Hallo,
unsere Trommeln sind aus Sperrholz.
Wie Holz klingt, ist eine Sache.
Wie Ahorn (Birke, Buche etc.) ist eine andere Sache.
Wie der kanadische Bergahorn und der chinesische Ahorn klingen, ist wieder eine andere Sache.
Wie der Ahorn aus dem Mount McLeaf und der aus dem Mount McMaple klingen, ist wieder eine andere.
Wie der Ahorn von dem Baum rechts und der von dem Baum links klingen, ist wieder eine andere Sache.
Dann hat der Baum ja auch noch oben und unten und außen und innen und irgendwie sieht er da jedes Mal anders aus und klingt auch anders.
Dann kommen Röstaromen vom Sägen, Luft vom Trocken, Zeit des Trocknens usw. dazu.
Schließlich kommt großzügig Leim drauf, den keiner kennt (außer ein paar wenigen, die sich mit Leim beschäftigen), dann kommt noch einer, der die Lagen in die Presse befördert, was man ja auch akkurat und weniger akkurat machen kann, dann kann man noch kalt und heiß pressen und schließlich gibt es noch Dicke, Länge, Breite, Tiefe, Höhe, Gratung,
dann schraubt man da noch Gummi und Metall drauf (die ja auch sonstwo her kommen) und dann kann man fest und weniger fest schrauben und schließlich gibt es noch Plastikfolie, Holzprügel und Prügelknabe nebst Prügelkeller oder Waldbühne usw. usf.
Wer da noch wissen will, wie Ahorn klingt, der ist entweder ahnungslos, verblendet oder Hellseher.
Meine Trommeln klingen jede Woche anders.
Grüße
Jürgen
PS
Mit meiner Bude hat man früher von Jazz bis Hard Rock alles gespielt. Es gibt Gerüchte, dass auch Metall damit gespielt worden sein soll.
Es ist ein Ammenmärchen, dass bestimmte Holzarten für bestimmte Musikarten besonders geeignet sein sollen. Und deutsche Buche ist auch nicht immer dasselbe.
Bei Wein kommt ja auch keiner auf die Idee, dass der von diesem Jahr genauso schmeckt wie der vom letzten Jahr. Merkwürdig.