Beiträge von Jürgen K

    Hallo,


    ein Fell produziert am meisten Nachklang (sustain), wenn es neu ist. Wenn es alt ist, klingt es nur noch kurz.
    Das Anschlagsgeräusch (attack) ist bei klaren Fellen stärker.


    Am schnellsten kann man auf einem hoch gestimmten Fell spielen. Das erreicht man leicht mit dem Einsatz eines oder zwei spezieller Schlüssel, welche meist ein Innenvierkant besitzen und im Fachhandel erhältlich sind.
    Wenn man es allerdings übertreibt, dann kann man gar nicht mehr spielen: nach Schnell kommt Aus.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    unsere Trommeln sind aus Sperrholz.


    Wie Holz klingt, ist eine Sache.
    Wie Ahorn (Birke, Buche etc.) ist eine andere Sache.
    Wie der kanadische Bergahorn und der chinesische Ahorn klingen, ist wieder eine andere Sache.
    Wie der Ahorn aus dem Mount McLeaf und der aus dem Mount McMaple klingen, ist wieder eine andere.
    Wie der Ahorn von dem Baum rechts und der von dem Baum links klingen, ist wieder eine andere Sache.
    Dann hat der Baum ja auch noch oben und unten und außen und innen und irgendwie sieht er da jedes Mal anders aus und klingt auch anders.
    Dann kommen Röstaromen vom Sägen, Luft vom Trocken, Zeit des Trocknens usw. dazu.
    Schließlich kommt großzügig Leim drauf, den keiner kennt (außer ein paar wenigen, die sich mit Leim beschäftigen), dann kommt noch einer, der die Lagen in die Presse befördert, was man ja auch akkurat und weniger akkurat machen kann, dann kann man noch kalt und heiß pressen und schließlich gibt es noch Dicke, Länge, Breite, Tiefe, Höhe, Gratung,
    dann schraubt man da noch Gummi und Metall drauf (die ja auch sonstwo her kommen) und dann kann man fest und weniger fest schrauben und schließlich gibt es noch Plastikfolie, Holzprügel und Prügelknabe nebst Prügelkeller oder Waldbühne usw. usf.


    Wer da noch wissen will, wie Ahorn klingt, der ist entweder ahnungslos, verblendet oder Hellseher.


    Meine Trommeln klingen jede Woche anders.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Mit meiner Bude hat man früher von Jazz bis Hard Rock alles gespielt. Es gibt Gerüchte, dass auch Metall damit gespielt worden sein soll.
    Es ist ein Ammenmärchen, dass bestimmte Holzarten für bestimmte Musikarten besonders geeignet sein sollen. Und deutsche Buche ist auch nicht immer dasselbe.
    Bei Wein kommt ja auch keiner auf die Idee, dass der von diesem Jahr genauso schmeckt wie der vom letzten Jahr. Merkwürdig.

    Hallo,


    die Sache mit dem Vorschlag ist ja nun geklärt.


    Zur eigentlichen Frage sehe ich es a) so, dass die Noten mir etwas eigenwillig erscheinen, b) die DrumHeads das anders ausnotiert hat und c) ich das damals und heute anders gespielt habe bzw. spiele. Ich finde es für einen Anfänger durchaus anspruchsvoll, in dem Affentempo ordentlich zu spielen, jedenfalls dann, wenn man die Arbeit der Bass Drum etwas verstärkt. So wie es in der DrumHeads notiert ist, kann ich das nur an ausgeschlafenen Tagen (und die sind selten bzw. liegen in der Zukunft) spielen.


    Bei dieser Notation ist zwar viel Wert auf die Dynamik gelegt worden, welches Becken wie zum Einsatz kommt, erscheint mir jedoch ein wenig verschwiegen geraten zu sein. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass im Original auf der Aufnahme die Bass Drum nicht so kriminell simplifiziert stattfand.


    Ich meine aber, man darf sich das selbst so zurecht schustern, dass es auf die eigenen Bedürfnisse passt.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    das Problem ist bekannt.
    Diverse Marken (dw und Pearl meines Wissens) haben inzwischen obere Beckenhalter (neudeutsch: clutches), bei denen unten die Schraube mit einer Vierkantschraube fixiert wird. Einfach mal den Händler besuchen, da kann man die Schrauben unten ansehen und befühlen, da merkt man dann schon, was besser hält, was schlechter hält und was garantiert hält.


    Das Becken auf dem Foto sieht aus, als wäre es nicht in Ordnung. Ist das Bild verzerrt?
    Im Übrigen fehlt da oben auch die Kontermutter. Ist die Maschine unvollständig?


