Beiträge von Jürgen K

    Moin,


    da es ja hier schon wieder um untenrum geht:
    bei mir hat es geholfen, mit den Füßen zu üben. Seitdem sind sie besser.
    Man ist so gut wie das schwächste Glied. Üben hilft.


    Und für die Motivation kann eine Kapelle hilfreich sein, wer dazu in
    die Kirche geht, macht halt einen Umweg, fühlt sich vielleicht aber besser.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    früher hatte ich auch nur ein Set, da stellt sich die Frage nicht.


    Heute hängt die Sache von drei Faktoren ab:
    a) wieviel Knete ist da
    b) wie gut ist die Kapelle
    c) wie gut ist der Proberaum.


    Wenn es ein sicherer und schöner Raum ist und die Kapelle ist richtig gut, dann würde ich da auch etwas richtig Gutes hin stellen, ansonsten eben anders herum.
    Allerdings habe ich da eine persönliche Schmerzgrenze.
    Mit a) erledigt bzw. relativiert sich dann alles wieder. Was nicht da ist, kann nicht umgesetzt werden.


    Grüße
    Jürgen

    Hallöle,


    ich bin ja Interpretationswissenschaftler und würde so aus der Hüfte schießen, dass unser Themenstarter wohl eine Charleston-Maschine mit einem Metall- oder Kunststoffplättchen statt einer Kette oder einem Band als Übersetzung von Pedal zu Zugstange meint.


    Für diesen Fall darf ich aus meiner Vergangenheit berichten, dass ich damals mal so eine alte Tama hatte mit so einem Blechplättchen.
    Auch Kabelmaschinen (Yamaha, Tama) und Umlenkrollensysteme (Tama) hatte ich schon unter dem ein oder anderen Fuß.
    Fazit: praktisch für Auftritte (außer Kabel) völlig egal.
    Daheim, wo man mehr Zeit hat, ständig auf den Fußboden zu schauen und seine Gefühle vom rechten zum linken Fußzeh und wieder rückwärts zu fühlen, wo man evtl. mit einem Mikrofon quietschende Fußmaschinen, knarzende Schrauben, fallende Stöcke besser wahrnimmt, da würde ich weiter auf Kette setzen: a) es gibt sie überall, b) sie ist recht unproblematisch (jedenfalls ab einer anständigen Qualitätsstufe).
    Konstruktionsbedingt hat ein Plättchen nur zwei Schwachpunkte: oben, unten und in der Mitte: oben und unten besteht die Gefahr des Ausleierns und späteren Klapperns. Das ist bei einer Kette auf viele Teile verteilt und daher mechanisch günstiger. In der Mitte könnte es bei Torsionen irgendwann zum Bruch kommen, bei Kunststoff auch bei allzu viel Lichteinwirkung. Zugegeben, da muss man schon viel an der Sonne und unterwegs sein, aber auch da ist eine Kette flexibler und haltbarer.
    Bänder sind noch flexibler, allerdings durch die Neigung, im Ruhezustand nicht ganz so deutlich zu fallen, wie eine Kette oder gar eine Platte, geringfügig träger im Anklang und je nach Material evtl. auch im Abgang etwas dehnfähiger oder sogar starrer. Je nach Material ist dann auch die Resistenz gegenüber Sonne und Schere zu beachten, wenn das relevant sein sollte. Ich würde auch da eher auf Industriestandard setzen (Kette).


    Kabelsysteme neigen durch den langen Weg deutlich indirekter, teilweise sogar verzögert, zu funktionieren, das muss man sich gut überlegen, ob man den Stress will oder braucht.


    Wie gesagt (zum Dritten, weil alle guten Dinge Drei sind): wenn man eine Maschine hat/haben will und nicht so ganz genau weiß, was man will/braucht: immer Kette ohne Gedöns. Keep it simple. Musik ist wichtiger.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich würde die Metallscheiben drauf lassen und passende Kunstdinger drunter legen, billig und gut.
    Torx-Schrauben ist doch Wahnsinn, da fehlt im Zweifel dann doch der Schlüssel, weil ihn gerade der Nachbar ausgeliehen hat, um seine Kaffeemaschine zu reparieren.
    Und Verbastelung macht den Wiederverkaufspreis kaputt.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    zum Dessert:

    zum Thema Kondensator-Mikrofone: ich vermute mal das Brauner und Neumann Mics bei dir nicht als Billigware durchgehen, aber wo ziehst du nach unten hin die Grenze (Preis, Fertigungsort)?


