Hallo,
mein China hängt schräg. Wenn es laut wird, dann schlage ich nicht unten drauf, wo es recht schnell von Filz usw. gebremst wird, sondern oben. Das möglichst noch in einem Schwung leicht seitlich, so das der Schlag eher den Namen "Streich" (stroke) verdient. Mein altes China kam so sogar ins Rotieren, wenn mal 8tel im Raum standen.
Die Schrauben ziehe ich nur soweit an, dass der Rand des Mittellochs nicht die Hülse überschreiten kann. Ansonsten schwingt bei mir alles. Aus diesem Grund habe ich auch mehrere Crash-Becken, weil ich es nicht leiden kann, in die gegenläufige Schwingbewegung reinzudreschen. Ich halte das alles noch nicht für der Weisheit letzten Schluss, aber ich arbeite daran.
Vom Festziehen halte ich nichts. Crash- und Ride-Becken haben bei mir sogar bis zum oberen Filz einen halben Zentimeter Abstand. Der obere Filz und die Schraube darüber sind daher eher dekorativ oder für den Fall, dass sich die Erde dreht oder das Bedienungspersonal vollkommen ausrastet oder so. Überschwingen gibt es nicht. Es gibt nur Reinhauen an der falschen Stelle (zeitlich und örtlich).
Ich habe bislang genau ein Becken auf der Verlustliste und das hatte nachweislich der Vorbesitzer offensichtlich misshandelt.
Grüße
Jürgen
meist Stöcke 5BN Hickory (15 mm/16"), Rock, Hard Rock, forte, fortissimo
Edith meint, dass Brücken schwingend gelagert werden. Starre brechen.
Und: wer auf dem China reitet, mag mit dem Rand nach oben kein Problem haben. Beim Ancrashen macht es für mich einen Unterschied ob, ich eine Fläche am Rand von etwa einem Millimeter oder weniger oder eben eine breite Krempe von 10 cm bearbeite. Die Lastenverteilung ist dabei extraordinär. Und ein Gewicht auf einen Punkt zu klopfen oder eben flächig zu verteilen, das machen die Füsik-Experten gerne. Ersteres für kaputt, letzteres für Überleben.