Beiträge von m_tree

    Spricht für mich auch für ein Beschweren der Bassdrum. Denn die wird in Livesituationen meistens sowieso zuerst bzw. als einziges verstärkt. Auf mehr Attack gehe ich derzeit sowieso mit den Holz-Beatern.


    Und auch Mikrofoniert ist es am besten, das Sounddesign im Vorhinein darauf zu trimmen, dass man im Mix möglichst wenig verbiegen muss. Auf Basis dieses Grundsatzes habe ich meine Schlagzeugaufnahmen in den letzten Jahren verbessert.

    Transientendesigner nutze ich bei mir nur zum Zähmen von "Schärfe" auf Stützmikros von Hi-Hat und Ride. Ansonsten reicht mir die übliche Kompression zum Verdichten, um auch mehr Attack rauszuarbeiten.

    Das kann je nach musikalischer Situation besser oder schlechter sein.

    Ist halt Geschmackssache. Besser ist es deutlich seltener als schlechter, würde ich sagen. Egal ob im Studio oder live.


    - die Trommel ist insgesamt leichter => etwas weniger Attack, dadurch im Verhältnis mehr Ton

    Dem würde ich sowieso entgegenwirken. Weil ich ein Tom und ein Becken (je nach Situation ein Crash oder Ride) sowieso auf der Bassdrum montieren würde. Auch da sehe ich nur Vorteile: kompakterer Sound durch die zusätzliche Masse, besserer Stand der Bassdrum auch in schwierigen Situationen (fremder Teppich mit weniger Grip z.B.), Einsparen von Stativen.


    Bei den aktuellen Trends muss ich dann aber wohl auch ein Set individuell anfertigen lassen :/

    Habe heute eher zufällig folgendes Video angeschaut. Dabei ist mir dieser Thread hier wieder eingefallen.


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    Sehr gut gemacht, finde ich. Erstmal wird deutlich, dass Bassdrums mit mehr als 14 Zoll Tiefe ihren Ursprung wohl im Marketing und Konkurrenzkampf der Hersteller haben könnten.


    Obwohl ich es mir nur mit einem AKG K712 Pro angehört habe höre ich einen großen Unterschied. Und bringt mich zu dem Schluss, dass mein nächstes Set definitiv eine 14 oder 16 Zoll tiefe Bassdrum haben soll. Ich sehe da für mich eigentlich nur Vorteile:


    - deutlich kompakterer Sound, den man sonst nur mit Nachbearbeitung (z.B. der Benutzung von Gates) erreicht

    - besseres Spielgefühl durch direktere Ansprache und mehr Rebound (zumindest gehe ich davon aus)

    - weniger Platzbedarf, v.a. beim Transport

    Das Mitglied ist, das wurde schriftlich festgelegt, zum 31.12.23 bzw. 01.01.24 offiziell aus der GbR ausgeschieden. Bedeutet, dass es bis dahin noch Gesellschafter ist und wir das Video, um das es ja eigentlich nur geht, weiter benutzen dürfen.


    Da es momentan noch nicht ganz klar ist, wann wir ein Video aufnehmen können, es geht hier wahrscheinlich auch nur um zwei oder drei Monate oder so, war die Frage, ob man das Video trotzdem noch weiter benutzen darf.

    Es steht überhaupt nicht zur Debatte, dass wir selbstverständlich ein neues Video aufnehmen werden.

    Dann verstehe ich das Problem ehrlich gesagt nicht so ganz. An dem Spruch "Der Klügere gibt nach" ist m.E. durchaus was dran.

    Wenn ihr also sowieso ein neues Video aufnehmen wollt, ist die Sache doch eigentlich klar, oder? Seitens des ausscheidenden Mitglieds ist ja sehr viel Ego im Spiel. Wenn ihr nun auch auf euer Ego pocht entsteht ein Rechtsstreit, der Zeit-, Nerven- und Energieraubend, aber u.U. auch noch kostspielig ist.


