Beiträge von Jürgen K

    Hallo,


    ich habe eine 24" x 16" Bass Drum im Proberaum stehen. Die darf auch ab und an mal raus.
    Zuvor war die hier als Übetrommel. Da ich die spiele, liegt spielerische Erfahrung vor.


    Die Befellung ist ein Evans klar mit Randstreifen, wie das genau heißt, weiß ich nicht.
    Resonanzfell ist ein bedrucktes Ebony Ambassador.


    Zur Auswahl kann ich nichts sagen, davon habe ich nichts.
    Warum ich mir eins davon kaufen sollte, konnte mir das Marketing noch nicht vernünftig
    erklären.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich empfehle für mich meinen Beckensatz.
    Dafür habe ich 30 Jahre gebraucht. Von daher würde ich mich jetzt nicht verrückt machen.
    Fehlkäufe verkauft man halt wieder. Man kann diese durch gute Planung vermeiden, aber
    das Internet ist da Fluch und Segen zugleich.


    Beim Becken wie bei der Trommel kommt es erst in zweiter Linie darauf an, ob es sich um
    Material X oder Y handelt. In erster Linie zählt die Verarbeitung, und da gibt es weitaus
    größere Unterschiede.
    Beim Klang sollte man auf sein Herz hören. Den Verstand sollte man befragen, inwieweit
    der Klang sich mit der beabsichtigten Musik verwirklichen lässt.
    4" Accent als Ride-Becken geht prima, wenn ich mit meiner Schwester zu Weihnachten
    ein Blockflötenkonzert gebe. 24" Eclipse geht prima, wenn ich mit meinen testosteron-
    geschwängerten (geiler Begriff an dieser Stelle) Brüdern ein Schwermetallgitarrengewitter
    zur Wintersonnenwende zelebriere. Darauf kommt es an.
    Mit Proberaum und Bühne ist es ähnlich, es kommt eben darauf an, wie die akustischen
    Verhältnisse vor Ort sind. Auf meinem Lokus klingen große Becken richtig bescheiden,
    in der Festhalle nett und lieblich.


    Beim Gebrauchtkauf empfehlen sich gängige Marken und Serien, die wird man nämlich notfalls
    auch wieder los.


    Zildjian und Sabian können (oder wollen absichtlich) keine guten B8-Becken herstellen, daher
    der komische Ruf. Paiste beweist seit 1970 (ungefähr), dass es geht. Meinl versucht es noch.


    Das Alpha Medium Crash 18" erinnert mich auf die Entfernung hin sogar mehr an Zildjian K als
    an Paiste 2002, in jedem Falle klingt es aber metallischer und das liegt an der Verarbeitung.
    Für manche Leute schmeckt Whisky nach Hustensaft, Apfelwein nach Pisse und Kräuterlimo
    nach dem Himmelreich. Andere rauchen gerne Menthol-Zigaretten oder trinken gefärbtes
    Wasser mit Lebensmittelfarbstoff. Die Welt ist bunt. Für jeden Jeck gibt es ein Becken, aber
    nicht jedes Becken passt jedem Jeck.


    Grüße
    Jürgen
    Der Kaffee ist heute irgendwie leicht bitter mit einer Karamellnote im Hintergrund

    Hallo,


    ich lese auch viel, wenn der Tag lang ist.
    Allerdings behaupten böse Zungen, dass ich es auch mal ausprobiert hätte.
    In der Tat habe ich das Fell natürlich nicht bis zum Anschlag und darüber hinaus hochgejodelt.
    Aber das kann ja jeder selbst ausprobieren oder meinetwegen irgendwo irgendwas dazu lesen.


