Hallo,
ah, Sperrholz verkehrt herum und ein bisschen gröber,
kombiniert mit Plattenbauweise - was es alles gibt ...
wird bestimmt hübsch (und teuer).
Grüße
Jürgen
hat rim-shot-Verbot
Hallo,
ah, Sperrholz verkehrt herum und ein bisschen gröber,
kombiniert mit Plattenbauweise - was es alles gibt ...
wird bestimmt hübsch (und teuer).
Grüße
Jürgen
hat rim-shot-Verbot
Hallo,
also ich habe die triefende Ironie des ersten Beitrags erst mal
amüsiert vom Boden gewischt, bevor ich mich des Ernstes der
Lage bewusst geworden bin.
Das Problem bei Süchten jeder Art - und dazu gehören Internet-
Sucht, Trommelsucht, Beckensucht, Sammelsucht (auch unschuldige
Briefmarken gehören dazu), Forensucht, ist, dass sie in einem
gewissen Rahmen als "normal" gelten und ab gewissen Umständen
"krankhaft" deklariert werden.
Tatsächlich sind die Übergänge fließend.
Zwar kann man nicht ein bisschen schwanger sein, aber das ist
ja laut Definition auch keine Krankheit, obwohl die Kostens die
Krankenkasse übernimmt.
Bevor es jetzt weiter in die Krankheitsdefinition geht, sollte
man als Normalbürger mit Spleens durchaus mal etwas Humor
zulassen, auch wenn es schmerzt.
Das tut es natürlich, weil Vieles, was man den lieben langen
Tag so tut, objektiv betrachtet ziemlich sinnlos ist.
Wenn es dann auch noch ans Hobby geht, versteht man
möglicherweise keinen Spaß mehr, ich schließe mich da nicht
aus, ich verstehe manchmal auch keinen Spaß, das gehört
ja dazu.
Andererseits muss man sich doch im Klaren sein, dass man
schon mit der Anmeldung bei einem Forum im Internet seinen
Jagdschein bestellt hat.
Ich bin echt schockiert über manche Reaktionen hier, während
ich sowohl den Startbeitrag als auch die - zugegeben - harte
Analyse der Ausredetechnik bestens nachvollziehen kann,
vielleicht auch deshalb, weil ich mich mit Aussagen, Fakten und
Interpretationen seit Jahren befasse.
Von daher würde ich zu ein paar tiefen Luftholungen raten und
sich durchaus selbstliebend mal fragen, ob es nicht liebenswerte
Eigenschaften sind, wenn man einen an der Schüssel hat.
Wer jetzt sagt, er sei ganz normal, der soll mir mal bitte erklären,
warum er Schlagzeug als Instrument gewählt hat, das, wo man
daheim nicht gescheit üben kann, wo man ständig einen Haufen
Koffer braucht und immer der letzte bei Auf- und Abbau ist, dazu
noch ständig angemeckert wird wegen Lärm und so.
Das tut doch kein Normaler!
Grüße
Jürgen
polymorph pervers und total bescheuert
PS
G. A. S. ist (siehe "S") ein Syndrom und somit keine Krankheit,
Ihr könnt aufatmen oder weinen (denn es gibt keinen Krankenschein
dafür).
Hallo,
Wer lesen kann (Video-Kommentare) ist eindeutig im Vorteil
Ich wusste nicht, dass es "Fans" sind, die bei Youtube ihre Hassbotschaften verbreiten. Wieder was gelernt, danke.
Grüße
Jürgen
Hallo,
das Meinl Raker ist übrigens B8.
Und ähnliche Becken gibt es sogar von Paiste,
böse Zungen behaupten, das wären die Originale dazu.
