Wie immer sind die meisten solchen Artikel Ansichtssache, aber auch manche Begrifflichkeiten werden nicht hinreichend genau verwendet (zumidest für meine Begriffe).
ZitatAb 11 khz kann man fast ausnahmslos Gas geben, denn erfahrungsgemäß haben viele Mixes hier zu wenig Präsenz, oft auch, weil durch viel Resampling oder Samples mit zu niedriger Samplerate viel verlorengegangen ist. Oft findet man die schönsten Samples irgendwo im Internet mit nur 22.050 hz aufgenommen.
Wenn Samples mit Samplingfrequenz von 22,05KHz in 44,1 kHz oder mehr bearbeitet, sollte man es tunlichst vermeiden etwas über 11 kHz anzuheben, man sollte viel mehr per Tiefpass absenken. Denn da gibt es nichts verwertbares, man würde nur Artefakte verstärken.
ZitatAb 15 khz versagt dann das menschliche Gehör, mit zunehmendem Alter sogar noch weiter unten.
Klar nimmt der Hörbereich mit zunehmendem Alter ab, aber ich höre immer noch die 19 kHz (und auch nicht viel leiser), und ich kenne auch genug die noch ebenso weit hören. Allzu pessimistischen Darstellungen ("eh nur bis 12kHz...") sollte man da nicht glauben.
ZitatIm Ernst, wenn das Ohr hörbar vor sich hinpfeift, ist das kein gutes Zeichen und verschiebt auf die Dauer die Hörschwelle deutlich nach unten. Aber auch Frequenzen im Bereich der Hörschwelle werden "irgendwie" noch wahrgenommen und sorgen im Mix für eine gewisse Lebendigkeit und Lebhaftigkeit.
Die (Ruhe-)Hörschwelle wird eigentlich als Schallpegelkurve über der Frequenz dargestellt, ist zwar mit der oberen und unteren Frequenz verbunden, aber man sollte unterscheiden ob der Schallpegel gemeint ist oder wie hier die höchste Frequenz die noch wahrgenommen wird. Denn letzteres würde ich nicht mit Hörschwelle bezeichnen, auch wenn es mit einer rel. Hörschwelle zusammenhängt. (Ein 5 kHz Ton maskiert z.B. 8 kHz bis zu einem gewissen Pegel, ist nun der Pegel der Anteile bei 8 kHz um die Ruhehörschwelle, d.h. bei sehr geringem Pegel, nehme ich den eh nicht wahr. Hier ist aber die ober Wahrnehmungsgrenze gemeint, die Anteile können aber auch dort lauter sein als der Hörschwelle, sind also nicht an der Hörschwelle.) Ist jetzt etwas Rumreiterei von mir, aber Hörschwelle ist etwas anderes als allgemein Frequenzen über 15 kHz.
ZitatFür jeden Equalizer gibt es zwei Parameter, die seine Wirkungsweise festlegen: Der zu beeinflussende Frequenzbereich und ein Wert, der festlegt, wie stark dieser Bereich beeinflußt (angehoben oder abgesenkt) wird.
Jein. Die später erwähnte Güte (= Kehrwert Bandbreite) ist ein ebensowichtiter Parameter und es gibt es noch weitere Eigenschaften die die (komplette!) Wirkungsweise festlegen (konstante Bandbreite oder nicht). Für den Anwender sind sicherlich Mittenfrequenz und Verstärkung die wichtigsten Regler. Ist aber eben nicht alles.
ZitatDiese Technik heist "Sweepen" und verdeutlicht, wozu man einen Parametrischen EQ braucht: Ein graphischer EQ arbeitet einfach nicht präzise genug, um besonders schmale Frequenzbänder zu beeinflussen.
Nicht generell, kommt auf die Technik an: Es gibt auch grafische EQs bei denen ich auch die Güte wählen kann, oder Umschaltung zwischen konstanter und proportionaler Güte.
ZitatWichtig ist es außerdem, daß beide Quellen die gleiche Lautstärke haben. Außerdem sollte man sich beim A/B-Hören nicht davon täuschen lassen
Wichtiger Punkt: die akustische Lautstärke muss gleich sein, es reicht nicht dass der Pegel der Pegelanzeige ungefähr gleich flackert.
Zitat20 Hz und darunter
Schwer auszumachende Töne. Kann man bedenkenlos entfernen, da es nur unnötig Balast ist und die Gesamtlaustärke des Songs negativ beeinflusst.
Der sog. Infraschall-Bereich. Wird auf CDs eh nicht gespeichert. Wiedergabe nur sehr schwer möglich, nicht mit Lautsprechern. Infraschall nimmt der Körper erst bei hohen Pegeln wahr, dann aber meist als Unwohlsein (Resonanz von Brust, Gehirn liegen in diesem Bereich)
Zitat60 Hz und darunter - Subbass
Kann man nur fühlen und bereitet wohliges Gefühl in der Magengegend!
80(-100) Hz
Übergang vom fühl zum hörbaren Bass
Tiefe Frequenzen kann man sehr wohl hören, bei 50 Hz liegt die Hörschwelle bei 40 dB, bei 30 Hz ca. bei 60 dB.
Zitat100-120 Hz
Kickbass. Hier sollte sich der Bassbereich der Kickdrum / Bassdrum wiederfinden.
200 Hz und darunter
Oberer Kickdrum bereich. Hier bekommt die Kick ihren "Klang".
Der Name Kickbass hat nichts mit dem Namen Kickdrum zu tun, lediglich mit einem Effekt. Der Klang einer BD entfaltet sich über einen viel weiteren Bereich.
Zitat250 Hz
Hier einen Notchfilter angesetzt, gibt der Kickdrum entsprechend "Drive".
Notchfilter = extrem schmalbandiges Filter. Die extreme Schmalbandigkeit ist da nicht notwendig, es mit einer "evtl. Absenkung" zu beschreiben ist sinnvoller. (Wummern der BD meist im Bereich von 250-400Hz.)