    Davon abgesehen, dass solche Sachen natürlich schon interessant sind. Zwei Anwälte haben sich hier nach meiner Kenntnis schon zu Wort gemeldet.

    Verpixeln wäre sicher keine Lösung, es ist leider auf dem Niveau gelandet, dass man miteinander nichts mehr zu tun haben möchte. Und das würde dem Bandmitglied sicher auch nicht reichen, es möchte weder gesehen noch gehört oder mit uns in Verbindung gebracht werden. Schlimm, dass es soweit kommen musste.

    Heftig. Ich wollte schon nach dem entsprechenden Material fragen. Damit man mal einen Eindruck kriegt, worum es konkret geht. Aber das hat sich dann wohl erübrigt.


    Wie irrational Menschen z.T. "denken" (oder eher fühlen) und handeln ist schon immer wieder erstaunlich. Das bleibt auch unter (eigentlich) intelligenten Zeitgenossen ja nicht aus ...

    Ich hätte auch noch eine kleine Korrektur: die Fußmaschinen mit Band heißen Flexi Glide (nicht Velo Glide - das ist die HH-Maschine).

    DRUM TWIN PEDAL TAMAIRON COBRA, "FLEXI GLIDE, HP900FSWN
    DRUM TWIN PEDAL TAMAIRON COBRA, "FLEXI GLIDE, HP900FSWN DRUM TWIN PEDAL TAMA IRON COBRA, "FLEXI GLIDE"
    www.action-music.eu


    Von der Lever Glide HH-Maschine besitze ich derzeit zwei Exemplare - meine neu gekaufte von 2011 und eine etwas ältere gebrauchte.

    Beide Maschinen laufen butterweich. Ich kenne keine leichtgängigeren HH-Maschinen.


    Die Lever Glide ist gegenüber der normalen Velo Glide extrem viel leichtgängiger für mein Gefühl.

    18073400_800.jpgDas hängt sicher mit der indirekten Übersetzung der Lever Glide zusammen.


    Der Pedalweg ist so im Verhältnis etwas länger als der Zug an der Hi-Hat Stange. Ist gewöhnungsbedürftig. Erlaubt aber ein präziseres Öffnen / Schließen der Hi-Hat. Und bewirkt eine leichte "Entkopplung" des Pedals von der HH-Stange.


    Ich besitze auch noch diese Tama HH-Maschine mit direktem Kettenzug: https://www.thomann.de/de/tama_hh315d_hi_hat_stand.htm

    Sicher vergleichbar mit den Laufeigenschaften der Velo Glide.

    Ja, sehr guter Thread! :thumbup:


    Ich bin mal so frei und schreibe ein bisschen was dazu ...


    Die Iron Cobras bilden bei mir seit 15 Jahren auch eine Konstante. Angefangen hat es mit einer gebrauchten Flexi-Glide (mit Band) der 1. Gen.

    Diese hatte ich dann ein paar Jahre später durch eine neue Power-Glide der 2. Gen. ersetzt. Allerdings hatte ich mir zügig Rolling-Glide Cams besorgt und diese statt der Power-Glide Cams montiert. Die hohe Popularität der Power-Glide erschließt sich mir bis heute nicht und das Verschwinden der Flexi-Glide finde ich bedauerlich.

    Im gleichen Zeitraum kam eine Lever-Glide HH-Maschine bei mir dazu.


    Ich hatte, auch in den letzten Jahren noch mal, verschiedene Maschinen zum Vergleich angetestet. Darunter Pearl Eliminator, Mapex Falcon, Speed Cobra und vor wenigen Jahren auch die neue DW 5000. Das Spielgefühl der Iron Cobra hat mich aber immer wieder überzeugt. Derzeit habe ich noch eine doppelte DW 7000 als Zweitmaschine.