Grüße
Jürgen
Hallo,
da bin ich wohl in die falsche Tür eingetreten,
ja, ich hatte da auch schon Anwandlungen und habe sie auch immer
mal wieder, aber der richtige Messi sammelt nur und verkauft nix
und bei mir liegt der Fokus jetzt einfach mehr auf der Praxis, da
hat man keine Zeit mehr für sinnloses Zeug, ich muss nach Geigen-
Bögen, Triangel-Stäben, Schellenringen und ähnlichen wichtigen
Dingen Ausschau halten ...
Grüße
Jürgen
Hallöle,
also das mit der Prostitution, das war ich.
Für mich wäre es das.
Ob es aber für andere das auch wäre/ist, kann ich nicht sagen,
insbesondere hier nicht.
Davon abgesehen finde ich es ziemlich verwunderlich, einem Künstler Vorschriften
machen zu wollen und die eigene Meinung als diejenige aller "Fans" darzustellen.
Wurde hier etwa Falsches gefrühstückt?
Die Nilles und jeder andere kann doch machen, was er will und dass es
dem ein oder anderen nicht gefällt, nun ja, damit leben wir doch alle oder
ist hier jemand so mainstream-erfolgreich, dass er gottgleich den Bonham-
Edelstahl-Status hat?
Grüße
Jürgen
Heilige Scheiße!
"Bielefeld" habe ich fast nicht verstanden.
Die Musik hat die Zielgruppe definitiv erreicht, dort muss es genau so sein
und in der Tat spielt Alkohol da eine Rolle, ich sehe das jedes zweite Wochenende,
wenn ich mit der Bahn fahre, da wird zu High Noon schon Jacky-Cola im Plastebecher
als Aperitif gereicht.
Ansonsten kenne ich das mit den damaligen richtig guten Leuten, viele von denen
haben etwas Anständiges gelernt und sind dann auch hochanständig geworden,
selbstverständlich musikfrei.
Wenn man also berühmt werden will: Musik zu Fußball machen, das haben wir jetzt
alle gelernt, ich fange dann schon mal an ...
O Eintracht, du bist so schön, auf der Kommerz-Bank lieg' ich und fröhn'
dem runden Ball getränkt mit Speichel vom Rasen ...
Nee, ich bin da nicht begabt, vielleicht fehlen auch geistige Getränke.
Grüße
Jürgen
Gude Morsche,
sehr schön, ein Thema aus der täglichen Praxis und ein viel zu wenig
Beleuchtetes.
In der Tat höre ich in letzter Zeit bei bzw. vor Bandvorstellungen
immer den oft mehrfach geäußerten Hinweis, dass nichts zu verdienen
ist.
Ich selbst bin ambitionierter Amateur und spiele in verschiedenen
Formationen, aktuell jedoch keiner mit eigenen LIedern.
Als Cover-Band oder eben Big Band oder Orchester kann man noch
"Gagen" bekommen, wobei ich das stets als "Aufwandsentschädigung"
verbucht habe, was realistisch ist.
Als Kapelle mit eigenem Material gibt es zwar Auftrittsmöglichkeiten,
jedoch in der Tat nur in der Selbstausbeutungsvariante, also endorsed
by the Band itself. Als Hobbyist ist das ja auch ok, denn ein Hobby ist
ein Zuschussbetrieb und sonst nix.
In der Tat gibt es bei Hobbyisten mit hohem Niveau und nicht so ganz
bekannten Profis eine Zone, wo Konkurrenz auftritt, da müssen sich
die Hobbyisten halt fragen, wie weit die Selbstausbeutung geht und
die Profis, ob sie nicht doch lieber Gastwirt, DJ, Techniker, Putzkraft
oder was auch immer geworden wären - alles relativ in einem Land,
wo manche sich um den Mindestlohn streiten, andere ohnehin darunter
liegen und auch einige weit ab davon gemütlich Kuchen essen, wenn
das Brot alle ist.
Die Problematik mit dem Lohndumping haben wir ja in vielen Bereichen,
Kultur ist halt nur dann etwas wert, wenn sie die Festhalle voll macht,
in Keller um die Ecke darf man sich beim Wirt bedanken, dass man bei
ihm spielen durfte.
