Beiträge von Jürgen K

    Hallo,


    es gibt viele Wege, einfach und komplizierte,
    preiswerte und teure.


    Es ging wohl grundsätzlich (unbewusst) darum,
    mal was zu basteln und bewusst darum, die
    Trommel schnell hoch und runter stimmen zu
    können.
    Das ist ein Kompromiss, an den Klang einer
    echten Kleinen Trommel wird man sich nur
    peripher annähern können, auch mit einem
    12er oder 14er RotoTom als Basis.
    RotoToms klingen immer so ein bisschen nach
    Joghurtbecher oder Pauke (je nach Stimmung
    und Größe).
    Um eine gute Teppichansprache zu bekommen,
    montieren ja einige Marschtrommelfabrikanten
    gleich zwei Teppiche, einen davon unter dem
    Schlagfell, das hat seinen Grund.
    Die Ansprache über viel Luft mit einem nicht
    abschließenden Rohr ist theoretisch etwas
    indifferent. Da darf man gespannt sein, ob
    das in der Praxis noch ausreichend oder gar
    befriedigend ausfällt.


    Für praktische Anwendungen (Auftritt) würde
    ich bei der Problemlage immer zwei Snare Drums
    bevorzugen, das ist unproblematischer.
    Wenn man aber mal etwas ausprobieren will, dann
    soll man das tun, die Wissenschaft muss leben.


    Grüße
    Jürgen

    Guten Morgen,


    wann geht heute die Sonne auf?


    Davon mal abgesehen: Jazz heißt ja Kreativität,
    Improvisation und so weiter, da ist jedes Stück
    geeignet, auch "Take Five".


    Wenn man da Anregungen aus dem Rock braucht,
    dann stimmt etwas nicht,
    ansonsten "Highway To Hell".


    Falls jemand meint, das ginge nicht, ich komme
    vorbei und führe es vor, meine Nummer ist:
    "Pennsylvania 6-5000".


    Grüße
    Jürgen

    Guten Morgen,


    es wurde schon alles gesagt


    und


    auch alles gemacht,


    nur noch nicht von jedem


    und


    der ein oder andere ist inzwischen wieder
    auf dem Pfade des Hauptstroms.


    Die Mittelpedal-Varianten sind praktisch nicht
    mehr auf dem Markt, das ist wohl der mangelnden
    Nachfrage geschuldet.
    Auch die Mittel-Hi-Hat-Spieler sind in Rente oder
    haben es mal probiert und wiede zurück gebaut,
    der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier und was
    der Bauer nicht kennt, das schmeckt ihm nicht
    oder nur vorübergehend.


    Was Aufbaudogmen betrifft, sind die üblichen Varianten
    unausrottbar, da kann man so viel revoluzzern, wie man
    will.
    Seit der Rationalisierung der Schlagwerkergruppe zum
    Einmannbetrieb gab es wenig, was heute noch en vogue
    ist, letztendlich sehen unsere modischen Drum-Sets aus
    wie das Zeug von vor knapp hundert Jahren, wenn man
    ohne Opernglas aus den hinteren Rängen schaut.


    Ich persönlich habe mich der Religion angeschlossen,
    dass ein Schlagzeug zwei Bass Drums besitzt und mich
    damit mehr oder weniger elegant aus der Diskussion
    begeben.


    Ein Doppelpedal mit Mittelanschluss wäre für mich dann
    ab der dritten Bass Drum interessant. Wer eine der Hupen
    von vorne sehen will, darf sich im Publikum entsprechend
    positionieren. Wenn dann ein Haufen Beine auf der Bühne
    davor stehen, könnte es daran liegen, dass bei vielen
    Veranstaltungen es relativ egal ist, wie herum das Schlagzeug
    steht und für echte Stadionatmosphäre darf das Hilfspersonal
    dann gerne die zweite Hupe herbeischaffen.


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    Grüße
    Jürgen

    Gude Morsche,


    in Golle bei de Dolle,
    wusste gar nicht, dass es dort noch rohes Fleisch gibt,
    aktuell sollte doch gichtfördernder Schbaschel gereicht
    werden, gut für die Knochen und potenzfördernd.


    Grüße
    Jürgen
    more Coffee

    Gude Morsche,


    das Getrommel an sich ist vollkommen passend, da gibt es sonst nichts
    zu sagen, genau so, fertig.


    Das Lied ist sehr schön, auch schön dargeboten.
    Im Gesamtmix kommt mir das Schlagzeug etwas zu dominant und der
    Gesang etwas zu schwach vor, da wir hier aber im Trommlerforum sind ...