    Billigkondensatoren sind für mich diese kratzigen Plastikdinger. Die sind für den Anfang gut, aber im Gehör keine Erleuchtung. Angenehm wird es in der Tat mit NT5/OctavaMK012, wobei letztere auch nicht sicher ist, da gibt es wohl verschiedene Varianten. Das wäre für mich im Kondensatorenbereich für Ohren, die Hören der Einstieg, damit würde ich arbeiten. Alles andere (auch etwas Opus 83 fand ich zu kratzig unausgewogen) finde ich unausgewogen. Ansonsten geht es bei etwa 350 Euro los, da gibt es schöne Mikrofone mit Echt-(!)-Kondensator-Technik und die Sonne geht dann bei etwa 900 Euro auf. Danach wird es orgiastisch.
    Leider wird das Thema OH immer vernebelt, denn die Kosten will keiner ausgeben, also kapriziert man sich auf weniger wichtige, dafür umso erschwinglichere Komponenten (Tom-Mikrofone, da kann man fast alles hin hängen zur Not), so sehen dann auch die üblichen Kofferlösungen aus: Prestige-Toms, Billig-OH und Hauptsache mit Koffer (der manchmal wertiger als der komplette Inhalt erscheint, ok, ein klein bisschen übertrieben, aber gar nicht so wirklich viel).


    OH mit H4, aber nicht R16: ok, das H4 kann man leichter an die Decke hängen, aber das R16 hat eben auch zwei eingebaut und ist dank Plastik leicht, wenn man die Optik mag, kann man es sich auch oben hin hängen.
    Ich persönlich würde in beiden Fällen von OH absehen und das Stichwort "ambient" wählen, die Überkopf-Mikrofonierung ist vor allem bei Auftritten sinnvoll, wo man eben oben Platz hat, vorne aber nicht, weil da irgendwelche Leute herum laufen und dabei auch noch Lärm verursachen. Zuhause ist man da meistens freier. Und wenn man mit einem Gerät alleine arbeiten will muss man ja irgendwie auch die Bass Drum erreichen und die ist ja bekanntlich eher basement (o je, jetzt haben die Analphabeten auch noch ein Argument) als over head.


    Ich würde wie folgt einkaufen:
    1. Aufnahmegerät: da sind zwei Mikrofone eingebaut, damit kann man sofort aufnehmen, es auf den Rechner beamen und dort auch bearbeiten, wenn nötig oder gewünscht. Schneller und einfacher geht es nicht. Dabei kann man schon ausprobieren, wo der Apparat und damit die Mikrofone am schönsten alles aufnehmen (vorne, hinten, oben etc.)
    2. Je nach Erfolg von 1 dann entweder ein bis zwei Allround-Mikrofone für Overhead oder Ambient oder Hi-Hat oder Snare Drum oder ...
    oder - wenn etwas partout unterbelichtet blieb - das Spezial-Mikrofon für die Bass Drum und danach irgendwann das für die Snare Drum kaufen, natürlich mit guten Kabeln und guten Ständern, denn ein Mikrofon, dass sich bewegt oder Finger, die im Galgen hängen oder Kabel, die komisch klingen oder Radio International übertragen, sind keine Freude (alles schon gehabt).
    Und damit kann man ganz gut leben.
    3. würde ich dann über die Mikrofonierung der Toms nachdenken, wenn man nur ein Standard-Set fährt (BD, SD, 3 Toms, HH, ein paar wenige Becken), dann wird man mit sieben bis acht Kanälen gut auskommen. Wer natürlich gerne viel auffährt, kann sich dann erinnern, dass man zwei R16 auch zusammenhängen kann (2 x 8 gleich 16), solche Erweiterungen sind dann durchaus noch möglich.


