Beiträge von Jürgen K

    Hallo,


    also ich würde ... das ganz anders machen.


    Ansonsten: mehr ist mehr. Gerade kleine Trommeln haben wenig Volumen und das merkt man auch. Ich würde 14" x 10" nehmen. Oder 18" x 16"(17"? 18"? 19?). Oder 24" x 18". Oder all das, bevor ich an so eine Mundharmonika denken würde. Was will man damit machen?


    Wenn es wirklich nur um 7" oder 8" geht: das ist egal. Das eine fördert geringfügig mehr die dunklen Seiten des Soprans, das andere ist halt ein bisschen luftiger. Letztendlich wird es die Stimmung heraus- oder herein- reißen. Wenn dann noch die Spiralen der Kleinen angeregt werden, hat man endgültig Spaß.

    Ich würde den Unfug lassen.


    Grüße

    Jürgen


    Edith meint, das 14er Standeimer ein Verbrechen sind und man ganz ergonomisch seine Geräte ja auch rechts und links stellen kann, dann muss man sich nicht so weit umdrehen.

    Guten Abend,


    ich würde da ganz locker bleiben.

    Aber das hängt halt auch von der Musik ab. Manche Musik ist locker und verträgt etwas Abwechslung, andere Musik ist extrem konservativ und verlangt absolute Anpassung.

    Entdecke die Möglichkeiten.

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    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    früher habe ich so alle halbe Jahre mal das Fell auf der Kleinen gelyncht, heute hält das ewig und ich spiele das so lange, wie es tragbar ist.

    Bei den anderen Trommeln verwende ich auch recht alte Felle. Bei mancher Musik kommt es darauf tatsächlich nicht an, ein gutes Schlagzeug mit guten alten Fellen klingt im Zweifel besser als ein mittelmäßiges Gerät mit frischen Fellen, was sich andauernd verstimmt und auch noch gedämpft werden muss.


    Was ich nicht (mehr) mache, ist "zentrieren". Meine Trommeln sind rund, die Felle auch, da gibt es nichts zu verrunden.

    Was ich auch nicht mache: extrem hoch stimmen. Wenn man das erst mal gemacht hat, ist das Fell schnell ausgeleiert. Dann ist nach unten oft nicht mehr so viel Schönheit möglich. Wenn man extrem tief stimmen will, braucht man frisches Material. Dasselbe gilt, wenn es sehr resonant sein soll.

    Meistens ist man aber froh, wenn es nicht so ewig lange klingt und man braucht es meist auch nicht ultratief, für akustische Musik ist das auch eher ungünstig. Und normale mittlere Klänge (Bass Drums und Tom-Toms eher tief gestimmt, Kleine Trommel mittel) mit nicht zu viel Nachklang und ohne den nervigen harten Anschlag (ich spiele sowieso lieber beschichtete Felle, weil sie weicher im Anschlag klingen) lassen sich prima mit alten Folien bedienen, jedenfalls dann, wenn sie noch nicht durch Stimmorgien verzogen sind. Und natürlich muss das Bedienungspersonal seriös sein. Wer hämmert und Dellen schlägt, der hat natürlich mehrere Probleme.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    aktuell habe ich drei Kapellen, wo es Bekleidungsanweisungen für Auftritte gibt.


    Es gibt Genres, wo das üblich ist und solche, wo es unüblich ist und es gibt natürlich immer Kapellen, die es anders als üblich machen.


    Für mich ist immer die Frage, ob das Gesamtkonzept stimmt. Wegen eines bisschen Stoffs wegen würde ich nicht den Daumen nach irgendwohin halten. Wenn ich eine super Kapelle hätte, die in Schweinchenrosa auftritt, würde ich das auch mitmachen, bei einer Scheiß-Kapelle wohl eher nicht, aber offensichtlich nicht wegen den Klamotten. There's no business like show-business.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    diese "Spielmannszugshaltung" habe ich seinerzeit (als ich jung war und auf dem Dorf vegetierte) auch gesehen beim - genau! - örtlichen Spielmannszug.

