Beiträge von Jürgen K

    Hallo,


    den Begriff "Verschleißartikel" muss man definieren.
    Weit gefasst sind alles Verschleißartikel, denn nach dem Gesetz der Zeit geht alles irgendwann kaputt, spätestens in ein paar Milliarden Jahren.
    Nun sind wir aber nicht im Weltraum, sondern ganz banal auf der Erde und der Begriff kommt ja aus der Wirtschaft, also nicht der Gastwirtschaft (da gibt es wohl tatsächlich nahezu ausschließlich Verschleißartikel im Angebot), sondern dort, wo man "Artikel" verkauft. Die sind je nach Verwendungszweck und Qualität (modern ist es ja, dass dort gespart wird) mit einer gewissen Lebensdauer gesegnet. Bei Instrumenten wird man nach traditioneller Ansicht grundsätzlich eher von langlebigen Produkten ausgehen (von dem Stradidingsbums gibt es ja heute noch Geigen), die zwar altern, aber zumindest dem Grunde nach einsatzfähig bleiben oder sich sogar verbessern oder wenigstens reparabel sind. Sodann gibt es Zubehör bzw. Einzelteile, die naturgemäß nicht langlebig sind, weil sie durch die Abnutzung doch zunehmend leiden. Bei der Violine sind das die Saiten und wohl auch der Bogen. Beim Drum-Set sind das die Stöcke und wohl auch die Felle.
    Die Becken sind selbst Instrumente. Bei ordnungsgemäßer Behandlung sind sie langlebig. Sie werden von seltenen Verarbeitungsmängeln ausschließlich durch falsche Behandlung (Überforcierung, Transportschäden) zerstört. Lässt man die Violine fallen, stößt mit ihr gegen die Probraumwand oder haut mit dem Bogen auf dem Korpus herum, dann geht auch sie kaputt und wird nach der Definition der Unfähigen zum Verschleißartikel.


    Kinners: mehr Demut!
    Ein Becken ist ein Instrument. Habt es lieb, dann hat es auch Euch lieb.


    Und seid ehrlich: wer zerstört, macht etwas falsch.
    Wer Musiker ist, macht Musik, nicht Bronzeschrott.
    Wer natürlich Verschrotter ist, macht alles richtig, wenn jeden Tag eine Zimbel in die Tonne wandert.


    Grüße
    Jürgen


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    mein Set klingt in jedem Raum anders aber immer gut.
    Fast.
    Wenn es mal nicht so ist (und nur dann), dann verbessere ich die Situation.
    Bislang war das auch mal Nachstimmen, meistens ist es aber ein Handtuch in die Bass Drum.
    Solange sich niemand beschwert, gibt es keinen Handlungsbedarf und bei mir beschwert sich keiner.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich finde bei beiden Varianten alles ein bisschen in der Mitte wie hintereinander statt nebeneinander, bei Y finde ich die Blechbläser natürlicher und das Schlagzeug lauter und präsenter, aber tatsächlich etwas arg breit. Wegen dem bei X doch recht scharfen Blech (und auch dem extrem lauten Saxofon) finde ich Y auf jeden Fall besser.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    slo77y: das klingt ja, wie wenn ich nach einem Dram zu viel über ein Elektrogerät stolpere. Förschderlisch.

    Moin,


    ich finde, dass ein Starclassic Maple so ein bisschen wie ein Delite klingt und ein altes Superstar so in etwa wie ein altes Phonic.
    Ob chinesische Birke wie skandinavische Birke, chinesischer Ahorn wie italienischer wie nordamerikanischer, Bubinga wie Bubinga, Mahagoni wie Mahagoni (und am Ende noch wie Philippine Mahagony) klingt, das wage ich sehr zu bezweifeln. Und Acryl ist auch nicht gleich Acryl, wenn man mal sieht, was führende Plexiglashersteller so alles im Programm haben.
    Manche Mapexe klangen oder klingen blöd, manche richtig gut.


    Grüße
    Jürgen

    Moin,


    endlich (nach sieben Jahren) sagt es mal jemand.


    Ich bin dann suboptimal:


    0 bis 20 min Single Strokes zum Aufwärmen für Kalte Füße
    0 bis 60 min Hausaufgaben (ist immer furchtbar, aber ich werde sonst übelst geschimpft :) ;) )
    0 bis 30 min Zeug, um in der Kapelle anzugeben oder wenigstens den Verein zusammen halten zu können


    Das ist kein Spaß, das ist Therapie.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ganz offensichtlich geht es hier nicht um das völlig vage und unverbindliche Nachdenken, sondern schon das planmäßige und tätige Nachdenken im Sinne von bestimmtem Vorsatz oder gar Absicht und auch der Einleitung des Versuchs.