Vielleicht sollte man den Mindestlohn einführen ...
(in der Klassik gibt es ihn)
Grüße
Jürgen
Hallo,
genau diese Problematik hat mich in meiner Anfangszeit auch
reichlich Nerven gekostet.
Mein Set-Up sieht stets ganz normal aus, zu Anfang habe ich
oft mal so und mal so gespielt, ehrlicherweise lag das daran,
dass die linke Hand für schnelles Spielen zu schlecht war,
das ist zwar heute im Prinzip auch noch so, aber die Messlatte
hängt höher und deshalb merkt man es seltener.
Inzwischen habe ich die Hi-Hat-Maschine meist auf Minimaleinstellung.
Bei verschiedenen Hi-Hat-Maschinen ist diese unterschiedlich hoch,
bei sehr niedrigen wird dann die Überkreuzspielweise ziemlich boykottiert,
bei nicht ganz so niedrigen fällt es gar nicht so auf.
Tatsächlich spiele ich häufig auf Fremd-Sets, von daher muss ich sowieso
ein bisschen flexibel sein, aber selbst meine eigenen Bauten unterscheiden
sich etwas, da ist noch Angleichungspotential.
Bei Set I habe ich Hi-Hat auf rund 85 cm Höhe und die Snare Drum auf rund
72 cm, Hocker ist auf ungefähr 48.
Grüße
Jürgen
Gude Morsche,
der Sinn der Aufmachung dieses Freds wird so langsam auch für Menschen
ohne Brille sichtbar, da finde ich die Idee für eine Petition tatsächlich
nachvollziehbar.
Parallel dazu würde ich dann noch ein Kraut-fand-Inge-Projekt anschließen,
womit man alle Roland-Endorser mit einem Gretsch Catalina oder Basix Custom
vertröstet.
Jetzt mal im Ernst:
wenn mir das Video nicht gefällt, sehe ich es halt nicht an.
Es gibt auch Videos von Cesar Zuiderwijk, Ian Paice, Thomas Lang usw., wo
ein Flaggschiff vom Roland vorgestellt, dargestellt oder benutzt wird und ich
mich musikalisch frage, was das soll, aber ich muss es mir nicht ansehen und
ich gönne es dem jeweiligen Besitzer (oder habe halt Mitleid mit ihm), dass
er eins besitzen darf.
Wenn ich ganz ehrlich bin:
wenn Roland klingelte und sagte: hallo Jürgen, sag' mal, du bist doch berühmt
(jedenfalls daheim im Haus) und spiel(te)st auf internationaler Bühne, willste
nicht ein Lied für uns auf dem TED-69 einklopfen und wir lassen es dir dafür
einfach mal da bei dir liegen, würde ich - das traumatisierte Opfer der Elektronik -
da "niet" sagen?
Nö, ich würde mich prostituieren und es machen, denn hinterher hätte ich
ein paar Herdplatten mehr und könnte bei der nächsten Veranstaltung auch
mal einen Handclap abfeuern oder "Radio Gaga" spielen oder einfach mal den
Scheiß in die Kleinanzeigen setzen und anschließend im Schampus baden.
Übrigens: wer sich ein TD-50 nicht leisten kann, muss halt neidisch die
zweite Liga wählen: dann reicht es halt nur für ein SQ1 oder ähnlichem
Sperrholz.
Grüße
Jürgen
PS
Wenn ich was zu sagen hätte, würde die A. N. ihre Becken nicht so doof
ausrichten, aber ich habe da halt nichts zu sagen, die macht einfach, was
sie will, Frechheit!
Hallo,
über die Musik kann man streiten,
die Klänge sind das, was so ein Plasteteil
halt fabriziert. Mit einem echten Schlagzeug
wäre das schöner gewesen,
ich sehe in dem Video nicht, was da jetzt
zwingend oder sinnvoll elektrisch war, was
man akustisch nicht hätte (ich sage es noch
mal:) schöner hinbekommen hätte.