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    Preisliste für Demoaufnahmen:


    Bedienungspersonal musikalisch: 500 Euro/Tag
    Bedienungspersonal technisch: 499 Euro/Tag
    Abnutzungspauschale Felle: 49,94 Euro/Tag
    Abnutzungspauschale Becken: 38,96 Euro/Tag
    Eintritt Haus: je Person einmalig: 11,11 Euro
    Kaffeepauschale Band: 150,00 Euro
    Abnutzungspauschale Teppichboden: 18,54 Euro
    Toilettenbenutzung: bis 5 Minuten: 1,05 Euro, 5 bis 30 Minuten: 1,49 Euro, ab 30 Minuten: nach Rechnung der örtlichen Feuerwehr
    Atmen der Aufnahmeraumluft: je eingeatmetem Kubikmeter: 8,95 Euro.


    Da habe ich bestimmt noch was vergessen.


    Sicherlich wären dann noch die Leistungen der restlichen Kapelle zu bewerten, aber das gibt einen neuen 8-cm-Ordner ...


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Jepp, Krieg der Gartenzwerge, Scheidung, Erbe, alles diesselbe Scheiße

    Zitat

    vielleicht fahrlässig in eine Psychose gestürzt?


    Hallo,


    leicht, grob oder bewusst?
    Das würde ich den Betroffenen fragen und vielleicht auch nach einem Gutachten seines Gastroenterologen.
    Nur so zur groben Information, damit man den Tarif besser nachrechnen kann.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Die Cola ohne Zucker ist aber eklig, da sind doch zugelassene Masthilfsmittel drin?

    Hallo,


    Verdienstausfall wegen entgangenen Erfolgs im Studio aufgrund eines bekannten aber (angeblich) unfähigen Mitarbeiters?
    Klingt richtig gut. Das verwende ich demnächst im wahren Leben.


    Ich würde die Burschen ...


    [Der hier eigentlich vorgesehene Text wurde aus Jugendschutzgründen von der freiwilligen Selbstkontrolle des Jürgen K-Krisenmanagements vor der Entstehung bereits entfernt.]


    ... verklagen.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Ich bin immer im Recht und ich habe Rechtsschutz und einen Rechtsanwalt treibe ich notfalls auch noch auf und dann geht es zum königlich-..., ähm, Leibgericht.

    Hallo,


    vielleicht wurde das Video ja auch im Laden gedreht und da stand gerade nur das da.
    Würde auch die Handy-Cam erklären und den Verkäufer der erst flüchtet und dann bemerkt, dass er noch etwas vergessen hat.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    "Gliediator" klingt einfach knorke.
    Oder auch nicht.


    PPS
    Sind das über 200 Sachen?
    Vielleicht geht ja auch der Tacho falsch.
    Wenn ich noch mitspielen kann, dann muss es langsamer sein.


    PPPS
    Kann der Specki sich mal anziehen.
    Ich finde das ein bisschen halbgar.
    Entweder full monty oder anständig. Das ist mehr so, um Teenager zu erschrecken.

    Hallo,


    Mikrofon 3 cm hinter das Schlagfell direkt hinter dem Aufschlagpunkt des Schlegels,
    ein Stück altes Fell von außen auf die Aurtreffstelle mit Gaffa festkleben,
    Holzklöppel verwenden,
    ordentlich reintreten, so dass die Bude wackelt.


    Wenn es jetzt immer noch nicht genügend klickt, anderes Mikrofon verwenden oder Abhörlautsprecher nebst Ohren prüfen.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Das D 112 verträgt den Lärm.

    Hallo,


    1. für alle, die keinen Stress wollen: einfach dem Veranstalter brav einen Zettel geben, wo jedes Lied mit Namen des Liedes und der Autoren (Text und Musik) genannt ist, gerne mit einem Hinweis, dass die Herrschaften keine Mitglieder des Vereins GEMA sind und gut ist.


    2. für alle, die gerne mal ein Problem hätten: klagen.
    Wer das nicht will oder gar Angst hat, zu verlieren, siehe 1.


    Beweiswürdigung ist ein Thema für sich und in der Laiensphäre völlig falsch verstanden. Es gibt keinen Beweis, jedenfalls keinen, wie es sich der Laie vorstellt. Streng genommen geht es in unserem Recht immer nur um mehr oder weniger wahrscheinliche Indizizien. Und auf diesem Wege gelangt man zum Beweis des ersten Anscheins, den es deshalb gibt, damit Rechteinhaber überhaupt ihre Rechte wahrnehmen (lassen) können. Im Prinzip und meiner Meinung nach sinnvollerweise hätte der Gesetzgeber die Sache regeln können und dann wäre Ruhe. So mussten die Gerichte eben das lückenhafte Gesetz interpretieren.
    Wenn man das alles nachlesen will, dann kann man es tun. Leider sind solche Texte fast immer etwas länger und daher nicht forentauglich. Verstehen tut sie meist auch niemand, weil man ja doch die Vorschriften nicht nachliest.