    Woran das lag, weiß ich auch nicht.

    Damals war ja das Fernsehen schon erfunden und mit wachsendem Interesse an gewissen Instrumenten fiel mir sehr schnell auf, dass die richtigen Schlagzeuger im Jazz das Stöckchen links durchaus ganz anders hielten und über Klassiker und Rocker wollen wir erst gar nicht sprechen, wobei da ja die alte Garde auch gerne mal altertümliche Haltung annimmt.

    Meine fröhliche Spekulation: irgendeiner hat das mal aus einer Laune heraus so angefangen und man hat sich das gegenseitig (die Vereine veranstalteten ja auch Wettbewerbe und nahmen an diversen Umzügen teil) dann abgeschaut. Der große Vorteil ist: zu laut wird der Ton schon mal nicht. Das freut die Pfeifen.


    Grüße

    Jürgen


    PS

    Der große Nachteil: vernünftig Spielen kann man mit der Haltung allerdings auch nicht.

    Guten Morgen,


    bei Train Beat muss ich immer an Honegger denken, das Lied von der Lok:

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    Dann gäbe es ja noch die alte Aufforderung, den "A"-Zug zu nehmen:

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    Zurück zu den Süßen: die hatten ja nicht nur einen Trommler ...

    aber vorher noch eine wilde Spekulation: ich vermute, dass die Youtube-Trommler sich gegenseitig heimlich beobachten und nebenbei vielleicht ein bisschen zu viel Wayne's World geguckt haben: grooved wie Gruft:

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    Aber noch mal zurück zu den Süßen: einmal mit Schopf:

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    Da wirkt es auch irgendwie, als hätte der zu viele Noten irgendwo gelesen (oder ihm war langweilig).


    Aber zurück zum "Original", hier mit eindrucksvollem Leervideo, wie man "richtig" dazu klatscht:

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    Meine Meinung: Die alten Trommler waren (notgedrungen) vom Jazz beeinflusst. Daher ist die Rock-Musik aus den 1960er Jahren und auch noch bis in die 1970er hinein oftmals ternär oder ternär angehaucht. Was man da auch lernt, ist, dass es nicht nur zwei Dynamiken gibt: laut/leise.

    Eigentlich sollten wir es ohnehin wissen, ein Takt wird ja durch Betonungen definiert, angefangen mit der Eins, die immer einen (homöopathischen) Puls hat.

    Hier haben wir ja, wenn wir das Ding mal aufs Wesentliche herunterrocken die Zwei, die Vier und im zweiten Takt zusätlich die Einleitung zur Vier auf der 3+. Interessanterweise hängt die immer ein bisschen nach hinten. Das kann man tatsächlich mit einem leichten Schlag auf der Bass Drum unterstützen, der muss dann allerdings so hauchzart wie auf der Aufnahme sein. Ist er ernsthaft hörbar, wie ein moderner Rocker da hinlangen würde, wird das Ding versaut. Dasselbe gilt etwas abgemildert mit der 2+ im zweiten Takt. Gelegentlich (eher selten) kann man das auch mal so spielen, macht man es öfter, klingt es scheiße wie mancher Film ist. Man kann das aber auch andeuten, also zart wie die unhörbare Hupe auf der 3+. Dann würde ich da aber keinen Akzent notieren, bestenfalls wenigstens eine Klammer darum machen.


    Für den Anfang würde ich solche Sperenzien aber unterlassen und erst mal den ersten Takt alleine üben, bis der anständig klingt. Dann würde ich mich um die 3+ (auf der Kleinen, nur auf der Kleinen!) im zweiten Takt kümmern.

    Und im dritten Schritt würde ich die vorgezogene Drei (also die 2+) mit der Bass Drum (nur mit der!) einstudieren. Dann ist der Sommer sowieso vorbei und das nächste Lied wird uns dann im Herbst beschäftigen.


    Und immer nur so schnell üben, dass es klingt.

    Alles, was zu schnell ist, ist Punk und Punk ist Junk.