Ich sehe gerade, es gibt einen "drum less track"
dazu, also ist das für all unsere Wohnzimmer-
Trommler gemacht, die daheim halt mal zeigen
wollen, was sie können, da macht das mit dem
Elektro dann tatsächlich etwas Sinn.
Wäre mal interessant, wie es schlechter gespielt
auf Schlagzeug klänge, aber ich habe kein Ei-Thuns
und (Glück gehabt) gerade auch keine Zeit, da
lagen "Robin Hood" und "2012" gerade im Noten-
eingangsfach ...
Grüße
Jürgen
Hallo,
mir geht es da ein bisschen wie bei iconi:
soll der Reifen wirklich fassbauartig werden?
Das hält?
Grüße
Jürgen
vor allem eines wichtig: Zeit um zu üben
Guten Morgen,
in der Tat kommt es darauf an, zusätzlich eben auch den Ort und
dann sollte es auch noch effektiv sein.
Anfangs war das bei mir mal so und mal so, lange Zeit hatte ich nur
ein Set, das stand halt irgendwo und irgendwann hatte ich daheim
mal ein Übeset aus Gummi zusammengestellt, da war auch mal ein
Autoreifen dabei und es taugte auch mal der beteppichte Fußboden
als Pedalersatz, alles ist kein Grund für Nicht-Üben.
Nach einer Schaffenspause ging bei mir dann der Trend zum Zweit-Set
los, ein Übeset daheim, wegen der Lautstärke gibt es Mittel, die
auch angewandt werden, dass die meisten Leute für diesen Zweck
sich mit künstlichen Klängen berauschen, kann ich nicht verstehen,
ich setze auf den Originalklang, natürlich angemessen abgedämpft,
aber eben so, dass man hört, was man da wirklich tut.
Platz ist in der kleinsten Bude, jedenfalls dann, wenn man 4 qm Fläche
hat. Es geht auch weniger, aber ich habe halt alles andere beiseite
geschoben, hier regiert nur das Schloss Superstar.
Deshalb übe ich derzeit jeden Tag ein geplantes Programm aus
Teenager-Traum-Meditation (zum Aufwärmen, Runterkommen und
einfach für das Ego), Hausaufgaben aus dem Nachhilfeunterricht
(nur damit habe ich es geschafft, dass ich mir die Bands aussuchen
kann und nicht umgekehrt (in der Kreisliga) und dann noch, was
so an Details bei den Bands zu üben ist, eventuell auch mal eigene
Kreationen.
Ansonsten gibt es Proben, aktuell zwei mal die Woche für zwei
Kapellen, das wird sich aber hoffentlich bald etwas ändern.
Zu den Sachen für Bands:
in der Tat muss man das auf seine eigenen Fähigkeiten anpassen,
es gibt Sachen, die kann man irgendwann tatsächlich, meistens
muss man aber hinter den Originalen weit zurück stecken.
Im Falle des vermeintlich einfachen Nemo hieße das beispielsweise
für mich zu überprüfen, ob der Übergang von Takt 69 zu 70
wirklich sauber kommt (als Anfänger hätte ich das nicht geschafft
und vermutlich einen Doppelvorschlag daraus vereinfachend gemacht).
Ansonsten würde ich wohl Takte 73 bis 80 sowie 89 bis 96 üben. Wenn
das rund läuft (nach ein bis zwei Wochen) würde ich ein paar Tage
das ganze Stück üben und dann ablegen.
Grüße
Jürgen
PS
Wenn ich das Lied in zwei Wochen spielen sollte, würde ich notfalls
die zu übenden Passagen so vereinfachen, dass ich sie direkt spielen
kann.
PPS
So viel zur Theorie, in der Praxis geht dann sowieso alles schief.
Gude Morsche,
ja, ist nicht so perfekt wie das Original, aber
für nachgemacht, ganz schön nah dran.