    Beim Schlagzeug ist mir die Bass Drum einen Hauch zu wenig präsent und
    sie kommt mir ein kleines bisschen pöckig vor.
    Das Stereobild des Drum-Sets wirkt auf mich rechtslastig, die Kleine Trommel
    erscheint mir einen Hauch links zu sein.
    Das sind dann aber Flöhe, die keinen normalen Menschen interessieren.


    Davon darf es gerne mehr geben.


    Grüße
    Jürgen

    Ich glaube, in 1-Euro-Läden habe ich auch mal Rollmaßbänder gesehen, die sowohl eine Zentimeter- als auch eine Zoll-Skala haben.


    Hallo,


    der Rewe, wo ich gerade neulich war, hatte es leider nicht, aber mein 2-Meter Maßband stammt aus einem Supermarkt, es hat so eine Dose,
    wo man drückt und es fährt wieder herein und auf der Rückseite, was soll ich sagen: alles verzollt. Hält jetzt schon ein paar Jahre, was man
    ja von den Möbelhaus-Bändern nicht sagen kann, nebenbei war der Anfahrtsweg kürzer.


    Das Lesezeichen in meinem Kalender kann auch metrisch und zöllisch.


    Irgendwo gibt es auch einen Stift für den kultivierten Architekten, da ist alles Mögliche drauf nebst Schiebelehre.


    Je nach Bedarf kann man sich eindecken.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    - Meine Snare ist ja eine Holzsnare. Brauche ich eine Metallsnare um einen weniger trockenen Sound hinzubekommen oder was ist der Trick dabei? Welche Felle sollte ich draufpacken (derzeit habe ich Evans G1 oder G2 360 drauf)?
    - Wie bekomme ich eine blumige Bassdrum? Ich habe schon einen Filzbeater (https://www.thomann.de/de/sonor_sch20.htm ), zwecks weniger Attack. Derzeit habe ich noch dämpfende, klare Felle drauf, hatte aber geplant beidseitig Ambassador, mit Resonanzfell ohne Loch draufzumachen. Was wäre hier die richtige Fellwahl und Stimmung?


    Wenn es "lebendig" sein soll, dann sind Metall-Trommeln etwas besser geeignet, ob es unbedingt notwendig ist, ist die Frage, wie lebendig es sein muss, ob also ein bisschen mehr Leben schon reicht oder es viel mehr Gebimmel sein muss. Standardfells sind Remo Coated Ambassador und Remo Hazy Ambassador, ein G1 ist davon nicht so weit entfernt, sondern nah dran, ein G2 ist aber schon eine andere Baustelle, nämlich deutlich trockener, weil die beiden Lagen sich gegenseitig die Töne klauen und der Klang dadurch vor allem in den Obertönen gedämpfter klingt, was dann eher in den hier nicht gewünschten 70er Klang geht. Wenn es mit den genannten Fellen oder auch den vorhandenen (falls G1 oben und unten etwas Geeignetes sein sollten), dann würde ich die Stimmung in der Mitte ansiedeln, nicht ultratief und vor allem auch nicht sehr hoch, weil Beides irgendwann zur Eigendämpfung führt. Wenn das nicht hilft, könnte man zwar noch die Gussreifen durch einfache austauschen, aber der Effekt wäre wohl nicht
    groß genug und dann sollte man wirklich mal im Laden testen, welchen Klang man mag und welche Trommel (-konstruktion) den scheinbar liefert.


    Einlagige Felle auf der Bass Drum halte ich dann auch für die bessere Lösung, dämpfen kann man hinterher immer noch, evtl. kann man natürlich auch bei den vorhandenen Fellen die Dämpfung mit Geschick und Schneidwerkzeug wegbasteln, bei Ungeschick führt das aber zu Ungemach. Ob die Trommel hoch oder tief gestimmt ist, halte ich für weniger wichtig, eine ungedämpfte Bass Drum klingelt ordentlich. Damit sollte man beginnen und dann langsam solange dämpfen, bis es passt.
    Für weniger Anschlagsgeräusch eignen sich notfalls auch diverse Spezialschlägel hinsichtlich Material (Schaffell, Wischmop-Überzieher ...) und Form (größere runde Flächen machen mehr Ton)


    Am Wichtigsten ist die Spielweise, es gibt viele Trommler, die den Fuß liegen lassen, manche sogar die Hand, das führt zu einer Dämpfung des Tons (der gespielte Gate), das Fell atmen lassen, indem man es nur kurz und präzise anschlägt, ist die Kunst, es klingen zu lassen.


