Hallo,
wenn es schön klingen soll, muss man jede Woche ein neues Fell aufziehen.
(Dann sind auch die Kosten dafür, das mal eben auszuprobieren, zu vernachlässigen).
Vom Prinzip ist das ja nichts anderes als ein CS-Fell, das ist ja auch nur ein Ambassador mit einem Aufkleber drauf.
Das Kevlar-Ding ist kleiner und dicker und eben nicht Mylar, sondern Kevlar (um bei Remo zu bleiben).
Kevlar klingt nicht so richtig, ist eben eher stabil (und hat ja genau deshalb so viele schöne Einsatzgebiete).
Der Klang wird härter, trockener, das Anschlagsgeräusch dominiert stärker ("klatsch", "plack"), der Ton wird etwas reduziert, das Spektrum auch.
Druck geht wohl kaum verloren, die Durchsetzungskraft des klareren Tons dürfte für die meisten Anwender im Metal-Sektor Vorteile haben, etwas Tiefbass mag vielleicht schwinden, aber den hätte man vorher vielleicht auch nicht gehört, weil er sowieso untergegangen wäre im Umgebungslärm.
"Kick" kommt eigentlich mehr, die gegenteilige Hypothese leuchtet mir nicht ein.
Für mich dient der Fellschutz als Fellschutz und nicht zur Klangverbesserung, deshalb habe ich das Ding auch nur auf dem Gewebefell kleben. An allen richtigen Fellen habe ich ein ausgeschnittenes Viereck aus Restfellverschnitt mit Tesa-Gewebeband (notfalls Gaffa) montiert. Bisher hat noch niemand irgendetwas zu den klanglichen Aspekten mit und ohne ungefragt gesagt (entweder die schwiegen dann vornehm oder sie haben nichts gehört. Ich gehöre zu letzteren, ich habe es nur gehört, weil ich es gesehen habe). Bei einer sowieso schon gedämpften Bass Drum, die auf modern klingend gemünzt ist, würde ich mir sowieso nicht so viel Hirnschmalz aus der Nase ziehen. Vielleicht bin ich auch einfach nur ein alter tauber Ignorant, aber früher war es noch schlimmer ...
Grüße
Jürgen
PS
Richtig negative Auswirkungen hat es, wenn man ohne Fellschutz mit dem keilförmigen Schlegel der Speed Cobra loslegt, da kann dann auch mal der Fellwechsel auf der Bühne stattfinden.