    Am R16 - wie an allen modernen Geräten - missfällt mir vor allem die Baufälligkeit, Plastik hält nichts aus und ist auch von der Haptik her eher Kinderspielzeug. Im Moment habe ich ein bisschen Probleme mit Wackelkontakten auf zwei Kanälen, das sollte aber technisch lösbar sein und man darf nicht vergessen, dass ich den Apparat lange Zeit nahezu wöchentlich mit dem Fahrrad spazieren gefahren habe und die Stecker immer schön rein und raus kamen. Bei der Speicherung von extrem viel Material und beim Überschreiben kam es auch schon zu komischen Ereignissen, das lässt sich jedoch vermeiden, wenn man gerade nicht die Karte voll macht und dann jede Woche mit neuem Zeug überschreibt. Weiterhin habe ich auch noch ein Update gemacht, es kann sein, dass das inzwischen besser läuft.
    Wenn ich daran denke, dass ein Vier-Spur-Cassettenrecorder, der nur zwei Spuren gleichzeitig aufnimmt, mal 1.000 DM gekostet hat, will ich aber nicht meckern.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    mal von vorne:
    die erste Frage ist, wo soll es hin führen = was ist der Wunsch?


    Professionelle Ebene: wird eine Musikerkarriere angestrebt oder soll es reines Freizeitvergnügen oder irgendetwas (was) dazwischen? Wenn alles offen sein soll, darf man sich nichts verbauen.
    Stilistische Ebene: Klassik, Jazz, Rock?
    Wenn ich Pauker im Orchester werden will oder Besenspieler im Café-Haus oder die Begleitung von [aktuellen Popstar eintragen] oder Superstar oder tingelnder Unterhaltungskapellenmusikant oder auch nur Kellerassel mit Hausmusik, dann habe ich völlig verschiedene Herausforderungen mit meinem Instrumentarium zu bewältigen.
    Budget-Ebene: es wird in jeder Preisklasse etwas angeboten, weil der Preis nach wie vor ein wichtiges und oft entscheidendes Kriterium ist. Dass dabei Qualität und Musikalität unter den Tisch fallen, wird gemeinhin akzeptiert. Für Schlagzeug gibt es keine gesetzlichen Mindestkriterien, es darf also alles verkauft werden, was nicht direkt explodiert. Da würde ich hinsichtlich der zu investierenden Kosten als Allererstes ernsthaft nachdenken und dabei auch den künftigen Lehrer konsultieren. Der wird erahnen, wie hoch der Frust sein kann, wenn man aus dem Unterricht (Schlagzeug - geil!) nach Hause kommt (Schrotthaufen - scheiße!) und dann auch noch üben soll (bäh!). Im Unterricht ein Klavier, zuhause ein Spielzeugkeyboard? Das tut weh. Richtig weh.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich halte nach wie vor nichts von Billigkondensatoren, auch nicht von den eingebauten, aber für Kontrolle finde ich sie ausreichend: hier muss man sich noch ein paar Effekte, die durch Komprimierung entstanden sind, wegdenken. Andererseits waren da nur die eingebauten Dinger im Einsatz und das auch noch am Arsch.


    Grüße
    Jürgen

    Moin,


    erst gab es die alten Pedale, dann kamen neue in Schwarz und weil es modern ist, wurden die Schwarzen Grau. Im Prinzip alles Dasselbe, die Details wurden halt ein bisschen gemacht, damit man sieht oder im Prospekt verkünden kann, dass es neu ist. Mir sagen die glatteren Grauen nicht zu.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    also, falls alle Stricke reißen sollten, hätte ich zur größten Not hier:


    FF1465B, die könnte sogar mit gebrauchter Ambassador-Kombi geliefert werden,
    D 528 (baugleich HLD 588), die wäre aber aus dem Proberaum zu entfernen und müsste neue Felle bekommen (PS3CS/Emperor sind drauf) und am Teppich fehlen zwei Spiralen und der Versand wäre eine Katastrophe.