    Ganz nebenbei nicht ganz unwichtig ist auch der Raum, evtl. ist dieser ungünstig und in einem anderen Raum klingt es besser, das sollte man auch mal probieren, bevor man sich in Unkosten verliert.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ja, die spielt jemand und man kann die - je nachdem - weiterempfehlen,
    es ist eben immer wieder die Frage wofür.


    Ich persönlich habe keins, weil sie mir zu sachte sind, damit geht es mir genau
    anders herum als jemand anderem:

    Mir war das 18er als Crash zu schwer


    Und genau deshalb ist die Frage nur so korrekt zu beantworten:

    Kommt darauf an.


    Grüße
    Jürgen
    fährt 2002 für Jazz bis Metal

    Hallo,


    Im "internationlen Metal"


    geht es um Praktikabilität. Das Publikum erwartet eine Ballerburg, gerne optisch interessant, der Toni eine Anlage,
    die man möglichst jeden Tag ohne allzu viel Aufwand reproduzieren kann, daher muss dieser Klang keineswegs der
    Lieblingsklang des agierenden Trommlers sein.
    Auffällig ist diesbezüglich auch, dass offenbar nicht oder nur wenig getriggert wird, das hat man bei anderen Kapellen
    schon anders gemacht, von daher ist dieser Trommler von E-Drums doch etwas weiter entfernt als einige (wenige)
    andere in diesem weiten Genre.


    Es geht mir zum einen um das Zeigen des Drummer mit seinem Präzisions-Play und die optische Bandbreite der Band (Drumkit, Frontfrau, Bühnenbild), und zum anderen um Schlagzeug-Klang an sich: meine Wunschvorstellung von ihm ist nämlich so wie gezeigt und eher nicht so wie häufig die Realität des Klangbildes ohne Technik.


    Das ist grundsätzlich ein guter Ansatz.
    Zunächst möchte ich aber betonen, dass ich den Fakt mit der Frontfrau betont habe, darauf habe ich ein Patent. ;)
    Zur eigentlich hier interessanten Frage, die wenig, aber ein wenig mit dem Bühnenbild zu tun haben könnte, will ich dann doch noch mal ausholen:
    ich habe mal einen Kollegen erlebt, der sein komplettes (und schön umfangreiches Gerät) abgenommen und in ein Rack gejagt hat, um sich
    schließlich das Mörserergebnis auf die Ohren zu legen, das hat der auch auf der Bühne zelebriert, einerseits beeindruckend, andererseits
    nicht mein Ding.
    Jeder Jeck ist anders: ich hatte mir den Spaß im Proberaum auch mal gegönnt, da kann man viel machen, wenn man will und den Klang, wie wir
    ihn auf Youtube hören, den können wir schon so ähnlich fabrizieren, das ist kein Hexenwerk, der beschriebene Kollege ging auch in die Richtung,
    das so gerne zu haben, ich persönlich bin ein Naturbursche und habe die Gerätschaften für diesen Zweck keine längere Zeit genutzt, allerdings
    habe ich auch keine Aversion gegen Naturklänge, so dass ich mit dem wahren Klang von (guten!) Instrumenten sehr glücklich sein kann.
    Andere müssen dann halt viel Aufwand betreiben, um es sich passend zu biegen.


    Und nochmal im Klartext: die durchsichtige Perle klingt tatsächlich schon so ähnlich in natura, insbesondere die krass komprimiert klingende
    Schnarre ist mir neulich sowohl positiv als auch negativ aufgefallen, einerseits für genau dieses Genre und diese Spielweise optimal, andererseits
    dann aber auch für andere Genres und Spielweisen eher ungeeignet. Da muss man halt wissen, was man will, nebenbei fand ich die gehörte
    Kleine Trommel in natura sogar besser und schöner klingend.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    zum Exkurs

    Würd mal gern wissen, wie lange es diese Gong Drums gibt in der Form?


    Echte Gong-Toms haben Tama Ende der 1970er oder Anfang der 1980er eingeführt, der typische Charakter war ein größeres Fell als der Kessel (22" Fell, 20" Kessel), um einen paukenähnlichen Klang zu bekommen. Die Nachahmer verwenden meist nur eine Bass Drum in Concert-Tom-Ausführung (also einfach ohne Resonanzfell nebst den Beschlagteilen).


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich persönlich spiele ja gerne Jazz, Rock und Metal und noch ein paar Dinge dazwischen,
    deshalb kaufe ich ungerne Spezialtrommeln, sondern lieber solche, die ich überall gewinn-
    bringend einsetzen kann.
    Folglich wäre es nicht meine erste Wahl.


