Hallo,
Einschreiben müssen nicht immer so amtlich aussehen. Wer davon abhängig ist, Ware zugeschickt zu bekommen, ist gewohnt, Pakete zu empfangen und diese auch zu quittieren -schliesslich sind die Sendungen ja heute alle versichert, und quasi Einschreiben. Da kann man also ein Einschreiben in Form eines Paketes zustellen, das schöpft nicht so schnell verdacht wie ein amtlich aussehender gelber Brief o.ä. Durch solche Tricks kann man nicht nur viel Altpapier los werden, sondern gleich Abmahnungen und rechtsgültige Gerichtsurteile etc. zustellen lassen.
Aha. Wieder was gelernt.
Ich dachte immer, Einschreiben wären auch gar nicht amtlich und wären auch gar nicht im gelben Umschlag, aber gut, was soll's.
Bist Du tatsächlich die Stefanie? 
Dann kann ich meine nächste Bewerbung ja vom Gerichtsvollzieher zustellen lassen.
Ja, das kannst auch Du, wobei ich Dir natürlich nicht zu nahe treten will, aber theoretisch jedenfalls.
Und nein, die Gerichtsvollzieher arbeiten nicht bei der Deutschen Post. Andere Zusteller im Übrigen auch nicht und ich selbst, der auch schon zugestellt hat, auch nicht (wenn man mal von sechs Wochen vor langer Zeit absieht).
Das mit den 100 % generell ist ja schön, nur: was nutzt mir das, wenn ich es im konkreten (speziellen) Fall nicht nachweisen kann und es möglicherweise just in diesem Falle sogar gar nicht geschehen ist.
Aus dem Nähkästchen: wenn man sich so die Sorgfalt, die mancher Absender an den Tag legt und auch diejenige von dem ein oder anderen Post-Mitarbeiter, dann ist man eher verwundert, dass so viel reibungslos funktioniert.
Wenn A von B Geld oder was auch immer will, das mittels Brief (Einschreiben) mitteilt, dann muss im Zweifel vor Gericht A den Zugang nachweisen. Ob der A dann den geringen (um nicht zu sagen: lächerlichen) Schadensersatz von dem Zusteller C einholen kann, nutzt ihm jedenfalls im Verfahren gegen B nichts.
Das kann aber jeder handhaben, wie er will, die Erfolgsaussichten in einem Gerichtsverfahren sind aber nach meiner Erfahrung höher, wenn man nicht auf Leute wie ChiliGonzales hört.
Grüße
Jürgen