Beiträge von Jürgen K

    Moin,


    das Ratespiel geht weiter.


    Erst war es ein Stück schwarzes Holz mit der Plakette drauf, das lässt unweigerlich an einen Trommelkessel denken.


    Dann kamen diese Flügelmuttern oder -schrauben mit dem Gummi obendrauf, das riecht nach Zubehör.


    Jetzt kommt ein Schächtelchen mit dem Namen "Gavin Harrison".


    Also ich habe es mir jetzt zusammengereimt. Ihr dürft weiter raten.


    Grüße
    Jürgen

    Good Afternoon,


    ich bin ja Musiker und Rockmusikant und nein, die show ist Eins und das Spielen ist etwas anderes.
    Wenn ich von sonstwo aushole, ist das show, bestenfalls noch künstlerischer Bewegungsablauf. Der wirkliche Schlag entsteht viel weiter unten und hat mit dem überweiten Ausholen nichts zu tun. Wer natürlich ausholt, um reinzuschlagen, der macht schon eine spezielle Form von Musik oder Kunst, aber die meisten Gesellen, die ich so sehe, schlagen nicht rein, sondern an, egal was drumherum gezappelt wird, um das Publikum zu verwirren oder überschüssige ADHS-Moleküle abzubauen. Dasselbe der Gesichtsausdruck: verkrampft gucken: das Publikum sieht: o, das ist schwer zu spielen. Oder: lächeln: Publikum sieht: och, is ja ganz leicht. Machen die im Zirkus auch immer und da ist es gar nicht leicht.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Ach ja: und wen ich Endorser wäre, dann würde ich meine Becken genauso behandeln wie zuvor, vielleicht würde ich einem gut vernetzten Menschen der Lokalpresse unter dem Mantel der Verschwiegenheit erzählen, dass ich ja jede Woche ein Heavy Ride vernichte, nie geübt habe und beim Auftritt immer zehn Jackies zum Warmwerden zwitschere, danach die Freundin vom Sänger und Sonntags die Pfarrerstochter.
    Das verbreitet sich dann via Internet wie ein Lauffeuer und der Ruf ist etabliert.

    Hallo,


    ich hatte mal eine NewSound Bass Drum, die sah gepresst aus.
    Ob ich das damals - wie vieles andere - einfach nur falsch interpretiert habe, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen und ich bin auch ganz froh drum, dass ich da nie in neue Felle investiert hatte, es erinnert doch sehr an den Trabbi mit der Tankfüllung oder den Lexmark mit der Tinte.


    Felle lohnen für mich dann, wenn die alten kaputt sind.
    Alles andere ist Geldverbrennung.
    Kein Mensch hört im Proberaum oder auf der Kneipenbühne, dass das neue Felle sind.
    Wenn man Aufnahmen machen will und es soll alles top sein, sieht das anders aus, aber auch da scheitert der Klang nicht an den Fellen.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    passen denn in die Schlitzschrauben die Sonor-Stimmschlüssel oder ist der Schlitz dafür etwas zu klein bzw. wurde nachträglich per Feile vergrößert?


    Das kann alles Mögliche sein, die Ludwig-Böckchen waren mal modern und wurden gerne geklaut. Schlitzschrauben gibt es auch von diversen älteren Herstellern.
    Wenn es ein Markenprodukt wäre, müsste irgendwo zumindest ein Hinweis auf eine abgefallene Plakette sein.


    Ausstattung (Einfachreifen, Kabel, Abhebung etc.) deuten auf ein älteres Modell hin.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    14" Paiste 2002 Heavy Hihats besitze ich.
    Das Foto würde mich vom Kauf abschrecken. Ansonsten würde ich dafür wahrscheinlich 180 Euro bezahlen (wenn durch die Abstellung keine Randschäden entstanden sind) und als Verkäufer 240 Euro haben wollen (ich hätte sie dann aber anders abgestellt, meine Becken sind mir heilig).


    Sonor Force 3000 Bassdrum
    Da gibt es ja bekanntlich verschiedene Größen und vor allem Farben.
    Mehr als 200 Euro (außer bei extrem gutem Zustand) sehe ich da eher nicht, weniger als 150 aber normalerweise auch nicht in der Standardgröße und -farbe.