    Wenn ich mich auf die genannten Stile beschränke, habe ich keine Bedenken, außer
    dass es noch viele andere schöne Trommeln in diesem Preisbereich gibt und ich
    würde wohl eine mit weniger Perforation nehmen.
    Das ist aber Geschmackssache.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    ich finde die blaue Beleuchtung passt schön zu den blauen Haaren der fantastischen Sängerin.


    Der Klang, den man hört, ist eine Mischung aus dem Naturklang und den üblichen Effekten, die
    insbesondere bei den Toms und der Bass Drum hinzugezaubert wurden, sehr trocken, was
    wegen der schnellen Schlagfolge Sinn ergibt.


    Ich finde das Set auch ganz hübsch, meins gefällt mir aber auch ganz gut und ich kenne noch
    ein paar neckische Buden hier in der Gegend, die auch nicht zu verachten sind.


    Grüße
    Jürgen

    Gude Morsche,


    ich weiß nicht, ob man es hier erkennen kann:


    Jedenfalls ist der Aufbau wie folgt:
    1. unten Füße
    2. darin die runden Horizontalstangen, welche jeweils unten einen Zapfen haben, der in das Loch im Fuß gesteckt und festgeschraubt wird und 7/8" im Durchmesser hat; oben wird das Rohr jeweils mit einem Gummistopfen oder einer PCL-100 beglückt.
    3. viereckige Querstange jeweils zwischen zwei Rundrohre, damit es nicht wackelt, umfällt oder sinnlos ist
    4. (jetzt kommt's) runde Horizontalrundstange mit Zapfen nach unten in ein Rohr mit PCL-100, damit wird die zweite Etage gebaut,
    5. nach dem zweiten Mal 4.) kann wieder eine Viereckige dazwischen und man hat eine Leiter für Riesen oder eben zwei Etagen.
    Wem langweilig ist, setzt noch eine dritte darauf, dann muss man allerdings auf die Zimmerdecke achten, das kann knapp werden.


    Ich habe leider keinen Lämmerschwanz hier, aber meine Konstruktionen kamen mir immer erstaunlich windbeständig vor, das funktioniert auch in der Variante, nur
    zwei DR-501 übereinander zu bauen, jedenfalls dann, wenn die Gewichte vernünftig eingebaut sind:

    Da hatte ich genau bei so einer Variante mal fünf überflüssige RotoToms eingebaut, die waren (wenn man aufsteht und sich umdreht) spielbar.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    wenn man "Gravur" wörtlich nimmt, würde das
    bedeuten, dass eingeschliffen werden soll, das
    wäre sehr ungewöhnlich.


    Geht es ums Bedrucken, so kann das jeder Stock-
    Hersteller und diverse Drucker können das auch,
    da ist dann die Frage, wer es für welchen Preis
    machen würde, der Preis ist das größte Hindernis.


    Mal eine Idee:
    ich gehe zum Stempelmacher meines Vertrauens,
    lasse mir einen Stempel fertigen, stempele damit
    den Stock (vorher noch Stempelkissen in gewünschter
    Farbe kaufen), lasse das trocknen, gerne mit Heißluft
    und lackiere später kalt darüber.


    Grüße
    Jürgen

    Gude Morsche,


    noch ein Nachtrag aus dem Studentenwohnheim
    (dort wurde öfter mal Bier aus dem Kühlschrank
    geklaut - ja nach Klientel ändert sich das Diebesgut):
    der Fernseher im offenen Fernsehraum wurde in einen
    Kasten reingeschraubt, dank der Löcher war der
    unverkäuflich und man hätte den ganzen Schrank
    mitnehmen müssen. Die Fernbedienung war fest mit
    einer Holzplatte verbunden, so klaute sie niemand
    und es musste sie auch niemand suchen. Es gibt
    viele Möglichkeiten zu entdecken.


    Dass jemand ein BLX klaut, ist eher unwahrscheinlich,
    a) aus allgemeinen Gründen und b) aus speziellen Gründen.


    Grüße
    Jürgen

    Guten Morgen,


    ich habe ja schon so Einiges erlebt
    und kann daher Vieles mitfühlen, bin inzwischen aber ziemlich nüchtern und
    sehe die Welt als das, was sie ist: eine einzige Gefahrenzone.


    Wir haben jeden Tag die Chance beim Aufstehen den Fuß zu brechen, im Bad
    sich das Hirn am Waschbecken aufzuschlagen und sich am Frühstücksei zu
    verschlucken.
    Am Gefährlichsten sind Haushaltsarbeiten und Straßenverkehr.