    Mir erscheint das Projekt recht arbeitsintensiv, um es mal in aller Vorsicht auszudrücken. Da würde ich mich lieber nicht breit schlagen lassen, auch noch die seltene buddhistische Mangan-Trommel 13,5 x 7,3 in Grüntee-Blei dazu zu nehmen oder die 250 Varianten aus dem Hause JB. Aber dagegen habe ich natürlich nichts. :)


    Grüße
    Jürgen

    Morsche,


    ich denke ja immer, dass ich alt bin, aber es gibt Ältere.
    Die Stäbchen-Ständer liefen bei meinem zugegebenermaßen späten Beginn (ca. 17 J.) so langsam aus, die neuen Prospekte setzten schon auf heavy duty.
    Leider waren meine Eltern nicht mehr vorhanden bzw. geizig, deshalb hat es wohl mit dem Friseur nie so richtig geklappt.
    Die Charleston-Maschine wird heute in Frankreich immer noch liebevoll "Charley" genannt.
    In der Schule, wo es eine Big Band gab, zufällig gerade ohne Schlagzeuger, konnte ich dann auch schnell ohne vorher etwas gekonnt zu haben, einsteigen, das
    dort seit Jahren (oder Jahrzehnten) vorhandene Set brachte mir die schlimme Vergangenheit aber schnell ins Gedächtnis:
    Kunststoffpedal, Zug bald gerissen, davor schwergängig, Felle mit Dellen, Becken mit Grünspan, ein Klang wie ein Mülltonnensammelsurium, gruselig.
    Bis dann eins, zwei Jahre später endlich das Performer (mit Paiste 2000/Sabian AA) angeschafft wurde, das war dort die Erleuchtung.
    In der "privaten" Schülerkapelle wurde mein bunter Hund (Sammelsurium aus zusammengekauftem Zeug) dann durch das Superstar ersetzt (und hier sieht man,
    wie langlebig so eine Anschaffung sein kann), das war dann schon mal brauchbar, die Zeit der Aufbauten mit vielen Toms neigte sich gerade dem Ende, manche
    Trommler fuhren diese Parks noch auf, das fand ich immer schön, aber die meisten fuhren dann die kleineren Geräte, dank der aufkommenden Etablierung der
    Doppelfußmaschine (ich kaufte damals das erste Anbauteil von Pearl und konnte somit die Geheimwaffe bereits einsetzen, nach dem Motto nicht schön, aber laut)
    verschwanden dann leider auch die Bass Drums und mit der Zeit hatte jeder so ein Doppelpedal für die Schlüsse der Lieder. Das fand ich doof.
    Die Frisur besorgte mir übrigens meine Stelle für den Zivildienst, da hatte ich einen Fürsprecher, der das gut fand. So änderten sich die Zeiten. Im Studium begegnete
    mir dann ein Mann mit einem Wollkopf wie Robert Plant zu seinen besten Zeiten, der studierte Jura und erzählte, dass er Richter werden wolle. Gut, Frankfurt ist ein
    bisschen anders, aber die Zeiten änderten sich wohl auch da, wenn auch nicht nachhaltig, wenn man sich die Statistiken der Frisuren so ansieht, schließlich geht der
    Trend ja mittlerweile wieder rückwärts, wenn die Überlebenden der Rockgeschichte aus mehr oder weniger notwendigen Gründen wieder häufiger kürzere Trachten
    tragen.


    Der Kaffee muss heute wieder koffeinreich sein ...
    die Idee mit lang-grau und Mutter finde ich gut, schöne Grüße an diese, ich könnte auch mal wieder - äh - ein paar Stöcke gebrauchen, aber vielleicht zahle ich die dann
    doch lieber selbst.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    War der Krösus (Krösus und Söhne oHG) nicht der erste Goldschmied in Pforzheim?

    Hallo,


    ist der Raum grausam genug, klingt auch ein gutes Becken grausam.


    Ich hatte mal das Erlebnis, mein 18er Swish (Zildjian Avedis) direkt neben der Kellerwand (unverkleidet, vielleicht 20 bis 30 cm Abstand) stehen haben zu dürfen.
    Die Bassistin, welche den Schriftzug nicht lesen konnte, meinte ich sollte mir statt des Bleches mal gescheite Becken, Zildjian z. B., besorgen.
    Nun ja, da war ich doch sehr erheitert innerlich (nach außen war ich natürlich schlimm getroffen).


    Auch die 2002er können grausam metallisch klingen, wenn man sie im falschen Raum ungünstig bearbeitet.