    Ich sage es noch einmal: viel quatschen hält viel vom Üben ab.
    Einfach mal machen und Üben hilft letztendlich mehr, egal ob das dann optimal oder weniger optimal funktioniert.
    Dasselbe in Grün gibt es sowieso nicht, denn dasselbe ist dasselbe und alles andere ist halt anders.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich finde den Rückprall von Gewebefellen auch ziemlich stark.
    Deshalb habe ich sie nur auf Toms und Bass Drums montiert und relativ tief gestimmt.
    Auf der Snare Drum habe ich einfach eine klassische Gummimatte, das hat mit
    natürlichem Spielgefühl aber nur sehr bedingt zu tun, ich nutze es zum Üben und
    man gewöhnt sich an alles.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    den Hall finde ich grundsätzlich gar nicht schlimm, ja sogar hübsch.
    Er müsste nur ein bisschen modifiziert werden, die Becken klirren teilweise und das kann an den Becken und den Mikrofonen nicht liegen, das ist der Raum.
    Aber ich habe ja gehört, da soll es demnächst vielleicht auch noch ein bisschen dunkle Energie geben.


    Die zwei kleinen Toms sind zu klein. Im Vergleich zum größeren sind die immanent abgewürgt. Das ist bei diesen Aschenbechern und Sektkühlern aber oft so, da kommt einfach nichts raus.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich würde mal spekulieren, dass das Zildjian Avedis sind, Medium oder Medium Thin, damals 198? fabrikneu, heute klingen diesselben Becken vermutlich tatsächlich anders.
    Insgesamt klingen die Superdrumming-Aufnahmen alle etwas hart, was der Zeit, Mode und Technik geschuldet sein dürfte.


    Ich mag's ja gerne groß:
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    Und jetzt festhalten (back to the roots again):
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    Und auch nicht zu vergessen:
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    Grüße
    Jürgen

    seit 20 Jahren stimm ich an meinem Set rum und dann kommt da so ein Typ, erklärt dir das du alles was du weißt vergessen kannst und alles viel viel einfacher ist...


    Hallo,


    ich meine mich dunkel zu erinnern, dass ein gewisser Matzdingens so eine Methode hier schon genannt hatte, also zu Zeiten, wo der Manni wohl schon bei den alten Jazzern untergetaucht ist, Evans aber noch nicht im Workshop-Geschäft war.
    Nebenbei hat es ja auch mal diesen Willy Dingens gegeben, der hat ja auch mal so etwas abgehalten, alles im Forum nachzulesen.
    Auch Remo hatte ja mal so eine Workshop-Serie, da war die Methode jedoch ein bisschen anders.


    Wer noch nie etwas gelesen oder gehört hat, für den ist es neu, wer eben schon ein paar Tage mit Lesen oder Tun beschäftigt ist, für den ist es alt.
    Und es ist ja gut, dass es Alte und Junge gibt, nur Altersheim und nur Kindergarten wäre ja etwas öde, die gesunde Mischung bringt die Stimmung.


    Grüße
    Jürgen
    bei mir stimmt's immer


    PS
    Hartgesottene Kritiker mögen die Emoticons nach Wahl einfügen

    Hallo,


    Spannreifen sind in der Herstellung sehr teuer, als Extrawurst wird das nicht besser.
    Daher würde ich auch dringend raten, die Medikamente bereit zu halten, bevor man beim Tama Vertrieb (Meinl heißt der hierzulande) oder dem Händler des Vertrauens anruft.


    Reparaturen könnte der Fachmann um die Ecke evtl. machen.
    Wenn der Bruch aufgrund von Verspannungen entstanden ist, dann ist das Leimen natürlich nur vorübergehend (4 bis 5 Jahre?) aussichtsreich. Aber da kommt es auf Schadensursache und Schadensbild an und natürlich die zu erwartende Belastung (Tragen durch zarte Hände, astrein angezogene Spannreifen, Gitarristen, die sich gerne mal wohin setzen ...).
    Zur Not hilft der Baumarkt: zwei Platten, zwei Schrauben, vier Muttern; sieht scheiße aus, aber hält. Die Bruchstelle sollte man mit Klebstoff dämpfen.