    Grinseköppe kann sich jeder selbst nach Belieben einfügen.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    das mit der Umwelt ist immer so eine Sache.

    Ich blase ja auch nicht alles gewissenlos in die Welt, aber was ist mit den armen Bakterien, die unschuldig in meinem Mund hausen und beim Zähneputzen brutal ermordet werden? Denkt eigentlich jemand an diese armen Seelen?

    Bitte macht ein Lied für sie!


    Aber zurück zur Bühne.

    Natürlich treten wir alle ganz klimafreundlich auf, so ein Schlagzeug braucht ja gar keinen Strom. Hurra!


    Wie? Auto?

    Ach was.


    Grüße

    Jürgen

    mir ist nicht koscher zumute

    Guten Morgen,


    in der ach so geil-digitalen Welt wird stets vergessen, dass der digitus gerne mal etwas in der Hand hat.

    Und beim Thema Fax merkt man auch schnell den Unterschied zwischen noch halbwegs seriös und völlig beliebig. Wenn ich eine Elektropost (e-mail) verschicke, dann kommt die vielleicht an und ob man Antwort bekommt, steht in den Sternen. Das gute alte facsimile dagegen ist eine Fernkopie, die tatsächlich meistens übersandt wird und viel sicherer ist. Deshalb setzen die Rettungsdienste immer noch auf Fax. Wahrscheinlich werden es die Letzten sein.

    Und bei der Flugsicherung gibt es immer noch parallel zu dem ganzen Elektrokram einen Zettel, wo die Daten drauf geschrieben werden, damit man, wenn der Scheiß mal wieder nicht geht, wenigstens noch so eine grobe Orientierung hat.


    Mit Noten ist es doch genauso: immer mehr kommen da die Leute mit diesen Tabletts anmarschiert. Was machen die aber, wenn der Akku gerade mal keine Lust mehr hat. Bei Papier gibt es das nicht, das leuchtet immer.

    Bei diversen Veranstaltungen der Popularmusik benutzt ja auch der ein oder andere diese geilen Klapprechner, was dann auch immer mal wieder zu ungeplanten Bierpausen führt. Gut, dass wenigstens das Bier noch nicht digitalisiert wurde, sonst würden die Besucher auf dem Trockenen warten.


    Man sollte alles dort nutzen, wo es sinnvoll ist.

    Wenn ich in meinem Prospekt meine Lieblinge mit roten Herzchen bemalen kann und anderes dezent mit Edding übertünchen, unbeliebte Seiten einfach ausreißen und beliebte an die Wand nageln, dann ist das eine ganz andere Beziehung wie mit so etwas, das schnell verwischt hinter Glas mal leuchtet und mal hinter dem Schwarz des Bildschirmschoners verschwindet.


    Werbung weiß eigentlich, dass es auf Emotionen ankommt.

    Seit Corona schwafeln viele von echten Begegnungen. Bei der Digitalisierung herrscht immer noch "geiz ist geil" und eigentlich weiß ja jeder wie ungeil das ist.


    Wichtiges kommt nach wie vor auf Papier.

    Es glauben viele nicht, deshalb sind ja Betrüger, die nicht viel investieren, so erfolgreich. Da werden einfach massenhaft E-Mails verschickt: "Ich bin das Gericht, überweise mir schnell X, sonst kommste in den Knast (analog)". Ist natürlich Quatsch, jeder Privatmensch bekommt offizielle Behördenpost natürlich auf Papier, jedenfalls dann, wenn es wirklich wichtig ist.

    Alles, was nicht so wichtig ist (belanglos), kann man getrost digitalisieren. In geraumer Zeit kann es dann sowieso niemand mehr lesen.

    Spuren im Sand.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    1. für einen Anfänger ist das sehr schwierig und ein Fortgeschrittener muss es auch üben.

    2. bei dem Tempo, was letztendlich hinten heraus kommen soll, wird es nicht einfacher.


    Was ist das? Dein Thread heißt ja "was mache ich falsch" und ich stelle einfach mal in den Raum, dass du das "falsche" zur "falschen" Zeit übst.