    Ansonsten würde mich mal interessieren, was die Gemeinde meint, was ein Presonous Firestudio (proberaumgepflegt), seit locker einem Jahr verstaubt, wurde wohl mal für Aufnahmen bzw. als Kopfhörerverstärker benutzt; aktueller Straßenpreis neu 549 so bringen würde, meine Kapelle hat da noch Altlasten.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    konstruktiv:
    ich würde aus taktischen Gründen erst den Verein gründen.
    Wenn dann die Gemeinnützigkeit amtlich feststeht, wirkt die Sache gleich seriöser und man kann auch Spendenbescheinigungen ausstellen,
    was den potentiellen Spenderkreis enorm erweitert. Da die Formalitäten eine Weile Zeit in Anspruch nehmen, würde ich das als Erstes unternehmen.
    Grundlegende Kenntnisse im Vereinsrecht und dem ganzen Gedöns setze ich mal als vorhanden voraus.


    Ansonsten meine ich mich zu erinnern, dass es solche oder ähnliche Vereine bereits gibt,* möglicherweise wäre da auch eine Kooperation möglich oder gar sinnvoll, das ist aber mehr so eine nebulöse Erinnerung an diverse Fernsehveranstaltungen, wo Prominente für ihren Verein Gelder erspielen. Nähere Kenntnisse habe ich da aber nicht.


    Grüße
    Jürgen


    Edith: Ups, sogar mit dem gleichen Namen, siehe Beitrag oben.

    Hallo,


    die "Otternasen" (Sonor CC 5215) halten natürlich dank des (relativ weichen) Kunststoffs nur dann dauerhaft, wenn sie nichts oder nicht viel zu halten haben, meine Becken schwingen recht frei, somit komme ich damit gut klar und bis auf wenige Ausnahmen, sind die Dinger auch nur zur Dekoration. Irgendwo habe ich auch mal ein Nachahmerprodukt gesehen mit härterem Kunststoff, das gefiel mir aber optisch und haptisch nicht.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    was bei so einem Vergleichstest gerne übersehen wird, dass es nur eine Momentaufnahme ist.
    Wir können nur schwer erkennen, wie sich die Trommel im Kontext mit der Kapelle durchsetzt,
    ob die Handhabung angenehm ist, ob sie transportabel ist, ob es Ersatzteile gibt.
    Rein klanglich können wir auch nicht erkennen (mittlere Stimmung kann jede Trommel), ob eine
    Trommel tief oder hoch (noch) gut klingt oder ob dann schon die Schrauben herausgefallen oder
    -gebrochen sind. Das alles und noch viel mehr macht aber eine wirklich gute Trommel aus.


    Manche Trommeln funktionieren nur in speziellem Kontext gut, andere fast überall.
    Wenn man mal ein paar Kapellen und ein paar Räume gesehen und gehört hat, wird man merken,
    dass nicht alles Chrom ist, was mal geglänzt hat.
    So ein Ludwig-Eimer kann sehr schön klingen, aber der Rost kann auch sehr schön den weißen Gala-Anzug
    des Tanzmusikanten versauen. Die Bronze-Leuchte aus Bad Berleburg sieht zwar toll auf der Bühne aus,
    aber wenn der Schlagzeuger nicht kommt, weil er mit Hexenschuss kurzfristig abgesagt hat, ist das auch so
    eine Sache. Bei Billigtrommeln erlebt man dann eher Ernüchterung, wenn der Klang eben nur auf Position medium
    klappt und man bitteschön auch an der Abhebung besser nicht hantiert, alles kleine Details, welche das Leben
    auf Dauer versauern. Wenn man mal mit der Lupe nachschaut, kann man entdecken, was bei richtig guten
    Trommeln für ein Aufwand betrieben wurde und dann weiß man auch, warum die heute noch leben (meine ist mal
    auf die Straße gefallen).
    Rock 'n' Roll.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    wir nehmen gerade unser Demo auf.
    Das A und O ist: man muss den ganzen Scheiß im Schlaf spielen können und zwar richtig.
    Alles andere hört man leider und das schwächste Glied ist der Instrumentalist.
    Außerdem braucht man ein bisschen Zeit, da sollte man nicht zu knauserig planen.


