni von Bohr wäre da ein Hinweis.


    Damit hätte man nicht nur zwei Trommeln eingespart,
    es ist für mich auch logischer, alle Trommeln jeweils
    einzeln mit Doppelpedal zu bespielen, statt mal eine
    so und dann doch wieder zwei Bass Drums in gleicher
    Größe und gleichem Ton, der sehr schwer zu stimmen
    ist.


    Dann wären rechts und links sogar noch Platz für eine
    18er und eine 26er. Terry Bozzio lässt dann grüßen.


    Ansonsten fallen mir noch Grüße von Jonathan Moffet,
    der zumindest das mit den Tonhöhen als Konzept hat,
    wenn auch ohne überall doppelt getreten. Auch Grant
    Collins oder Mike Mangini wären noch zu erwähnen,
    aber da schon weniger tonal und wohl auch weniger
    doppelt.


    Beim Gerüstbau werfe ich mal ein, dass das DR-1 40 mm auf
    50 mm und alle anderen Pearl-Gerüste 40 mm auf 40 mm
    haben, dafür gibt es die meisten Klemmen auf dem
    Markt, wenn man nicht auf Rundrohr setzt.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    drumdidi: was hat Dich denn das Mitteldings gekostet?
    Und warum weist Du hier immer mehr oder weniger dezent auf Produkte Deines Endorsementgebers hin?
    Ich weiß ja, dass viele hier es toll finden, wenn Werbung gemacht wird, weil man das ja auch als Produktinformationen aus erster Hand verkaufen kann,
    aber Hand aufs Herz: die negativen Produktinformationen fallen auf diese Weise nicht nur unter den Tisch, sie werden auch noch von den positiven zugekleistert.
    Damit es nicht zu langweilig wird: Kette oder Band? Und halten die Bänder inzwischen?

    Hallo,


    das schafft auch der Transit in der Basisausstattung locker weg.


    Wenn auf jeder Bass Drum mit zwei Füßen gespielt werden können soll, dann fehlen aber ein paar Pedale.
    Wenn nur jede Größe gemeint sein soll, dann sind das ja nur drei Töne (die wohltemperierte Stimmung der jeweils gleich großen Trommeln wollen wir mal außen vor lassen), da könnte man sogar noch über die Einsparung zweier Trommeln nachdenken.


    Wenn's fertig ist, will ich das Ding sehen, so viel ist klar.


    Erstaunlich günstige Aluprofile (so rund 3 x 1 m) könnte ich noch im Keller liegen haben, wenn es um 40 mm allseits gehen sollte.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    pro Glockenbronze:
    1. Wunschdenken
    2. Die Farbe so ein bisschen entfernt (Messing, Bronze, Gold ... nicht dass es die berühmte HLD 666 mit Goldkessel ist, eigens für den Leibhaftigen gefertigt)
    3. Gewünschter Verkaufspreis


    gegen Glockenbronze:
    1. Kesselkonstruktion: 1 mm mit gebördeltem Rand (Glockenbronze: 3 mm, verstärkter Rand, keine Bördelung)
    2. Gewicht: 8 kg wiegt jede Sig, die Bronze ist doppelt so schwer
    3. Die Beschlagteile: alle verchromt statt verkupfert, gab es in diesem Design als HLD 590 nicht und alle anderen Bronze-Teile mit der Sig-Plakette liefen im Wesentlichen unter Designer bzw. Symphony (wobei da dann die Plakette mal gewechselt hat und auch der Kessel).
    4. Optik: gesprenkelt statt feinst gebürstet
    5. Bezahlter Kaufpreis


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    Beschlagteile hin oder her, die hier abgelichtete Trommel verfügt offensichtlich (Fotos angucken!) nicht über einen Glockenbronze-Kessel, wie
    er bei HLD 590 (und ähnlichen Modellen) zum Einsatz kam. Folglich ist es für die hier gestellte Frage völlig egal, ob es noch irgendetwas anderes
    gab oder auch nicht.