    Dank heutiger Gepflogenheiten im Fernabsatzverkehr kommt es häufiger vor, dass Kaufbelege ohne Ware existieren.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ein Starclassic Maple habe ich schon mehrfach gehört und spiele es auch gelegentlich.
    Es ist eines der besten Sets, die ich je gehört habe.


    Bubinga kenne ich nur als Außen- bzw. Innenfurnier von Sonor.


    Ich könnte es leider nur kurz testen bzw. hab kaum auf den Klang der Sets geachtet, da ich da es mir da um Becken ging, die ich testen wollte.

    Wahrscheinlich geht es hier vielen so oder so ähnlich.


    Grüße
    Jürgen

    Mahlzeit,


    man hört also doch einen unterschied


    Zitat

    jeder kleinste Unterschied


    Zitat

    halbes Zoll an Tiefe


    Zitat

    14x6 oder 14x7


    Zitat

    14x7 oder 14x8


    Zitat

    3 Holzlagen


    Zitat

    GUTER Ahorn


    Ich finde, Apollinaris schmeckt quellfrisch.
    Vittel hat einen erdigen Abgang. Rosbacher erinnert im Mittelgang an eine Blumenwiese im Frühling und Gerolsteiner ist scharf-frisch.


    Ein guter Kessel hat eine Lage Kupfer und wurde drei mal behämmert. Dann schmeckt die Suppe einfach köstlich, egal ob Maggi oder Knorr.


    Grüße
    Jürgen

    Moin,


    es gibt im Prinzip drei Stufen:


    1. Einsteiger-Maschinen (deutlich unter 100 Euro), dazu zähle ich namentlich auch "Basix", die haben den Einstieg ja auch schon im Namen und heißen daher heute etwas besser.
    Diese Maschinen funktionieren zunächst und bekommen dann diverse Krankheiten bis zum Totalausfall.


    2. (rund 100 Euro) Arbeitspferde. Das sind die meisten Markenmaschinen (Marke=traditionelle Marke, also Pearl, Tama, Sonor, Yamaha, dw wohl auch, evtl. noch ein paar andere, die aber keine große Marktbedeutung haben), die nicht zu wenig (Einstiegsmodell) und nicht zu viel (Luxusmodell) kosten. Mit denen kann man sehr lange glücklich sein, wenn man keine besonderen, sondern nur normale Anforderungen hat. Insbesondere als empfehlenswert gelten da ältere und neuere Tama, Pearl und Yamaha.


    3. Luxusmaschinen (ab 200 Euro). Diese haben besondere Merkmale, die man meistens nicht braucht. Meine Iron Cobra gehört dazu, auch diverse Modelle von dw, die Top-Maschinen von Sonor, Yamaha etc. ebenfalls. Wenn man die Maschine schräg stellen will, sie keine oder nur zwei Beine haben darf ..., dann ist das interessant.


    Um Kategorie 1 mache ich einen großen Bogen. Mit 2 und 3 kann ich gut arbeiten.
    Mangelnde Einstellmöglichkeiten (etwa der Federspannung) gibt es nur bei 1 und da auch nur bei den besonders unten angesetzten Modellen.
    Das Wichtigste ist immer: man selbst muss sich wohlfühlen. Alles andere nutzt (einem selbst jedenfalls) nichts.


    Grüße
    Jürgen

    GERADE bei Snares lässt sich jeder kleinste Unterschied raushören. Ob das ein halbes Zoll an Tiefe ist, oder 3 Holzlagen.


    Hallo,


    gerade solche Leute wie Du vermisse ich in den zahlreichen Vergleichstest-Freds immer.
    Mach' doch bitte das nächste mal mit, dann wird das Ergebnis wenigstens von einem Lichtstrahl geprägt.


    Es gibt Unterschiede. Aber sie sind so gering, dass die meisten Leute sie in vielen Situationen nicht mehr hören oder wenigstens nicht eindeutig zuordnen könnnen.


    Mir schmeckt mein Getränk übrigens jeden Tag anders. Bei ein und demselben Musikstück kann ich an dem einen Tag begeistert, am anderen entgeistert sein.
    Man darf die Wahrnehmung nicht als eine einfache Sache auffassen, sie ist erstaunlich kompliziert.
    Auch die Selbstwahrnehmung ist nicht immer realistisch, ein ganz normales Phänomen.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Hier bitte mal mitmachen, der Meister.