    Den Cobra Coil habe ich von Anfang an als Marketing-Gag empfunden und zeitnah demontiert. Auch die Fußstopper und die Gewichte für die Beater nutze ich derzeit nicht. Direkte Vergleiche bei Aufnahmen mit den wesentlich schwereren DW-Beatern brachten zu Tage, dass mehr Masse nicht direkt mehr Punch / Impact bedeutet.


    Auffällig finde ich auch den (m.E. bedauernswerten) Trend zu immer mehr Plastik statt Metall. Ganz übel wurde es bei den neuen HH-Clutches, weil der Mechanismus m.E. auch nicht richtig funktioniert. Ich besitze drei der alten Clutches aus Metall und habe an denen absolut nichts auszusetzen.


    Vor kurzem habe ich dann auf die Holz-Beater umgerüstet. Ohne Fellschutz sollte man die nicht benutzen. Der Attack macht schon Spaß. Die Bassdrum wird in allen Lebenslagen und mit allen Mikros etwas präsenter und durchsetzungsfähiger.


    Auch vor kurzem habe ich mir wieder den Befestigungsmechanismus fürs Slave-Pedal an der HH-Maschine besorgt. Auch mit Klettband und anderen Maßnahmen bekomme ich mein Slave-Pedal nicht 100% zuverlässig fixiert. Das ist auch so ein exklusives Feature der Iron Cobras.


    Als störend empfinde ich immer wieder aufs neue das Klappern im Case. Das soll wohl mit der 3. Generation behoben worden sein. Ansonsten finde ich das nämlich sehr praktisch. Auch das Aushängen der Federn statt (De-)Montieren der Beater und Verstauen dieser im Case / Bag finde ich praktisch.


    Ich plane, mir auch noch eine zweite doppelte Iron Cobra anzuschaffen. Ein zweites Exemplar der Lever-Glide HH-Maschine habe ich seit diesem Jahr auch da.

    Ian Paice (Deep Purple) hat meines Wissens auch so einen Hang zu (nicht ganz eindeutig) triolischem Feel in seinen Grooves. Kann bei Interesse mal Beispiele raussuchen.

    Bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine sowas wie Black Knight oder Child in Time hat schon einen leichten Shuffle.


    lg

    Die eindeutig geshuffelten Sachen meine ich auch nicht. Hatte da z.B. den hier im Sinn:


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    Wobei ich gerade festgestellt habe, dass die Hand-to-Hand gespielte Hi-Hat am Anfang eindeutig triolisch / sextolisch ist.

    Ian Paice (Deep Purple) hat meines Wissens auch so einen Hang zu (nicht ganz eindeutig) triolischem Feel in seinen Grooves. Kann bei Interesse mal Beispiele raussuchen.


    Ansonsten gibts allerdings sehr vieles zwischen Raster-genauem Binär und Ternär. "Angeshuffelt" heißt für mich z.B. eher, schon auf den Punkt ternär zu spielen, aber eben nur ein paar triolische Zählzeiten einzustreuen.

    Doch, da irrst du dich gewaltig. Du erzählst kompletten Blödsinn. Sorry.


    Ich hab's weiter oben erklärt.


    Was du meinst ist "Joint Stereo" bei verlustbehafteten Codecs.

    Deezer bietet (und das macht ein Kumpel von mir) eine normale und eine hochauflösende Version der Songs. Ich weiß aber nicht, was da für den Künstler übrigbleibt. Ist es nur die Auflösung und für den Künstler ist alles gleich?

    Deezer bietet seit letztem Jahr auch im Standard-Abo zusätzlich noch verlustfreie Klangqualität (CD-Qualität in FLAC) an. Hier mal ein Screenshot der Windows / PC-Version:



    Ja, auch ich kann hier die Vorzüge einer Hifi-Anlage nicht nutzen. Das ist ein offensichtliches Problem. Ich selbst hab ja auch keinen Lust auf 4 Nachbarn, die ihre Musik mit vollem Verstärkereinsatz hören wollen. Im Zweifel schließe auch ich die Kopfhörer an den Hifi-Amp an.