    Urheberrechtlich geschützt ist jedes Werk. Aber nicht für jedes Werk nimmt der Verein GEMA, der keine Behörde ist, die Rechte des Urhebers war. Nur Urheber, die auch Mitglied sind, werden vertreten. Der Rest muss sich selber darum kümmern, wenn es ihm nicht passt, dass seine mit Herzblut und Schweiß komponierten meisterlichen Lieder von jeder Schnapsdrossel verunstaltet überall dargeboten werden.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    an den Evans-Enthusiasten: auch bei meinen Fellen kann ich die Dämpfung selbst bestimmen. In drei von vier Bass Drums habe ich auch kein Material in der Trommel und zweieinhalb davon sind nicht mit Evans ausgestattet. Ich finde das auch sehr praktisch und billiger ist es bei mir allemal.
    Anstatt des Evans Bass Drum Schutzes habe ich den Jürgen K Custom Schutz drauf, der hält länger (10 mil Mylar), kann ich nur empfehlen. (Vielleicht verkaufe ich den bald, ein paar alte Felle habe ich ja noch ...).


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    den Klang der Konserve erreicht man mit jedem Fell.


    Ich kaufe die Felle, die mir am besten gefallen.
    Wenn Schwarz die Farbe des Geschmacks ist, dann würde ich mich nicht abhalten lassen, dass aufzuziehen.


    Die Fellwahl wird überschätzt. Dicke und doppellagige sowie beschichtete Felle klingen in der Regel dumpfer als einlagige und durchsichtige. Schwarze sind meist auch ein bisschen dumpfer.
    Emperor ist doppellagig (2 x 7). Pinstripe ist dasselbe, aber am Rand zusammengeklebt, also noch dumpfer.
    Von Evans gibt es noch die Hydraulics (traditionell in Blau, modern auch schwarz), das sind quasi Emperor mit ein bisschen Öl dazwischen, das dämpft gewaltig und war früher die Spitze der Dumpfheit. Remo-User mussten ihre Pinstripes mit Papiertaschentuch und Gaffa Tape abkleben.
    Alte Kameraden legten kurz vor dem Wirtschaftswunder auch gerne mal eine warme Decke auf die Trommel, da erübrigte sich die Fellwahl, denn das war dumpf.


    Was auch gut ist: einfach den Raum dämpfen, dann klingt auch alles dumpf.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    wenn man sich die Mühe macht, die Vorschrift mal zu lesen, dann erübrigt sich die ein oder andere Diskussion.
    (Oder in kurz: ein Blick ins Gesetz erspart viel Geschwätz)


    Zitat

    § 13b Pflichten des Veranstalters
    (1) Veranstalter von öffentlichen Wiedergaben urheberrechtlich geschützter Werke haben vor der Veranstaltung die Einwilligung der Verwertungsgesellschaft einzuholen, welche die Nutzungsrechte an diesen Werken wahrnimmt.
    (2) Nach der Veranstaltung hat der Veranstalter der Verwertungsgesellschaft eine Aufstellung über die bei der Veranstaltung benutzten Werke zu übersenden. Dies gilt nicht für die Wiedergabe eines Werkes mittels Tonträger, für Wiedergaben von Funksendungen eines Werkes und für Veranstaltungen, auf denen in der Regel nicht geschützte oder nur unwesentlich bearbeitete Werke der Musik aufgeführt werden.
    (3) ...


    Grüße
    Jürgen


    Edith hat mal den Fehler beseitigt, den das müde malträtierte diminuierte Gehirn gemacht hat. Fett von Edith.

    Hallo,


    nein, ein Gesetz gibt es nicht.
    Es gibt jedoch eine Beweiswürdigung in Gerichtsverfahren und es gibt den Beweis des ersten Anscheins (prima facie - für die Lateiner).
    Wenn jemand öffentlich Musik macht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass dabei Werke des gemeldeten Repertoires der praktisch einzigen Verwertungsgesellschaft diesbezüglich Verwendung fand. Um diese hohe Wahrscheinlichkeit, welche in unserem Recht oft ausreicht (sonst gäbe es ja keine Strafgefangenen) auszuhebeln, füllt man brav ein Zettelchen aus und reicht es ein, dann sieht die Welt schon wieder anders aus. Dass die faktische Beweislastumkehr nicht ganz unumstritten ist, mag ja sein, wer da mal ein paar Instanzen durcharbeiten will, kann es ja tun.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    da bei der Meldung die tatsächlich aufgeführten Werke zu verzeichnen sind, gebietet die Logik, das hinterher zu tun.
    Natürlich kann man es vorbereiten, wenn man schon weiß, was man spielen wird.


    Bewusst falsche Angaben, um Gebühren zu sparen, halte ich für keine gute Idee, genau genommen warne ich davor dringend.
    Der Staatsanwalt hat auch so schon genug zu tun und die Gefängnisse haben ja auch nicht mehr so viele unbelegte Zimmer frei.
    Vom Starverteidigerhonorar wollen wir mal gar nicht sprechen.


    Grüße
    Jürgen