also ich liebe mein großes Set, wo alles da ist, was ich brauche
da gibt es sowas wie feine Ghost Notes einfach nichtmehr. Da wird nurnoch gehämmert!
Hallo,
ob man große Sets mag oder nicht, ist reine Geschmackssache.
Wo man kreativ sein will, ebenfalls.
Behauptungen dahingehend, dass ein bestimmtes Set zu mehr oder weniger Kreativität führt, halte ich nur ansatzweise für richtig.
Richtig ist, dass man sich leicht von beeindruckenden Burgen beeindrucken lässt und dann doof da sitzt. Für dieses Problem hilft schnell: die Verkleinerung. Mittelfristig hilft aber die Beschäftigung mit den Möglichkeiten und wenn man mal so weit ist, sich nicht mehr beeindrucken zu lassen, dann kann man auch sehen, wo die Trommel hängt. Dass da nur noch gehämmert würde und ghost notes nicht gingen, halte ich für Unfug.
Es mag Beispiele geben, die solchen Erkenntnissen Vorschub leisten, es gibt aber auch Gegenbeispiele und wir wollen uns ja eher an die Könner als an die Möchtegerns halten, oder?
Und was "sexy" ist und auf was man am ehesten verzichten kann, sollte vielleicht doch eher an der Musik festgemacht werden als an Dogmen wie "braucht kein Mensch" oder "ohne geht nicht".
Wenn ich mit meiner Kapelle morgen einen Auftritt hätte, würde ich überlegen, was ich dafür in der konkreten Situation für mein und der anderen Seelenglück einsetzen wollte und könnte. Es ist nicht auszuschließen, dass dabei dann das ein oder andere Poser-Teil hingestellt würde, aber dogmatisch auf x zu verzichten, weil das bäh ist oder y unbedingt hinzustellen, weil man das so macht, das ist für mich der falsche Ansatz.
Im Proberaum, wo meine Spaßburg steht, muss ich ja nicht die Triangel und den Jam Block oder die Fahhradklingel in jedem Lied einsetzen. Ich kann es aber und das gibt mir letztendlich mehr Freiheit als bei Bedarf notgedrungen auf dem vorhandenen Zeug das nachahmen zu wollen, was durchaus zu Übezwecken Sinn machen kann, aber nicht muss, denn manche Dinge kann man ersetzen, andere nicht und da kommt es wieder auf die Musik an.
Grüße
Jürgen