    Genau so sehe ich das auch. Ich versuche mich so zu verhalten, wie ich es mir von anderen auch wünsche. Und da ich selbst relativ Geräusch-empfindlich bin, verhalte ich mich lieber ruhig. Zum Krachmachen hab ich meinen Proberaum :P


    Kann mir jemand FLAC erklären?

    Grundsätzlich basiert das auch auf PCM-Audio. Die Audio-CD, WAVE, AIFF u.a. sind PCM-Audio. Dabei wird das Signal wie in einem Koordinatensystem mit Zeit- und Wertachse dargestellt. Die Bittiefe (16 bit bei der Audio-CD) entspricht der y-Achse, die Samplingrate (44,1 kHz bei der Audio-CD) der x-Achse. Der Vorteil ist, dass das gesamte Verfahren - im Rahmen der durch die Auflösung gesteckten Grenzen - vollkommen verlustfrei ist. Audio-Esoteriker mögen da zwar mitunter anderer Meinung sein (Treppchenbildung u.ä.), aber es ist wirklich verlustfrei, unabhängig von Oversampling (z.B. 96 kHz statt 44,1 oder 48 kHz).


    FLAC wendet nun eine Dateikomprimierung ähnlich wie ZIP an, um das PCM-Audio zu komprimieren. Das braucht dann nur noch 2/3 des Speicherplatzes, so ganz grob.



    Was Streaming im Musikbusiness angeht:

    Ich denke, dass das Problem schon viel früher seinen Lauf nahm. Nämlich tatsächlich schon mit MP3 und der entsprechend einfachen Vervielfältigung, die ja durch Raubkopien und Tauschbörsen auch zunehmend nicht nur für den Eigenbedarf war. Später kam z.B. Youtube dazu.

    So gesehen könnten die Streamingdienste auch ein kleiner Rettungsanker sein. Aber dass die Branche unter der derzeitigen Vermarktung stark leidet ist vollkommen klar.

    Was Dynamikkompression betrifft geht's, wie so oft, um das Maß. Komplett unkomprimierte Musik will sicher keiner hören. Nicht mal Klassikkonzerte mit hoher Verlaufsdynamik und wenig bis keiner Nahmikrofonierung werden komplett unkomprimiert gelassen.

    Das gilt auch für rein digitale und "sterile" Aufnahmen. Ohne ein bisschen Sättigung und ggf. auch Rauschen klingts einfach dünn und steril. Tonbandaufnahmen werden immer noch eine besondere "Musikalität" nachgesagt. Das hängt auch mit der Sättigung und der damit zusammenhängenden leichten Kompression zusammen, aber auch der Eigenschaft, unschöne Details zu verdecken (z.B. sehr scharfe Transienten).


    Der springende Punkt ist halt, dass lauter immer "besser" klingt. Da reicht schon ein halbes Dezibel eines ansonsten 100% gleichen Mix/Masters, dass man die lautere Version als besser empfindet. Dadurch ist der loudness war ja überhaupt erst aufgekommen.



    Was Datenkompression betrifft, muss man noch zwischen verlustfreier und verlustbehafteteter Komprimierung unterscheiden. Verlustfrei ist z.B. FLAC. Verlustbehaftet ist z.B. MP3 und dessen Nachfolger AAC. Verlustbehaftete Codecs nutzen Psychoakustik und lassen Anteile weg, die das menschliche Gehör kaum noch wahrnehmen kann. Z.B. sich verdeckende Frequenzen. Bei niedrigen Bitraten werden die Höhen zusätzlich steilflankig beschnitten.

    Bei 128 kbps MP3 vs. Audio-CD kann man schon noch einen sehr deutlichen Unterschied hören (mit ordentlichen Kopfhörern und nicht ganz ungeschultem Gehör). Schwierig wird's dann so ab 192 kbps. Dazu sollte man anmerken, dass MP3 sowieso veraltet ist und neuere Codecs wie AAC (Youtube z.B. nutzt AAC) eine höhere Klangqualität bei gleicher Bitrate haben.