    Ein verstimmtes Delite kann auch nicht schlechter als ein verstimmtes Aldi-Gerät klingen, tatsächlich ist es praktisch viel schwieriger, gute Geräte richtig schlecht und schlechte Geräte richtig gut klingen zu lassen. So La-La geht natürlich immer, mit mehr bzw. weniger Aufwand. Ich weiß da ein Lied davon zu singen.


    Aber Klang ist ja höchst subjektiv. Sagte das schon jemand? Egal. Es kann nicht oft genug gesagt werden.
    Wenn man gerade auf dem Trockenen sitzt, der Supermarkt 35 Eier für einen Glenmorangie hinter verschlossenem Glas ohne Aussicht auf einen Keeper of the Key will, der andere Supermarkt nur diesen blöden Glenfiddich hat, dann tut's auch mal ein Chivas Regal vom Kiosk. Jacky-Cola ist mir irgendwie doch zu eklig, da muss man schon krank sein.


    Ja, das mit den Tam-Tams, die Gong heißen, ist irgendwie ein teurer Spaß, selbst für Profis.
    Die gute, alte Zeit, wo die Madeln noch sittsam und die Burschen schneidig waren ...
    das Lenkrad vom orangefarbenen Transporter ersparte die Muckibude und die Ständer standen noch, weil sie keiner tragen konnte.
    Das D-Light als Nachfolger von -light und High-Light führte da in guter Tradition zu den Vorgängern zu allgemeinem Entzücken bei den Anwendern.


    Wenn man kein Geld hat oder ausgeben will, kann man auch ein Force Basic mit PST5 hin stellen und für die gesparte Kohle in Kompressoren investieren, das kommt dem Wunsch vielleicht näher. Vorher natürlich die Wände schön mit Bauschaum verkleiden, damit der Hall weg ist, der wird ja dann von der Maschine hinzu gefügt und Felle natürlich die Blauen von D'Addario, die wissen, wie man Felle macht, wo man die Saiten besser hört. Soll ja nicht heißen, wir wären hier ab vom Thema, nein, es trifft den Nagel im Zentrum des Kopfes, so dass der Schlag direkt zur Spitze durchgeht.


    PS
    Keine Sorge, ich rede mehr wie ich trinke, deshalb ja auch ab 40 %, sonst hat man ja gar keinen Alk mehr im Blut und mit irgendetwas muss man ja die Becken putzen.

    Hallo,


    zunächst zu "Overheads": natürlich sind das die wichtigsten Mikrofone, bei 500 Euro muss man aber nicht lange diskutieren, die vielgerühmten Pärchen kosten alle etwas 300 Euro und dann bleibt nichts mehr übrig.


