Hallo,
so eine Disko spielt ja offenbar normalerweise nicht so "kreative Musik", sonst müssten die ja nichts an die GEMA zahlen.
Zahlen müssten sie nach der neuen Idee 10 % vom Eintrittspreis, wobei man von einem Besucher je Quadratmeter ausgeht.
Wenn dann die Disko den Eintrittspreis um etwa 11 bis 12 % erhöht, kann man das zahlen, ohne Einbußen zu haben, es sei
denn, es kämen deswegen weniger Leute.
Wahrscheinlich wird die Erhöhung ja zunächst mal niedriger ausfallen, alles andere ist tarifpolitisches Säbelgerassel.
Letztendlich ist es aber relativ normal, dass die Preise steigen, Betriebskosten steigen auch sonst jedes Jahr, bei solchen
Gebühren fällt das nur so auf, weil es eben nicht jedes Jahr ist, sondern alle Jubeljahre.
Eigentlich sind Diskotheken sowieso schon tot, weil das Rauchverbot haben sie doch alle nicht überlebt oder wie war das damals?
In der Tat ist es so, dass Live-Musik (mit GEMA, also "unkreativ") gegenüber Dosenmusik (mit GEMA, also auch "unkreativ") von
den Gebühren her teurer ist. Dafür bezahlt man den DJ meist besser als die Musikanten.
Bei "kreativer" Musik (also ohne GEMA) fällt so oder so nichts an außer einem Stück Papier, das man sowieso abgeschickt hätte.
Wenn die Diskotheken demnächst nur noch ehrenamtliche DJs beschäftigen, die ausschließlich gema-freie Musik abspielen,
dann wäre das für alle ein Gewinn.
Jedenfalls aus kreativer Sicht.
Grüße
Jürgen