    Ansonsten würde ich auch überlegen, ob man nicht auf Fremdprodukte zurück greift, die man dank Gebrauchtkauf günstig erwirbt (meist hängt dann noch eine Trommel dran).


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    wenn es nur darum geht, dass das Mikrofon in der Trommel sein soll, dann ist es doch völlig egal, ob überhaupt irgendein Fell ein Loch hat.
    Man kann dann entweder das Kabel über die Tomhalterosette (falls vorhanden und frei) oder über das Luftloch hinaus leiten oder auch eine Buchse in den Kessel montieren (das machen manche Profis, die auf Tour sind). Oder man macht ein kleines Loch für das Kabel wie c g ramone. Ob das dann vorne oder hinten ist, macht bei der Lochgröße natürlich nicht so furchtbar viel aus, einen kleinen Effekt wird man hören können, aber eher im Direktvergleich und auch nur dann, wenn sonst silentium herrscht. Für die Bühne wäre das dann auch egal.


    Ein größeres Loch wirkt sich aber auf den Klang deutlicher aus und eben auch auf die Schwingung des Fells.
    Mehr "boom" würde ich nicht erwarten, eher weniger. Wer mehr "boom" will, braucht Hubraum und vor allem keine Löcher.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    bewerben kann man sich immer und überall.


    Mir geht es darum Kosten bei der Materialschlacht (was meiner Meinung nach das Schlagzeugspielen mit sich bringt) zusparen.

    Diese Zielvorstellung ist ja nicht verkehrt, aber ob sie monokausal zielführend ist, das wage ich doch etwas zu bezweifeln. Ich stelle mir dann schon die Frage, warum mir jemand anderes etwas günstiger geben sollte. Meiner Meinung nach bräuchte ich dafür zumindest ein Argument. Das sehe ich hier nicht. Es ist eben noch nicht genannt worden.
    Und deshalb eröffnet das natürlich die Fantasie mancher Leser. Es könnte natürlich auch ganz anders sein und es könnte gute Gründe geben, gute Argumente nicht zu nennen. Zum Schweigen gibt es immer gute Gründe.


    Ich habe halt die Erfahrung gemacht, das wenn man weiß, wo man anfragen muss, durchaus einen guten Endorsement Deal bekommen haben...und zwar nicht 10% sondern 70%...und das ist bei laufenden Kosten wie bei Becken oder Sticks ne ganze Menge...

    Diese Aussage lässt mich aufhorchen: wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dann weiß ich ja doch offensichtlich, wo es dieses Angebot gibt. Dann müsste ich doch eigentlich nicht fragen, sondern antworten.
    Da würde mich jetzt doch mal interessieren, wo es denn diese 70-%-Endorsements gibt.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Was ist eigentlich die Definition von Endorsement?
    Nach der hier geschilderten Intention geht es ja um einen Rabatt.
    Ich kenne das so, dass, wenn ich einen Rabatt möchte, ich dafür irgendwelche komischen Sachen erzählen bzw. einfach viel kaufen muss.
    Eine Bewerbung habe ich da noch nie geschrieben.

    Hallo,


    die Frage ist ja eigentlich, wozu man überhaupt ein Loch macht.
    Erst wenn man diese beantwortet hat, macht es der Logik nach Sinn über den Ort nachzudenken.


    Was mich an einem Loch im Schlagfell stören würde:
    a) der Klang ist deutlich trockener und leiser
    b) die Gefahr des Fellrisses ist größer
    c) die Reaktion des Felles ist träger (weniger Rückprall)


    Was ich an einem Loch im Schlagfell gut fände:
    man kann mit der Hand hinein und Staub wischen.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich habe mich von allen Stimmwerkstätten bisher erfolgreich fern gehalten.
    Mir sind diese One-Man-Shows zu unwissenschaftlich.
    Wenn man alles liest, dann merkt man, dass es offensichtlich verschiedene Glaubensrichtungen gibt.
    Um sich ein Vollbild zu machen, müsste man folglich alle Werkstätten besuchen und das ist mir dann doch zu
    aufwendig, zumal ich meine Methode bereits gefunden habe und diese für mich praktikabel ist.