    Es ist halt immer die Frage, was man vor hat und wo es hin führen soll.

    Unfug ist es jedenfalls nicht (es sei denn, man möchte gewisse Musik, die vielleicht gerade nicht so richtig in Mode ist, so diskreditieren). Aber vielleicht für den Anfang ein bisschen zu schwer.


    Grüße

    Jürgen

    für jeden Unfug zu haben, aber nicht zu jeder Zeit


    Edith meint, dass ich dem Einwand vom Nils teilweise beipflichten sollte.

    Das ganz leichte Hüpfen verhindert, dass es wie eine digitale Maschine klingt, das ist die höhere Kunst der Phrasierung. Davon abgesehen höre ich schon eine zweitaktige Phrase, allerdings würde ich den notierten Akzent im zweiten Takt auf der 2+ als überbetont bewerten wollen.

    Guten Abend,

    Ich les immer: Was macht Ihr, wenn ihr nicht im Forum seid...

    So geht es mir auch.


    Blödeste Antwort: wenn ich nicht in Form bin, gehe ich ins Forum.


    Ernsthaft:

    ich unterscheide Üben daheim, Probe auswärts und Auftritt.

    Grundsätzlich versuche ich bei Konzentrations- oder Konstitutionsschwächen erst mal herunterzufahren: einfacher und klarer spielen.

    Beispiel: Auftritt mit Cover-Band, drei Sets draußen, irgendwann wird ein Set zusätzlich wiederholt, da waren nicht mehr alle Körner da.

    Bei Proben, wo ich schon bin, mache ich das ähnlich.

    Wenn ich zuhause schon merke, dass das nicht mein Tag wird, dann überlege ich durchaus, wie wichtig die Probe für mich und die anderen ist und sage ggf. auch mal ab. Das passiert aktuell wegen der Temperaturen sogar gar nicht so furchtbar selten.

    Daheim habe ich andere Möglichkeiten. Ich kann das Übe-Programm vereinfachen, die Übungen langsamer gestalten, die Ventilatoren anmachen, ein nasses T-Shirt anziehen, Kaffee oder Tee trinken und wenn gar nix geht (bei Übermüdung) auch mal die Sache komplett streichen und siehe oben.


    Meistens ist es aber so, dass wenn ich erst einmal anfange und mich nicht gleich überfordere, dass es dann erstaunlich besser wird.

    Üben ist ja auch Meditation, jedenfalls sollte es das auch sein, finde ich.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,

    Ist nur blöd, wenn er behauptet Song XYZ sei ja vom Schlagzeug her total einfach und ich das ja können muss (er selbst kann kein Schkagzeug spielen). Und ketzens gab es die Situation genau anders rum... da meinte er, dass ein Lied ja sauschwer wäre an den Drums... aber das war jatzt technisch ehr nicht so das Problem für mich. Und wenn ich sage, dass ich es anders empfinde, kann er sich das offensichtlich nicht vorstellen.

    Ein Klassiker.

    Wenn ich auf Krawall gebürstet bin, lasse ich solche Leute auflaufen.

    Ansonsten: bei der nächsten Gelegenheit erzähle ich mal beiläufig was von Kirchentonarten, Hawaii-Stimmung oder dass ja der Gitarrist Dingenskirchen ganz toll nur mit den Fingern spielt, sieht ganz einfach aus ... ;)

    Orchester reproduzieren meist Werke anderer, die komplett notiert und schon häufig aufgeführt wurden. Ein Orchestermusiker hat also so manches schon im Repertoire und kann den Rest mit Noten und Aufnahmen vorbereiten. Das Feintuning kommt dann vom Dirigenten. Nicht zu vergessen, die meisten Stimmen sind mehrfach besetzt.

    Das stimmt teilweise.

    Es gibt auch nagelneue Stücke oder solche, die man nicht kennt und wer lesen kann, hat halt den Vorteil, dass er lesen kann.