    Hallo,


    ich würde die Frage mir selbst beantworten, indem ich bei meinem Händler einfach mal andere und neue Maschinen antrete.
    Gegebenenfalls kann man seine alte ja mitbringen und dann sogar direkt vergleichen.


    Ansonsten ist das dann so, wie wenn ich sage, dass mein Kaffee komisch schmeckt, ob ich mal einen neuen kochen soll.
    Kann auch keiner beantworten, der nicht dabei ist und wenigstens mal die Nase in die Tasse gesteckt hat.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Ich spiele die Hi-Hats mit Händen und Füßen, aber ich mache das auch schon länger und habe das damals auch im Fernsehen und später auf Konzerten gesehen, wobei ich damals auch viele sah, die ganz oft die Hi-Hats mit dem Fuß geschlossen hielten, kommt aber immer auf die Kapelle und vor allem den Trommler an (macht der eine mehr so, der andere mehr so).

    Mahlzeit,


    auf Holz gehören Naturfelle


    Endlich sagt mal einer die bittere Wahrheit: wer auf Plaste haut, klingt auch so!


    Wäre der Kessel nur Fellhalter, dann könnte man ihn tatsächlich weg lassen


    Ganz so radikal würde ich es nicht ausdrücken wollen, aber meine RotoToms klingen auch ohne Kessel ganz gut, ich kenne sogar ein paar Leute, die mögen sie richtig.


    könnte man meiner Überzeugung nach ebenso gut in ein Geschäft gehen, dort testen, welches Drumkit eben dieses gewisse Etwas für einen selbst hat

    Da bin ich ja großer Fan von, aber manche Leute diskutieren lieber theoretisch und vergessen dabei meistens, dass der Klang, den sie beschreiben, doch einen anderen Grund hat (siehe oben: Plastikfelle! Igitt!)


    Eine Doktorarbeit hätte wahrscheinlich den richtig Umfang.


    Vielleicht schreiben ein paar Chinesen mal so etwas, bezahlt von der Marketing-Abteilung von Tsching-Bau-Au, veröffentlich von Dr. dr. Charly-T. van de Bonne-Montagne oder einer ähnlichen Konifere.


    Ich versuche in der Praxis meine Toms so zu schrauben, dass sie unfallfrei klingen. Dass dann zufällig alle Toms in sich optimal klingen, wenn sie zueinander in der Gruppe passen, halte ich für statistisch eher unmöglich, um mal die Wahrscheinlichkeit zu bemühen.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Abgesehen davon, dass man mit hochwertigen und teuren Instrumenten ganz praktisch im Allgemeinen statistisch weniger Stress hat, finde ich auch, dass die meisten davon etwas besser klingen als so Arbeitspferd oder gar Einsteiger-Möhren. Gerade auf dem Gebraucht- und Retro-Markt und natürlich im Marketingbereich der Wunderheiler gibt es natürlich erstaunliche Ausnahmen.


    PPS
    Ich habe hier übrigens zwei (fast) identische Kleine Trommeln, eine mit Metall- und eine mit Holzkessel. Solange ich die sehe, kann ich die prima unterscheiden. Wer auf Aufnahmen oder live die Dinger auseinanderhalten kann, möge sich bei mir melden.


    PPPS
    Ich habe auch eine Free Floating. Wenn jemand stimmen kann und ein paar passende Kessel (14 x 5) hat, kann die gerne mal vorbei bringen, das wird ein Heidenspaß, wie dann hinterher die Experten die Dinger dann auseinander halten werden.
    Wenn man sich länger mit dem Instrument beschäftigt, einen super Raum hat und auch extremere Stimmungen ausprobiert, dann werden die Unterschiede schon deutlicher, aber in der täglichen Praxis des Musizierens an Orten, wo Menschen schwitzen und trinken, sollte man ruhig mal Fünfe gerade sein lassen. Auch im Studio von Metallica sieht man ja, wie toll so ein tolles Instrument klingen kann, wenn man nur lange genug herumschraubt.

    Hallo,


    bei den Gitarristen gibt es noch mehr Esoteriker wie bei den Trommlern.


    Plastik ist als Werkstoff für einen stabilen Kessel zu teuer. Entweder es ist zu weich oder es ist zu rissanfällig. Oder eben sauteuer.
    Acryl gibt es ja erstaunlicherweise auch nicht billiger als Sperrholz, jedenfalls halten sich die Preise der Anbieter auf ähnlichem Niveau.


    vorausgesetzt es ist so gestimmt, dass die erzeugten Schwingungen die des kessels entsprechen


    Dann mal viel Spaß beim Stimmen!
    Ist ja wohl eher theoretisch.