    Hier wird ja offensichtlich der neue Messias gepriesen.
    Dieses ganze religiöse Marketing, angefangen mit der "Bibel" und den Folgeerscheinungen mag ich nicht.
    Ich halte es eher mit Aufklärung: selbst denken, selbst entwickeln, dabei Einflüsse von außen kritisch würdigen.
    Am Ende kommt eine nüchterne, überhaupt nicht weltbewegende Linie heraus, die totlangweilig ist und mit der man
    bestenfalls fünf Minuten einschläfernd gestalten könnte.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    hätte ich gewusst, dass der Papst kommt, wäre ich nicht nach Hanau gefahren, um die Toms zu stimmen ...


    Spaß beiseite: der Masshoff stimmt schief, d. h. oben fest und unten locker, das Ganze dann überleitend, also nach oben hin immer etwas fester. Im Wesentlichen macht das der ehemalige Stimmpapst von Bohr genauso. Das soll wohl den Vorteil haben, dass die Trommel mit einem Schlüsseldreh eben man schnell etwas höher gestimmt werden könne und durch die schiefe Stimmung sollen manche Obertöne, die man sonst wegdämpfen wollte oder würde, automatisch eliminiert sein.


    Ich selbst halte davon nichts.
    Aber ich kann auch nicht Stimmen.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    a) ich brauche keine zweite Snare Drum.


    b) Wenn ich eine benutze, dann hat sie folgende Zwecke:
    aa) eine andere Klangfarbe zur Erweiterung der musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten, namentlich:
    aaa) Wechsel der Trommel in Strophe und Refrain
    bbb) Zusammenspiel beider Trommeln
    bb) Ersatztrommel, falls die erste mal kurzfristig Defekt hat.


    c) Dafür kann man normale und unnormale Trommeln benutzen und man kann sie überall positionieren, wo sonst noch nichts steht.
    Ich selbst habe dafür bislang eingesetzt: alles, was ich habe und hatte, mal so, mal so und ganz oft einfach gar nicht.


    Fazit: ja, aber nur selten.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich war ja auch mal jung und da gab es auch schon Stimmpäpste, die hießen nur anders und sind heute älter.


    Damals meinte ich auch mal, dass man Felle hochstimmen muss.
    Wenn man das schön übertreibt, klingt es nachher entsprechend.
    Das fiel mir dann auch auf.


    Dann habe ich mal mein Hirn eingeschaltet und mich gefragt, was dieser ganze Blödsinn eigentlich soll.
    Seitdem stimme ich Felle dahin, wo sie sollen und sonst nirgendwo (es sei denn, mir ist gerade langweilig).
    Wenn ich überlege, dass mir das Snare-Fell immer im Proberaum oder beim Auftritt reißt, dann frage ich mich sowieso,
    wie sich die Päpste das mit dem Fön und dem Zentrieren so gedacht haben. Aber ich habe da so eine furchtbare Idee ...


    Ein zweilagiges Fell kann man ja einlagig machen und aus der zweiten Lage lassen sich prima diese sauteuren Ringdämpfer
    herstellen. Ok, heute, in der Zeit, wo man stets neue Felle kauft und nur Mond-Gelee auf das reine Weiß der Beschichtung lässt,
    da muss es halt auch immer etwas Neues sein. Manchmal muss man einfach mal diesen ganzen Wahnsinn aus dem Bereich der
    Drummerpolizei vergessen.


    Meiner Meinung nach klingt eine gedehnte Folie schlechter als eine frische. Aber da sehe ich schon den Scheiterhaufen ...


