Hallo,
beim Gerüstbau ist vieles Geschmackssache. Dass Rundungen vielleicht hübscher aussehen und Kanten (noch) besser halten, wird niemand bestreiten.
Ob gesägt wird oder nicht, ist so eine Frage, ob man eher entscheidungsfreudig ist oder sich lieber alles offen hält.
Da ich mein Gerät auch gerne mal umbaue, neige ich meist zu Letzterem, nebenbei schätze ich die Berechenbarkeit von klaren Strukturen.
wer kauft sich ein Rack, nur um daran vier Becken anzubringen?
Ich. Auf dem Bild hängen aber nur zwei Becken dran, das ist in der Tat wenig konsequent.
Beim Gerüstbau stellt sich auch die Frage, ob es stationär oder mobil sein soll.
In ersterem Falle kann man schrauben, bis der Arzt kommt, in letzterem kommt davor das Publikum und dann der Veranstalter.
Daher würde ich kritisch prüfen, was man auch ab- und aufgebaut und transportiert bekommt. Jedenfalls bei Alternative Zwei.
Das Gerödel bekommt man mit den entsprechenden Klemmen und Rohren auf jedes handelsübliche Gerüst, ob Gibraltar oder Yamaha macht diesbezüglich
wenig Unterschied. Modular bauen kann man beide, Rundstangen sind natürlich etwas kompatibler mit Fremdprodukten (Dixon z. B.), während das Sechseck
natürlich an Yamaha gebunden ist (wie auch das Viereck an Pearl). Von der Verfügbarkeit im Handel (bei spontanen Nachkäufen) könnte man sich auch mit-
leiten lassen, wenn man ab und an mal etwas um- - oder besser: an- - -schrauben möchte.
Das Thema ist stark religiös behaftet, ich persönlich bin gerüstgläubig, jedoch nicht radikal, sondern deutlich pragmatisch: je nach Anwendung stelle ich
auch mal Ständer auf, schlimmstenfalls sogar in Kombination, allerdings dann eher für kürzere Projekte (Auftritte etc.).
Grüße
Jürgen
PS
Die Frontstange von meinem DR-1 ist 1,35 m lang. Wie das aussieht? Gut natürlich!