Danke erstmal fürs Feedback!
Nach nochmaligem Anhören mit frischen Ohren hat sich Punkt zwei für mich schon geklärt. Werde ich so machen mit dem Wechsel der Kanäle je nach Perspektive. Ich glaube, das irritiert mit geschickten Schnitten weniger als wenn das Stereobild stellenweise "falschrum" (z.B. Hi-Hat links im Bild aber rechts im Mix) ist.
Wie sieht es bei dir aus, wenn du dir eins deiner Lieblingsstücke anschaust/anhörst.
Was machst du, wenn die Drums kurz aussetzen. Kaffee holen oder in der "Nase bohren"? Hoffe nicht. Du sitzt da und gehst trotzdem mit der Musik mit und lässt dich treiben. Das kannst du ruhig zeigen. Das sind Emotionen, die du rüberbringst. Nur so können/lernen auch Anfänger/Amateure die Essens in sich aufnehmen, die man braucht , um den Song ansprechend zu spielen.
Es kommt natürlich auch drauf an, wie du deinen Cover sehen möchtest. Möchtest du nur den Drum-Part zeigen, dann wäre auch ein geteiltes Video denkbar oder zwei getrennte Videos.
Ich habe TOOL und speziell auch das "Lateralus"-Album meistens als Gesamtkunstwerk genossen. Mir ging's da eigentlich weniger ums Schlagzeug. Wird aber auch mal Zeit, dass ich mich jetzt an ein TOOL-Cover wage.
Deine Argumentation verstehe ich zwar, Youtube hat aber auch seine eigenen Gesetze. Damit angefangen, dass die Leute sich meine Videos ja weniger anschauen, um die Songs zu genießen, sondern eher um zu sehen was da am Schlagzeug passiert und wie ich spiele. Wenn man den Song "original" hören und genießen will, findet man den ja auch auf Youtube oder streamt ihn halt mit dem favorisierten Dienst.
Weiter geht's auch damit, dass die Aufmerksamkeitsspanne der meisten Konsumenten nicht mehr all zu lang zu sein scheint. Kurzvideos im Hochformat z.B. dürfen maximal 60 Sekunden lang sein und sind z.Z. sehr populär (meine Kurzvideos kriegen mitunter 20x so viele Klicks wie "normale"). Mit den Analyse-Tools von Youtube wird bei normalen Videos außerdem ersichtlich, nach welcher Zeitspanne welcher Anteil an Zuschauern das Video noch schaut. Bei einem 3-5 Minütigen Video schauen nach der Hälfte der Zeit im Regelfall z.B. noch die Hälfte der Leute zu.
Ansonsten weiß ich natürlich auch, dass "weniger mehr" ist. Ich würde das aber noch erweitern und konstatieren, dass es einfach darum geht, zur richtigen Zeit das richtige zu tun oder eben auch nicht zu tun. Wenn "gar nix" kommt an wichtigen Stellen, funktioniert das auch nicht. Weglassen geht eben nur, wenn man mehr machen könnte.
Dass es um das "WIE" geht ist mir natürlich auch bewusst. Ich gehe bei solchen Videos immer sehr ins Detail und versuche den jeweiligen Vibe gut zu treffen. Mittlerweile nehm ich auch unterschiedlich große Sticks, je nach Stil. Für TOOL braucht's z.B. weniger Filigranität und mehr Punch -> also etwas schwerere / größere Sticks.
Davon abgesehen, dass ich selbst gern auch neue Sachen lerne, um in Schwung zu bleiben, ist mir natürlich auch bewusst, was ich nicht kann. Danny Carey hat in dem Song die DoubleBass auf den Schlusspart beschränkt. Das ist technisch zwar gar nicht so besonders anspruchsvoll. Aber da ich kein guter DoubleBass-Spieler bin, muss(te) ich dafür noch mal extra üben und hab sogar mein Set leicht umgestellt.
müsst ich mir mal ganz anhören, hab aber keine Nerven für so odd-zeugs 
Das schöne bei TOOL ist, dass man das beim Anhören eigentlich gar nicht so merkt. Das ist einfach "rund". Nur wenn man es nachspielt muss man erstmal überlegen, was da so los ist 
Die Refrains habe ich ich in dem Teil als 13/8 ausgezählt. Beim Spielen mach ich mir aber keine Gedanken mehr darüber, dass das ein 13/8 ist. Hat man den "Flow" einmal drauf, läuft's.