    Vor 20 Jahren wäre ich noch auf meinen Bass Drums herumgeturnt, aber da hatte ich auch noch Gaffa Tape, um komische Geräusche
    abzustellen.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Den Sinn von Evans-Fellen habe ich bis heute noch nicht verstanden.

    Hallo,


    die Hi-Hat ist die Hi-Hat-Maschine, die Hi-Hats sind die Hi-Hat-Becken. Das ist ganz einfach.
    Wer nur von der Hi-Hat spricht kann gegebenenfalls die Maschine zusammen mit den Becken meinen und die Kombination bezeichnen wollen.


    Beim Tom ist das einfach, es gibt das Tom-Tom und sonst nichts. Das Stand- oder das Hänge- Tom sind nur Hinweise auf die Montage (englisch eben mounted oder floor), die Trommelgattung bleibt gleich. Da es nicht die Tom-Trommel, sondern eben nur das Tom-Tom heißt, verbietet sich der weibliche Artikel. Wer den verwendet, meint die Tomate oder er hat die Tomaten auf den sprachlichen Augen oder denkt einfach an den schönen Tom, der mit seiner Tom-Tom-Sammlung und seinem Tomatensalat die Sinne verwirrt.


    Der vermeintlich weibliche Artikel für den Plural ist in diesem Falle übrigens nur Plural und eben nicht geschlechtsspezifisch, das sind die Artikel nur im Singular. Die Tom-Toms sind nicht weiblich, sie sind einfach nur pluralistisch vorhanden. Als Singuläre heißen sie weiterhin das Tom-Tom, egal, welches.


    Der Satz lautet korrekt:
    "Wartet mal, Jungs, meine Hi-Hats stehen zu weit weg!" oder "Wartet mal, Jungs, meine Hi-Hat steht zu weit weg"!
    Im ersten Fall konzentriert sich der Sprecher auf die Becken, im zweiten auf die Maschine. Beides ist möglich.


    "Das sind aber tolle Hi-Hats!" heißt "Das sind aber schöne Becken!", "Das ist aber eine tolle Hi-Hat!" heißt "Das ist aber eine tolle Maschine!".


    Eigentlich ist es doch ganz einfach.


    Grüße
    o Der Jürgen (der alte Sack)
    o Die Jürgen (die Bölts, die geht nie kaputt)
    o Das Jürgen (dat süße Kind)
    o Die Jürgens (wer bin ich, und wenn ja, wie viele?)

    Hallo,


    zunächst ist die Frage zu klären, was von den Hi-Hats erwartet wird, wie sie gespielt werden sollen.
    Hier interpretiere ich das so, dass es um zwei Hi-Hats geht, die nicht etwa kumulativ, sondern lediglich
    alternativ eingesetzt werden sollen.
    Damit ist eine möglichst ähnliche Position sinnvoll.
    Wenn die Ansprache mit dem Fuß gut sein soll, dann würde ich zwei normale Hi-Hat-Maschinen nebeneinander stellen,
    ggf. so - wie bereits von Pessimist666 vorgeschlagen - in unterschiedlicher Höhe, damit wäre der Abstand beider Maschinen
    etwa 7", das ist noch im Bereich des Möglichen, wenn man seine Beine bewegen kann. Das wäre in diesem Falle meine erste Wahl.


    Kabel-Maschinen reagieren gerne etwas verzögert bzw. indirekt, das geht je nach Kabelführung mal mehr und weniger gut.


    Die Stellung der Hi-Hat nach rechts ist nebst Pedal schon mehr etwas für die höhere Liga der Koordinationsübung.


    Sofern ein langes Kabel bevorzugt wird, ergeben sich natürlich entsprechend der Länge der Leine praktisch alle Orte im Raum für
    den Aufbau.


