Guten Morgen,
das mit dem Neuwert habe ich oben mal gestrichen, tatsächlich war meine "Erinnerung" da offenbar reichlich betrübt oder
vernebelt, möglicherweise hatte ich tatsächlich die Haftpflicht im Hirn und die Hausrat auf der Zunge.
Wenn ich jetzt aber schon mal in die Versicherungsbedingungen schaue, dann frage ich mich doch etwas, wie der ein oder
andere Makler das macht, dass das Schlagzeug und das Gedöns drumherum in der Hausrat auftaucht, ich werde den Verdacht
nicht los, dass man da den Kunden "versichern" (also in Sicherheit wiegen) will, während es dann im Schadensfall doch zu großer
Verunsicherung kommen könnte, schließlich gibt es ja das Kleingedruckte, nunmehr § 7, da sehe ich für die meisten Proberäume
eher negativ.
Die Hausratversicherung ist insgesamt von ihren Bedingungen her nicht auf Musikinstrumente ausgelegt, da kann es an mehreren
Stellen knacken. Ich würde immer eine Musikinstrumenteversicherung vorziehen, diese aber auch nur bei teuren Instrumenten,
bei denen ein ernsthaftes Totalschadensrisiko nebst einer wirtschaftlich nicht möglichen kurzfristigen Wiederbeschaffungsmöglichkeit
besteht. Alles andere verbuche ich unter Nervenberuhigung für Nichtschadensfälle nebst Spende für die Versicherungswirtschaft.
Die höchste Wahrscheinlichkeit, sein Instrumentarium zu beschädigen, ist meiner Erfahrung nach - neben Allmählichkeitsschäden -
der Transport einschließlich Auf- und Abbau.
Das Diebstahlrisiko ist dort am höchsten, wo der Fall der Fälle von keiner Versicherung gedeckt wird.
Eine Versicherung, die wirklich nennenswert reale Risiken abzudecken und im Fall der Fälle auch einen nennenswerten Betrag zu zahlen bereit ist, ist sehr, sehr teuer.
Genau so ist es und deshalb macht es keinen Sinn, ein Schlagzeug zu versichern, wo realistischerweise mal ein Tom vom LKW überrollt wird oder wo
jemand die Snare klaut, aber schon zu faul war, den Ständer auch mitzunehmen.
Ich selbst war mal Versicherungsnehmer (Musikinstrumenteversicherungen), aus heutiger Sicht würde ich mir den Vogel zeigen.
Insbesondere die Auflistung des Kleinkrams war absurd.
Grüße
Jürgen