Am Anfang stört mich mehr die merkwürdige
Stimmung, hinterher ist es etwas gehetzt
im Solo und ein klein wenig auch in den Strophen,
ansonsten super gemacht, auf dem Niveau hört
man hier selten.
Der Anfang klingt erst mal original, erst der Wecker
bimmelt dann ein bisschen anders hintenraus, vielleicht
war der für die anfängliche Time verantwortlich?
Ich bin beeindruckt.
Grüße
Jürgen
geht dann mal schnell üben ...
Hallo,
das Unterfangen ist nicht ausgegoren.
Aluminium ist zwar leichter (viel leichter) als Eisen,
aber es hat andere Eigenschaften.
Nebenbei ist es teuer.
Dass man hier einfach mal so behauptet, dass Fell
und Kessel den Ton machen und das Hauptgewicht
Deko sein soll, finde ich gewagt.
Tatsächlich entsteht der Klang aufgrund des Gesamt-
objekts.
Das Fell, welches angeregt wird, ist immer am leichtesten
und hier könnte sogar Alu im Spiel sein, auch der anregende
Stock ist leicht.
Alles andere ist mehr oder weniger schwer und das ist auch
gut so.
Aluminiumspannreifen kann ich mir lediglich als Gussware
vorstellen, das wäre schon mal ein Hinweis darauf, dass die
Sache hinterher eine ganz andere wäre.
Grüße
Jürgen
Guten Morgen,
Becken klingen holzig, weil man sie mit Holz anschlägt.
Je nachdem, wie man das macht und mit welchem Holz, ergibt das mit ein und
demselben Instrument völlig unterschiedliche Ergebnisse.
Aber davon wird die Geldbörse nicht leicht genug, deshalb kaufen wir ja für
jeden Klang ein eigenes Becken, das haben wir bei den Elektronikern gelernt,
da können wir dann bei gleichem Input unterschiedliche Outputs erzeugen.
Das passt dann zwar wieder nicht zu der Filosofie, beim "Jazz" immer nur das
kleine Kinderbesteck dabei zu haben, aber so sind halt die modernen Zeiten.
Konkrete Empfehlungen sind immer schwierig, da ja die Sprache oft nicht harmonisch
ist. Man sollte daher immer vom Vorhandenen ausgehen ...
Sabian 18” AA Mini Bell Ride (zu hoch) => offenbar also zu klein oder zu dick (gibt es das auch in größer und dünner ... HH?)
Paiste 18”Flat Ride (zu trocken) => offenbar also Glocke erforderlich (gibt es da auch ein normales Ride?)
Meinl 20” Sand Ride (zu laut) => offenbar zu dick oder zu groß (gibt's das auch in 18"?)
Natürlich haben andere Mütter auch schöne Becken: Zildjian ...
und die vielen Überraschungsprodukte von den Oasen in der Wüste des Bronzeblechs.
Der Weg ist das Ziel.
Grüße
Jürgen
Guten Morgen,
ich kann micht der Lobhudelei nur anschließen, astrein umgesetzt.
Wenn ich meckern will, fällt mir auch nur die Schießbude ein, ich
hätte zwar die richtige Bude gehabt, aber das wohl nicht hinbekommen
oder jedenfalls ganz viel mehr üben müssen.
Grüße
Jürgen
Hallo,
es gibt entweder E-Drums-Unterricht oder Schlagzeugunterricht.
Früher gab es eine Keyboard-Invasion, plötzlich wollten alle "Keyboard" lernen,
zuvor war es die Heimorgel.
Man muss von Anfang an wissen, wohin man will.
Solange es um ein Home-Instrument für die moderne Hausmusik (heutzutage
oft allein) gehen soll, ist das das Eine, wenn es um Musik mit Außenwirkung
auf einem gewissen Niveau gehen soll, ist es das Andere.