    Nach dem, was ich bislang selbst getestet und auch aus zuverlässiger Quelle gehört habe, sind sämtliche Kabelmaschinen einschließlich
    der hier schon genannten Gibraltar (die ja nur über ein kurzes Kabel verfügt) nicht optimal in der Funktion. Das ist konstruktionsbedingt.
    Bei Sonor (Giant Step) wurde augenscheinlich an einer Kabelmaschine gebastelt, diese kam aber nie auf den Markt. Die Sabian Triple-Maschine
    ist schneller verschwunden als man schauen konnte und aktuell haben auch Tama und Yamaha kabelmäßig die Segel gestrichen. Lediglich dw und Pearl
    haben da noch etwas. Von billigeren Maschinen würde ich sowieso und hier erst recht die Finger lassen. Aber der Masochismus bzw. die Empfindlichkeit des Nutzers ist natürlich unterschiedlich ausgeprägt.


    Grüße
    Jürgen
    Der Trend geht zur Viert-Hi-Hat

    Hallo,


    je natürlicher der Zugang zum Instrument ist, umso mehr kann man Feinheiten auch hören (wobei man oft Dinge hört, die man gar nicht hört und umgekehrt). Dummerweise sind wir hier im Internet. Die Akustikkette wird schon vom Mikrofon zum Lautsprecher durch zahlreiche Filter gejagt, die mehr wegschneiden und (manchmal - siehe hier: auch mit völlig anderen Klangquellen nachgefüttert werden). Damit ist eine Bestimmung schon fast unmöglich und jeder, der sich mal einem Test (hier durchaus immer wieder zu finden) unterzogen hat, wird merken, wie schwierig das ist.


    Vor Ort biete ich jedem an, der Langeweile hat, hier vorbei zu kommen, ich habe eine D 528 (Stahl) und eine HLD 580 (Holz). Die unterscheiden sich im Kessel und in zwei weiteren Punkten: gummmiunterlegte Böckchen, Teppich (einer vollständig, einer mit zwei fehlenden Spiralen). Von der Fahrerposition aus kann ich vielleicht gewisse Charakteristika hören. Dazu müsste ich das, was ich höre, aber auch den klangbestimmenden Teilen zuordnen können.


    Was ich ganz schlecht kann, ist die Trommeln auf Aufnahmen auseinander zu halten.


    Bei Kesseln gibt es im Wesentlichen zwei Eigenschaften: Projektion und Schalldämmung.
    Ersteres führt zu einem eher klaren, kalten, lauten Ton mit einer großen Bandbreite von unten nach oben und damit einer schweren Ortbarkeit einzelnder Frequenzen. Letzteres führt zu einem je nach konkreten Eigenschaften dunklen oder dumpfen Klang (jeweils durch Schlucken bestimmter Frequenzen).
    Da ein Baum nicht einem anderen Baum gleich und die Produktion ebenfalls nicht immer und überall exakt läuft, können sogar zwei Kessel derselben Serie objektiv unterschiedlich klingen. Wir kennen diesen Effekt sehr deutlich von Becken (gleiches Material, gleiche Serie, gleiches Modell - völlig anderer Klang bis sehr ähnlicher Klang, niemals derselbe Klang).


    Die Unterschiede sind derart klein, dass wir sie als durchschnittlichen Popularmusiktrommler in Proberäumen und auf Bühnen tatsächlich weitgehend ignorieren können, sofern die Produkte ein gewisses Qualitätsniveau erreichen.
    Konkret ist es so, dass wir mit nahezu jeder professionellen Trommel einen holzigen trockenen kurzen Klang mit Hall erzeugen können: rim shots, trockene Stimmung oder Stimmung mit Dämpfung oder vorgedämpfte Felle, großer Raum. Das ist alles, was wir brauchen.
    Das geht mit der FF Stahl genauso wie mit jeder anderen Trommel auf Profi-Niveau.


    Den Effekt erreicht man auch eher durch Spielweise, Raum, Stimmung, Felle. Der Kessel hat daran einen sehr geringen Anteil. Er ist so gering, dass man ihn normalerweise kaum hören und fast nicht korrekt zuordnen können wird.


    Grüße
    Jürgen