    Grüße
    Jürgen

    Gude Morsche,


    super.
    Das nenne ich mal ein waschechtes Downgrade.
    Gegenüber der Konstruktion, die mir vorschwebte, gibt es da tatsächlich nur zwei Varianten und die Fixierschelle (memory clamp) unten am Tauchrohr wurde auch gleich eingespart.
    Sauber, die Maschine würde ich nicht kaufen. Ist das die -75 oder vielleicht doch die -35 oder ist es tatsächlich so schlimm?
    Aber wäre ja gelacht, wenn man beim Hyperdrive nur die Kessel gekürzt hätte.


    Grüße
    Jürgen

    dass ich manchmal noch verkrampf, wenn ich schnelle Rolls auf dem Toms hoch und runter spielen möchte. Aber wenn ich dazwischen mal ein Crash spielen will kann es natürlich sein, dass ich's nicht so optimal erwische.


    Hallo,


    das ist der springende Punkt oder besser: der nicht springende.
    Ich brauche da keinen Film mehr.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Meine Aufbauten sind auch eher den 1970er oder 1980er Jahren modisch gezollt, wer damit nicht spielen kann, kann es auch auf modernen Kinderschlagzeugen nicht.

    Moin,


    die Bibel gilt für alle Anlässe, auch besondere Situationen lassen sich damit verblendend erklären.


    Ich würde mal meinen Pulli in die Trommel legen, es ist gerade recht warm draußen, dann kann der den Ton verkürzen, ganz ohne Loch, Heilige Schriften,
    Heiße Dosen und Fußball.


    Vom Schlegel im Fell lassen halte ich nichts, da bin ich religiös.


    Grüße
    Jürgen

    das Ding heißt doch nicht umsonst so


    Hallo,


    stimmt natürlich, sie ist von Gott gegeben und man muss einfach nur dran glauben.

    Dort könnt' ihr eure Theorien praktisch unter Beweis stellen, indem jeder von euch in bester Manolo-Manier seine Bassdrum im Fanblock zum Schwingen bringt. Ob mit oder ohne Loch, mittig oder seitlich, in 4"- oder 7"-Größe. Und das über volle 90 Minuten.


    Das dagegen ist reinste Wissenschaft.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    der Beckendorn und der Aufbau an sich sieht mir jetzt nicht so sonderlich verwerflich aus, das müsste theoretisch funktionieren.


    Aber:
    das mit dem Oberschenkel war natürlich ein (Selbst-)Test.
    Wenn wir ein Instrument anschlagen, dann wollen wir Musik hören und nicht das Instrument zerstören, beim Oberschenkel heißt das, Klatschen darf es, aber blaue Flecke wollen wir nicht sehen und wenn das Blut spritzt, dann wissen wir, warum das Becken reißt. Konkret: wer eine halbe Stunde auf seinen Beinen spielen kann, hat schon mal eine bessere Technik wie jemand, der schon nach dem ersten Schlag ins Krankenhaus muss.
    Anderst gesprochen: Boxkampf: Durchziehen, bis das Jochbein bricht, Musik: An-Schlagen, der verstorbene Jim Chapin hat das mal in einem Video mit dem Anschlagen einer heißen Herdplatte demonstriert: Schlag und dann weg mit der Pfote (ja, zurück mit dem Prügel). Bleibt der Stock (oder auch Fuß) im Fell oder Becken, ist das für das Material grundsätzlich wesentlich ungesünder, im Falle von Becken kann das der Tod sein.


    "Durchcrashen" nenne ich die Spielweise, wo man eine eigentliche Ride-Figur auf dem Crashbecken spielt und da am Rand, also ein Crash nach dem anderen in schneller Abfolge.
    Dabei kann es passieren, dass nach dem ersten Schlag das Becken in der Schaukelbewegung ungünstig (gegen den Rand) getroffen wird, auch das kann ein Todesgrund sein.
    Becken, die sich bewegen, sind grundsätzlich weniger gefährdet, aber eben nur wenn sie dann nicht in der Bewegung entgegengesetzt hart gestört werden.


    Ein bis zwei Becken im Jahr ist schon in der Verschrotter-Liga recht weit oben.
    Die vier Jahre Spielzeit habe ich mir schon gedacht, die Tomfelle sehen auch entsprechend aus.
    Je älter man wird und je länger man spielt, desto besser trifft man, gute Jazzer (oder auch Phil Rudd) treffen immer denselben Punkt, wenn sie wollen, ein Anfänger gibt sich dadurch zu erkennen, dass seine Felle über die komplette Fläche abgespielt sind. Wer so trifft, trifft im Zweifel auch Becken eher ungünstig.
    Da hilft nur viel Üben mit Gefühl und Konzentration. Mit dem Alter wird es besser.