    Mich würde mal interessieren, für welchen Kurs die damals über den Tisch gegangen ist, das ließe alleine schon tief blicken.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    was mich bei einem mitteorientierten Doppelpedal am meisten stören würde und worüber ich noch gar nicht nachgedacht habe, wäre, dass die Schlegel ja dann gegen den Ständer der Kleinen Trommel klopfen würden. Ok, man kann die Große Trommel weiter nach vorne schieben, dann hat man vielleicht auch das Thema mit der Wellenkürzung erledigt. War nur so eine Idee. Ist mir gerade eingefallen.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Speed Cobra
    Doppelpedal 435
    Einzelpedal 169
    Welle 84
    Summe 684


    Giant Step
    Doppelpedal 749
    Einzelpedal 289
    Welle 59
    Summe 1097, da kann man auch gleich das Middle-Ding kaufen; alles relativ.

    Was passiert wenn ich da jetzt weiter drauf rum prügel?


    Hallo,


    ein Schlagzeug hat zwar den Begriff "Schlag" im Zeug, das bedeutet aber, da es sich um einen musikalischen Zusammenhang handelt oder wenigstens handeln sollte: Anschlagen im Sinne von Anregen. Das ist etwas anderes als Zuschlagen oder Kaputtschlagen. Das, was der kleine Aaron da im Geschäft verrichtet, geht eher in die Richtung Kaputtschlagen, vor allem im Hinblick auf das Crash-Becken. Bei dieser Belastung entwickelt das Instrument nicht mehr Lautstärke, es ist bereits maximal überfordert. Da kommen wir zum Punkt: Dynamik beginnt bei der minimalen Anschlagsstärke, wo etwas heraus kommt und endet bei der höchsten. Alles andere hat jedenfalls mit Musik nichts mehr zu tun. Mit der Zeit kann man das musikalische und treffsichere Anschlagen lernen und immer verbessern. Eine lockere Grundhaltung und eine tiefe Liebe zum Instrument zahlen sich da aus, nicht in Bargeld, aber in gespartem Geld.


    Wenn Becken vom Spielen Dellen bekommen, dann ist das ein Indiz für eine überforcierende Spielweise. Das heißt: entweder das Becken ist zu filigran (klein, dünn) für die Spielweise oder die Spielweise ist zu grob für das Becken.


    Für Reklamationen ist immer der Vertragspartner zuständig, beim Kaufvertrag sind die Partner Verkäufer und Käufer. Aus Käufersicht ist somit der Verkäufer der Ansprechpartner, er ist bzw. war verpflichtet, mangelfreie Ware zu liefern. Dazu gehört allerdings auch eine zutreffende Produktbeschreibung. Wenn ein 6" Thin Splash als geeignet für Heavy Metal verkauft wird, dann hätte ich da genauso Bedenken wie wenn jemand ein 24" Megal Bell Ride als Becken für das Jazz Trio mit Kontrabass empfehlen will.


    Wenn ich meinen kleinen Bruder verprügele, bekommt der blaue Flecken. Die Mama (wo ich ihn hingeschickt habe) hat gesagt, das wäre normal, ich solle ihn halt mehr streicheln dann passiere das nicht.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    alles ist relativ.


    Eine absolute Alternative gibt es nicht.


    Aus dem professionellen Bereich gibt es von Sleishman ein Pedal, das z. B. Will Calhoun im Einsatz hat.


    Im semiprofessionellen Bereich setzt man auf Standardware, da gibt es keine Extrawürste.


    Im Einstiegsbereich gibt es wohl ein oder ein paar Plagiate aus einfacher Fernostfertigung.


    Warum es da von dw nichts gibt, die ja sonst im Pedalbereich relativ viele Extrawürste im Programm haben,
    erstaunt mich.


    Weitere Alternative:

    Um den Preis kauf ich 2 Doppelfussmaschinen und bau so ein Teil.


    Ja, warum denn nicht?

    die alternative heißt selbst bauen!

