Hallo,
die Größendiskussion kenne ich seit ich das Schlagzeug kenne.
Damals waren die Prospekte gerade auf den "Standard" 12-13-16-22 gedruckt, dass man das so verkauft hat schon damals und viel später noch viel mehr weniger musikalische Gründe.
Die Industrie muss auf die Kosten schauen. Ein weiteres kleines Tom ist nicht so das Problem, das Problem ist die Kiste, wo es hinein soll. Nicht umsonst werden heutige Sets in zwei Kartons gepackt. Was da nicht hinein geht, kommt eben auch nicht hinein.
Damals kam gerade die Fusion-Welle: alles 2" Abstand und Trommeln alle aufgehängt.
Davon blieb dann die Kombi 10-12-14-22 übrig.
Und jetzt wird es interessant: in letzter Zeit haben die Standtoms eine Renaissance erlebt und man fährt wieder gerne ein 16er.
Wenn man die Moden mal dahin gehen lässt, wird man selbst feststellen dürfen, dass jede Variante Vor- und Nachteile hat und dass es letztendlich die Frage des eigenen Geschmacks, der eigenen Musik und Möglichkeiten ist, was auf den Tisch (die Bühne) kommt. 2" Abstände und "gerade" Größen sind Scheinlogik. Was in Zoll gerade ist, ist in Zentimeter so krumm wie ein knorriger Baum, wer auch nur die Grundlagen der Mathematik beherrscht, wird sofort erkennen, dass das Esoterik ist. Dennoch kommen wir am Industriestandard nicht vorbei, man kann ja nur das kaufen, was es auch gibt. Wenn man sich dann mal wohin begibt, wo man die Größen mal alle nebeneinander betrachten (akustisch) kann, dann kommt die Wahrheit zutage, zumal man dann auch gleich gucken kann, wie ma das aufgebaut bekommt. Man kann es auf eine ganz einfache Formel herunterschrauben: man muss sich an dem Gerät wohl fühlen. Alles andere ist scheißegal.
Und das eigene Gefühl ist kaum objektivierbar und vor allem können wildfremde Leute in weltweiten Netzen dazu nur ganz rudimentär etwas beitragen.
Bloß weil bei meiner Größe mir hier mit Sicherheit ein nicht unbeträchtlicher Anteil von Leuten eine 20er empfohlen hätten, wäre ich damit nicht glücklich geworden. Und mit dem Rest ist es genauso. Manche Ratschläge treffen zufällig oder auch aufgrund der Kompetenz des Beratenden den Punkt, manche liegen gut gemeint oder auch fahrlässig daneben.
Oft liegt es auch am unbewussten Unvermögen des Ratsuchenden, die wahrlich extrem schwierige Aufgabe der klaren und umfassenden Fragestellung zu beherrschen. Das ist einfach so, es ist schon fast unmöglich, komplexe Umstände in einem kurzen Text zu beschreiben, vor allem dann, wenn der Beschreibende darin keine gefestigte Übung hat.
Bei dem Bild mache ich mir übrigens die meisten Sorgen um das China (übrigens 2002, nicht 2000). Aber auch das hängt davon ab, wie es behandelt wird und das sieht man auf dem Bild genauso wenig wie Vieles andere, was manche darin aber zu erblicken meinen, was aber in Wahrheit nur Phantasie ist.
Grüße
Jürgen
PS
Zitat
Das ist ja als würde man darüber diskutieren ob sich eine Terz oder eine Quinte besser anhört
Ein wahres Wort.