Hallo,
den Begriff "Verschleißartikel" muss man definieren.
Weit gefasst sind alles Verschleißartikel, denn nach dem Gesetz der Zeit geht alles irgendwann kaputt, spätestens in ein paar Milliarden Jahren.
Nun sind wir aber nicht im Weltraum, sondern ganz banal auf der Erde und der Begriff kommt ja aus der Wirtschaft, also nicht der Gastwirtschaft (da gibt es wohl tatsächlich nahezu ausschließlich Verschleißartikel im Angebot), sondern dort, wo man "Artikel" verkauft. Die sind je nach Verwendungszweck und Qualität (modern ist es ja, dass dort gespart wird) mit einer gewissen Lebensdauer gesegnet. Bei Instrumenten wird man nach traditioneller Ansicht grundsätzlich eher von langlebigen Produkten ausgehen (von dem Stradidingsbums gibt es ja heute noch Geigen), die zwar altern, aber zumindest dem Grunde nach einsatzfähig bleiben oder sich sogar verbessern oder wenigstens reparabel sind. Sodann gibt es Zubehör bzw. Einzelteile, die naturgemäß nicht langlebig sind, weil sie durch die Abnutzung doch zunehmend leiden. Bei der Violine sind das die Saiten und wohl auch der Bogen. Beim Drum-Set sind das die Stöcke und wohl auch die Felle.
Die Becken sind selbst Instrumente. Bei ordnungsgemäßer Behandlung sind sie langlebig. Sie werden von seltenen Verarbeitungsmängeln ausschließlich durch falsche Behandlung (Überforcierung, Transportschäden) zerstört. Lässt man die Violine fallen, stößt mit ihr gegen die Probraumwand oder haut mit dem Bogen auf dem Korpus herum, dann geht auch sie kaputt und wird nach der Definition der Unfähigen zum Verschleißartikel.
Kinners: mehr Demut!
Ein Becken ist ein Instrument. Habt es lieb, dann hat es auch Euch lieb.
Und seid ehrlich: wer zerstört, macht etwas falsch.
Wer Musiker ist, macht Musik, nicht Bronzeschrott.
Wer natürlich Verschrotter ist, macht alles richtig, wenn jeden Tag eine Zimbel in die Tonne wandert.
Grüße
Jürgen
Grüße
Jürgen