    Das R-16 hat zwei eingebaute Kondensatoren (ich schreibe das dazu, weil "Kondensator" ein Fetisch ist und nichts mit der Qualität und nur bedingt mit der Anwendung zu tun hat, genauso wie "Großmembran"). Mit meinem 525-System könnte man vier Spuren gleichzeitig aufnehmen, eben ohne Überkopf, aber je nachdem, wo der Apparat stehen soll (und das wäre ja bei H4 auch nicht anders), eben "ambient", was für Solo-Schlagzeug ohne Störgeräusche durchaus genauso gut oder besser sein kann als "over head" (auch so ein Fetisch, vor allem, wenn dann noch die "Recorderman"-Mode dazu kommt).
    Bei meinem System würde dann der Osterhase oder wer auch immer in der Zukunft mit dem Stereopärchen warten, das man dann allerdings (dank acht Anschlüsse) auch anschließen kann. Selbst wenn es Kondensatoren sind, wäre das wegen zwei Spuren Phantomkraft kein Problem. Erst wenn der Kondensatorfetisch sich erweitert, kommt die Phantomfrage wieder auf. Ich selbst komme ganz ohne Kondensatoren aus, nebenbei bemerkt, aber die Fetischisten kaufen ja lieber einen Billig-China-Back-Elektret-Zufallsklang-Kondensator oder ein Plastikteil mit Schadenereigniseinbaurabatt als auf ein solides Dynamisches zu setzen.
    Zum Gerät: ja und ja. Man kann beim R-16 sowohl mit dem Gerät autark arbeiten (bedingt glücklich machend) oder der Einfachheit halber den ganzen Quatsch auf den Rechner beamen (USB heißt das wohl heutzutage) und dort lustig verwursten, das ist eben das Schöne an dem Apparat, er ist eben notfalls auch einfach nur als Schnittstelle nutzbar (mir ist bis heute nicht klar, was das bringen soll, deshalb weiß ich auch nicht wie es geht), kann aber auch ohne Rechnerschleppen funktionieren.
    Nachteil ist Plastik, ich kenne Apparate von früher, die halten heute noch, das moderne Spielzeugplastik sieht hübsch aus, verträgt aber nichts und die Lötstellen scheinen mir auch nicht mit Beton gegossen zu sein (nach ganz viel Stöpseln und Transportieren sind zwei Kanäle zwischenzeitlich nicht mehr sicher verfügbar, da braucht es ein paar Klapse oder irgendwann mal den Lötmeister). Zu dem Preis sehe ich aber kaum Alternativen, reiche Schnittstellengeräte kosten ja kaum weniger und haben auch nicht mehr dabei.
    Klar, die Gitarreneingangfunktion und ein Haufen mehr brauche ich nicht, aber wenn ich mal die Kapelle aufnehmen will oder hier versehentlich mal eine Klampfe finde und die amerikanische Nationalhymne vertonen will, dann habe ich es.


    Ansonsten war ich mal Besitzer eines D 112 und kann über das Gerät nichts Schlechtes sagen, es war für mich in der Praktikabilität ganz weit vorne. Und irgendwie bin ich mir nicht sicher, ob ich den Verkauf nicht doch ein klein wenig bereue. Das SM 57 habe ich (evtl. vielleicht auch eins zu viel oder zu wenig, da muss ich mal nachdenken), das kennt halt jeder (sowohl klanglich wie optisch wie vom Namen her) und damit gibt es keine Diskussionen, das erleichtert das Leben sehr. Auch manche Gitarristen schwören darauf. Es gehört nach wie vor in jeden Standard-Koffer. Das D 112 hat Konkurrenz durch das Beta 52 erhalten, letzteres finde ich aber technisch weniger vielseitig und von der Handhabung her auch weniger gut (krasse Winkel sind schwieriger einzustellen; Klemme ist fest verbunden). Das Audix i5 wurde stark beworben und das hat Erfolg. Ich finde es (wie alles von Audix) klobig und unschön. Als Trommler möchte man ja auch noch etwas von der Trommel sehen (komplexe Aufbauten freuen sich über dezente Schallwandler).


    Es gibt natürlich auch noch ein R-24, wenn jemand mehr Phantom und noch eine Trommelmaschine braucht, kostet aber mehr und nach unten gibt es vielleicht noch einen Haufen Stereo-Diktiergeräte, die aber auch meist auf Stereoaufnahmen ohne große Erweiterung ausgelegt sind, das ist super für den Proberaum (Kontrolle der Probe), aber für Aufnahmen sind die Grenzen schnell erreicht.

    Hallo,


    ich nutze ein R-16 (gleiche Marke), das geht inzwischen Richtung 300 neu.
    Ein D 112 kann man sich vielleicht für 100 schießen, ein SM 57 etwa für 60 bis 70.
    zwei Kabel für 20, ein Halter für 15, ein Tischstativ für 20, das wären so rund 525.
    Das R-16 hat 8 Mikrofoneingänge, das hat noch Potential für Ambitionen in der Zukunft.
    Ist aber alles Plastik.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    der SS 400 sieht zwar inzwischen dem 600er ähnlicher, hat aber den Hebel dennoch nicht, den gibt es aktuelle weiterhin nur beim 600er und der kostet neu auf der Straße über 100.
    Auch früher war der Hebel nicht überall, bei Signature, Phonic, 5000, 3000 etc. durchaus, bei Performer z. B. nicht.


