Hallo,
wir sind hier ja nicht in einem amerikanischen Forum, hier dürfen wir gerne unverschlüsselt sprechen.
Ansonsten teile ich aber die Erfahrung mit noVocals hinsichtlich des Effekts von einfachen Gehörschutzsystemen einschließlich Kopfhörer, Schaumstoff, Watte und "Mickey Mouse".
Warum hier die B-20-Türken-Fraktion noch nicht erschienen ist, um zu verlautbaren, dass 2002 ja grausig klingen, ist mir ein Rätsel.
Interessant ist aber, dass ich im ganzen Forum noch niemanden gesehen habe, der ein Delite doof findet.
Was ich aber auch vermisse, ist die Fraktion zum Thema Hydraulics, die hat sich auch sehr zurück gehalten.
Ebenso fehlt mir noch ein klarer Hinweis zur Musik über "Walkman"-Hörer: wenn ich meinen Rechner über die eingebauten Lautsprecher benutze, dann klingt Musik sehr modern (ich würde sogar sagen: extrem schlecht). Wenn ich dann meinen Kopfhörer (Rundfunk-Standard) benutze, dann höre ich plötzlich.
Ein erstaunliches Phänomen.
Ich bin in der Zeit aufgewachsen, wo "HiFi" modern war, man versuchte immer mehr, guten Klang in jedem Haushalt zu etablieren (teilweise auch mit zweifelhaften Auswüchsen vor allem in Ottokraftkutschen). Aber immerhin: das Thema war Verbesserung des Klangs.
Dann kam Techno, dann kam die nächste Generation und es kamen Computer und dann immer mehr Waren aus China. HiFi existiert nur noch bei alten Säcken, ansonsten herrscht der Rechenknecht. Meister Apfel hat dann den mp3-Spieler etabliert, das ist viel Design für noch mehr Geld zu geringem Klang (der "Walkman" der neuen Zeit). Optisch und praktisch natürlich viel Verbesserung, klanglich fragwürdig in Anbetracht der technischen Möglichkeiten. Seitdem hört man mp3. Überall.
Komischerweise klingt das schlechter und vor allem unnatürlicher als eine CD oder auch eine elektronische Aufnahmen mit einem anständigen Format. Beim Komprimieren schon meines bescheidenen Schlagzeugs von wav auf mp3 höre ich das (natürlich mit dem Kopfhörer, nicht irgendwelchen teuer verkauften Billigdrähten mit Lautsprecherkapsel).
Gerade Metallica, aber auch andere moderne Musikanten sind dem Trend gefolgt und produzieren ihre Platten so, dass sie schlecht, teilweise auch extrem schlecht ("Heiliger Ärger") klingen und praktisch am besten über billige mp3-Plastikschrottteile zu empfangen sind. Die Musik tritt dabei in den Hintergrund.
Folglich brauchen wir uns nicht mehr zu wundern, wenn heute noch viel mehr Leute wie früher (auch da gab es schon Diskrepanzen, vor allem in den 1980er Jahren, wo die inzwischen unsäglichen Kinderspielzeugschlagzeuge auf Elektrobasis erfunden wurden) gar keine Ahnung mehr haben, wie ein Instrument in Wahrheit klingt.
Und mit dieser auralen Verarmung werden auch die Fragen nach Stimmung immer mehr, denn wer nichts hört, kann auch nicht stimmen, da helfen die vielen Hilfsinstrumente leider auch nicht.
Als junger Mensch entwickelt sich das Gehör im Hinblick auf die Hörfähigkeit tatsächlich noch (und auch als älterer Mensch, der technisch zwar an Hörfähigkeit verliert, gewinnt man weiter an Erfahrung und dadurch Fähigkeit). Da besteht für die Zukunft immer Hoffnung.
Als ich damals (ich müsste so ungefähr 18 gewesen sein) mein Tama Superstar (das war damals etwas anderes) erworb, fand ich es gar nicht so gut. Oben waren Emperor, unten Ambassador und ich verzierte sie dann mit Tempo (original natürlich; später auch Softis, war modern) und Gaffa. Damals war man damit quasi "Profi". Nur blöde Laien fragten, ob die Trommel "kaputt" wäre.
Später dann änderte sich die Mode und ich wurde eher gefragt, ob ich denn gar keine Dämpfung verwenden würde (zunächst auf Pinstripe, dann Ambassador). Inzwischen finde ich auch meine Trommeln viel besser.
Man sieht: alles kommt. Mit der Zeit.
Grüße
Jürgen