    Für einen Transportschaden sehe ich bislang keinen Grund.


    Der Hinweis von Jalokin b wegen den Gebrauchtbecken kann ich teilweise bestätigen. Die zwei Becken, welche bei mir kaputt gingen, waren beide gebraucht und beide vom Vorbesitzer bzw. einem der Vorbesitzer offensichtlich (Farbabtragung bzw. Kerbe) falsch behandelt worden. Dennoch hat es bei meinen Gebrauchtkäufen meist ganz gut geklappt, die meisten Becken leben ja noch.


    Das mit dem "Nitro" reizt natürlich zu Verdächtigungen, aber ein alter Frankfurter hieß ja auch mal "Dynamit-Rudi", und der hat gar nichts kaputt gemacht.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich vermute falsche Behandlung.


    Ich spiele auch Hickory, habe einen flachen Anschlagwinkel, wische manchmal, manchmal nicht, und es kann sich alles schön bewegen.
    Von der Lautstärke her bin ich normal (also: laut). Der einzige Unterschied: ich habe keine Dimensions und ich schreibe "weise" mit einfachem "s".
    Ob es daran liegt.
    Wir können nur spekulieren.


    Mal im Ernst: was passiert, wenn Du statt der Trommel Deinen Oberschenkel anschlägst?
    Werden die Becken durchgecrasht?
    Drehen sich die Becken beim Wischen?
    Wieviele sind denn kaputt gegangen, in welchem Zeitraum und ist das Schadensbild immer gleich, wie sieht es aus?
    Wie werden die Becken transportiert?
    Wie hängen sie denn und wie hängen die anderen?
    Bilder, Videos, Zeichnungen?


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Hat die Bezeichnung "Nitroklaus" eine Bedeutung?

    aber dass der Unterschied
    so enorm ist, hätte ich nicht gedacht.


    Hallo,


    ganz ehrlich, das ging eigentlich jedem so.
    Bei mir war das auch nicht anders, ich wurde sogar mit den Klängen der 1980er Jahre konfrontiert (mindestens viel Hall und viel Gate auf der Snare Drum), das
    war brutal.
    Mit Fellkäufen kann man seine Zeit verbringen, früher hatten wir Tempo und Gaffa, das wirkt.
    Heute will uns die Industrie esoterische Gelees, akkurat gestanzte Folienreste, lustige Kombinationsfolien etc. verkaufen, das kostet Geld.
    Und es hilft nichts.


    Warm: viele Obertöne wegdämpfen
    Also: dämpfen. Fertig. Braucht man kein neues Fell. (Man sollte es nur nicht im Forum erzählen, sonst kommt die blaue Moongel-Mind-Police und man wird mit einem O-Ring in den Kickport geworfen.)
    Beschichtete Fell ("coated") dämpfen das Anschlagsgeräusch ("attack") und klingen folglich wärmer, noch wärmer und anschlagsgeräuschärmer wird es mit Schlegeln (Filzkopf, weich), aber das ist dann kein Rock 'n' Roll, mehr.
    Fett: Schlagfell tief, ganz tief, Resonanzfell ein bisschen höher (ein bisschen, also ein kleines Intervall, sonst klingt es abgewürgt).


    Grüße
    Jürgen

    Es fehlt diese Justierungsschraube unterhalb des Bottombeckens, mit der man die Becken anschrägen kann.


    Hallo,
    das müsste eine geriffelte Inbusschraube mit einer geriffelten Mutter sein, die in der Kunststoffvorrichtung montiert sind. Falls die fehlen, dann gibt es eben keine Schrägstellung mehr.
    Das weitere Entfernen der Becken kann tatsächlich nur an lockeren Schrauben liegen, in der Tat entweder oben (oberer Beckenhalter, "clutch") oder unten (Tauchrohrfixierschelle oder sogar zusätzlich Schraube zur Fixierung des Tauchrohrs).


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Ich gehe davon aus, dass es sich um die H-75 WN handelt.