    Es stellt sich im Zeitalter von Terabyte-Festplatten und schnellem Internet sowieso die Frage, wozu man noch knauserig bei Audiobitraten sein sollte. Zumal Videos deutlich höhere Datenmengen mit sich bringen.


    Solange diese Codecs auch so genutzt werden, wie sie gedacht sind, ist das alles auch noch kein größeres Problem. Aber es kommt leider sehr häufig vor, dass verlustbehaftete Codecs, teilweise mehrfach, noch mal verlustbehaftet encodiert werden. Und das klingt dann einfach sch...


    Es geht bei den verlustbehafteten Codecs übrigens nicht nur darum, was man noch bewusst als Unterschied wahrnehmen kann. Andrew Scheps hatte mal in einem Vortrag erläutert, dass verlustbehaftete Codecs tendenziell anstrengend klingen. Weil das Gehirn auch bei höheren Bitraten immer dazu angehalten ist, die noch fehlenden Anteile wieder rein zu interpretieren.


    Also ich setze mittlerweile nur noch auf FLAC, wo es geht. Mich ärgert schon, dass ich für meine Videos noch keine vernünftige Lösung gefunden habe, eine lossless Audio-Spur für den Upload zu implementieren. So, wie es Youtube bzw. Google für Musikvideos empfiehlt.



    Und was Streaming betrifft ...

    Wer sagt denn, dass man das nur mit dem Smartphone machen kann? Ich nutze Deezer auch am PC mit einer ordentlichen Soundkarte und bei Bedarf meiner Hifi-Anlage. Streaming als FLAC in CD-Qualität.

    Deutlich Höhere Auflösungen (z.B. 96 kHz und 24 bit) sind für fertige Masters ziemlich sinnfrei. Zumal es absoluter Quatsch ist, im Nachhinein die Auflösung zu erhöhen (was einmal weg ist, ist weg).

    Also von der Klangqualität her muss Streaming nicht schlechter sein.

    Mein Smartphone benutze ich nur zum Telefonieren und kurze Chats - für alles andere halte ich Computer einfach für überlegen.

    Jepp. Ich nutze WhatsApp am PC mit Tastatur wahrscheinlich öfter als mit dem Smartphone. Deezer auch.

    In den kleinen Supercomputern sind zwar mittlerweile auch OctaCores und so verbaut, aber diese CPUs sind nicht vergleichbar mit denen in PCs. Die Tendenz lässt sich ja schon bei Laptops vs. Desktops beobachten.


    Bei der Hifi-Anlage am PC sollte man halt auf ordentliche Wandler der Soundkarte achten. Onboard wurde da zumindest früher oft Mist verbaut.

    Hab noch 'nen Hifi-Verstärker daheim, daran hängen zwei passive 2-Wege Boxen (eigentlich Studio-Monitore) mit 6,5" Tieftönern. Benutze ich aber kaum. Ich mach daheim z.Z. alles mit Kopfhörern.

    Und hab halt im Proberaum zwei aktive 2-Wege Monitore mit 5" Tieftönern am Audio-Interface.


    Generell kann man sagen, dass eine ordentliche Stereo-Anlage (ggf. mit Subwoofern) in einem akustisch optimierten Raum am besten für Musikgenuss ist. Surround-Anlagen sind ungeeignet.


    Obwohl ich selbst aktiv Musik produziere (genauer gesagt Mixing / Mastering, ab und zu was auf Rechnung) bin ich kürzlich auch auf den Streaming-Zug aufgesprungen.

    Ganz nett fand ich, dass Deezer seit 1-2 Jahren auch im Standard-Abo CD-Qualität als FLAC anbietet. Meine MP3-Sammlung habe ich schlafen gelegt und sammle nur noch FLAC, gekauft oder von Audio-CDs encodiert.