    Was ich im Amateurbereich schon an Beispielsaufnahmen gehört habe, lässt mich an vielem zweifeln. Insbesondere am Tempo ...

    Ansonsten: wir sind doch hier im was-doch-gleich-für-ein-Forum? Mehrfache Besetzung, soso ...

    Also bei mir fällt es irgendwie - sagen wir mal: - oft auf, wenn irgendetwas anders ist.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    es ist allgemein so, dass es nichts mehr auf Papier gibt und falls doch, stets in minderer Qualität.

    Das ist inzwischen sogar bei Manufactum so.


    Natürlich ist das traurig.

    Aber der Opa und die Oma sind ja auch tot.


    Es ist einfach der Lauf der Geschichte, dass jeder Tag ein neuer Tag ist und das, was gestern noch gut war, muss heute nicht mehr da sein.

    Andererseits kann man aber auch sehen, dass der Scheiß von gestern auch weg ist und morgen durchaus etwas schönes Neues kommen kann.

    In die Vergangenheit kann man natürlich leichter schauen, man kennt sie ja oder meint, sie zu kennen.

    In die Zukunft zu schauen, ist dann doch eher eine höhere Technik.


    Was mich hinsichtlich Schlagzeug und 1980er Jahre noch mehr missen lässt als die schönen Kataloge sind die schönen Produkte. Teilweise gibt es sie noch, aber an manchen Stellen ist das Gute Geschichte: Galvanik.

    Der Dreck wird global ausgelagert, dann sieht man ihn nicht mehr. Und hierzulande kaufen wir immer mehr Metallschrott. Der Preis ist heiß und letztendlich scheiß genauso wie das Wetter.


    Interessant ist, dass es ja immer wieder kleine Gegenbewegungen gibt, so hört man von "Bullet Journaling" und von "Lettering". Irgendwie scheint ja doch noch Bedarf nach Haptik zu herrschen.


    Und in der Musik werden ja immer noch uralte Weisen aufgeführt, teilweise auf ganz schön alten Instrumenten. Für die gibt es schon lange keinen Katalog mehr, jedenfalls keinen des Herstellers.


    Grüße

    Jürgen


    PS

    Ein Elektrogerät arbeitet bis wie viel °C? Und wann beginnt Prospektpapier von alleine an zu brennen?

    Wollte nur mal fragen, was ich zuerst wässere.

    Guten Abend,


    alles in Silber, passend zur Haarfarbe.


    Weiß jemand, was er mit dem ganzen Krimskrams hintenrum macht?
    Die Deko braucht doch kein Mensch, oder?


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    eine Kapelle ist eine Gemeinschaftsangelegenheit.

    Entscheidend ist, was am Ende heraus kommt. Wie man das erreicht, ist Kunst.

    Wer meint, dass es da feste Regeln gäbe, der versucht sich mit mehr oder weniger kaputten Krücken durchzustolpern.


    Optimal ist, wenn jeder das Lied kennt und auch alleine korrekt spielen kann. Dann kann man sich beim Zusammenspiel auf genau das konzentrieren und muss nicht irgendwem hinterherjagen oder in den Hintern treten. Das klingt nämlich meistens suboptimal.

    Und in der Probe kann man auch mal abbrechen, es macht nicht wirklich Sinn, Fehler durch Weiterspielen einzuüben. Beim Auftritt ist das natürlich eine andere Sache, da muss man versuchen zu kommunizieren, notfalls auch mit dem Holzhammer. Dafür haben wir den ja in der Stocktasche.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    es wird hier gerne mal dezent untergejubelt, was man alles machen könnte ... so rein mathematisch.


    Allerdings - behaupte ich - hat das mit Musik nichts zu tun.

    Der Takt ist nicht gewürfelt, sondern gibt an, wo die Eins ist. Das ist der erste Anhaltspunkt und wenn schon der Schlagzeuger das nicht weiß, dann wollen wir gar nicht wissen, wie so eine Kapelle klingt.

    Die Eins hat immer einen (manchmal auch homöopathischen) Puls. Den spürt man. Ansonsten: üben = viel hören und Takte ermitteln.

