Good Afternoon,
ich muss mich da mal outen:
1. nicht alles ist Ironie, was so klingt. Tatsächlich fand ich den Prospekt aus den 80ern von Sonor sehr lehrreich. Und in jedem Prospekt einer nicht ganz neuen Gesellschaft, die Trommeln baut und nicht gerade aus China kommt, kann man doch wunderbar lernen, wie die einzelnen Teile auf Englisch heißen. Da ja Deutsch sowieso niemand mehr spricht, ist man da der ungebildeten Konkurrenz schon mal ein paar Meilen voraus.
2. zu den Franzosen habe ich schon das ein oder andere Video gesehen (ich lese manchmal französische Schlagzeugmagazine*, also ich gucke mir die Bilder an und freue mich, dass ich wenigstens die Noten verstehe - wow - Esperanto lebt!) und da heißt die Berta Grosse Caisse, was exakt der (alten) deutschen Bezeichnung entspricht und im Übrigen auch von den Italienern (Gran Cassa) so gehalten wird.
Charley ist in der Tat eine liebevolle Bezeichnung für die Charleston-Maschine bzw. das Charleston-Becken. Allerdings setzt sich auch bei den Franzosen nach und nach die "Ei-Ett" durch.
Die "Caisse Claire" ist in der Tat mal wieder ein Ausrutscher in die Extrawurst. Der Italiener mit seiner Piccolo Cassa ist dann wieder bei uns.
Bei mir heißt jedenfalls die Große Trommel Berta, die Hi-Hat Charley, die Tom-Toms Thomas primus, Thomas' Sekunde, Thomas Terz und Thomas zum Quadrat, die Kleine Trommel werde ich wohl Klara nennen ... und mein cellular phone heißt telefonino.
In der Schule hat man mir wenigstens Noten, die Tonika, den Quintenzirkel und die Grammatik (so in den Grundzügen) beigebracht. Sonst könnte ich ja heute gar nichts ... außer fff.
Grüße
Jürgen
*) Der Mann der Tochter der Oma der Frau, die ... also jedenfalls hat da mal einer gefragt, wieso ich mich für Batterien interessieren würde.
Und noch Einer: wer Hunger hat, könnte im Laden des musikalischen Begehrs ein Stück Holz bekommen.
Sprache ist doch einfach geil.