    Überkomprimiert ist Musik seit dem "loudness war" leider oft immer noch. Die Normalisierung nach EBU R128 (wahrgenommene Lautstärke) von Streamingdiensten, Youtube usw. wirkt da aber schon aktiv gegen.

    Wieder Vinyl zu kaufen und hören hat rein klanglich eigentlich nur den Vorteil, dass für Vinyl nicht so laut gemastert werden kann wie für CD. Ansonsten bietet Vinyl - besonders bei sowieso digital aufgenommener und/oder digital nachbearbeiteter Musik - nämlich keine klanglichen Vorteile (im Gegenteil).


    Hört man Vinyl statt CD (oder andere digitale Medien), kann man sich meistens sicher sein, dass man ein und den selben Mix mit anderem (und wahrscheinlich deutlich leiseren) Mastering hört.

    Alles unter 50 (eigentlich 60-70) Hz ist "Subbass" und spielt kaum eine Rolle. Alles unter 20 Hz ist Infraschall und vom menschlichen Gehör nicht mehr wahrnehmbar. Quasi das Gegenteil von Ultraschall (> 20 kHz). Wobei Menschen mittleren Alters i.d.R. schon nicht mehr viel über 10 kHz hören.


    Der tiefste Ton eines 4-Saiter Basses (leere E-Saite) liegt bei 41,2 Hz. Man kann aber mit Sicherheit sagen, dass man Grundtöne in dem Bereich auch mit Bass-stärkeren Anlagen kaum mehr wahrnehmen kann. Es sind also harmonische Oberschwingungen nötig für eine entsprechende Hörbarkeit.


    Es gibt mehrere Gründe dafür, dass tiefe Frequenzen eher schlecht hörbar sind und daher oft auch unnötig Platz im Mix wegnehmen (eben auch deswegen, weil Kompressoren am stärksten auf die energiereichen, tiefen Frequenzanteile reagieren).


    Mit der Frequenz-abhängigen Lautstärkewahrnehmung des menschlichen Gehörs angefangen:


    Kurve_gleicher_lautst%C3%A4rke.svg


    Über die Basswiedergabe von gebräuchlichen Boxen. Ein sehr populäres Beispiel und immer noch in vielen Tonstudios auf der Welt zu finden - Yamaha NS-10:


    yamahans10fig4-klKHHQedUqWbtvLEx1fB9JPGeqOzfeiB.jpg



    Nicht ohne Grund braucht man i.d.R. Subwoofer für "Schub" unter 100Hz.


    Dennoch und letztendlich: wenn ich etwas nicht will, dann sorge ich möglichst schon an der Quelle dafür, dass es nicht auf-tritt.

    Genau so ist es. EQing in so tiefen Frequenzbereichen bringt nämlich besonders viel "Sauerei" und auch erstmal deutlich höhere Peaks (Amplituden) mit sich. Gerade bei Basslastigen Quellen, die man nur ein bisschen beschneiden will, fällt das sofort auf.

    Equalizer greifen nämlich nicht nur da in die Frequenzverteilung ein, wo sie wirken. Es treten Phasenverschmieren, Nachschwingen und das sog. "Rippling" in eigentlich unberührte Frequenzbereiche auf. Je steilflankiger der Eingriff, desto stärker sind diese Effekte. Das ist auch ein Grund dafür, dass man eher breitbandig anheben und eher schmal absenken sollte (klingt aus mehreren Gründen "musikalischer").

    Grundsätzlich ist man also gerade im Bassbereich ganz gut damit beraten, Aufnahmen zu erstellen, die das richtige Maß fürs gewünschte Endergebnis mitbringen.


