Hallo,
ich persönlich habe lange hin und her geschwankt hinsichtlich meiner Becken.
Wenn ich zu viel Geld hätte, würde ich mir für jede Anwendung ein komplettes Set lagern, aber das machen noch nicht einmal diejenigen, von denen man es erwarten könnte.
Letztendlich bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass meine Becken alle kombinierbar zu sein haben und relativ flexibel einsetzbar, allerdings ohne Ausläufer in Gefilde, wo ich mich nun wirklich nicht tummeln werde.
Daher würde ich mir ein zusätzliches Becken so kaufen, dass es nicht nur für die geplante Anwendung, sondern eben auch zum Rest passt.
Da ich Deine restlichen Becken nicht kenne, kann ich also auch nicht sagen, was dazu passen würde.
Zum Becken für Big-Band-Jazz:
Big Band und Big Band sind ja auch nicht immer das Gleiche. Ganz grundsätzlich geht man von einer etwas größeren Formation aus, die auch etwas lauter ist als beispielsweise die beliebten kleinen Jazz-Formationen, welche in kleinen Räumen spielen (müssen). Daher sind ganz feine Becken nicht die erste Wahl. Umgekehrt kann man von einem wilden Gehaue in Holzfällermanier wie bei gut verstärkten Starkstrommusikanten auch nicht ausgehen, weshalb besonders dicke Dinger auch nicht im Fokus liegen sollten.
In diesem gemäßigten mittleren Bereich hat eigentlich jeder Hersteller etwas im Angebot. Die Größe ist tatsächlich standardmäßig 22", die Dicke sollte gemäßigt sein, damit es auch lebt. Material ist eine Glaubenssache. Bei den B8-Varianten wird allerdings weniger Geeignetes in diesem Bereich angeboten. Nicht ganz unwichtig sind die Stöcke, damit kann der Charakter eines Beckens gerade in diesem Bereich stark beeinflusst werden. Daher: eigene Stöcke zum Test mitführen. Auch die eigene Spielweise ist alles andere als unbeachtlich. Mancher Könner (das sind diejenigen, welche im Prospekt abgebildet sind) kann auch mit theoretisch ungeeigneten Becken etwas erreichen, einfachere Gemüter (also wir) benötigen schon das Passende.
Konkret:
Ich würde in den anvisierten Laden gehen, mein Anliegen kurz und treffend schildern und dann alle 22er Rides kurz (!) antesten. Alle, die komisch klingen, gehen wieder ins Regal, die geeignet erscheinenden bleiben. Dann würde ich noch ähnliche 18er bis 24er kurz durchprobieren, ob da noch etwas in Frage kommt.
Dann geht es in die zweite Runde. Zum Schluss sollten ein paar wenige geeignete übrig bleiben, da schläft man noch mal eine Nacht drüber und kauft dann nach Farbe, Form, Preis oder was auch immer.
Grüße
Jürgen
PS
Ich ganz persönlich würde allerdings kein neues Becken kaufen, denn ich bilde mir ein, dass ich mit meinen vorhandenen notfalls auch in einer Big Band spielen könnte, also von den Becken her jedenfalls (von Spielvermögen währen da ein paar viele Übungsstunden nötig).