    Kessel Schwingungen bremst und den Ton dumpfer klingen lässt


    Korrekt. Deshalb fahren ja viele so auf die ach so bassigen dünnen Kessel ab, die eigentlich nur die Obertöne wegfressen durch ihr Gewackel.


    Professionelle Hersteller halten sich in Foren meist zurück.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich persönlich mache meine Handsätze abhängig davon, was ich wo vorher und nacher spiele und wie es klingen soll und wie ich es kann.


    Den isolierten Takt betrachtet ist die einfachste und effektivste Variante:


    RLR-R-RLRLR-R-RL.


    Doppelschläge würde ich nicht machen, das versaut den Klang.
    Komplett alternierend führt zur Kreuzung, jedenfalls gegen Ende, ich mag das nicht.


    Grüße
    Jürgen

    Moin,


    der John(y B.) Good(e) hat damals auch gemeint, dass für diejenigen, die sich zwischen 22 und 24 nicht eintscheiden können, es auch etwas geben müsste.


    Tatsache ist, dass kein Mensch eine 21er braucht, die summiert die Nachteile von 20 und 22. Wenn schon, dann 21,25, das ist die goldene Mitte und hat mehr Potential.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Für mich dann bitte noch einen Schoppen!

    Hallo,


    Furniere nimmt man wegen des Preises und anderer Gründe allerdings nur als Außenlage für die Optik.


    Ein professionell gefertigter Sperrholzkessel ist ziemlich stabil, früher war das mal ein Marketing-Argument.
    Heute fertigt man lieber etwas instabilere Kessel, angeblich wegen des Klangs (das stimmt auch teilweise; mir kommt es aber so vor, als wären dünne Kessel auch billiger in der Fertigung).


    Und natürlich muss auch jeder Hersteller sehen, dass er brauchbare Waren zu vernünftigen Preisen bekommt. Wenn ich auf 6 mm kommen will, hängt das eben auch davon ab, was auf dem Markt so angeboten wird, was dann im Ergebnis 6 mm werden. Dass die dünneren Scheiben da billiger wären (in der Summe jedenfalls), das würde ich so pauschal/global auch nicht unterschreiben wollen.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    meine Probleme sind: Langeweile, Koordination, Effektivität.


    So.
    Natürlich ist es prima, auch ganz ohne Stockkontrolle einfach mal 40 Rudiments erst oben und dann unten durchzunudeln.
    Und ja, es bringt etwas.


    Nur: wird mir das nicht irgendwann zu doof?
    Und wenn doch nicht: spiele ich dann immer entweder oder oben oder unten oder wie bringe ich das zusammen?
    Hilft mir da ein Buch für oben oder auch für unten alleine weiter?


    Tja, und dann kommt die Musik, ganz naheliegend die nächste Probe: was mache ich dann mit dem Triple Ratamacue (oben wie unten geübt bis 250 bpm, man muss ja auf der Überholspur fahren)?


    Mich persönlich überzeugen Konzepte mehr, die zeigen, was man tatsächlich einsetzen kann.
    Jedenfalls als Hobbymusikant hat man einfach nicht die Zeit, jede erdenkliche Kombination durchzuturnen, da müssen diejenigen ran, welche auch auf der Bühne dann abgefeuert werden können.


    Ok, ich bin ehrlich: ich sehe Üben auch als Meditation, da kann man auch mal zur reinen Selbstbefriedigung Unfug machen, aber man darf die Praxis nicht vergessen und auf die kommt es an, dort gibt es Hitze, Schweiß, Publikum, Groupies ..., das ware Leben eben.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    Delites habe ich schon gehört und gesehen, das waren unter anderem die besten Eimer, die mir so begegnet sind.
    2002 habe ich selbst und das mit gutem Grund.


    Ich habe zusätzlich ganz vernünftige Ohren und auch mit den Jahren etwas Erfahrung gewonnen, wie ein Set in dem ein oder anderen Raum mit dem ein oder anderen Gehörschutz, den ein oder anderen Fellen, der ein oder anderen Stimmung klingt.


    Was ich definitiv nicht im Besitz habe, sind Walkman-Kopfhörer und Baugehörschutz. Mir reicht da der DT-100. Und damit höre ich (jedenfalls) immer noch, ob die Bude sauschlecht oder saugut ist.


    Die Ausgangssituation hier deutet auf warmes Wetter, bösen Humor oder einfach mangelhaftes Gehör und Erfahrung hin.


    Grüße
    Jürgen