Es gibt für alles eine Anwendung, man sollte aber von der eigenen Zielvorstellung
ausgehend die Anwendung wählen und keine faulen Kompromisse machen.
Für mich wären E-Drums tödlich.
Gestern Vorstellung bei Jazz-Big-Band: das wäre ein Spaß gewesen, wenn ich da
mit einem Roland angerückt wäre.
Vorvorgestern Pop/Funk/Soul: auch da wäre der Abend ganz anders verlaufen,
wenn ich statt dem Anfänger-Set, was dort stand (einschließlich leckerer gelber
Becken), einen Roland mitgebracht hätte.
Wenn ich dann erst ans Akkordeon-Orchester denke, wo eben nicht Ufftata, sondern
Klassik, Filmmusik, Musical, Pop, Rock, Jazz auf dem Programm steht nebst lustigen
Dynamikvorschriften in den Vorschriften auf dem Zettel, wo "Drums" oder "Percussion"
drauf steht, dann hätte mich der Dirigent wahrscheinlich standrechtlich viergeteilt,
wenn ich einen Roland angeschleppt hätte.
Wenn man also die großen Werke der Weltliteratur bespielen möchte, kann man das
Elektrozeug vergessen.
Die einzige Ausnahme ist die Boulevard-Veranstaltung Nokia-Nacht der Prom(i)s, wobei
die eben nur einen Roland haben, drumherum dann aber merkwürdigerweise das volle
Akustikbesteck. Die Interpretationen sind da aber immer ein bisschen rustikalisiert,
alles ein buntes Potpourri für die nicht ganz so Audiophilen.
Tatsächlich begegnen mir bei der Musikersuche auch immer wieder Freunde der
E-Drums, eine Band sucht aktuell immer noch, von einer habe ich nichts mehr gehört,
obwohl die schon im Herbst groß raus wollten, eine andere war in Gründung und ist
wohl wieder aufgelöst.
Das Lautstärke-Argument zählt für mich nicht, es ist ein Irrtum, wenn man meint, nur
weilt man daheim keine Kirchenorgel hinstellen kann, dass man auf der Bontempi lernen
sollte.
Genauso würde ich niemandem empfehlen, der Flamenco-Gitarre lernen will, das daheim
und im Unterricht dann mit einer leisen Elektrogitarre mit Kopfhörer zelebrieren möchte.
Wenn es dagegen um Pop ohne Schnörkel gehen soll und die eigenen Ambitionen von vornherein
auf "Hobby" festgezimmert sind, dazu die Hörgewohnheiten eine gewisse Toleranz aufweisen,
dann kann man auch mit E-Drums glücklich werden, insbesondere dann, wenn man sich viele
Lernprozesse, die Zeit, Geduld und Nerven kosten, sparen will.
Grüße
Jürgen
Mahlzeit!
Vom Polsprung dauert es nicht lange zum
[video]
Wie das Ganze endet, wissen die Insider ja.
Grüße
Jürgen
PS
Für die kalten Freunde:
[video]
PSS
Tatsächlich erleben wir im Moment ein Klima, das eher in Richtung
Grillzeit geht.
Guten Morgen,
ich schreibe heute noch Zettel, vielleicht mehr denn je, teilweise auch komplett ausnotiert,
wenn es mal "original" werden soll.
Andererseits weiß ich auch, dass Papier geduldig ist.
Im Zweifel ist weniger mehr, das habe ich früher seltenst befolgt, es ist aber so und ändert
sich auch nicht.
Was man am Anfang denkt, "perfekt" zu können, ist meist alles andere als perfekt. Das ein
oder andere Lied aus der Aufzählung hatte ich auch mal privat auf dem Notenpult und das
könnte ich jetzt nicht perfekt herunterspielen, noch nicht mal "Nothing Else Matters".
Von daher: vereinfachen muss man immer oder zumindest individuell anpassen.