    Also! Los geht's!


    Noch eine ganz andere Alternative: wenn ich über den Acker zur Oma fahren will, brauche ich einen Geländewagen. Wenn mir der zu teuer ist, könnte ich auf die Schapsidee kommen, mit dem preiswerten Kleinwagen auf der Straße zur Oma zu fahren.
    Muss der spezielle Aufbau sein und geht das wirklich nicht anders? Wenn es so ist, dann ist es natürlich so. Der Flug nach New York kostet auch einen Haufen Geld, wenn man überlegt, dass das auch mit der Cessna vom Flugplatz um die Ecke ginge, warum gibt man dann so viel Geld dafür aus?


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    auf dem Video hört man in der Tat vom Ride-Becken fast nichts.
    Und das, was man davon sieht bzw. woanders sieht, das deutet doch schwer auf
    ein 2002 Ride hin, möglicherweise ein 20" oder auch 22".
    Ich glaube nicht, dass der Mann dort an der Ride-Position ein Crash/Ride spielt.
    Auf anderen Videos klingt es auch angecrasht nach Ride.


    Ansonsten ist es so, dass, wenn man das 20" Ride besitzt und einem das zu schwer ist,
    man in der Tat über ein 18" oder 19" Ride nachdenken könnte, was aktuell aber serien-
    mäßig nicht hergestellt wird, oder über schwerere Crash-Becken, vornehmlich natürlich
    dem Medium in 20", was ja ein Crash/Ride ist. Als Ride-Becken ist das aber nur für feine
    Artikulation geeignet, etwa bei leisen Liedern oder einer leisen Kapelle.


    Was zu schwer oder zu leicht ist, hängt immer von der individuellen Spielweise ab, das
    hängt auch starkt mit der Musik zusammen, was in der einen Kapelle funktioniert, muss
    in der anderen noch lange nicht funktionieren, deshalb gibt es ja so viele Größen und
    Sorten.


    Ich selbst besaß mal ein 20" Ride und besitze ein 20" Medium.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    wie man auf einem der Fotos der Auktion deutlich erkennen kann,
    ist der Glockenbronzekessel komplett anders aufgebaut und wie
    man an den anderen Bildern sehen kann, ist er gebürstet, nicht
    gestrahlt.


    Diese Trommeln sind zwar auch real teuer, dennoch wage ich zu
    behaupten, dass so manche Preise und vor allem Preisvorstellungen
    nicht der Realität entsprechen, da sollte man sich nicht blenden
    lassen.


    Die hier besprochene Trommel hat damit nur am Rande zu tun,
    der Kessel dort entspricht bautechnisch weitgehend dem üblicher-
    weise verwendeten Stahlkessel, lediglich die Farbe und Oberflächen-
    struktur passen nicht. Daher bleibe ich dabei: da hat jemand einen
    Stahlkessel ummodelliert, vielleicht weil es einen Chromschaden gab,
    vielleicht auch, weil der Besitzer mehr ein goldiger Typ war.


    Gibt es denn zur Historie noch Hinweise, also wann und von dem
    die Trommel gekauft wurde und was dieser damit so gemacht hatte.
    Nebenbei: lag die jetzt jahrelang im Keller oder wie?


    Falls die Seriennummern fortlaufend waren, würde ich mich noch fragen,
    wo die seinerzeit verwendeten Böckchenunterlagen hingekommen sind.


    Grüße
    Jürgen

    Wie bekannt, kommt ja ab einer gewissen Geschwindkeit kein schöner Sound mehr aus der Bass drum raus, also will ich die beiden nun triggern.