    Damit sind so Programme, die sich schon selbst als "irgendeine Stimmung" bezeichnen (anyhow, anywhere, anytime?) natürlich mehr als nur ein bisschen überfordert. Die KI, von der manche gerne erzählen, gibt es in Wahrheit nicht. Computer sind doof und das merkt jeder, der versehentlich mal nach Becken geguggelt hat und jetzt immer Sanitärbedarfsprodukte angepriesen bekommt.


    Der Takt gibt weiterhin an, wie lange es dauert, bis die nächste Eins kommt und welche Zwischenstufen es noch so gibt. Das kann man meist auch anhand der Notation (bitte Partitur lesen, das Schlagzeug alleine spielt ja nicht immer alles mit) mit etwas Übung erkennen. Oft ist es in der Popularmusik aber einfach, wir haben nahezu stets 4/4 und dank amerikanischen Einflusses (eigentlich afrikanischen, aber egal) auch gerne mal interessante Betonungen auf den eigentlich nicht betonten Zählzeiten, was die Sache für den deutschen Marschmusikanten extrem erschwert.


    Fangen wir mal einfach an: Wir werden dich wiegen. Ein schönes Lied, und praktischerweise bis auf das Ende ganz ohne störende sogenannte Melodieinstrumente. Was für ein Takt ist das?

    4/4 wie immer? 2/4? Und wie lange geht so ein Takt: zwei mal bumm-bumm-baff oder nur einmal?

    Wenn man sich mal anhört, was da tatsächlich passiert, dann ist es etwas ganz anderes: Kumpel, du bist ein Knabe, machst einen riesen Lärm, spielst in der Straße, wirst mal eines Tages ein großer Mann werden. Ist das jetzt ein Takt? Oder eine Strophe?

    Ich will gar nicht wissen, was any-irgendwas dazu sagt.


    Beim süßen Zuhause Aladingsda ist es einfacher, da spielen ja sogar Bass und Schlagzeug schön zusammen und man hat eine kleine Phrase, die ganz eindeutig einen Takt darstellt: bumm-bumm-baff - bebumm-bumm-baff. Ja, die Drei wird eingeleitet, während die Eins ganz alleine klar und einsam für sich steht. Und der Gesang respektiert das auch noch damit, dass er da erst mal die Klappe hält, fängt nämlich auf der Zwei an, ja, diese merkwürdige Betonung, die kommt, wo der Marschmusikant sie nie erwartet hätte. Ebenfalls sind ja diverse Sechzehntelfüllsel von Gitarren oder Klavier meist brav so, dass sie enden, ja sogar bewusst ausgebremst, bevor die Eins kommt, das gibt noch mehr Klarheit. Aber so klar wie der blaue Himmel sein mag, für die künstliche Intelligenz ist der zu hoch, viel zu hoch.

    Und das ist gut so.


    Oder kurz gesagt: vergiss Anytune

    Grüße

    Jürgen


    PS

    Wenn Tico T. mit farbigem Blech und dem Plastespecht arbeitet, dann darf man nicht vergessen, dass es da um Stadionbeschallung geht, also mehr so ums Grobe.

    PPS

    Tatsächlich habe ich auch so eine Banane, genau genommen sogar drei, ich spiele ja im Orchester, wo es um die - äh - Feinheiten geht.


    PPPS

    Die Wahrheit ist natürlich, dass ich mich nicht für eine Farbe entscheiden konnte.


    PPPPS

    Die ganze Wahrheit ist, dass diese Holz- und Tempelklotz-substitute einfach genial klingen bei jedem Wetter - jedenfalls für nicht ganz so verwöhnte Ohren.

    Guten Morgen,


    es ist halt die Kunst, den Puls zu finden.

    Findet man ihn nicht, kann man im Musikantenstadl dann schnell mal umkippen, so dass der Arzt kommt.