    So, jetzt kommen wir zum Diebstahl:
    Diebe sind Geschäftsleute (wenn auch von der dunklen Seite), die fahren in aller
    Regel nicht mit einem großen Auto vor, um zwei Stunden lang mit Aufräumarbeiten
    einen Haufen Zeug zu laden, dass wieder ausgeladen und am Ende (worum geht es
    eigentlich doch gleich?) auch noch vertickt werden muss und ganz nebenbei soll
    das auch nicht auffallen, denn das Staatshotel mit Vollpension hat ein beschränktes
    Frei-Zeitangebot.
    Selbst erfahren durfte ich das auch mal, da wurde der Nachbarproberaum aufgehebelt,
    alle anderen hatten Versuchsspuren. Tatsächlich haben der oder die Täter ein Mikrofon
    und eine Gitarre im Koffer entwendet. Dass da noch mehr drumherum stand, muss ich
    nicht betonen. Ein Dieb hat es eilig und er ist im Zweifel kein Fachmann für Flügelschrauben,
    historische Instrumente oder was auch immer, der nimmt, was jeder Laie versteht und
    was er nach seinem laienhaften Denken schnell wieder unauffällig loswerden kann.
    Und selbst das klappt nicht immer, in einem anderen Fall entwendete ein Täter aus dem
    Drogenmilieu (da bekommt man eine Ahnung, wozu solche Leute Geld brauchen und auch,
    wie planhaft die vorgehen) aus dem Studentenwohnheim eine Gitarre. Das war schlimm,
    denn die war viel wert und sie war selten und der Student sehr traurig.
    Als er dann mal am Musikladen um die Ecke eintraf, sah er seine Gitarre, das ging also
    gut aus, folglich soll man die Flinte erst ins Korn werfen, wenn die Welt bereits unterge-
    gangen ist.


    Zum Thema Versicherung:
    Die Branche lebt von der Angst.
    Ich selbst hatte auch mal eine Musikinstrumentenversicherung (genau genommen sogar zwei),
    in der Tat funktioniert eine Sachversicherung nur, wenn auch klar ist, welche Sache genau
    versichert ist, bei mir war das einfach, ich bin Hobbylistenschreiber und habe den Verein auch
    nach jedem Verkauf oder Ankauf mit einer neuen Liste beglückt, dass da auch Seriennummern
    darauf standen, muss ich nicht betonen, was nutzt es, wenn es irgendwann im Streitfall darum
    geht, ob es das Ride vom I, J oder K war, das zufällig jeweils genauso heißt und auch so klingt.
    Man kann sich nicht gegen alles versichern, das wissen viele nicht und viele Versicherungs-
    vertreter erzählen auch nicht die blanke Wahrheit (das sind halt auch Geschäftsleute, wenn
    auch von der hellen Seite oder zumindest der helleren, denn da läuft auch mal was in Grau).
    Wozu braucht man eine Versicherung?
    Grundsätzlich versichert man als Erstes existenzbedrohende Risiken.
    Danach kommt das Hobby, falls man mit den Prämien den Versicherer auch noch glücklich
    machen will.
    Ein großer Mythos bei Versicherungen ist, dass man versichert ist.
    Nein, man hat Obliegenheiten zu erfüllen, nämlich: aufzupassen.
    Klassiker ist der geklaute Koffer. Wenn der einfach unbeaufsichtigt herumsteht, dann zahlt
    dafür niemand (es sei denn der Dieb wird gefasst oder die Erbtante hat Mitleid).
    Das geht dann auch schnell in die Diskussion, wie denn der Proberaum gesichert ist und wer
    da alles einen Schlüssel hat, das kann ganz schnell die schönste Versicherung zur Entsicherung
    werden lassen.


    Meine Devise nach dem Lesen und Erleben der ein oder anderen Geschichte ist: uffbasse!
    Und man muss sich ins Hirn des Diebs versetzen und dann überlegen, was dem am Wenigsten
    Spaß macht. Damit sollte man ihn beglücken.
    Als Trommler sind wir da im Vorteil: nochmal: niemand hat Lust, das ganze Gerümpel abzubauen
    und sich auch noch zu merken, wie man es wieder aufbaut oder gar, wie man die ganzen Einzelteile
    sinnvoll liquidiert.
    Immer hilfreich: einfach eine teure Gitarre mit Koffer neben das Schlagzeug stellen, macht man beim
    Fahrradabschließen ja auch so (immer neben ein schlechter abgeschlossenes und auf dem Markt
    attraktiveres Rad stellen).
    Videoüberwachung ist heutzutage für Elektrofreunde sicher auch eine Option.


    Die Statistik spricht für Hoffnung.


    Grüße
    Jürgen