Hallo,
ich persönlich trete nicht ins Fell und lasse da auch nichts liegen.
Ich nagele auch nicht mit der Ferse, auch nicht in der Fantasie (jedenfalls im Hinblick auf unsere Kunst hier).
Mit der ersten Methode hat man den Vorteil, dass Fell, Schlegel und Schlegelschaft sowie Feder, Trittplatte und der ganze Rest stärker verschleißen, was man teilweise nicht bemerkt, und der Ton schön abgewürgt wird, was dann eben auch schön gewürgt klingt. Ich mag das nicht. Eine Trommel soll leben. Man kann das an netten Menschen in der Umgebung ausprobieren: anschlagen bringt schöne Geräusche, durchschlagen bringt Krankenhaus. Der eine ist Musiker, der andere Verbrecher.
Und genagelt wird nicht im Proberaum, da herrscht Anstand und Sitte.
Ob man so oder so spielt, sollte kein allgemeines Dogma sein, ich halte es da wie kride20: man sollte alles können und da einsetzen, wo es musikalisch Sinn macht. Ein Lied mit 60 bpm, wo die Bass Drum ein Mal im Takt zärtlich angeschlagen wird, werde ich nicht High Heel spielen und Double Bass Drums auf Vollgas schaffe ich mit der unten schnarchenden Ferse einfach nicht (nebenbei ist Vollgas bei meinem Modell - älteres Baujahr, viel Ladefläche, Diesel mit Vorglühen - ja etwas anderes als bei einem spritzigen Sportwagen).
Lustig finde ich auch zwischen High und Down zu wechseln, das ist dynamisch und macht Spaß, die Jugend von heute (also die, die in der Presse steht) fällt dann aber vom Hocker (habe ich mir hörensagen lassen).
Grüße
Jürgen