    Hallo,


    das Problem ist, dass bei niedrigen Geschwindigkeiten sich ein länger klingender Klang und bei extrem schnellen ein sehr kurz klingender Klang bewähren. Wenn man Beides spielt, klingt dann immer irgendetwas komisch. Wenn man nur schnell spielt, kann man den Klang dadurch entmatschen, dass man die Trommel trocken stimmt. Das wäre die billigste Lösung.
    Ansonsten ist auch der Klang über Trigger und Elektronik im Hochgeschwindigkeitsbereich nicht schön. Das klingt immer nach Bohrmaschine und so etwas in der Richtung ist es ja auch.
    Das ist aber alles auch Geschmackssache und eine Frage der Fähigkeiten.
    In der Tat gibt es Profis, die mit 230 Sachen das Viertele bei Sechzehnteln noch halbwegs vernünftig klingen, ohne dass sie sich elektronischer Hilfsmittel bedienen müssen.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    1. das ist definitiv keine HLD 590 und mit Sicherheit auch keine Glockenbronze.
    2. eine solche Trommel hat es meines Wissens offiziell nicht gegeben.
    3. Die Optik ist für Sonor aus dieser Zeit mindestens ungewöhnlich.
    4. Bis auf die Farbe sieht es aus wie eine HLD 588, die war allerdings verchromt.


    Daher vermute ich stark, dass da jemand das Äußere selbst bearbeitet hat.
    Ob es sich um Aufspritzen oder eine andere Methode unter vorheriger Entfernung des
    Chroms handelt, kann man ohne Inaugenscheinnahme nicht erkennen.


    Preislich sind solche Basteleien der Supergau.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,

    Fachausdrücke ... Bezeichnungen wie "Custom, Fusion, Studio, Export" etc. machen einen ganz wuschig. Gigbagsatz? B20 Beckenset? Nie gehört. Neue Felle ist klar,


    1. sind das keine Fachausdrücke, sondern es ist weitgehend Marketinggeschwätz um den Kunden (Customer) zum Treff (Fusion) in den Probekeller (Studio) zu bewegen, wo es auch etwas zu trinken gibt (Export). Danach ist man so wuschig, dass man den Schlafsack (Gigbagsatz) ausbaut und sich mit dem Schilderwald (B20 Beckensatz) bedeckt. Neue Felle können auch beschichtet sein, aber meistens braucht man die gar nicht, weil die alten ja noch funktionieren, es sei denn man hatte da als Vorbesitzer so einen Trampolinspringer mit Fön, der erst mal alles anknallt, und ansonsten auch ziemlich materialintensiv arbeitet.


    2. ist es doch ganz einfach: nimm' einfach das, was ich habe oder dasselbe in grün.


    3. Bei der Fußmaschine habe ich auch nie gespart, deshalb habe ich da nur hochwertige Qualitätsmaschinen im Einsatz, mit der Achse des Imperialismus könnte ich nichts anfangen, mir fehlen da einfach die Werkzeuge und Ersatzteile.


    4. "700€ - 10,12,14,16 22-24er Bass, Snare + Becken enthalten, bühnentauglich" finde ich ambitioniert.
    da kann man schon mal ein Tom wegstreichen und bei den Größen in die Richtung Flexibilität gehen. Becken sind ja dummerweise teuer, denn die kann man nicht mit neuen Fellen, neuer Gratung, Austausch des Kessels und Ersetzung der Beschlagteile aufpimpen, da geht dann nur Gaffa* oder Mülltonne.
    Irgendein Komplettset mit Ständern aus alten Zeiten des unteren bis mittleren oder auch oberen Preissegments: 300 bis 600 Euro.
    Ein Beckensatz, der untauben Ohren gefällt: ab 300 Euro.
    Bühnentauglich ist relativ zur Bühne, da habe ich schon Ruinen gesehen, da hätte man auch die Wertstofftonne auffahren können, in der Festhalle könnte man auch seinen LKW ausladen.


    Grüße
    Jürgen


    *) Pardon, Jägerlatein: so nennt der Angeber ein polyvinylchloridbeschichtetes Textilgewebeklebeband, das in Rollen zu 50 m auf 5 cm in verschiedenen Farben (Standard: silber) verkauft wird. Die Jünger dieser Bänder nennen sich auch Gaffer und haben die zur Dokumentation der Vereinszugehörigkeit an der Hose hängen.