Hallo,
Xian01 und matzdrums haben recht.
Grundsätzlich ist erst einmal alles verboten.
Dann gibt es die berühmten Ausnahmen für den persönlichen Gebrauch, Schulen, Kirchen, Wissenschaft usw.,
dann kommt die Erlaubnis der Rechteinhaber und diese liegt bei Radioübertragungen, die sich nicht auf einen ganz kurzen Bericht in den Nachrichten beschränken, vor.
Hammu hat zweifellos keine Ahnung von Recht.
Hinsichtlich Kopierschutz ist das noch ein bisschen neu für die konservative Justiz. Ein Kopierschutz kann unter Umständen auch gegen die Rechte des Musikkonsumenten verstoßen, so dass ich der Ansicht bin, dass die Entfernung zu erlaubten Zwecken mit erlaubten Mitteln (da wird es wohl schwierig) ebenfalls erlaubt ist und ein widersprechendes Kleingedrucktes entsprechend zu interpretieren bzw. unwirksam ist.
Ohne Gewähr bedeutet bei mir, dass ich mich im Zweifel auf § 675 II BGB und die Tatsache berufe, dass kein Beratungsvertrag besteht. Bestünde ein solcher, wären meine Auskünfte mit Gewähr, nämlich der gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistung.
Bei den meisten Ahnungslosen und Ahnenden gilt § 675 II BGB ohnehin im Zweifel.
Im Übrigen hat sich meiner Meinung nach an den Prinzipien des Urheberrechts auch durch die Einführung neuer Medien nichts geändert. Dass im Internet ein rechtsfreier Raum wäre oder hier mehr erlaubt wäre als woanders, ist grundsätzlich ein Gerücht. Tatsache ist lediglich, dass durch massenhaften Datenverkehr eben auch massenhafte Rechtsverstöße entstehen. Das ist aber überall so. Wer am Straßenverkehr teilnimmt und einmal kritisch seine Verstöße notiert, wird danach leichenblass werden. Oder glaubt jemand, dass er als Autofahrer, so wie er heute fährt, in der Fahrprüfung durchgekommen wäre?
Nochmal ganz grundsätzlich: wenn ich ein fremdes geistiges Werk (sone Mucke halt) verwenden will, dann muss mir der "Eigentümer" des geistigen Werkes dies erlauben. Die meisten tun das (ohne dass wir es merken) und verlangen dafür Geld (das merkt dann jeder). So einfach ist das. Wie beim Bäcker. Der verschenkt seine Brötchen ja auch nur selten, selbst wenn sie mancher gerne als Werbemittel ansehen würde.
Grüße,
Jürgen