    Ich persönlich setze immer lieber auf erfahrene Hersteller, weil ich einfach glaube, dass die - selbst wenn sie nur am grünen Tisch sitzen - im Zweifel eher wissen, was sie tun.
    Die Kompatibilität wächst auch mit dem Preis und die Qualität, zumindest in langfristiger Sicht auch, da wird sich im Wesentlichen nie etwas ändern. Die Frage ist halt nur, was man will. Komfort, Sicherheit, oberflächliche Schönheit, Schönheit von innen oder einfach so ein Ding, wo man sein Gerät drauf legen kann.


    Grüße
    Jürgen

    Mahlzeit,


    @drummerjoerg:
    Bei Sabian musst ich schmunzeln, weil die ja erst nach dem Classic Rock kamen, etwa genau zu der Zeit, wo ich anfing, mich für Becken zu interessieren. Ich komme ja noch aus der Zeit, wo es Zildjian und Paiste und neuerdings Sabian, für Experten auch Ufip und vielleicht noch Tosco gab, für Anfänger und Gehörgeschädigte Meinl. Die Welt hat sich seitdem ein bisschen verändert, aber nicht so viel, wie man meinen könnte.
    Ein 21er Heavy Ride aus der AA-Serie hatte ich mal und in der Schul-Big-Band hatten wird die Rock Sizzle Hats in 14, da sieht man schon, dass Classic Rock ja nicht automatisch brachial laut sein muss.
    Der Phil Collins war ja wie Chester Thompson mal bei Paiste, die sind beide damals zu Sabian gewechselt. Das taten viele, Sabian galt damals als so etwas wie ein Hybrid aus Zildjian (da meinte man regelmäßig Avedis, wenn man kein Jazzer war, diese dann K) und Paiste (da gab es nennenswert nur 2002, der Rest war für Anfänger, wenn auch gehoben oder Brachiallärmer).
    Ich schwankte damals geschmacksmäßig immer zwischen Avedis, AA und 2002, alles andere war tatsächlich nichts für mich und nur wegen des günstigeren Preises relevant.
    Das 8er und 10er Splash ist klanglich eine Offenbarung, aber mechanisch so dünn, dass ich Angst habe, es zu benutzen (das 8er; das 10er habe ich nicht) und irgendwie finde ich nur ganz wenige Stellen, wo ich das halbwegs brauchbar verwenden könnte. Auch mein 12er Splash (505) findet kaum noch Einsatz.
    Die neuen Alphas finde ich, sind schon etwas grobkörniger und von der Serie eher jungmetalltauglich, die 2002er sind nur in den großen und dicken Größen metalltauglich, die normalen Becken haben nach oben Grenzen, dafür nach unten ein bisschen Luft, aber natürlich auch nur bedingt. Der Lärm damals war noch irgendwie etwas zahmer, vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein. Ein 20er Full Ride der alten Alpha-Serie hatte ich auch mal und war damals sehr zufrieden, heute wäre es mir ein bisschen zu leicht/dezent. Kommt eben immer auf die Hintergrundmusik an (damals Oldies, experimentelles Chanson, Rock/Pop; heute Hard Rock/Metall).
    Im Kino war ich noch nicht, aber zur Not kann ich mir "Es ist immer das selbe Lied" angucken, das habe ich hier.
    Mist. So einen Gong brauche ich noch. Unbedingt. Irgendwann.


    Ach ja, das Delite kann ich hier nehmen und gegen WMF tauschen, Letzteres ist für Metal einfach stimmiger.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Zoom R-16, K & M 21021 plus Stereoschiene, zwei M 201 TG, ein Tischstativ, ein M 88 TG, drei Kabel; evtl. noch ein drittes M 201 TG mit Kabel und MKV 87 und natürlich der DT-100, damit hat das bei mir perfekt funktioniert, übrigens ganz ohne "Recorderman", bei mir war das eher so ORTF/NOS oder so ähnlich. Allerdings habe ich auch nicht die leisesten Snare Drums.

    Hallo,


    bei Stegner und Schmidkonz kann man die Kunststoffscheiben bestellen.
    Ob die hohem Druck stand halten, weiß ich nicht, bei mir wird ja nicht so fest geschraubt.


    Bestimmt kann man auch die Schrauben tauschen, das dürfte aber ein eher teurer Spaß werden.


    Grüße
    Jürgen