Hallo,
jetzt mal zum Spaß: man kann tatsächlich auch ohne Schrägstriche, große "i" und dergleichen schreiben und dabei die weiblichen Formen mitbenutzen, ohne dass es der Lesbarkeit schadet. Ich persönlich finde das angehängte "in" bzw. "innen" übrigens auch nicht emanzipatorisch korrekt, hätten die mich besser mal gefragt damals (Achtung: Lächelchen einfügen, bitte). Besser gelöst ist es im Englischen, wo die Form tatsächlich oft erst einmal neutral ist. Alleine die Unterscheidung in weiblich und männlich ist ja - bis auf Ausnahmen, wo es gerade darauf ankommt - diskriminierend. Für die Artikel gibt es meiner Meinung nach ohnehin keine vernünftige Rechtfertigung, außer vielleicht, Fremdsprachler zu ärgern. Statt "the" für sie, ihn und es müssen unsere Kinder "der, die, das" lernen. Vielleicht mal eine Überlegung für eine Rechtschreibreform. Da ist noch viel Potential. Auch "das" Mädchen und "der" Junge birgt Diskriminierung. Solche Dinge sind tief verwurzelt und deshalb bemerkt man sie gar nicht.
Im Spielwarenbereich ist es besonders extrem. Unisex kommt dann erst bei den Jeans, aber da tragen die Damen entweder Männerhosen oder sie müssen die Knöpfe falsch herum öffnen, was nur den Linkshänderinnen zu Gute kommt.
Ein spannendes Feld. Nicht nur für gut bezahlte Ex-Sozialarbeiter.
Dass wir Buben uns mehr für lärmende Instrumente interessieren, hat ja auch seine gesellschaftspolitischen Gründe.
Gerade als Mann im liberalisierten Patriarchat finde ich es allerdings immer ein bisschen komisch, wenn man bestehende Ungleichheit und Unlogik verteidigt. Das sollten echte Kerle doch nicht nötig haben.
Grüße
Jürgen
Besitzer eines echten Männerschlagzeugs.