    Es gibt halt Trommler wie any tune (anyhow, anywhere, anytime?), die nicht so musikalisch sind. Umgekehrt gibt es auch Publikum, das alle Erwartungen von vorurteilsbelasteten Leichtmusikanten auf den Kopf stellt. Ich war mal in einem Konzert, da klatschten die bei einem Lied nicht auf Zwei und Vier. Und nein, auch nicht alle Viertel durch, wobei, das wäre auch gar nicht möglich gewesen, wobei ... so manche Maschine hätte das vielleicht auch nicht erkannt ...


    Grüße

    Jürgen

    Wer stimmt, ist nur zu faul zum Töne suchen


    PS (Edith fragt)

    Hat sich mal jemand vorgestellt, wie man so etwas dirigiert?

    Mahlzeit,


    ich habe meine Felle schon ein paar Jahre drauf, lohnt es sich für mich, jetzt endlich mal was neues billiges drauf zu tun?


    Ansonsten: bei Chinafellen unbedingt auf die Zutatenliste gucken, nicht dass da Allergene drin sind. Ich esse nur vegan-koscher-halal. Also Mylar mit Mayonaise.


    Grüße

    Jürgen


    PS

    Schlechtere Felle als bislang auf dem Markt braucht kein Mensch. Das sorgt nur für noch mehr Plastikmüll.

    Guten Abend,


    die Frage ist immer, was man braucht und was man gerne hätte.

    Dann kommt noch dazu, wie viel Platz und Geld man hat und die grundsätzliche Frage ist wohl, ob man Sammler, Jäger oder Praktiker ist.

    Die Grenzen sind dann natürlich schwimmend.


    Bei der Frage nach der Anzahl der Sets frage ich mich zuerst: was ist ein Set?

    Für mich ist das je nach Lebenslage mal mehr oder weniger leicht abgrenzbar.

    Wenn man das Schlagzeug als Drum-Set auffasst, dann wird man wohl zumindest ein Kernset erkennen können, aber für mich ist ein wichtiges Kriterium, dass wir nicht ein festes Instrument spielen, sondern ein Sammelsurium, das eben durch gewisse Moden so geworden ist, wie es ist und in verschiedenen Musikstilen gibt es da ja nach wie vor teilweise extreme Unterschiede, man schaue sich ein Sinphonie-Orchester an. Aber auch in der sogenannten Popularmusik ist vom Jazz-Trio bis zum Wacken-Auftritt doch das ein oder andere ein bisschen anders.

    Aber man muss es nicht verkomplizieren.


    Als ich anfing, da war "Schlagzeug" für mich ein Drum-Set, das so aussah, wie in Prospekten und im Fernsehen. Also hatten alle Trommen meist die gleiche Farbe und irgendwie war es ja dann doch mehr oder weniger alles dasselbe, halt mal mehr oder mal weniger.

    In der praktischen Anfangsphase war das bei mir damals noch ein Aufbau. Anders als heute, habe ich nicht am Tag X ein Drum-Set gekauft, sondern eine Trommel. Und am Tag Y gab es die Hi-Hat. Tatsächlich hat es dann aber doch nur knappes Jahr gedauert, bis ein "vollständiges" Drum-Set vorhanden war. Das war dann tatsächlich jahrelang mein Set und es gab mal Neuerungen oder Änderungen, aber im Wesentlichen war es die Bude, die auch heute noch die Basis meines Instrumentariums ist.


    Der Trend zum Zweitset kam bei mir mit dem Wiederanfang. Nach einer Pause holte ich die Koffer wieder aus dem Lager und legte mit neuem Konzept los. Dafür brauchte es ein Set zum Üben daheim und eins für unterwegs. So kam es dann nach dem Aufbau eines reinen Übesets schließlich doch zu zwei vollständigen Sets.


    An diesem Konzept hat sich wenig geändert, nur das Zweitset hat sich sehr gewandelt und zwischendurch war immer mal von einem Drittset die Rede, das war aber eigentlich nur eine Variante vom Erst- oder Zweitset in anderem Aufbau bzw. mit anderen Komponenten.


