Hallo,
wenn man in seinem Leben nicht mehr vorhat, auf eine Bühne zu gehen (außer Tanz- oder Metallmusik), dann kann man mit Elektronik glücklich werden.
Es ist eben wie Klavier auf dem Synthesizer lernen.
Natürlich ist Stimmen schwierig und es ist auch am Anfang ein bisschen schwierig, so zu klopfen, dass es gut klingt.
Nur: wenn man das nicht am Objekt lernt, dann kann man es auch nicht.
In den 80ern fürchtete man noch, dass es bald nur noch Elektrobuden geben würde. Das Gegenteil ist heute der Fall.
Fast alle Elektrobuden befinden sich in den Spielzimmern von jungen Männern, die nie nach draußen kommen und auf den Bühnen sieht man die Dinger praktisch nie (die berühmten Ausnahmen bestätigen die Regel).
Wer AC/DC auf der Gummischeibe lernt, der wird es am wahren Gerät nicht können.
Wer auf Gummischeiben lernt, wird ein Jazz Ride in seiner klanglichen Vielfalt nicht beherrschen und nicht bedienen können.
Wer sich daran gewöhnt, dass auf Knopfdruck oder Berührung einer Gummischeibe ein Arsenal von Sound entsteht, der beraubt sich der tiefgehenden, alle Sinne betreffenden Erfahrung, was Akustik ist.
Wer immer nur auf Gummi tritt, wird nicht merken, wenn seine Schläge nicht optimal ausgeführt werden, der Sound kommt ja immer, Regler sei dank.
Grüße
Jürgen