Das ist auch nötig, weil man im Proberaum oder auf der Bühne grundsätzlich anders klingt
als eine Plattenproduktion. Vieles funktioniert nämlich nicht auf beiden Universen.
Deshalb spielen auch die Originale nicht immer dasselbe, wobei es da solche und solche
Kapellen gibt, also welche, die fast wie auf Platte klingen und solche, die ganz anders
klingen, am Ende sogar ihr eigenes Lied neu interpretieren.
Es gibt sogar Bands, wo auf der Platte ein ganz anderer gespielt hat, allzu oft wird das
auch geheim gehalten oder man erfährt es erst Jahre später.
Das Problem hier ist aber die neue Band-Situation.
Früher hatten wir es tatsächlich leichter, da gab es keine Elektrotrommeln (jedenfalls
nicht praktisch verfügbar) und es gab diesen ganzen Perfektionswahn nicht, man gründete
erst die Band und verteilte dann die Instrumente.
Na gut, ganz so war es auch nicht, aber man war toleranter und flexibler. Das hat anfangs
sehr geholfen, später hat man sich dann meist doch auseinander entwickelt.
Direkt bei meiner ersten Bandvorstellung bin ich übrigens hochkant hinausgeflogen, erst
Jahre später ist mir klar geworden, wie groß die Unterschiede waren.
Ich meine ohnehin, dass der Trend zur Zweitkapelle geht.
Anders gesprochen: man sollte sich nicht auf ein Projekt fest und steif fixieren, die Welt
ist groß und die Zeit läuft, alles ist im Fluss, das kann optimalerweise so laufen wie bei
Kapellen, die große Jubiläen feiern, es kann aber auch in hire and fire ausarten, irgendwo
dazwischen finden sich die Meisten ein.
Wenn man mit Leuten zu tun hat, die deutlich besser sind als man selbst, wird es nur funktionieren,
wenn das Niveau entsprechend angepasst wird, nämlich nach unten.
Wenn ich selbst in Kapellen (vor-) spiele, die schlechter sind als ich, dann spiele ich auch schlechter,
ist die Kapelle besser, kann ich mehr bieten, spielt die Kapelle dagegen viel zu gut für mich, gerate
ich in Stress und werde wieder schlecht oder es sind richtige Profis, die passen sich dann so an,
dass es funktioniert (aber die sind selten und mit denen spielt man dann meist nur einmal).
Ansonsten kann man alles üben, auch Einzählen, Zählen und Abläufe.
Ich selbst übe in letzter Zeit sogar Takte zählen, das hilft ungemein und ist in manchen Formationen
notwendig. Auch Anfänge mit Einzählen habe ich schon geübt, manchmal funktioniert genau das nicht
und es ist nun mal die Eingangstür zum Musizieren, in der Mitte kann man ja schlecht anfangen.
Noch wichtiger sind übrigens Schlüsse, aber die kommen ja später.
Eineinhalb Jahre ist keine lange Zeit, zumal man Schlagzeug auch kennenlernen muss und wenn man
vorher E-Drums benutzt hatte, wird Vieles komplettes Neuland sein. Als Liebhaber des Instrumentariums
kann ich aber sagen, dass das Ziel der Weg ist, denn die Reise hört nie auf und man lernt das Instrument
immer besser kennen, indem man auch neue Facetten findet, welche die Musik bereichern (können).
Ich würde mir professionelle Hilfe zukommen lassen, man nennt es Unterricht.
Das ist parallel einfach der schnellste Weg, um effektiv vorwärts zu kommen.
Ansonsten würde ich den Buben klaren Wein einschenken: entweder sie gehen den Weg mit oder eben nicht.
Leistungsdruck bringt das Gegenteil, von daher müssen die an sich arbeiten, nämlich zurück stecken und
nicht umgekehrt. Ein Meister kann sich dumm stellen, ein Lehrling kann nicht den Meister mimen.
Und es gibt immer eine Kapelle nach der Kapelle.
Grüße
Jürgen