    Aktuell und auch im Laufe der Zeit, gab es immer wieder Bands, die ein eigenes Set im Proberaum hatten. Bei Schul-Big-Band war das schon so und jetzt mit den Akkordeon-Orchestern ist es auch so. Von daher hält sich der Bedarf nach mehr Zeug sehr in Grenzen.


    Ich würde sagen: ich hatte und habe ein Set, das mit der Zeit etwas gewachsen ist und habe vor einiger Zeit ein Zweitset aufgebaut, das tatsächlich komplett verändert wurde. Während das Erstset als Allround-Gerät für Alles dienlich sein soll und muss, soll das Zweitset ein mobiles Gerät für Außendienste sein. Letztendlich würde ich, wenn ich heute null hätte und zwei kaufen müsste, wohl zwei Mal nahezu dasselbe kaufen (für draußen ein bisschen robuster und kompakter, für drinnen ein bisschen schöner und umfangreicher).


    Zur zweiten Frage: ich sage da inzwischen klar: nein.

    Für mich ist es viel wichtiger, sein Gerät zu kennen und zu wissen, wie es reagiert. Nur so kann ich vernünftig spielen.

    Und der Markt ist zwar voll mit vielen Produkten. Das, was man wirklich braucht, ist aber letztendlich überall dasselbe. Es macht daher keinen Sinn, heute einen ähnlichen Beckensatz von P, morgen von Z und übermorgen von S hinzuhängen. Deshalb habe ich mich im Laufe meines Lebens entschieden, wo es für mich am schönsten ist, auch wenn es woanders auch schön ist.


    Da ich in letzter Zeit viel mit verschiedenen Stilrichtungen zu tun habe, bin ich bei den Schlagwerkzeugen wieder deutlich versatiler geworden. Damit erreicht man mit wenig Aufwand (einmal in die Tasche gegriffen) andere Klänge. Aber auch da sind die Grenzen irgendwann erreicht. Wenn man den dünnsten und den dicksten Stock und ein paar dazwischen hat, ist auch mal gut.


    Für mich gibt es noch Wünsche hinsichtlich anderer Instrumente, die sich aber kein Schwein leisten kann und Detailverbesserungen sowie Homogenisierungen insbesondere beim Zweitset.


    Von Sets, die nur für Auftritte gut sein sollen, halte ich nichts. Der Lageraufwand ist immens und letztendlich ist es dann doch ein anderes Set, das man spielt, während man zuvor nicht darauf geprobt hat. Dennoch übe ich daheim auf anderem Gerät wie bei den Proben und Auftritten. Das wäre halt zu viel Aufwand, immer diesselbe Bude jeden Tag irgendwie zu verschieben. Letztlich ist es also auch eine Frage, wieviele LKWs und Tragekräfte man noch an der Hand hat.


    Alles Gelaber ist graue Theorie. Hier die blanke Wahrheit:

    Set 1 - Üben daheim mit einem Haufen Deko drumherum

    Set 2 - Hauptsächlich im Flur herumstehend, weil dienstfrei; nur die Kleine und ein verkleinerter Beckensatz lümmelt noch in Probelager 3, weil da im April mal ein Auftritt war; ansonsten ist der Hocker gut im Haus für alles und nix brauchbar.

    Set 1a - eine Minibude aus 1 getrennt mit ein paar Dekoteilen, die nutzlos herumhingen: Üben und Auftritte mit Orch-1

    Set 3 - die Bude des Vereins (ein fast normales Drum-Set mit halt nur einem Becken, das zweite ist so gruselig, dass ich es ignoriere: Üben und Auftritte mit Orch-2

    Set 4/2a - die Bude des anderen Vereins nebst ein paar Anreicherungen aus meiner Mobilbude, somit ein richtiges Drum-Set: Üben und Auftritte mit Orch-3, allerdings bin ich da in dieser Saison nur "perc", also nix Set

    Für Set 2 müsste ich mir mal (wieder) eine anständige Kapelle suchen. Also dann doch noch was Neues ... irgendwann.


    Grüße

    Jürgen