    Ich kenne nämlich auch das gegenteilige Problem: z.B. Bassdrums und E-Bässe, die unter 150 Hz zu wenig "Fleisch" mitbringen bzw. zu mager sind. Oder Gitarren-, Klavier- und Gesangsaufnahmen, die im Bass- und unteren Mittenbereich wiederum zu viel Fleisch mitbringen und dadurch mumpfen.

    Übrigens hat's sich für mich gelohnt spontan bei der Mix-Challenge mitzumachen. Hab's von 80 Mixen unter die Top 15 geschafft und bin nun mit einem verbesserten Mix in Runde 2:


    MIX CHALLENGE - MC094 October 2023 - Mix Round 2 until until 04-NOV-2023 23:59 UTC+1/CET - Page 21 - Mix Challenge


    Ist auch ein gutes Beispiel für diesen Thread. Da ich beim Bass erst die DI-Spur weggelassen bzw. nur die vom Amp benutzt und viel Low-End hinzugefügt habe. Das habe ich im neuen Mix wieder rausgenommen. Die Synths in den Refrains bringen auch viel Low-End mit, das in den anderen Parts quasi fehlt. Hier mal im direkten Vergleich:


    MC094__Pray_For_Hayden__Dont_Panic__m_tree.wav
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    MC094__Pray_For_Hayden__Dont_Panic__m_tree_R2.wav
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    Das werkseitig montierte Fell ist in der Ausführung „Heavy“, obwohl in den Beschreibungen der Händler und auf der Ludwig Homepage die Auslieferung mit „Medium“ Fell genannt ist.


    Wie muss ich das verstehen?

    Der Fehler liegt da wahrscheinlich eher beim Händler. Die Beschreibungen sind online z.T. ungenau und schlampig formuliert.


    Wobei ich da auch wenig Grund zur Sorge sehe. Den 4-stelligen Betrag hast du ja hauptsächlich fürs Metall und nicht fürs Plastik bezahlt.

    Stimm das Ding halt einfach durch, spiel das Fell runter und mach dann das nächste drauf. Wo ist das Problem? ;)


    Weathermaster-Fellen

    Ich kenne nur Weatherking-Felle :/

    Danke für das ganze Feedback hier! Das hilft definitiv weiter.


    Ich werd's erstmal so lassen und später entscheiden, ob ich noch mehr Basotect über das Schlagzeug hänge (vielleicht auch zusätzlich im oberen Bereich der Wände).

    Brauchbare und hochwertige Diffusoren wären auf jeden Fall auch eine sinnvolle Investition. Abgesehen von ordentlichen XLR-Kabeln, die unsichtbar und vor Tritten geschützt verlegt werden.


    Morgen nehm' ich erstmal 'ne Infrarot-Heizung in Betrieb, nachdem ich das Holztor gedämmt hatte (hinsichtlich Wärmeisolierung, nicht akustischer Dämmung).


    Bis Mitte nächstes Jahr will ich sowieso in einen neuen Raum ziehen.

    m_tree : was ist denn hinter den "Vorhängen" an den Wänden (sorry wenn ich es wissen müsste, weil ich was überlesen habe im Thread ;) ).

    Dahinter befinden sich diese Diffusoren (hatte ich mal angestrichen): https://www.thomann.de/de/the_…_wds7_diffusor_8erset.htm

    Jeweils zwei übereinander -> 2x2 an der Rückwand und 2x2 an den Seiten.

    Den Bereich hinter den Laken nutze ich zusätzlich als Stauraum für Equipment, Trommeltaschen, Kartons mit Kleinkram ... auf ein Regal habe ich bewusst verzichtet. 15m² sind schon eng mit Recording-Schreibtisch und Schülerschlagzeug.


    10cm Basotect absorbiert zuverlässig ab den unteren Mitten aufwärts. Da ich die Overheads eher (nicht nur) für die Becken nutze und mein EQing auf der Drums-Summe eine Senke im unteren Mittenbereich erzeugt, passt das ganz gut. 1m² ist halt ziemlich wenig und sollte auch eher zum Testen sein.